Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Ramadan

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Inti, 21. September 2007.

  1. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    18.305
    Ort:
    Nordhessen
    Werbung:
    Hi Derda vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen im post Nr 7 - schön finde ich, dass am Anfang auch die Mitmenschlichkeit (Hilfe für andere) in ihrer Wertigkeit dem Fasten gleichgesetzt wurde.

    So wie ich es jetzt verstehe, geht es darum, mit Hilfe des Tag-Fastens seine Aufmerksamkeit, seinen Fokus auf das göttliche zu lenken, oder das Tages-Alltags-Geschäft aus einem Gefühl des Bewusstseins Gottes heraus zu tun.

    Deine Erklärung im post Nr 19, wo du die Angst vor der Hölle miteinbringst seh ich eher kritisch - denn was bringt das Fasten und die damit verbundene Verbindung zu Gott, wenn sie nur aus Angst vor der Hölle durchgeführt wird?

    LGInti
     
  2. Derda1

    Derda1 Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2005
    Beiträge:
    322
    Adlerfrau…

    Du hast den Nagel am Kopf getroffen. Das stimmt was du sagst… ich habe aber nicht alles gesagt. Ich habe nur von Überschriften zu den jeweiligen Abschnitten des Fastens geredet … es gibt vieles was einzeln dazu gesagt werden kann, also in Hinblick auf den Sinn des Fastens. In Islam spielt die Praxis, was du auch hier angesprochen hast, eine sehr wichtige Rolle. Wie ein Gelehrter einmal sagte „Islam ist mehr Praxis als Theorie“. Dazu gibt es vieles aus dem Qur’an und der Sunnah des Propheten, Friede Segen u. Heil seien auf ihm. Das Wissen ist sinnlos wenn du es nicht in die Tat umsetzt. Ich kann mich nicht erinnern wie der Ausspruch des Propheten, fsai, genau lautet aber es geht in die Richtung wo der Prophet, fsai, gesagt hat „… das beste Wissen welches sich die Menschen aneignen können ist dasjenige welches auch praktiziert werden kann …“ also in den Alltag und in die Tat umgesetzt werden kann. Den das gehört zum (in jeder Hinsicht vollgesundem) Menschen… es besteht ein Unterschied wenn du etwas weißt und wenn du etwas leibhaftig erfährst/spürst/wahrnimmst/… usw. das wird dich in jedem Aspekt deines Lebens besser formen, zu einem besseren od. schlechteren Menschen machen (braucht genauere Erklärung), sei dies seelisch od. körperlich,… und das ist normal und natürlich. Allah, subhane, hat das Wissen nicht herabgesandt um durch diesen als solchen die Menschen dazu zu bewegen Rechtschaffen zu sein ohne der dazugehörigen Praxis, … und deswegen die in Islam vorhandene Kombination Qur’an (Theorie) und Sunnah (Praxis). Mir nutzt das Wissen welches ich beispielsweise mir in Bezug auf „erste Hilfe leisten“ angeeignet habe gar nichts wenn ich Fahrerflucht begehe und den Verletzten nicht helfe… das Wissen wird mir in diesem Fall zu Verhängnis da ich mich vor Allah, subhane, nicht verantworten od. herausreden kann. Ich habe dann ein Beweis gegen mich erbracht … usw. Denn der Sinn des Wissens über das „erste Hilfe leisten“ ist dass du hilfst und nicht wegläufst. Das ist so was von normal und verständlich… genauso ist die Kombination aus den beiden islamischen Glaubensquellen. Tatsache ist, der Mensch wird niemals und nirgendwo einen Sinn erkennen wenn er das gewusste nicht in die Tat umgesetzt hat. Das ist so und nur noch menschlich. Natürlich gibt es Grenzen was aber ein etwas anderes Thema ist.

    Der Rest deines Beitrags ist leider Gottes auch wahr. Viele Muslime haben keine Ahnung von ihrem Glauben und wissen nicht das wenn sie etwas machen warum sie das machen… meistens auch methodisch versagen und null Ahnung haben. Ein schönes Beispiel ist die Türkei und die Türken… da kannst du glatt von einem türkischen Islam sprechen der gar nichts mit den Islam aus dem Qur’an und der Sunnah zu tun hat. Da kann ich dir fabelhafte Beispiele nennen. Meistens klingt das witzig in Wahrheit aber traurig.
     
  3. Derda1

    Derda1 Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2005
    Beiträge:
    322
    Inti …

    Ich habe es gerne gemacht, danke dir auch dass du mein Beitrag zu diesem Thema gelesen hast.

    Du hast geschrieben „…denn was bringt das Fasten und die damit verbundene Verbindung zu Gott, wenn sie nur aus Angst vor der Hölle durchgeführt wird?“

    Das ist ein gutes Argument. Ich versuche wenn ich etwas schreibe mich kurz zu halten … überlange Beiträge wirken langweilig und mühselig zu lesen. Das was du aufbringst braucht viel genauere Erklärung, das aber kann sehr lang werden. Ich werde kurz etwas dazu sagen und wenn du willst könnte ich das nächste Mal ausführlicher sein. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Glauben an Gott, Gott nichts zur Seite zu stellen, Gottesdienst zu verrichten, göttliche Vorschriften zu befolgen, den menschlichen Eigenschaften/Gefühlen/der Seele und des Herzens/des Körpers im Ganzen (hierbei als Beispiel die Angst, Hoffnung,…usw.), den Taten, Schicksaal … usw. den da gilt es die richtige Beziehung (Verständnis) unter all diesen Dingen herauszufinden. Was natürlich nicht so schwer ist wie meistens dargestellt. Der Islam ist sehr einfach (theoretisch) zu verstehen und praxisorientiert zu befolgen.

