Prüfe alles und das Gute behalte
Ja, solch einen Bewertungsmassstab mus sich jeder schon selbst bilden. Da gibt es keine allgemeingültige Wertung
Ja, das praktiziere ich nun auch schon seit ich fühlen kann. Und natürlich bildet sich jeder seinen eigenen Bewertungsmassstab. Deshalb gibt es ja auch soviel Unfrieden auf unserer Erde, denn weder die Ehepaare, noch die Politiker und nichtmal die Geistlichen sind sich einig in ihrem Bewertungsmassstab, denn was fûr den einen gut ist, so dass er daran festhält, ist für einen Anderen nicht gut und er lässt es sein.
Der Begriff 'Bewertungsmassstab' klingt für mich so, als ginge es hier darum sich einen Massstab zu bilden, der Bewertung betrifft. Das klingt mir echt absurd. Ist denn eine Wertung das Ergebnis (m)eines Massstabes? Natürlich kann es da keine allgemeingültige Wertung geben, es sei denn ein Diktator verbietet die Gedankenfreiheit . Technische Begriffe wie 'Bewertungsmassstab' gehören wohl kaum in so subtile Bereiche in dem des von Wertungen gemeint ist. Was wird denn da gemessen mit diesem Massstab? Wohlgemerkt dem eigenen. Da kann ja nicht gemessen werden, denn psychische Vorgänge , zu denen Bewertungen zählen, sind unmöglich in irgendeine Skala einzuordnen. Jeder Fall ist anders, da jeder Mensch ein einmaliges Individuum ist. Allen offenen und auch allen verbrämten Egos ist eines gemein: sie werten höchst einfach - was ihnen guttut, das ist gut, was nicht, das wird seingelassen. Wer wertet denn?
Der Heilige Geist, oder doch nur das heuchlerische kleine Ego? Das Ego geht soweit, bis es gestoppt wird, denn es verkörpert ein expansives Prinzip , welches alles an die Wand drängt oder das möchte. Der raffinierte Trickster EGO
hängt sich derweil die schönsten Mäntelchen um. Deshalb halte ich Bewertungen für Anmassung.
Auch dieses 'Prüfe alles und das Gute behalte' verursacht mir Unbehagen. Das Leben sollte sich doch wohl spontan, kreativ, intuitiv, empfindsam vollziehen - einen lebendigen Informationsaustausch hervorrufend. Da passt kein Massstab mehr und auch keine Prüfung.
Zwei verschiedene Aussagen über ein selbes Ding:
Ich bin zu meiner ersten psychedelischen Erfahrung wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Ich kam aus Chile, studierte in Berlin West und hatte noch nie etwas über Drogen gehört. Zu der Zeit gab's in Chile noch kein Fernsehen und bei den Partys der Jugendlichen sassen die Mütter, Tanten und Grossmütter am Tisch und versorgten die Tanzenden mit Fruchtbowle. Und so schluckte ich ein weisses Pulver, welches mir einer meiner Freunde gebracht hatte mit der Bemerkung: 'Das verändert dein Bewusstsein'. Ich war naiv und neugierig und konnte bald feststellen, dass mein Freund nicht rumgesponnen hatte.
Diese Erfahrung veränderte nicht nur mein Bewusstsein von Grund auf, sondern sie veränderte auch mein Leben.
Meskalin. Ich war kurz vorher fast in eine Depression gekommen, was ich sonst nicht kannte. Doch diese Reise durch
mich selbst hindurch, es ist halt schwer zu beschreiben, gab mir eine neue Sicherheit, Vertrauen und eben dies kosmische Bewusstsein, das uns normalerweise erst im Tode wiederbegegnet. Und das ist ja der Punkt um den es sich dreht: das Ego fürchtet sich vor diesem unbekannten Raum, und wohl viele von ihnen auch zu recht. Denn wer völlig unvorbereitet und selbstbewusst mit einer Kraftpflanze (Medizinpflanze, s.Schamanismus) in Kontakt kommt, der kann durchaus auf einen Horrortrip kommen.
Die uralten Einweihungsstätten rund um den Globus nannten sie heilige (heilende) Pflanzen der Götter(!) Doch dieses Geheimnis wurde unter Todesstrafe nicht gelüftet. So wurde der Missbrauch verhindert.
Will damit sagen, dass ich erstaunlich gut drauf bin trotz früherem Kiffen und den Reisen in andere Dimensionen, bin auch nie auf andere Drogen umgestiegen, auf die harten süchtigmachenden wie Koks und Heroin.
Wie verschieden der Ansatz von ELi7 - er lehnte das Angebot seiner Freunde nach einer Prüfung ab. Doch seine Pranasophie ersetzt ihm sicher den Gebrauch einer Pflanze.
Also kann man an diesem Bsp. erkennen, dass es nicht um Wertung geht, sondern um Empathie.