Sollte der Mensch seine negativen Anlagen ausleben?

Der Begriff 'Bewertungsmassstab' klingt für mich so, als ginge es hier darum sich einen Massstab zu bilden, der Bewertung betrifft. Das klingt mir echt absurd. Ist denn eine Wertung das Ergebnis (m)eines Massstabes? Natürlich kann es da keine allgemeingültige Wertung geben, es sei denn ein Diktator verbietet die Gedankenfreiheit . Technische Begriffe wie 'Bewertungsmassstab' gehören wohl kaum in so subtile Bereiche in dem des von Wertungen gemeint ist. Was wird denn da gemessen mit diesem Massstab? Wohlgemerkt dem eigenen. Da kann ja nicht gemessen werden, denn psychische Vorgänge , zu denen Bewertungen zählen, sind unmöglich in irgendeine Skala einzuordnen. Jeder Fall ist anders, da jeder Mensch ein einmaliges Individuum ist. Allen offenen und auch allen verbrämten Egos ist eines gemein: sie werten höchst einfach - was ihnen guttut, das ist gut, was nicht, das wird seingelassen. Wer wertet denn?

Danke, liebe Mahuna, für deine Gedanken in #77.
Nach dem Beitrag von heugelischeEnte in #54 hatte ich mir vorgenommen, etwas zu einem Bewertungsmassstab zu sagen.


Zitat aus Beitrag #54
es gibt folgende grundlegende Geisteshaltungen:
superior
positiv
neutral
ordinär
negativ
pervers
inferior
wir müssen positiv denken, somit ist klar in welche Richtung wir arbeiten!

Liebe heugelischeEnte,
Müssen wir wirklich positiv denken? Die Gedanken sind doch einfällig gegeben. Sie erscheinen im Gedankenraum, wie die Wolken am Himmel. Aber wir können sie aufmerksam betrachten und immer dann einfach weiterziehen lassen, wenn wir sie nicht annehmen wollen. Dieses Verhalten gilt es m.E zu schulen. Wir sollten uns angewöhnen, nur diejenigen Gedanken aufzunehmen, die wir auch denken wollen. Denn alles, was wir denken, verändert unseren Charakter.

Ich finde es sehr positiv, einen eigenen Bewertungsmasstab zu haben. Das gehört zur Selbst-Findung und zur Selbst-Erkenntnis dazu. Ich frage mich nur, in wieweit dies mit dem Anspruch kollidiert, dass jedes Urteilen einer göttlichen Instanz vorbehalten ist. Wohl daher hast du ja auch von 'Geisteshaltung' gesprochen.
Der Unterschied zwischen Urteilen und Bewerten liegt aber darin, dass das Urteilen wie ein Schwert in Gut und Schlecht teilt. Das Bewerten aber gibt dem Menschen die Möglichkeit zu differenzieren. Dein Aufteilen in 7 Stufen halte ich für ausgesprochen positiv, weil es einen Mittelweg gibt, der weder Gut noch Schlecht enthält. Wenn wir uns ganz radikal an diesen Mittelweg halten, sind wir auf der richtigen Spur. Es ist wie mit den Sieben Strahlen, der vierte Strahl der Sonne ist der Strahl des Herzens, wie auch der mittlere Strahl des 12-blättrigen Lotos im Yoga ganz zentral ist. In der Astrologie geht der vierte Strahl im ptolemäischen Lebensbaum vom Zeichen Widder zum Zeichen Skorpion durch das Wesenszentrum und schliesst dieses auf. Hierbei wird aus dem Gegensatz von marsisch-männlichem Widder zum transformatorisch-weiblichenen Skorpion ja auch die Erlösung des Herzens.

Den Mittelweg nennst du 'ordinär' und meinst wohl 'normal'. Ich nenne ihn den 'Weg des Herzens'. Auch die anderen sechs Bezeichnungen sollten nochmal überdacht werden.
Danke für deine Bemühungen
und
Alles Liebe
.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ich denke in jungen Jahren werden die negativen Anlagen eher ausgelebt wie wenn der Menschen älter und reifer wird.
Das denke ich nicht.
Reife ist eine Sache der Anschauung und hat nichts mit dem Alter zu tun. Zu viele Menschen werden diesbezüglich als unreif verurteilt, nur weil sie jung sind. Das sind oberflächliche Betrachtungen, Verallgemeinerungen, die höchstens statistisch gesehen von Wert sein könnten. Aber Statistiken spiegeln nicht das Leben wider.
Sehr wohl hängt es auch von der Kultur ab, von den Einflüssen und Prägungen. Ältere Menschen sind mitverantwortlich für die "Anlagen" der jüngeren.

