Russland greift Ukraine an

Von Alice Schwarzer bin ich richtig persönlich enttäuscht, grad sie als Frauenrechtlerin ist gegen Hilfe für Opfer, aus Angst und Dummheit hält sie lieber zum Täter.

So geht's mir auch. Von der Wagenknecht hatte ich ja gar nichts mehr erwartet. Aber die Scwarzer ist jetzt bei mir unten durch. 😞

Naja, die beiden haben schon früher gelegentlich Blödsinn erzählt; auch zu ganz anderen Themen. Ich glaube aber nicht, dass es auf Dummheit beruht.

In ihrem Manifest schreiben sie, dass sie mit der Ukraine voll solidarisch seien. Daneben behaupten sie: "Verhandeln bedeutet nicht Kapitulieren."

Was in ihrem Gedankengang offenbar nicht vorkommt, ist, dass die Kapitulation auch in Verhandlungen beinahe unausweichlich sein wird, sofern die Ukraine sich militärisch nicht mehr wehren kann oder erkennbar ist, dass sie mangels Waffen-Unterstützung bald nicht mehr wehrhaft sein wird. Denn mit weniger wird sich Putin wahrscheinlich nicht zufrieden geben, wenn er absehen kann, dass er militärisch (fast) alles bekommen kann, was er sich zum Ziel gesetzt hat.

Ich sehe da vier Möglichkeiten:

Entweder sie sind grottig naiv und glauben nach wie vor, Putin würde sicher auch denn Zugeständnisse an die Ukraine machen, wenn diese werhlos wäre oder abzusehen ist, dass sie es bald wird. Dann wären sie, also Schwarzer und Wagenknecht, tatsächlich einfach nur dumm.

Oder sie wissen ganz genau, dass ihre Forderungen eigentlich nur bedeuten würde, die Ukraine würde nden Krieg vollständig verlieren. Das zu billigen wäre aber zu wenig opportun, also muss man eben etwas Solidarität heucheln. Falls ihr Plan umgesetzt würde, können sie hinterher ein bisschen Betroffenheit heucheln... und sich dann darüber heimlich freuen, dass alle wieder zur Tagesordnung übergehen werden und wir vielleicht sogar wieder wieder günstiges Erdgas aus Russland beziehen könnten.

Oder sie gehen davon aus, dass ihre Forderungen sowieso nicht erfüllt würden. Sie wollen so einfach in Opposition gehen... der Opposition wegen... um selbst im Gesüräch zu bleiben oder sonstwie sich zu profilieren. Wenn ihr Manifest dennoch erfüllt würde, wären sie vielleicht ebenso überrascht und überfordert wie die Brexit-Initiatoren in England, die nach dem Brexit allesamt zurückgetreten sind, weil sie nicht erwartet hatten, dass ihre Forderung tatsächlich Realität wird, und sie nun die Verantwortung dafür tragen...

Oder aber sie haben irgendeinen genialen Plan/Gedanken, den wir hier übersehen, und könnten irgendwie auch folgerichtig und nachvollziehbar erklären, wie Putin dazu gebracht werden kann, am Verhandlungstisch auch der Ukraine große Zugeständnisse zu machen, auch, wenn er sieht, dass er militärisch alles haben könnte, was er will. Das halte ich aber eigentlich für ausgeschlossen, weil sie schon seit einem Jahr immer wieder konkret auch erklärt bekommen, dass Verhandlungen eben soch Kapitulation bedeuten würde, wenn die Wehrfähigkeit zusammenbrechen würde. Seit einem Jahr werden sie auch immer wieder gefrag, wie die Verhandlungen realistisch ablaufen könnten, und was die Ukraine für sich realistisch bei rausholen könnte, wenn sie militärisch bald wehrlos werden würde... Eine konkrete Antwort haben sie noch nicht gegeben bzw. eine Handlungsoption an Europa hinzugefügt, falls Putin tatsächlich so zäh am Tisch wäre...

Naja... lange Gedanken zu diesen Manifesten...
 
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Naja, die beiden haben schon früher gelegentlich Blödsinn erzählt; auch zu ganz anderen Themen. Ich glaube aber nicht, dass es auf Dummheit beruht.

In ihrem Manifest schreiben sie, dass sie mit der Ukraine voll solidarisch seien. Daneben behaupten sie: "Verhandeln bedeutet nicht Kapitulieren."

Was in ihrem Gedankengang offenbar nicht vorkommt, ist, dass die Kapitulation auch in Verhandlungen beinahe unausweichlich sein wird, sofern die Ukraine sich militärisch nicht mehr wehren kann oder erkennbar ist, dass sie mangels Waffen-Unterstützung bald nicht mehr wehrhaft sein wird. Denn mit weniger wird sich Putin wahrscheinlich nicht zufrieden geben, wenn er absehen kann, dass er militärisch (fast) alles bekommen kann, was er sich zum Ziel gesetzt hat.

