1) "wissenschaftsbasiert" bedeutet auf dem HEUTIGEN Stand der wissenschaftlichen Beweislage, die sowohl in sich unvollständig ist, als auch möglicherweise auf unvollständigen Modellen basiert.
Das macht Aussagen, die nicht dem heutigen wissenschaftlichen Stand entsprechen, nicht wahrer.
2) "evidenzbasiert" bedeutet, eine spezielle Erwartung auf Grund dieses unsicheren und unvollständigen Modells zu untersuchten. Es beweist aber weder das gesamte Modell, noch dass es zu diesem Modell nicht noch bisher unberücksichtigte Erweiterungen geben könnte - wie die gesamte Medizingeschichte zeigt. Ebenfalls ignoriert diese Evidenz sämtliche Neben- und Querwirkungen.
Das ist totaler Quatsch.
Nehmen wir mal ein einfaches Beispiel: Angenommen die unplausible und unerwartete Behauptung wäre: Durch Anschreien (Behandlung) von Würfeln, würfeln diese häufiger eine 6 (Genesung).
Diese Behauptung kann man überprüfen. Ich nehme eine gruppe von Würfeln und schreie sie an. Ich nehme eine andere gruppe von Würfeln und schreie sie nicht an. Nun würfel ich jeden Würfel und vergleiche, wie oft in welchen Gruppen eine 6 gewürfelt wird. Ist in der Anschrei-Gruppe die Anzahl der 6en statistisch signifikant höher, so wird eben NICHT die Erwartung erfüllt. Und, wenn sich das Ergebnis immer weider reproduzieren lässt, so wäre das extrem interessant.
Ergebnisoffenes gestaltetes Experiment könnte also ohne Probleme der Erwartung widersprechen.
Und Experimente haben so aufgebaut zu sein, dass das Ergebnis zwischen Behauptungen unterscheiden kann - bzw. einer Erwartung widersprechen kann. Es geht in der Wissenschaft ja nicht darum etwas zu beweisen - was streng genommen unmöglich ist - sondern etwas zu widerlegen (siehe Wissenschaftsbegriff nach Popper). Ein solches Experiment widerholt positiv durchgeführt würde also dazu führen, dass die "naive" Annahme, dass Anschreien von Würfeln keinen Einfluss auf das Wurfergebnis hat, widerlegt wäre.
3) Eine Studie nach einem unvollständigem Modell beweist nicht, dass es etwas nicht gibt, sondern nur, dass dieses Etwas nicht in das Modell passt. Sie liefert aber keine Aussage, ob dies auf Grund eines fehlerhaften Modells, einer Fehlannahme bei der Studie oder der tatsächlichen Nichtexistenz des Etwas erfolgt.
Nicht-Existenznen kann man grundsätzlich nicht oder bestenfalls extrem schwer beweisen. Ohne guten Beleg gibt es allerdings keinen Grund davon auszugehen, dass an unplausiblen Behauptungen, die das Weltbild unnötig aufblähen oder mit unnötigen Entitäten (Jenseits, Wassergedächtnis... etc.) auffüllen, doch etwas dran sein könnte.
Auf das Würfelbeispiel übertragen: Angenommen der Versuch würde kein Effekt des Würfel-Schreiens gesehen werden. So ist damit streng genommen nicht belegt, dass nicht z.B. eine andere Schreitechnik, Wortwahl oder Stimmlage etc. doch noch zum Erfolg führen könnte (mangelhaftes Model). Es gint aber auch keinen Grund davon auszugehen, dass es so eine Technik geben könnte.
Ansonsten sind die Anhänger einer jeweiligen Lehre herzlich eingeladen, Versuche vorzuschlagen (oder gar durchzuführen), die sowohl wissenschaftlichen Richtlinien (Verblindung, Randomisierunge etc.) gehortchen, als auch ihrer Lehre wirklich gerecht werden. Die Beleglast liegt bei den Leuten, die (unplausible) Behauptungen aufstellen und nicht bei denen, die sie anzweifeln.
Wobei mindestens 95% der Studien den Grundsätzen der jeweiligen esoterischen Richtung nicht genügen werden, weil von esoterisch interessierten Studenten durchgeführt, weil unter falschen Voraussetzungen durchgeführt, weil kein Referenzmodell im Hintergrund steht.
Wie gesagt: Dann sind die Anhänger dieser Richtungen herzlicjh eingeladen, verbesserte Versuche vorzuschlagen oder gar selbst zu machen, die sowohl ihren Modellen als auch wissenschaftlichen Richtlinien gehorchen. Ohne dem gibt es KEINEN Grund davon auszugehen, dass an wissenscharftlich unplausiblen Gedankengebäuden doch etwas dran sein könnte.
Unbelegt im schulwissenschaftliche Sinn ja, im esoterischen Sinn nicht. Ob nach wissenschaftlichen Kriterien widerlegt ist ebenfalls anzuzweifeln.
