Selbstreflektion

  • Ersteller Ersteller MorningSun
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Und macht das nicht einen "guten" bzw. fähigen Therapeuten aus, versuchen dem Klienten das aufzuzeigen?
Ich wusste - trotz Therapie - jahrelang gar nicht woher meine Probleme überhaupt kommen.
Ein "Laie" - also kein ausgebildeter Therapeut - hat mir das erst mal bewusst gemacht .....und erst seitdem geht es aufwärts.
Mist, ich merke, das ist echt zu komplex um es in Worte zu fassen ohne zu viel Privates zu schrieben.
Man sagt ja nicht umsonst: früher hatten die Menschen Freunde - heute Therapeuten!
 
Man sagt ja nicht umsonst: früher hatten die Menschen Freunde - heute Therapeuten!

Mein allererster Therapeut, ein Jungianer und Astrologe, war für mich tatsächlich fast eine Art Freund, das war noch in meiner Jugend.
Ich war suizidgefährdet und ich ging gern zu ihm.
Ich kann sagen, dass ich da eigentlich alles mitbekommen habe an Verständnis, psychologischem Rüstzeug inkl. esoterischem Verständnis, um einigermassen ins Leben entlassen zu werden. Mein Eigenwille war es, zu überleben, und das habe ich.

In so einem Fall kann man nicht sagen, da fand Heilung statt oder da fand keine Heilung statt. Auch in einer späteren Therapie, die Gruppensitzungen beinhaltete, konnte ich etwas lösen und verlor meine sozialen Ängste. Ich bin heute total befreit davon!

Die letzte Therapie funktionierte nicht, weil sie zu funktional war und es an Sympathie mangelte. Ich hätte auf mein Gefühl hören sollen, aber ich dachte, na, jetzt sei mal nicht so, als die Therapeutin mir zugewiesen wurde. - Verrückt gell?
 
Wenn kein Eigenwille da ist, dann gibt's auch kaum eine reelle Zielvereinbarung.

Manchmal muss der Therapeut dem Klienten sogar erst helfen den Eigenwillen herauszufinden.
Manche Menschen sind (von Kindheit an) so fremdgesteuert und manipuliert, dass sie das gar nicht mehr wissen bzw. ist es total "verschüttet".
Ich z.B. wusste immer genau was ich nicht (mehr) will
und war vollkommen überfragt als ich sagen sollte WAS ICH WILL :D War gar nicht so einfach das rauszufinden.
 
Man sagt ja nicht umsonst: früher hatten die Menschen Freunde - heute Therapeuten!

Das ist nur beschränkt richtig. Freunde sind dazu da, einen zu unterstützen. Freunde sucht man sich so aus, dass man sich mit ihnen wohlfühlt und sie einen bestärken. Wohlfühlen heisst aber, im beschränkten Rahmen der eigenen Befildlichkeit zu bleiben.
Wie bereits angeklungen ist der Therapeut aber kein Freund, sondern hat den Auftrag dich aus deinen Befindlichkeiten (die ja kontraproduktiv waren, sonst würdest Du keinen Berater konsultieren) herauszuholen und dich neue Wege finden zu lassen. Das geht freundschaftlich zwar auch, aber dieses Geschick haben nur sehr wenige Menschen und dann meistens nur in sehr begrenzten Facetten des Lebens (Therapie ist ja kein Hexenwerk, sondern nur die Sammlung aller Methoden die bei Problemlösungen unterstützen können).
 
@urany Hm... ich muss da passen. Mich hat man immer nur zum Psychologen geschickt, da man körperlich nichts fand.
Dort "durchgecheckt", zuckten sie allerdings die Achseln, man fünde nichts und könne dementsprechend nichts für mich tun.
2 habe ich mal in ein Gespräch verwickelt, da sie mir traurig erschienen. Sie haben mir dann ihr Leid geklagt. :)
 
wir werden damit geboren, sonst würden wir ja nie laufen lernen, wenn kein Eigenwille da wäre.

Du meinst Antrieb. Der Antrieb zu lernen ist ein festgelegter Überlebensinstinkt. Und leider einer der Faktoren, der den Menschen auch die grössten Probleme schafft, wenn sie unterbewusst kontraproduktive Dinge erlernen.
 
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@urany Hm... ich muss da passen. Mich hat man immer nur zum Psychologen geschickt, da man körperlich nichts fand.
Dort "durchgecheckt", zuckten sie allerdings die Achseln, man fünde nichts und könne dementsprechend nichts für mich tun.
2 habe ich mal in ein Gespräch verwickelt, da sie mir traurig erschienen. Sie haben mir dann ihr Leid geklagt. :)

:ROFLMAO:
 
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