Ich sehe da vier Möglichkeiten:

Entweder sie sind grottig naiv und glauben nach wie vor, Putin würde sicher auch denn Zugeständnisse an die Ukraine machen, wenn diese werhlos wäre oder abzusehen ist, dass sie es bald wird. Dann wären sie, also Schwarzer und Wagenknecht, tatsächlich einfach nur dumm.

Oder sie wissen ganz genau, dass ihre Forderungen eigentlich nur bedeuten würde, die Ukraine würde nden Krieg vollständig verlieren. Das zu billigen wäre aber zu wenig opportun, also muss man eben etwas Solidarität heucheln. Falls ihr Plan umgesetzt würde, können sie hinterher ein bisschen Betroffenheit heucheln... und sich dann darüber heimlich freuen, dass alle wieder zur Tagesordnung übergehen werden und wir vielleicht sogar wieder wieder günstiges Erdgas aus Russland beziehen könnten.

Oder sie gehen davon aus, dass ihre Forderungen sowieso nicht erfüllt würden. Sie wollen so einfach in Opposition gehen... der Opposition wegen... um selbst im Gesüräch zu bleiben oder sonstwie sich zu profilieren. Wenn ihr Manifest dennoch erfüllt würde, wären sie vielleicht ebenso überrascht und überfordert wie die Brexit-Initiatoren in England, die nach dem Brexit allesamt zurückgetreten sind, weil sie nicht erwartet hatten, dass ihre Forderung tatsächlich Realität wird, und sie nun die Verantwortung dafür tragen...

Oder aber sie haben irgendeinen genialen Plan/Gedanken, den wir hier übersehen, und könnten irgendwie auch folgerichtig und nachvollziehbar erklären, wie Putin dazu gebracht werden kann, am Verhandlungstisch auch der Ukraine große Zugeständnisse zu machen, auch, wenn er sieht, dass er militärisch alles haben könnte, was er will. Das halte ich aber eigentlich für ausgeschlossen, weil sie schon seit einem Jahr immer wieder konkret auch erklärt bekommen, dass Verhandlungen eben soch Kapitulation bedeuten würde, wenn die Wehrfähigkeit zusammenbrechen würde. Seit einem Jahr werden sie auch immer wieder gefrag, wie die Verhandlungen realistisch ablaufen könnten, und was die Ukraine für sich realistisch bei rausholen könnte, wenn sie militärisch bald wehrlos werden würde... Eine konkrete Antwort haben sie noch nicht gegeben bzw. eine Handlungsoption an Europa hinzugefügt, falls Putin tatsächlich so zäh am Tisch wäre...

Naja... lange Gedanken zu diesen Manifesten...
Höchstwahrscheinlich glauben sie einfach nur, sie täten das Richtige und hinterfragen nicht vollständig, was es wirklich bedeutet, dass sie da verlangen.

Schwarzer jedenfalls sicherlich.
 
Herrje, sorry aber ihr dreht euch mit all den Argumenten ständig im Kreis :(
Stimmt. So wie alle im Moment, im Grunde genommen. Zu beobachten auch in diversen TV-Gesprächsrunden, Kolumnen, Streitgesprächen über Manifeste usw.
Was soll man anderes tun in seiner Hilflosigkeit? Eigentlich kann man nur darüber reden, weil wir alles andere nicht in der Hand haben. Aber dieses Thema alles überschattet derzeit.

Wann begreifen die Menschen, es hilft nix - Putin ist ein Machtbesessene A.... - im astrologischem Sinne - ein Plutonier durch und durch - Einsicht ist Menschen mit diesen Anlagen völlig fremd.
Gruß und gute Nacht, Rea

Das stimmt leider auch, erkennt man auch in seinem Horoskop bestens, und selbst wenn man es nicht kennte, ist das ja deutlich zu sehen.
Das Problem ist eben auch, dass solche Menschen irgendwann nur noch umgeben sind von Claqueuren, da ja alle anderen kaltgestellt werden. So ist da niemand mehr, der irgendwie korrigierend auf ihn einwirken könnte.
Und noch schlimmer sind dann die kriegslüsternen zähnefletschenden Bluthunde in seinem Umkreis, die das Ganze noch befeuern. Ein Drama.
 

Der Zeitpunkt mag unglücklich gewählt sein doch unabhängig davon, ob das Fernbleiben der Ukraine so klug ist? Selbst wenn die Chance zur einer Annäherung im Promillebereich liegt - es wäre zumindest ein Anfang. Auf "neutralem" Boden und im Beisein vieler anderer Länder dem Gegner bzw. Angreifer gegenüberzutreten.
 