Streng genommen sind Nicht-Existenzen wie gesagt nicht zu beweisen. Aber sie sind stark anzuzweifeln, wenn der Effekt mit zunehmender Qualität der Versuche stark schlechter wird, und am Ende sogar ganz verschwindet.
Woran liegt es z.B. dass Wünschelrutengänger unverblindet oft das finden, was sie suchen, verblindet ihre Trefferquote dabei aber in der Zufallserwartung bleibt? Sind sie evtl. im Unverblindeten Fall auf Suggestion, selektive Wahrnehmung etc. reingefallen? Wieso sollte man davon ausgehen, dass da etwas dran sein könnte, und das negative Ergebnis z.B. an energetisch schlecht gereignigten Räumen liegen könnte, wenn es NIEMAND wiederholt in gut verblindeten Tests geschafft hat?
Die GWUP organisiert jedes Jahr PSI-Tests. Dabei müssen sowohl die GWUP-Teilnehmer als auch die teilnehmenden Wünschelrutengänger (oder ähnliches) mit dem Testdesign bei der Durchführung einverstanden sein. Wenn Du oder einer Deiner Bekannten will, können sie gerne vorschlagen, dass die so einen test mitmachen, wenn der Raum vorher energetisch gereinigt wird. Die GWUP wird sich auf diese Bedingung auch einlassen. Glaubst Du, dass dann so ein Test widerholt positiv ausfallen würde?
Dieser Zusammenhang existiert im schulmedizinischen Bereich - genauer in der Medikamentenmedizin - genauso wenig. Für einen einzelnen Patienten kann nicht ausgesagt werden, ob er Teil der x% möglichen Heilungserfolgs ist, oder ob es sich dabei um eine Spontanheilung handelt.
Wenn in der Versuchsgruppe der Erfolg statistisch Signifikant größer ist als in der Kontroll/Placebo-Gruppe, und alle anderen Faktoren aufgrund der Gruppengröße und Randomisierung ausgeglichen sind, so dass beide Gruppen gleich sind, so ist ein kausaler Zusammenhang zwischen Behandlung, die überprüft wird, und genesung sehr naheliegend. Die Wahrscheinlichkeit, dass in der Versuchsgruppe dann statistisch signifikant mehr Spontanheilungen stattfanden ist zwar nicht null, aber sehr sehr klein - sie wird durch die sog. Zufallswahrscheinlichekit ausgedrückt. Bei medizinischen Studien wird eine Behandlung als "wirksam" eingestuft, wenn diese Zufallswarscheinlichkeit kleiner als 5% ist. Das führt zwar mitunter dazu, dass jede 20. Studie, die ein nicht wirksames Verfahren untersucht, ein falsch-positives ergebnis zeigt, aber das wird dann durch Reproduzierbarkeit etc. auch wieder abgefangen.
D.h. Schulmedizin vs. alternative Heilmethoden
Schulmedizin ist belegbar vorsätzlich schädigende Wissenschaft (bezogen auf Medikamentenmedizin) mit einem teilweise unbelegten und unvollständigen Hintergrund und teilweise vorsätzlich schädigenden Methoden die nicht immer funktionieren.
gegenüber esoterisch/energetischen oder natürlichen Heilmethoden mit sehr sanfter und gar nicht bzw. nur gering schädigender Wirkung und ganzheitlicher Sichtweise, basierend auf jahrhundertelanger Erfahrung der Menschheit mit sehr guten Erfolgen auch bei medizinisch "unheilbaren" Krankheiten, deren Methoden aber auch nicht immer funktionieren.
So wird ein Schuh daraus.
Das ist schlicht Quatsch.
Die Fake-Effekte - selektive Wahrnehmung, Suggestion etc. - wirken auch Jahrunderte lang. D.h. auch "Jahrhunderte alte Erfahrung" ist davon betroffen. Ohne guten Beleg gibt es KEINEN guten Grund, davon auszugehen, dass diese "Jahrhunderte alte Erfahrung" richtig sein könnte - wenn sie wissenschaftlich betarchtet extrem unplausibel ist.
Es haben sich so einige Irrtümer aufgrund "Jahrhunderte alte Erfahreung" sehr lange gehalten. Und wie wurden sie ausgebügelt? Durch gute Wissenschaft.
Nun wirst Du natürlich auf die wissenschafts-Irrtumer hinweisen. Die hat es auch zweifelsohne gegeben, und ebenso zweifellos schwirren in der aktuellen Lehrmeinung immernoch welche rum. Aber auch die werden durch gute Wissenschaft ausgebügelt und NICHT durch Kartenlegen, Wünschelrutenlaufen, Pendeln oder ähnlichem Blödsinn. Wissenschaft korrigiert sich selbst.