Dem stehe ich insgesamt zwiegespalten gegenüber. Einerseits möchte ich natürlich auch andere Meinungen und Sichtweisen sehen und nicht nur in meiner Echokammer leben, wo nur meine Ansichten unterstützt werden. Das hilft, die eigenen Ansichten immer wieder zu durchdenken, zu festigen oder ggf. auch aufzuweichen oder ganz zu ändern (kam auch bei mir schon vor). Und sei es auch nur nach dem Motto: "Know your enemy"
Auf der anderen Seite gibt es Ansichten und Meinungen, die ich nicht hören will, weil die wirklich zu abgedreht sind. Holocaust-Leugnung z.B. ist aus sehr guten und wichtigen Gründen in Deutschland unter Strafe. Und auch im Topic dieses Threads sind Äußerungen denkbar, die ich nicht hören/lesen will, weil sie einfach falsch sind.
Da kann ich Ukrainer bzw. einen ukrainisch-stämmigen Journalisten schon gut verstehen, wenn er verschnupft reagiert, wenn da gewünscht wird, die Waffenlieferungen sein zu lassen und einen Kompromiss zu suchen, "den beide Seiten akzeptieren können", aber die konkreten Frage, wie die Kompromissbereitschaft Russlands bzw. Putins ggü. einer wehr-ärmeren Ukraine geweckt werden soll, mit keiner wirklichen Antwort würdigen - zumindest keiner leicht zu findenden und öffentlich gut sichtbaren.