...dann gibt es ja aber auch noch die Menschen, um in Deinem Bild zu bleiben, die irgendwann mal der Auffassung waren, ein Ufo gesehen zu haben und im Laufe der Zeit zu der Ansicht gelangt sind, dass sie dieses "Ufo" aus bestimmten Gründen zu einer bestimmten Zeit eben für ein Ufo halten mussten und dies jetzt nicht mehr tun.
Um denn zu entscheiden, was "real" ist, reicht nicht wirklich der Umstand, dass es einen dazugehörigen Glaubenssatz gibt. Zudem gibt es ja noch Glaubenssätze, die möglicherweise zwar Phänomäne richtig beschreiben, die verantwortlichen Ursachen aber nicht zutreffend lokalisieren. Das macht solange keinen Unterschied, wie niemand auf diese Ursachen Einfluss zu nehmen versucht, wird aber spätestens bedeutend, wenn etwas verändert werden soll.
Wenn ich denn bemüht bin, mich der Realität zu nähern, bedeutet das auch, meine Glaubenssätze zu jedem Zeitpunkt eben genau als solche zu akzeptieren, als Gebilde, die mir aus bestimmten Gründen eine Sicherheit über gewisse Umstände und Fragen vermitteln sollen. Als temporäre Erklärungsmuster. Sobald ich mich weigere, einen Glaubenssatz zu hinterfragen oder ihn hinterfragen zu lassen, habe ich ein Dogma geschaffen. Ein Dogma behindert aber zwangsläufig meine Entwicklung.
genau, ebensolche menschen gibt's auch. sicherlich. hab ich auch nix gegen diese erkenntnisse. glaub ich auch, dass sich viele geschichten, womöglich auch meine, irgendwann mal in solch eine erkenntnis umwandeln wird. kann sein, muss aber nicht.
stimm dir eigentlich genau zu bei deiner interpretation. leuchtet mir auch ein. aber um bei der realität zu bleiben, bin ich der ansicht, dass es eine objektive realität gibt, sowie eine subjektive. und so eine geschichte mit der SP oder wie man dieses phänomen sonst noch bezeichnet, gehört in meinem weltbild eher zur subjektiven realität eines menschen.
es geht auch nicht darum, dass ich meine ansichten dazu nicht hinterfragen lasse, nur ist es einfach für mich persönlich nicht in ordnung, wie so manch anderer versucht, seine message zu übermitteln. deshalb möchte ich nicht mit solchen sachen meine energie verschwenden. ich denk mir, vielleicht ist nur einem damit geholfen dabei, indem ich meine geschichte und meine gedanken dazu schildere, dann habe ich positives bewirkt. vielleicht auch nicht, dann macht's auch nix, dann hab ich zumindest persönlich mir was von der seele schreiben können. (da gibt's so'n spruch: ein guter heiler ist nur insoweit gut, wie er sich selbst bei jeder theapie mitheilt. so oder so ähnlich - wobei an alle, um ja keine missverständnisse aufkommen zu lassen: ich sehe mich nicht als heiler, belehrer oder allwissende müllhalde oder so - weit davon entfernt

).
ich persönlich glaube seit dieser erfahrung an die SP/DS-Geschichte. vorher hab ich's auch nicht getan. vielleicht ist es mir auch deshalb passiert. ich dacht mir eher, die leut steigern sich in so eine sache zuviel rein und interpretieren zuviel rein. hab mich aber nicht näher gekümmert darum. dazugestoßen zu dem thema bin ich vor ein paar jahren durch eine gute freundin, die sich einfach nach einem SP gesehnt hat. ich hab damals auch versucht, ihr "meine damalige realität" zu schildern. ihren SP hat sie bis heute nicht gefunden, aber sie hofft auch nicht mehr diesbezüglich. das thema wurde dann ad akta gelegt, bis vor ca. einem jahr. da ist's dann in mein leben durchgedrungen.
nun ist es eher so, dass ich versuche, beide seiten d. h. beide möglichkeiten zu betrachten - und irgendeine goldene mitte zu finden diesbezüglich. rein objektiv betrachtet sage ich jetzt: es ist ein besonderer mensch in mein leben durchgedrungen, der mir alleine durch seine anwesenheit mir viel über mich aufzeigt, von dem ich lerne, ganzer zu werden - so, wie bis dato noch nie zuvor jemand zu mir durchgedrungen ist, u. U. - subjektiv versuch ich diesem geschehen einen überbegriff zu geben (also als bezeichnung SP) und meine persönliche suche nach der sinnhaftigkeit der dinge im leben und nach dem urgrund des lebens, weiterzuerforschen. natürlich glaube ich auch, dass sich zu einer anderen zeit in meinem leben, das alles relativieren kann. und - wenns mich weiterbringt, dann begrüß ich das, wenn nicht, dann war's auch bestimmt was wert - und wenn ich's nie wissen werde, dann werde ich auch drann nicht verzweifeln.
was auch immer es ist, und wie auch immer es ist - eins weiß ich, und das ist, dass mich diese sache sehr tief in meiner seele berührt, mich aufgewühlt hat, mich zum teil überfordert hat, mir vieles aufgezeigt hat, eine herausforderung darstellt und mir sehr viele positive gefühle beschehrt hat.
lg heidi