Sollte der Mensch seine negativen Anlagen ausleben?

Zitat aus #52


Du kennst doch meine guten Slogans. Einer von ihnen ist


Prüfe alles und das Gute behalte


Allerdings hat das auch seine Genzen

Ich würde nicht zwischen Wert, und Wertegemeinschaft wählen.
Sinnvoller ist es einen freien Weg ohne Widerstand zu finden, und da kann man auch im Kreis gehen, ja.

Was hast du denn so gutes an das du dich halten kannst?

LG :)
 
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Ah, du bezieht dich auf den Spruch
Prüfe alles und das Gute behalte

Ja, solch einen Bewertungsmassstab mus sich jeder schon selbst bilden. Da gibt es keine allgemeingültige Wertung
.

Doch, ich sehe schon allgemeingültige Wertungen, darum auch mein Bezug zum Seraph.
Nichts ist leerer als das Nichts, und nichts ist sinnloser als ein Maßstab der nur Trennungen schafft.
Von der unmoralischen Seite betrachtet macht es Sinn sich von Negativen (zeitweilig) zu trennen.

Schlussendlich gibt es nicht´s lästigeres als ein sich zankendes Paar. Eigenwilligkeit ;).

Ich bin dir meine Perspektive schuldig.
Man kann einen Teller immer Säubern, egal wie schmutzig er ist von Eigenwilligkeit. Problematisch wird es wenn der Teller entscheidet was auf ihn gelegt wird. Jetzt postuliere ich dem Teller einen Verstand der Ewiges abwiegen kann :sneaky:,
und sage es gibt nicht´s Gutes das behalten werden kann, nur manche Handlungen die von einer hungrigen Seele vielleicht als Gut empfunden und in Erinnerung behalten bleiben.

Ein Teller auf dem das gelegt wird, was eben gerade darauf gelegt wird, das nenne ich einen Teller, er erfüllt seinen Nutzen. Was gibt´s schöneres? Er muss sich dabei gar nicht wehren. Er tut es einfach.

Und ein schönes Lied dazu. Nur für dich mein lieber Astrologie Freund.


LG :)
 
Ein Teller auf dem das gelegt wird, was eben gerade darauf gelegt wird, das nenne ich einen Teller, er erfüllt seinen Nutzen. Was gibt´s schöneres? Er muss sich dabei gar nicht wehren. Er tut es einfach.

Ja, so ein Teller erfüllt seinen nutzen. Was ja nicht bedeutet, dass ich aus ihm essen muss, wenn mir sein Inhalt nicht zuträglich ist.
 
Sollte der Mensch seine negativen Anlagen ausleben?
Anlagen werden solange als negativ angesehen, bis erkannt wird, dass alle Anlagen für die Ausbildung der Persönlichkeit erforderlich sind. Die gemeint 'negativen' Anlagen sind aus karmischer Sicht sogar extrem notwendig, um Fehlleistungen der Vergangenheit auszugleichen. Das eigentliche Problem ist die Erkenntnis der eigenen Anlagen und deren Aufgaben im Leben. Anlagen können nach der Quadrantenlehre I.triebhaft, II.unbewusst, III.intentional oder IV.spirituell sein, entsprechend des im Menschen seit der Geburt ins Leben mitgegebenen Charakters.


Der Charakter
Die Astrologische Psychologie ist ein System höherer Ordnung und enthält Hinweise für den menschlichen Charakter. Charaktereigenschaften werden durch die Sternzeichen symbolisiert. Individuelle Signifikatoren für diese Zeichenenergien sind die Planeten, die die Charakterdynamik im Menschen repräsentieren. Das Wo und das Wie der menschlichen Eigenschaften werden durch die 12 Häuser angezeigt. Das Bewusstsein wird durch den inneren Aspekt-Schaltplan repräsentiert und setzt die charakterologischen Anlagen ins Leben um. Dort, wo die Planeten in Zeichen und Haus mit ihrer Aspektierung stehen, dort kommen die Anlagen zum Ausdruck. Die Aspektierung gibt die Art der Veranlagung des Charakters an, mit Rot (dynamisch), Blau (phlegmatisch), Grün (cholerisch)


Drei Beispiele für sogenannt 'negative' Anlagen
.1 Sonne im Zeichen Zwillinge im 10.Haus in Konjunktion mit Uranus, Rot aspektiert
Eine wortgewaltige, autoritäre, unberechenbare, dynamische Persönlichkeit, die alles umstürzen will

.2 Mond im Zeichen Löwe im 2.Haus, Grün aspektiert
Cholerisch-emotional-herausfordernder Egoismus mit hemmungsloser ausbeuterischer, bedienungsintensiver Habgier

