Russland greift Ukraine an

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Schon sehr verharmlosend für all das, was die gewalttätige Nomenklatura im Kreml so umtreibt.
Keinesfalls möchte ich diese entsetzliche Vorgehensweise des Herrn Putin verharmlosen.

Aber die Sache mit dem Fuchs und den sauren Trauben,
das habe ich eingestellt als Sinnbild.

Lese einmal zwischen den Zeilen.
Da steht ganz klar und deutlich:

wenn sich der Westen von seiner Vorgehensweise
der Waffenlieferung, zu beschreiben in nur 6 Worten,
„zu spät, zu langsam, zu wenig“
trennen würde,
dann würde der Aggressor das Handtuch werfen
und sich neuen Feldern zuwenden.

:escape:
 
Die Ermittler leisten wirklich gute Arbeit mit kriminalistischer Gründlichkeit. Ich glaube, das wird was in Den Haag. An Beweisen fehlt es nicht. Nur an dingfest und versandfertig gemachten Delinquenten.
Putin in Handschellen - das wäre ein Anblick, der viele Herzen höher schlagen ließe.
Hallo,
das Thema mit Den Haag, hatten wir letztes Jahr schon. Selbst wenn man Putin wegen Völkermord (z.B.) dort verurteilen würde, kann er nicht verhaftet werden, wenn er Russland nicht verlässt, da die Russen an dem Abkommen nicht teilnehmen. Er müsste erst in ein Land reisen, das an dem Abkommen teilnimmt. Und so blöde wird er nicht sein.
Also Putin in Handschellen, das werden wir leider nicht erleben.
:(
 
Hallo,
das Thema mit Den Haag, hatten wir letztes Jahr schon. Selbst wenn man Putin wegen Völkermord (z.B.) dort verurteilen würde, kann er nicht verhaftet werden, wenn er Russland nicht verlässt, da die Russen an dem Abkommen nicht teilnehmen. Er müsste erst in ein Land reisen, das an dem Abkommen teilnimmt. Und so blöde wird er nicht sein.
Also Putin in Handschellen, das werden wir leider nicht erleben.
:(
Ich bin da optimistischer und einige andere auch, z.B.:
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Völkerrechts-Experte Gerd Hankel vom Hamburger Institut für Sozialforschung verfasste ein Buch zu diesem Thema, es trägt den Titel: „Putin vor Gericht? Möglichkeiten und Grenzen internationaler Strafjustiz“. Hankel schilderte Merkur.de von IPPEN.MEDIA seine Einschätzung zu einem möglichen juristischen Nachspiel für Russlands Präsidenten.

Putin vor Gericht? „Das Umfeld könnte irgendwann sagen: Der Preis wird zu hoch“​

Besteht Ihrer Meinung nach die Chance, dass Putin irgendwann vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag für die Verbrechen des Ukraine-Kriegs verurteilt wird?

Sehen Sie, auch der serbische Ex-Präsident Milosevic saß irgendwann in Den Haag, das hätte er bestimmt auch nicht erwartet. Und man darf nicht vergessen: Putin ist nicht allein. Er hat ein politisches Umfeld, das sich jeden Tag die Frage stellt: Wie hoch ist der Preis des Ukraine-Kriegs? Wie viel bin ich bereit, persönlich dafür zu zahlen? Dieses Umfeld könnte vielleicht irgendwann sagen: Der Preis wird zu hoch. Wir sägen Putin ab, damit endlich Ruhe ist.

Wie könnte sein Umfeld das tun: Putin absägen?

Ein Staatsstreich wäre das wahrscheinlichste Szenario. Wen dieser sehr brutal ausfällt, wird Putin ihn wahrscheinlich nicht überleben. Oder man stellt den Präsidenten unter Hausarrest und überlegt dann: Was macht man mit ihm? Das Problem, wenn er im Land bliebe, wäre aber, dass er immer wieder Kristallisationspunkt für Unruhen und Aufstände wäre. Deswegen könnten die Betreffenden irgendwann entscheiden: Wir überstellen ihn an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Das wäre dann der gleiche Fall wie bei Milosevic, der ist auch von seinen eigenen Leuten ausgeliefert worden. Putin hat unheimlich viel zu verlieren.

