Ich habe ein interessantes Video von einem sympathischen Mann, der sich gern vor Ort ein eigenes Bild macht. Ich habe schon viele Videos von ihm über die USA gesehen. Hier über die Ukraine. Vielleicht hat der eine oder andere mal den Mut und die Offenheit sich dieser Sichtweise zu stellen.
So, ich hab mir das jetzt auch mal angeguckt.
Das sind aber schon sehr persönliche Eindrücke, Begegnungen und Anekdoten, die er da vorträgt.
Er tut so, als hätte er jetzt die ganze UA erkannt mit seiner Reise und stellt sich auch als besserer Berichterstatter dar, als der, der "vom Sofa aus" recherchiert und den er erst quälend lange auseinandernimmt, statt einfach endlich abzuliefern, was er selbst denn zu sagen hat. Was am Ende m.E. zumindest nicht viel ist außer scheinsachlich vorgetragender Empörung.
4% Wahlrergebnis für Ultrarechte kann ich auch nicht vor Ort widerlegen, was redet er denn, wie soll das denn gehen?
Er tut so, als sei eine forsch mutige Reise in die UA mit ein paar Erlebnissen die bessere Recherche als ein amtliches Wahlergebnis oder wie?
Ich meine, die UA ist riesig, er hat doch recht selektiv geguckt, scheint mir, alleine, wie lange er das blonde und offenbar nicht sehr schlaue Mädchen da vorführt... was soll das denn beweisen im Hinblick auf die Gesamtbevölkerung?
Wie gesagt, mich wundert es nicht sehr, dass Bandera nun grade wieder, vllt seit der Annektion der Krim
wieder besonders, abgefeiert wird. Denn seine andere Seite war der Kampf gegen "Brüderchen Sowijeeetunion" und ich kann gut verstehen, dass die UA nun nach Heldenfiguren aus der Vergangenheit greift, um sich zu stärken.
Normal und verständlich.
Was ich allerdings tatsächlich abartig fand sind SS-Zeichen am Hals und Fake-Führerscheine mit Hitler-Fotos, offen am Straßenrand und massenweise zum Verkauf.
Was das nun wirklich über die gesamte UA aussagt, ist sehr die Frage...
Ich weiß nicht, wer da zur Zeit überhaupt ein wirklich realitätsnahes, umfassendes Bild abliefern kann, der junge Mann aber sicher nicht. Das ist alles nichts Neues zudem.
Es gab sofort am Anfang des Krieges überall hier in "Zeit", "Spiegel" und sonstwo seitenlange Artikel, Diskussionen um Bandera, das Asow-Regiment und Ultranationalisten.
Im Moment werden sie angegriffen und ihrer Souveränität bedroht und sind demokratisch bestrebt.
Man wird beobachten müssen, wie sich das in möglichen Friedenszeiten entwickelt...