Russland greift Ukraine an

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Ach deswegen wurden Waschmaschinen in der Ukraine geklaut
 
Antworte mehr auf den Artikel als auf dich...

Am Ende sind wir halt eine Demokratie. Dazu gehört auch, dass nicht nur Experten ihre Ansicht vertreten dürfen. Kann natürlich zum Teil fragwürdig sein, warum X zum Thema Y nun eigentlich Aufmerksamkeit bekommt, und ist nicht immer nachvollziehbar, klar...

Ich sehe es allerdings so, dass, egal um was es geht, zu viel nach Zensur gerufen wird mittlerweile, von allen Seiten. War vermutlich schon immer so. Aber hat sich glaube ich schon verstärkt.

Solche Diskussionen müssen stattfinden, und ich halte das selbst genauso für meine Diskussionsgegner, die andere Seite, auch im Forum. Und generell gibt es sowieso nicht notwendig nur 2 Seiten. Siehe auch: https://www.esoterikforum.at/threads/russland-greift-ukraine-an.239264/page-1141#post-7210305

Dem stehe ich insgesamt zwiegespalten gegenüber. Einerseits möchte ich natürlich auch andere Meinungen und Sichtweisen sehen und nicht nur in meiner Echokammer leben, wo nur meine Ansichten unterstützt werden. Das hilft, die eigenen Ansichten immer wieder zu durchdenken, zu festigen oder ggf. auch aufzuweichen oder ganz zu ändern (kam auch bei mir schon vor). Und sei es auch nur nach dem Motto: "Know your enemy"

Auf der anderen Seite gibt es Ansichten und Meinungen, die ich nicht hören will, weil die wirklich zu abgedreht sind. Holocaust-Leugnung z.B. ist aus sehr guten und wichtigen Gründen in Deutschland unter Strafe. Und auch im Topic dieses Threads sind Äußerungen denkbar, die ich nicht hören/lesen will, weil sie einfach falsch sind.

Da kann ich Ukrainer bzw. einen ukrainisch-stämmigen Journalisten schon gut verstehen, wenn er verschnupft reagiert, wenn da gewünscht wird, die Waffenlieferungen sein zu lassen und einen Kompromiss zu suchen, "den beide Seiten akzeptieren können", aber die konkreten Frage, wie die Kompromissbereitschaft Russlands bzw. Putins ggü. einer wehr-ärmeren Ukraine geweckt werden soll, mit keiner wirklichen Antwort würdigen - zumindest keiner leicht zu findenden und öffentlich gut sichtbaren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Putin führt Monologe, wer will da schon zuhören?

Anhang anzeigen 115235


Danke fürs Gespräch.....:rolleyes:
Nun man will die Gespräche wohl fortsetzen, Stellungnahme von Seite der Bundesregierung gab es bisher nicht.


 
Nun man will die Gespräche wohl fortsetzen, Stellungnahme von Seite der Bundesregierung gab es bisher nicht.
Es ging ev. auch um die Soldaten im Asow-Stahlwerk.
Siehe:


Ergänzend:

Auszug:
tagesthemen: Sie haben immer wieder gesagt, Aufgeben ist keine Option für Sie. Aber angesichts dieser Umstände, die schrumpfenden Vorräte ohne Aussicht auf Rettung durch die ukrainische Armee. Wie lange können Sie das durchhalten?

Samojlenko: Wir können uns den Russen nicht ergeben, denn das würde für uns den unmittelbaren Tod bedeuten. Das ukrainische Militär, aber auch das Asow-Regiment werden ja als Terror-Organisation in Russland angesehen. Das stimmt natürlich nicht, aber so werden wir angesehen und deswegen wäre eine Gefangenschaft in Russland für uns katastrophal.

Die würden uns sofort verurteilen, wir würden lebenslang ins Gefängnis gehen oder sie würden uns exekutieren, wie es auch schon anderen Soldaten passiert ist. Wir denken also nicht nur über uns selbst nach. Unsere Leben bedeuten nichts, mein Leben bedeutet nichts. Die nationale Sicherheit ist das, worauf es ankommt.
 
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Es ist übrigens tatsächlich nicht so, dass die Verfasser des Briefs um Alice Schwarzer sich über die Frage, wie Putins Kompromissbereitschaft geweckt werden soll, komplett ausschweigen. Vor ein paar Tagen habe ich da mal ein Interview mit Reinhard Merkel - einem der Erstunterschreiber - gefunden und gelesen. Jetzt finde ich das leider nur noch hinter einer Bezahlschranke:
(Falls jemand einen Link mit dem vollen Text ohne Bezahlschranke kennt... her damit)

Soweit ich mich erinnere, argumentiert er folgendermaßen:
Selenskyj hat als Präsident zwei Schutz-Pflichten: Er muss sowohl die Zivilbevölkerung schützen als auch die staatliche Integrität der Ukraine. Diese beiden Pflichten widersprechen sich in der aktuellen Situation. Hätte er am Anfang sofort kapituliert, wäre er seiner Schutzpflich ggü. der staatlichen Integrität nicht nachgekommen. Eine längere Fortdauer des Krieges würde aber dem Schutz der Zivilbevölkerung zuwider laufen, so dass die Verluste und das Leid auf deren Seite unverhältnismäßig wären. Sobald sich das nicht mehr die Waage hält, wäre eine "rote Linie" überschritten, und er ist der Ansicht, dass diese Linie schon erreicht ist.

Nun zu der wichtigen Frage, wie Putins Kompromissbereitschaft geweckt werden soll. Eine konkrete Antwort gibt er darauf auch nicht, aber er glaubt, die die Verhandlungsposition der Ukraine mit Fortdauer des Krieges nicht besser werden wird. Also Putin wird auch nach zwei Monaten Krieg oder noch länger nicht stärker bereit zu Kompromissen sein.

Sein Rat soll aber nicht als Aufforderung zur bedingungslosen Kapitulation betrachtet werden. Er benennt Konkrete Möglichkeiten, was für Klauseln in einem Waffenstillstands-Abkommen stehen könnten. So weist er drauf hin, dass die Ukraine darin durchaus festhalten könne, dass sie die Unabhängigkeit der von Russland abgespaltenen Gebiete nicht anerkennt.

Soweit, wie ich seine Argumentation in Erinnerung habe.

Nun meine (wahrscheinlich sehr laienhaften) Gedanken dazu:
Er weicht der Frage, wie Putin zu Kompromissen bewegt werden soll, wenigstens nicht komplett aus. Seine Aussage, dass die Ukraine verhandlungstechnisch mit Fortdauer des Krieges auch nicht besser werden wird... das kann leider sein. Da kann ich sachlich/fachlich fundiert nichts entgegensetzen.

Meine Sorge ist und bleibt aber nach wie vor: Wenn die Ukraine zu wenig Unterstützung bekommt und deswegen schnell militärisch schwächer oder gar wehrlos wird, wird Putin sich nicht mit weniger als eben der bedingungslosen Kapitulation zufrieden geben.
 
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