Russland greift Ukraine an

Allein dieses Wort "Antiamerikanismus".
Dass es das überhaupt gibt ist schon grotesk genug. Was für eine Anmaßung.
Ich fordere Antispanienismus, Antideutschismus, Antifranzismus, Antiengländerismus,etc.
Äußert man Kritik an Amerika, ist man also Antiamerikanist, als sei das ein umfassender Tatbestand wie Antisemit.
Bah.
 
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Ist schon doof, wenn man aufgrund fehlender Qualifikationen mit jeder Leserin vom goldenen Blatt konkurrieren muss.

Ich wette du hast nicht annähernd so viele Qualifikationen. Na, wie siehts aus? Abgeschlossenes Studium? Ect...;-)

Was ist los mit dir, dass du permanent persönlich sein musst und es nicht mehr um ThemenInhalte geht?

Das Problem scheinen ja einige zu haben: die Unfähigkeit sich sachlich auf ein Thema zu konzentrieren.

Und wer von Flauten redet: Da erwartet man wohl von mir, dass ich bis in die Nacht hinein arbeite. :ROFLMAO: Hauptsache irgendeinen Müll abgesondert, das erleichtert die Seele. :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wenn es so abgemacht war, weil dies eine Bedrohung darstellt, dann ja. Insbesondere mit einem Land, mit dem es für Deutschland wichtig ist, in Frieden zu sein, weil es u.a. mit ihm kooperiert. Das wurde schon von alten Bundeskanzlern als überaus wichtig erachtet.

Es wurde aber nicht so abgemacht, bzw. diejenigen, die etwas derartiges geäußert haben, hatten keinerlei Befugnis das über ihre eigene Legislaturperioden hinaus abzusehen.


Zitat aus diesem Artikel:
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Zur Wahrheit gehört aber auch: Genscher gibt tatsächlich nur seine persönliche Haltung wieder. Die Äußerung war kein Zugeständnis in einer Verhandlung, sondern allenfalls ein weiches Signal im Vorfeld der eigentlichen Verhandlungen. Die hatten ja noch gar nicht begonnen. Deshalb auch diese eher unverbindliche Formulierung: Dass „nicht die Absicht besteht, die Nato auszudehnen“ war zu dem Zeitpunkt eine zutreffende Feststellung, denn an eine Osterweiterung war damals noch gar nicht zu denken. In der DDR waren ja noch sowjetische Truppen stationiert, die DDR gehörte, ebenso wie die osteuropäischen Staaten, noch immer dem Warschauer Pakt an.

Bundesaußenminister Genscher konnte nicht für die NATO sprechen.


Genscher war zudem als bundesdeutscher Außenminister gar nicht in der Position, für die NATO zu sprechen. In jedem Fall waren diese Äußerungen nur ein kurzfristiger Gesprächsstand vor Beginn der Verhandlungen, der aber am Ende nicht in die eigentlichen Gespräche oder gar den Vertrag einfloss.


Mag sein, dass Genscher das im Februar 1990 ernst gemeint hat, aber die USA gingen ebenso auf Distanz zu dieser Haltung wie Bundeskanzler Helmut Kohl. Und das war auch in den Verhandlungen kein Geheimnis.

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Oder kurz: Als Genscher das sagte, gab es den Warschauer Pakt noch, so dass noch nicht einmal abzusehen war, dass jemals ein Land davon, wie Polen oder jetzt die Ukraine, zur NATO beitreten wollen. Das wurde erst nach dem Ende der Sowjetunion und des Warschauer Paktes ein Thema, und viele dieser Staaten wollten dann der NATO als Verteidigungsbündnis beitreten.
 
Genau meine Rede und Befürchtung, hinter der Paywall, aber die Überschrift sagt schon Einiges:


Der Mann heißt übrigens Gabuev, Fehler im Spiegel, für diejenigen, die sich sofort ins Netz stürzen, um den Experten
Putin zuzuordnen.
Daraus wird nur leider diesmal nichts...:D

Und was folgt daraus?

Putin-Trolle "argumentieren" hier jetzt gerne folgendermaßen, dass die Ukraine eh keine Chance hätte, also es besser für sie wäre, sofort aufzugeben und Putin alles zu geben, was er will. Sie behaupten dann, dass es schon nicht so schlimm für das Land wäre, zerstückelt zu werden und verboten zu bekommen, der EU und der NATO beizutreten, egal, ob es das Volk will (weswegen es ja 2014 gegen den damaligen Präsidenten geputscht hat, der die Annäherung an die EU gestoppt hat). Einige wirklich hartgesottene Putin-Trolle schlagen da noch nach und geben an, dass Selenksyj eh nur korrupt und unrechtmäßig im Amt ist, und dass diese besagten Ausschreitungen - der Euromaidan - nur eine FalseFlag-Aktion gewesen wäre, und dass das Volk in Wirklichkeit nicht in die EU wolle (d.h. =Verschwörungsmythos).