.3 Saturn im Zeichen Krebs im 9.Haus, Rot aspektiert
Verantwortungsbewusst-strenge schulmeisterliche Gefühllosigkeit mit durchsetzungsstark-hohem Sendungsbewusstsein


Die Anlagen leben und transformieren
Transformation der Anlagen in den drei Beispielen
.1 Die Niederlage mit Persönlichkeitsverlust ist vorprogrammiert. Was gelernt werden soll, das ist die Sinnfindung in der eigenen Familie
.2 Es soll ein freiheitlicher Idealismus gelernt werden mit Transformation der Habgier zu sozialem Verhalten
.3 Es soll Mitgefühl und soziales Verhalten zum Mitmenschen in emotionaler Einsamkeit und Abgeschiedenheit gelernt werden

Synthese der Persönlichkeit
Die Astrologische Psychologie will dem Menschen zunächst eine Erkenntnis des eigenen Charakters ermöglichen und die Teilpersönlichkeiten unter der Leitung des Wesenskerns zusammenführen. Das Ziel ist die Synthese und Selbst-Entfaltung zu einer transpersonalen Gesamtpersönlichkeit.

Alles Liebe
Hans Joachim
.
 
Zuletzt bearbeitet:
Prüfe alles und das Gute behalte

Ja, solch einen Bewertungsmassstab mus sich jeder schon selbst bilden. Da gibt es keine allgemeingültige Wertung

Ja, das praktiziere ich nun auch schon seit ich fühlen kann. Und natürlich bildet sich jeder seinen eigenen Bewertungsmassstab. Deshalb gibt es ja auch soviel Unfrieden auf unserer Erde, denn weder die Ehepaare, noch die Politiker und nichtmal die Geistlichen sind sich einig in ihrem Bewertungsmassstab, denn was fûr den einen gut ist, so dass er daran festhält, ist für einen Anderen nicht gut und er lässt es sein.

Der Begriff 'Bewertungsmassstab' klingt für mich so, als ginge es hier darum sich einen Massstab zu bilden, der Bewertung betrifft. Das klingt mir echt absurd. Ist denn eine Wertung das Ergebnis (m)eines Massstabes? Natürlich kann es da keine allgemeingültige Wertung geben, es sei denn ein Diktator verbietet die Gedankenfreiheit . Technische Begriffe wie 'Bewertungsmassstab' gehören wohl kaum in so subtile Bereiche in dem des von Wertungen gemeint ist. Was wird denn da gemessen mit diesem Massstab? Wohlgemerkt dem eigenen. Da kann ja nicht gemessen werden, denn psychische Vorgänge , zu denen Bewertungen zählen, sind unmöglich in irgendeine Skala einzuordnen. Jeder Fall ist anders, da jeder Mensch ein einmaliges Individuum ist. Allen offenen und auch allen verbrämten Egos ist eines gemein: sie werten höchst einfach - was ihnen guttut, das ist gut, was nicht, das wird seingelassen. Wer wertet denn?
Der Heilige Geist, oder doch nur das heuchlerische kleine Ego? Das Ego geht soweit, bis es gestoppt wird, denn es verkörpert ein expansives Prinzip , welches alles an die Wand drängt oder das möchte. Der raffinierte Trickster EGO
hängt sich derweil die schönsten Mäntelchen um. Deshalb halte ich Bewertungen für Anmassung.

Auch dieses 'Prüfe alles und das Gute behalte' verursacht mir Unbehagen. Das Leben sollte sich doch wohl spontan, kreativ, intuitiv, empfindsam vollziehen - einen lebendigen Informationsaustausch hervorrufend. Da passt kein Massstab mehr und auch keine Prüfung.

Zwei verschiedene Aussagen über ein selbes Ding:

Ich bin zu meiner ersten psychedelischen Erfahrung wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Ich kam aus Chile, studierte in Berlin West und hatte noch nie etwas über Drogen gehört. Zu der Zeit gab's in Chile noch kein Fernsehen und bei den Partys der Jugendlichen sassen die Mütter, Tanten und Grossmütter am Tisch und versorgten die Tanzenden mit Fruchtbowle. Und so schluckte ich ein weisses Pulver, welches mir einer meiner Freunde gebracht hatte mit der Bemerkung: 'Das verändert dein Bewusstsein'. Ich war naiv und neugierig und konnte bald feststellen, dass mein Freund nicht rumgesponnen hatte.
Diese Erfahrung veränderte nicht nur mein Bewusstsein von Grund auf, sondern sie veränderte auch mein Leben.
Meskalin. Ich war kurz vorher fast in eine Depression gekommen, was ich sonst nicht kannte. Doch diese Reise durch
mich selbst hindurch, es ist halt schwer zu beschreiben, gab mir eine neue Sicherheit, Vertrauen und eben dies kosmische Bewusstsein, das uns normalerweise erst im Tode wiederbegegnet. Und das ist ja der Punkt um den es sich dreht: das Ego fürchtet sich vor diesem unbekannten Raum, und wohl viele von ihnen auch zu recht. Denn wer völlig unvorbereitet und selbstbewusst mit einer Kraftpflanze (Medizinpflanze, s.Schamanismus) in Kontakt kommt, der kann durchaus auf einen Horrortrip kommen.
Die uralten Einweihungsstätten rund um den Globus nannten sie heilige (heilende) Pflanzen der Götter(!) Doch dieses Geheimnis wurde unter Todesstrafe nicht gelüftet. So wurde der Missbrauch verhindert.
Will damit sagen, dass ich erstaunlich gut drauf bin trotz früherem Kiffen und den Reisen in andere Dimensionen, bin auch nie auf andere Drogen umgestiegen, auf die harten süchtigmachenden wie Koks und Heroin.

Wie verschieden der Ansatz von ELi7 - er lehnte das Angebot seiner Freunde nach einer Prüfung ab. Doch seine Pranasophie ersetzt ihm sicher den Gebrauch einer Pflanze.

Also kann man an diesem Bsp. erkennen, dass es nicht um Wertung geht, sondern um Empathie.
 
In einem anderen Thread wurde diese Frage in folgendem Zusammenhang gestellt.

Das Positive bringt den Menschen weiter, nicht das Negative. Daher ist die Abkehr vom Negativen und die Hinwendung zum Positiven so wichtig und wesentlich für das eigene Leben und für das Zusammenleben mit anderen Menschen.

Menschen, die jedoch dann ihre intentionalen, charakterologischen und triebhaften Anlagen nicht ausleben, neigen dazu, diese zu verdrängen. Karmisch können sich solche Verdrängungen sehr negativ auswirken. Das kann zur Frage führen

Sollte der Mensch seine Neigungen alle ausleben?
Eure Auffassung hierzu würde mich interessieren.
Ich selbst habe ebenfalls meine Auffassung hierzu, möchte diese aber erst in den weiteren Beiträgen einbringen


Alles Liebe
Hans Joachim
In einem anderen Thread wurde diese Frage in folgendem Zusammenhang gestellt.

Das Positive bringt den Menschen weiter, nicht das Negative. Daher ist die Abkehr vom Negativen und die Hinwendung zum Positiven so wichtig und wesentlich für das eigene Leben und für das Zusammenleben mit anderen Menschen.

Menschen, die jedoch dann ihre intentionalen, charakterologischen und triebhaften Anlagen nicht ausleben, neigen dazu, diese zu verdrängen. Karmisch können sich solche Verdrängungen sehr negativ auswirken. Das kann zur Frage führen

Sollte der Mensch seine Neigungen alle ausleben?
Eure Auffassung hierzu würde mich interessieren.
Ich selbst habe ebenfalls meine Auffassung hierzu, möchte diese aber erst in den weiteren Beiträgen einbringen


Alles Liebe
Hans Joachim
Eine seltsame Frage, dabei sind die negativen Seiten auch ein Stück seiner selbst.
Ich denke in jungen Jahren werden die negativen Anlagen eher ausgelebt wie wenn der Menschen älter und reifer wird.
Mancher Mensch lernt es nie.
 
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“Negative Anlage“ wird subjektiv definiert.
Eine starke Veranlagung zu Sparsamkeit wird vom einen als lächerlicher, unsympathischer, analfixierter Geiz ausgelegt - der andere findet Geiz geil bzw. klug und rationell.
Eine starke Sexualität findet der eine abstoßend und ekelhaft, der andere großartig (u.a. deshalb, weil eine ganze Industrie davon lebt).
Ob etwas als negative oder positive Neigung betrachtet wird, hängt auch vom Zeitgeist und von der Kultur ab.
Gilt z.B. in einer Epoche prüde Zurückhaltung bis zur Selbstkasteiung als vorbildlich, ist man damit in einer anderen krasser Außenseiter. Und was in der einen Kultur als herrlicher Lebensgenuss und stolze Präsentation der Vitalkräfte hohes Ansehen genießt, wird in einer anderen von Sittenwächtern unterdrückt und mit Peitschenhieben bestraft.
Am besten ist wohl der Mittelweg.
 
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