Bloss wie? Es ist im Prinzip wie am Schulhof. Es gibt einen Schläger, der will Dein Pausenbrot oder Taschengeld, und Du kannst es ihm einfach geben oder Dich wehren oder dafür sorgen, dass alle zusammenhalten und ihm klar machen, dass es so nicht geht. Letzteres ist das schwierigste.
Und wenn du Pech hast, zieht er ein Messer, und kloppt deine Freunde auch platt und bestiehlt sie.
Er ist sauer, dass du die ‘besseren’ Bonbons bekommst, und denkt sich, er holt sich eben dein Geld. Er hat ja auch Süßigkeiten, aber er will diese Bonbons, und überhaupt will er der Held sein, endlich mal. Aber selbst die Erstklässler, die Angst vor ihm haben, mögen ihn nicht.

Auf dem Pausenhof holt man den Lehrer, der verteilt Verweise, der ruft die Eltern an, und und und… sowas hat schon bei Klein-Putin nicht gefruchtet.

Ja, es hätte Chancen gegeben, aber dass die nicht genutzt wurden, das hilft uns jetzt nichts. Außer vielleicht, wenn wir sehen, wo ein Wille zur Annäherung da war, wieder eine Annäherung zu schaffen, in dem Sinne, dass zumindest das ‘Schlachtfeld’ auf eine andere Ebene (Verhandlungstisch, Märkte) verlagert wird. In der Hoffnung, dass die Option wirtschaftlicher Profite und Handelswege (nebst Bündnissen, EU) reichen, die Ansprüche an ukrainische Staatsgebiet fallen zu lassen, und lieber ein erfolgreicher Handelspartner einer erfolgreichen Ukraine zu werden.
Machthunger ökonomisch stillen, was sicher nicht weniger brutal ist…

Unrealistisch vielleicht, aber zumindest ein Ansatz zu denken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass großartig der Wunsch sich Russland anzunähern, besteht. Das würde sehr viel zurückrudern bedeuten.

Wie kann es einen Wandel geben, wenn wir ihn nicht einmal gedanklich zulassen können?
Er verliert nicht sondern bekommt nicht alles. Deshalb wäre besser nicht rausdrängen sondern Stagnation.
Er scheitert an dem beharrlichen Gegendruck der Ukraine.
Was passiert, wenn du das weiterdenkst? Darüber hat noch niemand geschrieben, es wird immer nur wieder proklamiert, dass das ’unausweichlich’ wäre. Kann die Region autonom werden, geschützt? Was ist mit den Menschen dort, die nicht zu Russland gehören wollen?
Das ist und bleibt ein Pulverfass…
Wie kannst du dir das vorstellen? Wäre dann Frieden, wenn?

Die Rest- Ukraine würde im Eilverfahren der NATO und der EU beitreten. Und die russisch besetzten Gebiete wären der ‘Puffer’. Und Russland bliebe ausgegrenzt, außer sie gäben die besetzen Gebiete frei. Oder würde die Ukraine versuchen, mit dem Rückhalt der NATO versuchen, die Gebiete zurückzuholen?
Das sind alles nur Gedankenspiele…

Wie sieht eine Ukraine nach dem Krieg aus, wie ein Russland? Wie lange müssen die Menschen noch leiden, bis endlich wieder so etwas wie Normalität eintritt?
 
Gestern gab es eine interessante Doku über die lange und leidvolle Geschichte der Ukraine im ORF zu sehen.

 

Der Zeitpunkt mag unglücklich gewählt sein doch unabhängig davon, ob das Fernbleiben der Ukraine so klug ist? Selbst wenn die Chance zur einer Annäherung im Promillebereich liegt - es wäre zumindest ein Anfang. Auf "neutralem" Boden und im Beisein vieler anderer Länder dem Gegner bzw. Angreifer gegenüberzutreten.

Ob es klug ist, dass die Delegierten der Ukraine fern bleiben, sei dahin gestellt. Aber tatsächlich erscheint es mir grade sinnvoller, dass nur Russland da vertreten ist, als wenn nur die Ukraine da vertreten wäre.

Wenn nur die Ukraine da vertreten wäre, würde es wahrscheinlich nur Solidaritätsbekundungen geben. Ich wüsste nicht, was für Handlungsoptionen da noch durchgesprochen werden könnten.

Hingegen können die anderen Delegierten den russischen Vertretern mal ordentlich den Kopf waschen. Es würde wahrscheinlich nicht viel mehr rauskommen... aber es erscheint mir gerade ein wenig sinnvoller, wenn die nach Moskau melden: "Wir sind außenpolitisch komplett isoliert, wenn wir so weiter machen."
 
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China, obgleich nichts mit der OSZE direkt zu tun, kein Mitglied, ist ein wichtiger Punkt für Russland.
Wenn dieser Artikel nicht nur den Hauch einer Tendenz behandelt sondern einen echten Trend
beschreibt, dann könnte sich das Blatt für RU tatsächlich langsam drehen:

Dann bleiben noch einige arabische Staaten, viele afrikanische Länder, die aber arm sind, und noch ein paar, aber weiter
keine internationalen Schwergewichte mehr an Russlands Seite.
In Afrika sind China und RU sogar eher Konkurrenten, wenns um die Vereinnahmung armer Länder mit deren Rohstoffen geht.
 
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