Selbst bin ich der Meinung, dass kaum ein Mensch von sich behaupten kann, reif zu sein. Erfahrungsmuster sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und so lernt man, nach solchen bestimmten Mustern zu leben. Aber ist ein Mensch reifer, wenn er nach Mustern lebt? Oder sollte er sich von allen Mustern befreien?
Ich finde es ein interessantes Wortspiel, frei vs. reif, nur ein Buchstabe ändert die Position von vorn nach hinten.
Was ist erstrebenswerter? Die Jugend giert nach Freiheit, das Alter nach Reife - das Leben strukturiert sich mit der Zeit. Doch wie kommen wir zu der Annahme, dass Reife nur dann gegeben ist, wenn man sich endlich sein Spinnennetz aus Erfahrungsmustern gebaut hat?
Ehe man sich's versieht, hat man sich im eigenen Netz verfangen …
 
Wenn aber alle Menschen, die solche negativen Anlagen haben, diese ausleben, was hätten wir dann für eine Welt?
.
Vielleicht ist unsere Welt genau so wie sie ist, WEIL die (allermeisten) Menschen ihre negativen Anlagen ausleben.

Kaum jemandem wird bewusst sein, dass seine Anlagen von anderen z. T. als negativ angesehen werden .... zumindest solange es nicht gerade um Pädophilie oder anderer gesellschaftlich offen abgelehnte Anlagen geht.

R.
 
Das denke ich nicht.
Reife ist eine Sache der Anschauung und hat nichts mit dem Alter zu tun. Zu viele Menschen werden diesbezüglich als unreif verurteilt, nur weil sie jung sind. Das sind oberflächliche Betrachtungen, Verallgemeinerungen, die höchstens statistisch gesehen von Wert sein könnten. Aber Statistiken spiegeln nicht das Leben wider.
Sehr wohl hängt es auch von der Kultur ab, von den Einflüssen und Prägungen. Ältere Menschen sind mitverantwortlich für die "Anlagen" der jüngeren.

Selbst bin ich der Meinung, dass kaum ein Mensch von sich behaupten kann, reif zu sein. Erfahrungsmuster sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und so lernt man, nach solchen bestimmten Mustern zu leben. Aber ist ein Mensch reifer, wenn er nach Mustern lebt? Oder sollte er sich von allen Mustern befreien?
Ich finde es ein interessantes Wortspiel, frei vs. reif, nur ein Buchstabe ändert die Position von vorn nach hinten.
Was ist erstrebenswerter? Die Jugend giert nach Freiheit, das Alter nach Reife - das Leben strukturiert sich mit der Zeit. Doch wie kommen wir zu der Annahme, dass Reife nur dann gegeben ist, wenn man sich endlich sein Spinnennetz aus Erfahrungsmustern gebaut hat?
Ehe man sich's versieht, hat man sich im eigenen Netz verfangen …
Ach, hör auf mit Statistiken.
Dann denke mal über dich nach, wie du warst oder bist.
Ich kenne nun dein Alter nicht, doch warst in der Jugend nicht anders?
Hast du nicht gelernt im Laufe deines Lebens negatives in positive zu verwandeln?
Mehr möchte ich zu deinem Beitrag nicht sagen.
 
Vielleicht ist unsere Welt genau so wie sie ist, WEIL die (allermeisten) Menschen ihre negativen Anlagen ausleben.

Kaum jemandem wird bewusst sein, dass seine Anlagen von anderen z. T. als negativ angesehen werden .... zumindest solange es nicht gerade um Pädophilie oder anderer gesellschaftlich offen abgelehnte Anlagen geht.

R.
Das kann ich so nicht sehen. Jeder geht weiter und damit kommt auch das Erkennen.
Oder meinst du, dass viele ihre negativen Anlagen überhaupt nicht wahrnehmen.
 
Ach, hör auf mit Statistiken.
Dann denke mal über dich nach, wie du warst oder bist.
Ich kann nur sagen, wie ich das sehe.
Stets die Sicht auf das Positive zu halten, ist eine löbliche Einstellung, doch die eigene Entscheidung, was denn nun positiv und was negativ ist, wird oft vorschnell getroffen.

Ich kenne keinen einzigen älteren Menschen, der nicht in bestimmten Mustern gefangen ist. Und in der Kindheit fängt es schon an.
 
Danke, liebe Mahuna, für deine Gedanken in #77.
Nach dem Beitrag von heugelischeEnte in #54 hatte ich mir vorgenommen, etwas zu einem Bewertungsmassstab zu sagen.


Zitat aus Beitrag #54


Liebe heugelischeEnte,
Müssen wir wirklich positiv denken? Die Gedanken sind doch einfällig gegeben. Sie erscheinen im Gedankenraum, wie die Wolken am Himmel. Aber wir können sie aufmerksam betrachten und immer dann einfach weiterziehen lassen, wenn wir sie nicht annehmen wollen. Dieses Verhalten gilt es m.E zu schulen. Wir sollten uns angewöhnen, nur diejenigen Gedanken aufzunehmen, die wir auch denken wollen. Denn alles, was wir denken, verändert unseren Charakter.