 
Auch das kann ich ihm nicht wirklich verübeln. Seine Verhandlunsposition ist schon extrem geschwächt, so lange die russische Armee blitzschnell und einfach weiter-schießen kann. Und so ein Waffenstillstand hat auch seine Tücken, wenn die Truppen auf ukrainischem Boden bleiben - die Zeit kann ja auch genutzt werden, ihre Kampfkraft wieder zu stärken.

Natürlich! Man kann/muss Selenskyj in dieser Situation verstehen nur eine Verhandlung rückt so - wie bereits geschrieben - in weite Ferne. Putin wird seine Truppen kaum abziehen lassen, er sitzt derweil am längeren Ast.

Aber das Ziel wäre doch, die beiden Länder an einen Tisch zu bringen, damit der Angriffskrieg ein Ende nehmen kann.. beim kleinen Mann würde man sagen "der Klügere gibt nach" doch ja, bei Politik und insbesondere Krieg greift das nicht.. leider.

Es ist grausam, und ich sehe keinen guten Ausweg, sondern nur die beiden Optionen, die beide übel sind. Und Selenskyj muss sich dabei täglich entscheiden, was das kleinere Übel ist.

Noch wissen wir (Selenskyj) nicht, was das kleinere Übel ist. Bleibt zu hoffen, dass er das Richtige wählt.. :(
 
Well...

ukrainian-protesters-message-to-vladimir-putin-v0-d21p3hkylxj81.jpg
 
Ein Staatsstreich wäre das wahrscheinlichste Szenario. Wen dieser sehr brutal ausfällt, wird Putin ihn wahrscheinlich nicht überleben. Oder man stellt den Präsidenten unter Hausarrest und überlegt dann: Was macht man mit ihm? Das Problem, wenn er im Land bliebe, wäre aber, dass er immer wieder Kristallisationspunkt für Unruhen und Aufstände wäre. Deswegen könnten die Betreffenden irgendwann entscheiden: Wir überstellen ihn an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Das wäre dann der gleiche Fall wie bei Milosevic, der ist auch von seinen eigenen Leuten ausgeliefert worden. Putin hat unheimlich viel zu verlieren.
Ja richtig, das ist genau das was ich meinte. Solange er in Russland ist kann ihm nichts passieren, dort kann er nicht vom Westen verhaftet werden.
Und eine Auslieferung wäre ja nur möglich wenn es dort eine komplette neue Regierung gäbe, die ihn auf "saubere" Art loswerden wollen. Für mich liegt das ehrlich gesagt alles in weiter Ferne und daran glaub ich nicht. Im Moment sind das alles nur Phantasien und alles Spekulationen was sein könnte.
Gruß Rea
 
Optimist. Ich denke, bis Ende des Jahrhunderts ist jegliche Vertrauensbasis zerstört, selbst wenn Putin der Prozess gemacht werden sollte. Diesen barbarischen Überfall vergisst man nicht so schnell. Erst wenn in Russland dauerhafte demokratische Strukturen installiert wären, die derartige Überfälle von einzelnen Wahnsinnigen verhinderten, würde Entspannung eintreten.

Leider wäre es wirklich vernünftig und gut nachvollziehbar, wenn es jetzt lange Zeit keine Vertrauensbasis mit Russland mehr geben wird. Auf der anderen Seite werden wir aber in Zukunft vermehrt globale Kooperation brauchen. Blöde Zwickmühle...
 
Natürlich! Man kann/muss Selenskyj in dieser Situation verstehen nur eine Verhandlung rückt so - wie bereits geschrieben - in weite Ferne. Putin wird seine Truppen kaum abziehen lassen, er sitzt derweil am längeren Ast.

Aber das Ziel wäre doch, die beiden Länder an einen Tisch zu bringen, damit der Angriffskrieg ein Ende nehmen kann.. beim kleinen Mann würde man sagen "der Klügere gibt nach" doch ja, bei Politik und insbesondere Krieg greift das nicht.. leider.



Noch wissen wir (Selenskyj) nicht, was das kleinere Übel ist. Bleibt zu hoffen, dass er das Richtige wählt.. :(

Wir können da wirklich froh sein, dass wir da keine unmittelbare Entscheidungsmacht haben. Denn egal, wie man sich entscheidet, es wird auf die eine oder andere Weise übel sein und zu Leid und Tod führen.