Auf Telegram und Twitter findest Du haufenweise solcher (und schlimmerer) Äußerungen.

Da Du ja kein Putin-Troll bist, kannst Du jetzt mal zeigen, was Dich von diesen Putin-Trollen unterscheidet.

Also: Darf die Ukraine sich weiter gegen den Angriff Russlands verteidigen, oder wäre es Deiner Meinung nach besser, wenn sie jetzt kapituliert?

Wie könnte die Ukraine in Verhandlungen eintreten, die auch eine realistische Chance haben ein Ergebnis haben, was auch den Namen Kompromiss verdient?

Darf die Ukraine dabei Deiner Meinung nach weiter unterstützt werden, sich militärisch zu verteidigen, oder sollten wir - "der Westen" - sie militärisch in Stich lassen und so eher früher als später zur Kapitulation zwingen?

Hat Putin irgendetwas darüber zu bestimmen, welche Wirtschaftsbündnisse die Ukraine eingeht? Muss sein Wort da mehr gelten als der Wille des Volkes? Oder darf das Land das prinzipielle Recht zur EU beizutreten (sofern sie die nötigen Kriterien erfüllen) verteidigen? Ich rede hier wie gesagt von der EU und noch nicht der NATO - ein EU-Beitritt alleine (sofern möglich) hätte keine militärischen Folgen, dahingehend, dass NATO-Militärbasen gegen Russland errichtet würden.

Welche Verteidigungsbündnisse kann die Ukraine dann noch eingehen? Du hast hier im Thread ja selbst schon Sicherheitsgarantien von der NATO vorgeschlagen... aber was wäre das dann anderes als ein NATO-Beitritt?

Viel reden immer von einem "Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können". Was glaubst Du, wie sähe ein solcher Kompromiss aus? Und bei welchen Punkten würdest Du auch der Ukraine zubilligen dafür weiter zu kämpfen und den Wünschen Putins nicht nachzugeben? Oder glaubst Du, dass es sich ohnehin nicht lohnt, weiter zu kämpfen und zu verteidigen? Das würde schlicht bedeuten, dass Putin sicher alles bekommt, was er erreichen will: Die Ukraine würde zersrtückelt, und der Rest darf weder der EU noch der NATO beitreten.

Du sagst ja gerne, die Ukraine solle sich von u.a. Europa den Wiederaufbau bezahlen lassen. Hilfsleistungen werden wahrscheinlich notwendig werden. Aber was hätte beispielsweise Europa davon, wenn Putin weiter nähere/engere Beziehungen der Ukraine mit Europa verbieten möchte? Das ist immerhin immernoch auch ein Punkt auf seiner erkläreten Kriegsziel-Liste. Warum sollte Europa dann irgendetwas zahlen/helfen?

Mit diesen Fragen, über die Du mal wirklich konkret nachdenken kannst, könntest Du mal deutlich und konkret zeigen, was Dich von Putin-Trollen unterscheidet.
 
Es wurde aber nicht so abgemacht, bzw. diejenigen, die etwas derartiges geäußert haben, hatten keinerlei Befugnis das über ihre eigene Legislaturperioden hinaus abzusehen.

Wie immer wir es drehen, es hätte nicht sein dürfen und über sämtliche Legislaturperioden anhalten müssen, weil es zu essenziell bzw. die absehbaren Folgen zu schwerwiegend sind...

Die Frage ist auch, ob die NATO tatsächlich nur ein Verteidigungsbündnis ist, oder, ob sie sich beispielsweise schon ein - oder gar mehrmals an einen völkerrechtswidrigen Krieg beteiligt hat. Völlig unabhängig davon, wer ihn begonnen hat. Das würde jedenfalls ihren reinen VerteidungsStatus unwiderruflich aufheben und allerlei Fragen aufwerfen.
 
Abgekupfert vom Spiegel -

Sein Fazit
Daher glaubt auch Gabujew an einen jahrelangen Abnutzungskrieg und
plädiert trotz seiner Kritik am Westen,
die Unterstützung der Ukraine aufrecht zu erhalten: «Russlands Ressourcen sind kleiner als die eines vereinten Westens.»
 
Wie immer wir es drehen, es hätte nicht sein dürfen und über sämtliche Legislaturperioden anhalten müssen, weil es zu essenziell bzw. die absehbaren Folgen zu schwerwiegend sind...

Nein. Wenn es so essentiell und wirklich eine Abmachung gewesen wäre, hätte es auch Bestandteil des schriftlichen Vertrages werden müssen. Und dann hätten auch ein paar mehr Leute diese Zusicherung konkret und explizit machen müssen, die absehbar auf längere Zeit diese Entscheidungsgewalt haben.

Es wurde aber nur geäußert im Rahmen einer Situation, in der der Warschauer Pakt noch existierte und somit nicht absehbar war, dass Polen, Estland oder die Ukraine und einige mehr jemals zur NATO beitreten wollen.
 
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