Russland greift Ukraine an

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Wie bereit superduper kritischen Leute hier plötzlich immer sind, etwas zu glauben, wenn sie es glauben wollen...
Der Genscher war ja 1990 auch erst 16 Jahre Außenminister, der wusste bestimmt gar nicht, was er wozu
sagen durfte, für wen er sprechen durfte, für wen nicht, und "wir waren uns einig" ist eindeutig eine rein persönliche Aussage zu seiner alleinigen Haltung, ist klar. Erstaunliche Formulierung für eine rein persönliche Haltung Meinung, und auch noch, ich weiß grade nicht mehr, wer neben ihm stand, der amerikanische Außenminister?
:rolleyes:
Wie eifrig das letztes Jahr auch plötzlich alle in den dt. Medien belegen wollten, dass es nie und nimmer dieses Verprechen gegeben habe...
Es gab kein Versprechen. Genscher war nie Sprecher der NATO und deshalb auch nie legitimiert, "Versprechungen" zu machen. Was genau verstehst du daran nicht? :confused4

Es ist so, als ob dir dein Nachbar 10.000 € monatliche Rente verspricht. Er hat dazu schlicht und ergreifend keinerlei Berechtigung.

Fällt jetzt endlich der Groschen? :rolleyes:
 
Ja, wenn es so abgemacht war, weil dies eine Bedrohung darstellt, dann ja. Insbesondere mit einem Land, mit dem es für Deutschland wichtig ist, in Frieden zu sein, weil es u.a. mit ihm kooperiert. Das wurde schon von alten Bundeskanzlern als überaus wichtig erachtet.
Naja, frag mal die Länder Estland, Lettland und Litauen, wie die das sehen würden.

Litauen wurde - nachdem sie im März 1990 ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion erklärt haben (da war Gorbatschow ja noch russischer Staatschef) - ein Ultimatum gestellt, und als sich die litauische Regierung weigerte, ihre Unabhängigkeit aufzugeben, überfielen im Januar 1991 sowjetische Kampfpanzer und Fallschirmjäger das Land ...

Der Tag ging in die Geschichte ein als "Blutsonntag von Vilnius":

Also, so positiv wie wir Deutschen Gorbatschow sahen und sehen, sehen ihn die baltischen Staaten nicht ...

Nur nebenbei erwähnt: Der sowjet. Überfall auf Litauen mit 14 Toten geschah kurz nachdem Gorbatschow wegen seiner Beteiligung an der deutschen Wiedervereinigung mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden war!
 
Wie bereit superduper kritischen Leute hier plötzlich immer sind, etwas zu glauben, wenn sie es glauben wollen...
Der Genscher war ja 1990 auch erst 16 Jahre Außenminister, der wusste bestimmt gar nicht, was er wozu
sagen durfte, für wen er sprechen durfte, für wen nicht, und "wir waren uns einig" ist eindeutig eine rein persönliche Aussage zu seiner alleinigen Haltung, ist klar. Erstaunliche Formulierung für eine rein persönliche Haltung Meinung, und auch noch, ich weiß grade nicht mehr, wer neben ihm stand, der amerikanische Außenminister?
:rolleyes:
Wie eifrig das letztes Jahr auch plötzlich alle in den dt. Medien belegen wollten, dass es nie und nimmer dieses Verprechen gegeben habe...
Das Magazin Weltspiegel wusste das irgendwie 10 jahre später komischerweise auch noch nicht, wie diese Aussagen von Genscher, neben dem damaligen amerikanischen Außenminister James Baker stehend!, rein persönliche Meinung von ihm ganz allein waren, als er "wir " sagte.
Die konnten anscheinend damals alle nicht recherchieren. Aber JETZT können die das ja, also, seit dem UA Krieg geht das plötzlich, na Gott sei Dank!.
:D:p



Also nochmal:

Als Genscher die Aussage machte, bestand noch der Warschauer Pakt. Es gab auch noch keine sichbaren Anzeichen dafür, dass dieser kurz danach zerfallen würde. Es gab keine Anzeichen dafür, dass Polen, Estland oder sonst irgendein Land östlich von Deutschland in die NATO eintreten wollen würde. Das alles hatte Genscher nicht im Sinn. Er hatte die ehemalige DDR im Sinn und hat versprochen, dass auf dem Gebiet keine NATO-Truppen stationiert würden. Und dieses Versprechen wurde tatsächlich auch sehr lange gehalten.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und des Warschauer Paktes haben sind u.a. Polen, Estland der NATO beigetreten.