Ich finde es sehr positiv, einen eigenen Bewertungsmasstab zu haben. Das gehört zur Selbst-Findung und zur Selbst-Erkenntnis dazu. Ich frage mich nur, in wieweit dies mit dem Anspruch kollidiert, dass jedes Urteilen einer göttlichen Instanz vorbehalten ist. Wohl daher hast du ja auch von 'Geisteshaltung' gesprochen.
Der Unterschied zwischen Urteilen und Bewerten liegt aber darin, dass das Urteilen wie ein Schwert in Gut und Schlecht teilt. Das Bewerten aber gibt dem Menschen die Möglichkeit zu differenzieren. Dein Aufteilen in 7 Stufen halte ich für ausgesprochen positiv, weil es einen Mittelweg gibt, der weder Gut noch Schlecht enthält. Wenn wir uns ganz radikal an diesen Mittelweg halten, sind wir auf der richtigen Spur. Es ist wie mit den Sieben Strahlen, der vierte Strahl der Sonne ist der Strahl des Herzens, wie auch der mittlere Strahl des 12-blättrigen Lotos im Yoga ganz zentral ist. In der Astrologie geht der vierte Strahl im ptolemäischen Lebensbaum vom Zeichen Widder zum Zeichen Skorpion durch das Wesenszentrum und schliesst dieses auf. Hierbei wird aus dem Gegensatz von marsisch-männlichem Widder zum transformatorisch-weiblichenen Skorpion ja auch die Erlösung des Herzens.

Den Mittelweg nennst du 'ordinär' und meinst wohl 'normal'. Ich nenne ihn den 'Weg des Herzens'. Auch die anderen sechs Bezeichnungen sollten nochmal überdacht werden.
Danke für deine Bemühungen
und
Alles Liebe
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Der Mittelweg das Mama, das ist Maslov/Marx

was geht, welche Tendenz also Denken entsteht je nach dem ob Geld zur Verfügung steht, wenig oder nicht!!

Ordinär gedacht ist es Selbstwert.

Wer zwischen Selbstwert und Eigenwert unterscheidet löst das Ego auf, auch im ordinären Modus...
 
Ich kann nur sagen, wie ich das sehe.
Stets die Sicht auf das Positive zu halten, ist eine löbliche Einstellung, doch die eigene Entscheidung, was denn nun positiv und was negativ ist, wird oft vorschnell getroffen.

Ich kenne keinen einzigen älteren Menschen, der nicht in bestimmten Mustern gefangen ist. Und in der Kindheit fängt es schon an.
Ja, da kann ich halt nur sagen, dass auch du festgefahren bist.
Übrigens beantwortet es meine Frage nicht.
Weißt du ist jetzt OT.
Doch bei uns wurde eine Fahrt nach Thüringen angeboten. Meine Eltern Senioren) haben es gebucht. Sie haben eine Freundin diese haben sie gefragt ob sie mit ihrem Mann mitfährt. Antwort was soll ich mit den alten Leuten. Sie ist selbst 70 Jahre.
Dann ist sie mit ihrem Mann doch mitgefahren.
Alter ist relativ.
Es gibt 80 jährige die sind in ihrem Wesen 18 Jahre, und es gibt 18 jährige die sind in ihrem Wesen 80 Jahre.
Das was du da schreibst ist bei mir abstempeln.
 
Vielleicht ist unsere Welt genau so wie sie ist, WEIL die (allermeisten) Menschen ihre negativen Anlagen ausleben.
Kaum jemandem wird bewusst sein, dass seine Anlagen von anderen z. T. als negativ angesehen werden ....

Lange Zeit meines Lebens habe ich die Menschen und die Welt so angenommen, wie sie sind. Inzwischen habe ich, nicht zuletzt durch die spirituelle Astrologische Psychologie, mich selber besser kennen gelernt und weiss heute, was meine Aufgaben im Leben sind. Es geht nicht nur darum, die Menschen so anzunehmen, wie sie sind, sondern zudem Wege aufzuzeigen, wie das Licht im eigenen Inneren erfahren werden kann. Annehmen soll und kann dies jeder aber nur im eigenen Inneren.

Der aktuelle Paradigmenwechsel führt zu einer Überwindung von Atheismus und Monotheismus. Theismus ist das Bewusstsein des neuen (saturnischen Wassermann-)Zeitalters. Dieses theistische Bewusstsein ist das gemeinsame Ziel aller Wege zu Gott.

Den Zusammenhang mit negativen Anlagen habe ich im Beitrag #76 beschrieben.

Alles Liebe
.
 
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Ja, da kann ich halt nur sagen, dass auch du festgefahren bist.
Worauf?
Ich sehe dieses Thema eher als Fragestellung, die ich (noch) nicht lösen kann/konnte.

Es gibt 80 jährige die sind in ihrem Wesen 18 Jahre, und es gibt 18 jährige die sind in ihrem Wesen 80 Jahre.
Das was du da schreibst ist bei mir abstempeln.
Auch 18-jährige (ob in ihrem Wesen oder real) leben in einer Unzahl von Mustern ebenso wie 80-jährige. Bei real 18-jährigen sind viele Muster noch von ihren Eltern.
Es wäre genauso ein Abstempeln, wenn man sagen würde, dass 80-jährige generell reifer wären als 18-jährige.
 
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