Wenn Selenskyj nachgibt, kann dieser Krieg natürlich schnell enden. Die Menschen da brauchen dann keine unmittelbare Angst davor zu haben, von Explosionen oder Projektilen o.ä. getötet zu werden. Aber Putin bekommt dann halt alles was er will, was die Ukraine auch politisch und wirtschaftlich extrem schwächen wird. Und das wird auch die Menschen konkret betreffen. Dass es nicht unbedingt das kleinere Übel ist in einem unfreien und wirtschaftlich schwachen Staat zu leben, zeigt mMn die DDR, in der Menschen sogar wissen ihr Leben riskiert haben, um evtl. doch in den Westen zu fliehen, wo sie freier gewesen wären oder sogar auch freier waren, wenn die Flucht gelang.

Wenn Selenskyj nicht nachgibt, könnte der Krieg noch lange dauern und viel Tod und Leid auf diese Weise verursachen. Absolut eine grauenvolle Vorstellung.

Meine Eltern haben den zweiten Weltkrieg als Kinder erlebt, und was sie davon berichteten und berichten, ist nur schwer emotional zu fassen, wenn man es eben nur in der Sicherheit des eigenen Wohnzimmers erzählt bekommt... es bekommen aber so einige Menschen schon aufgrund weitaus weniger dramatischer Erlebnisse eine PTBS.

Letztes Jahr ging dieses Video eines ukrainischen Mädchens in einem Bunker bei einem russischen Angriff auf Kiew viral:
Das Kind singt auf Ukrainisch (glaube ich) das Lied "Let it go" aus dem Disney-Film "Frozen". Das Video schnürt mir die Kehle zu, weil dieses Kind meiner Tochter, die in einem ähnlichen Alter ist, auch ziemlich ähnlich sieht. Es ist ein schreckliches Wissen für mich, dass da auch Kinder wie meine Tochter wieder derart in Gefahr sind. Bis vor kurzem war auch ein ukrainisches Flüchtlingskind in der gleichen Kindergartengruppe wie sie, und sie erzählte ab und zu von dem Jungen: "Han pratar bara Ukrainska." Nun ist der Junge nicht mehr da, und ich frage mich, ob die Familie wieder zurück gekehrt ist, oder ob sie woanders hin gezogen sind - woanders hin verteilt wurden...?

Und so schwanke ich dann selbst auch hin und her, was das kleinere Übel sein könnte. Aber dieser Krieg kann dann zwar schnell beendet werden, aber andere Kriege werden dann begünstigt, wenn Aggressoren so gezeigt bekommen, wie leicht sie mit sowas durchkommen...

Wie gesagt: Wir können eigentlich froh sein, dass wir da nicht unmittelbar gefragt werden. Mit der Verantwortung viel Leid zu verursachen, egal, wie ich mich entscheide, und dabei nur zu entscheiden, welche Art von Leid "besser" bzw. "weniger übel" wäre, könnte ich nur schwer leben.

PS: Und man glaube mir bitte, dass es mir nicht leicht fällt die militärische Unterstützung der Ukraine gutzuheißen und zu wünschen. Aber aktuell glaube ich nach wie vor, dass das das kleinere Übel ist.
 
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Ich würde sagen , daß der Gehalt für Hampelmänner nach oben hin offen ist.

Wir haben inzwischen begriffen, dass Du ihn nicht magst. Warum auch immer. Du hast Vermutungen, keine Beweise, und die Vermutungen willst Du auch hier nicht ausführen - ist vielleicht auch besser so, es nicht zu tun.

Aber finde Dich damit ab: Er ist der aktuelle da gewählte Präsident. Er hat die Entscheidungen zu fällen, und ich bin mir sicher, dass ihm diese Entscheidungen nicht leicht fallen. Du schreibst selbst, dass für die Ukraine nur die Option bleibt zu kämpfen - sich weiter zu verteidigen. Und nichts anderes macht er aktuell auch.

Was sollen also diese ständigen Andeutungen? Wenn er hier in der aktuellen Situation etwas macht, was Du ablehnst, dann sage auch genau das und erkläre, wie es Deiner Meinung nach besser ginge.

Wenn er hingegen nun so agiert, wie Du es auch als (folge-)richtig anerkennst, weil Du z.B. selbst erklärst, dass es für die Ukraine aktuell nur diese Option gibt, was macht er dann gerade aktuell falsch, als dass er diese Andetungen und nebulösen Vermutungen verdient?
 
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