Genscher war der Außenminister Deutschlands. Als dieser hat er einen sehr guten Job gemacht, und ich schätze ihn dafür. Er konnte aber schlicht nicht für die NATO reden, und solche Zusagen können dann auch nicht über seine Legislatur-Perioden hinaus gehen. Und auch andere Leute, die solche Aussagen getätigt haben, konnten nicht für die ganze NATO reden.

Da Du, @FreeStar, ja schon auf Gorbatschow verwiesen hast und ihn als Quelle genommen hast, bei der man wenigstens mal nachdenken sollte, verlinke ich jetzt mal Aussagen von ihm, wie sie in der Zeit dargestellt wurden:


Darin steht:
Der frühere sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow hat der Darstellung widersprochen, ihm sei in Gesprächen über die deutsche Vereinigung ein Verzicht auf eine Ost-Erweiterung der Nato zugesagt worden. Bei den Verhandlungen 1990 sei dies kein Thema gewesen, sagte Gorbatschow dem heute-journal im ZDF. Er fügte hinzu: "Der Warschauer Pakt existierte doch noch. Die Frage stellte sich damals gar nicht."

Im Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 sei es um das Territorium der DDR gegangen, sagte Gorbatschow. Auf die Frage, ob es also ein Mythos ist, dass er vom Westen betrogen worden sei, antwortet Gorbatschow: "Ja, das ist tatsächlich ein Mythos. Da hat die Presse ihre Hand im Spiel gehabt."


Das entsprechende Interview im ZDF heute Journal habe ich auch gefunden:

Also liebe @FreeStar, da Du ja meinst dass, wenn Gorbatschow sowas sagt, sollte man nochmal nachdenken: Denke nach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Nato-Osterweiterung hätte nur bei einer Konferenz aller damaligen Nato-Länder einstimmig beschlossen werden müssen und wäre dann bindend
Solch einen Beschluss gab es nunmal nicht
Also wurde auch nichts gebrochen

Da kann so ein Aussenminister noch so viel reden
 
Es ist so, als ob dir dein Nachbar 10.000 € monatliche Rente verspricht. Er hat dazu schlicht und ergreifend keinerlei Berechtigung.

Fällt jetzt endlich der Groschen? :rolleyes:
Ich würde es mir jedenfalls trotzdem – wenigstens schriftlich von ihm geben lassen. Damit ich ihn später wegen Amtsanmaßung einfacher belangen könnte und so. :weihna1
 
Es spielt doch im Thema gar keine wesentliche Rolle, ob es ein gültiges oder ungültiges Versprechen war, die Nato nicht nach Osten hin zu erweitern.
Fakt ist doch, die Erweiterung stellt unabhängig davon eine Bedrohung für Russland dar. Bomben können von Natostützpunkten aus binnen ca. 2-5 Minuten auf russischen Boden fallen. Das gibt es nirgendwo (sagte ich schon gestern), weil jedes Land ein Recht auf Sicherheit hat.
Von diesem Standpunkt aus betrachtet, kann man sich fragen, wie vernünftig war und ist es, die Nato dennoch nach Osten erweitert zu haben bzw. halb Russland damit zu umzingeln?
Wenn man sich anschaut, welche Länder an der Grenze von WestRussland bereits in den letzten 10 Jahren nach und nach in die Nato aufgenommen wurden, dann ergibt das ein wirklich bedrohliches Bild. Fast könnte man meinen, da steckt System hinter, so auffällig aufdringlich kreisen die NatoLänder um russische Grenzen. Mit dem Eintritt der Ukraine in die Nato wäre Russland dann weites gehend auf europäischer Seite umkesselt.
 
Bomben können von Natostützpunkten aus binnen ca. 2-5 Minuten auf russischen Boden fallen.
Herrjeh, Akademiker sind einfach überschätzt.
Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis, kein Angreifer.
Wenn man sich davon bedroht fühlt daheim, dann führt hat doch schon Übles auf der eigenen Agenda.
Niemand will was von Russland.
 
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Herrjeh, Akademiker sind einfach überschätzt.
Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis, kein Angreifer.
Wenn man sich davon bedroht fühlt daheim, dann führt hat doch schon Übles auf der eigenen Agenda.
Niemand will was von Russland.
Stimme mit dir überein. Nur, dass sie Akademiker sein soll. glaube ich nicht. Woher willst du das wissen? Dafür ist das krude Zeugs, das sie raushaut, viel zu unterbelichtet.
 
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