    Die meisten Muslime die ihren Glauben verstanden haben fasten nicht deswegen weil sie Angst vor der Hölle haben… die Hölle ist nur ein Teil des Ganzen. An erster Stelle beruht das Fasten (genauso wie der sämtliche Gottesdienst) auf fester Überzeugung und festem Glauben, nämlich dass es keinen Gott außer Allah gibt. Die Erkenntnis dass es keine „götter“ neben dem Einen und Einzigen, Ewiglebenden Gott/Allah gibt ist die Motivation für die weitere Ausübung des Glaubens. Die Angst vor der Hölle od. die Sehnsucht ins Paradies zu gelangen ist die logische Schlussfolgerung aus dem Glauben an den Einen und Einzigen Allah/Gott der keine Partner neben sich hat. Die Angst vor der Hölle ist zweitrangig… du fastest weil du nur dem Einen und Einzigen Gott dienst nicht weil du dich vor der Hölle fürchtest. Hätte ich keine Überzeugung dass es keinen Gott außer Allah gibt aber würde Angst vor der Hölle haben dann würde ich das Fasten nicht aushalten… das Fasten würde verblassen und ich würde es nicht ernst nehmen… das Fasten hätte für mich keinen Sinn und ich würde nicht erkennen warum ich mich umsonst quälen würde. Das würde bedeuten dass ich meinen Gottesdienst der Hölle verrichte und nicht Gott… mein Beweggrund wäre die Hölle und nicht Gott… der Glaube an Gott würde nicht viel Bedeutung haben. Ich aber Glaube an Gott, geselle Ihm keine Partner, und bin der Überzeugung dass sowohl das Paradies als auch die Hölle der Ausdruck Gottes Gerechtigkeit sind. Ich hoffe, also ich verrichte gute Taten, auf Paradies und bin Gottesfürchtig = halte mich innerhalb der Grenzen welche Gott aufgestellt hat… ich übertrete diese nicht, ich vermeide ungerecht zu sein und ich versuche nicht schlecht zu sein … = Gottesfurcht. … so hoffe dass das verständlich ist.
     
  4. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    8.670
    Ort:
    burgenland.at
    Werbung:
    das sonnenjahr und das mondjahr.
    für mich hat das eine ähnlichkeit mit dem sekundenzeiger und dem minutenzeiger der uhr.
    verwendet man beide, dann kann man sie auch in einklang bringen.

    fasten hat bestimmt einen tieferen hintergrund.
    es kommt nicht von ungefähr, jemand sagt es wird gefastet und dann ist alles gut, so gesehen wäre es nichts anderes als tradition.

    es muss eine sinnvolle erklärung dafür geben.
    egal in welcher religion auch immer das fasten zur anwendung kommt.

    es steck so etwas wie das bewusstwerden dahinter finde ich.
    und am anfang steht wohl der gedanke, der den eigenen tod bewusst macht,
    wo die materie vom seelenkörper getrennt wird und reduzierte, damit neue, aufgaben zu bewältigen hat.
    so eine erfahrung im natürlichen leben erfährt man nun mal in der gefahrvollen situation der nahtoderfahrung selbst.
    dieses bewusstwerden der eigenen endlichkeit.
    dies ist aber nicht der mechanismus gleich einem elektrischen kippschalter,
    und danach gehen die lichter an, sondern es ist ein reifeprozess, der damit eingeleitet wird und gelegentlich kommt es dann zu der fallweisen ausnahmesituation - glücksfall also - wo man zu dieser sonderstellung auf die gewünschte wellenlänge und klangebene der seelischen verständigung verstorbener menschen und somit deren seelen gelang. mit einem wort, es kommt zur kommunikation mit dem jenseits, weil ein ähnlicher status bereits gereift ist, im menschlichen körper des betroffenen selbst. dazu sagt man in der wissenschaft ASW, oder aussersinnliche wahrnehmung, weil eine solche begebenheit nicht mit natürlichen mitteln erklärt werden kann, die teilweise von ausse kommen, und teilweise von innen gesteuert werden, wie bei sender und empfänger.
    heutzutage können wir uns eine solche situation recht gut vorstellen und deren funktion erklären.

    in diesem rahmen gibt es aber auch noch verstärkende massnahmen, die diese bewusstseinsbildung wesentlich erhöhen können. auch sie sind in den anfängen aus natürlichen umständen entstanden. freilich sind krankheiten unzulänglichkeiten die nicht immer gerne akzeptiert werden, weil sie den betroffenen zumeist aus der gesamten menschlichen gemeinschaft in ein abseits stellen. aber dennoch ist es so, dass in solchen unzulänglichkeiten die ersten ansätze solcher stärkenden funktionen erkannt und genutzt wurden. ausgleichend haben wir dann so formulierungen, dass in der schwäche die stärke liegt.

    die veränderung des normalzustandes versetzt in die lage, die einleitende nahtoderfahrung bewusst wieder zu erleben in einer vorbereitenden phase, was eigentlich nichts anderes vortäuscht, als den übergang des todes in den reinen seelischen zustand des seins.
    solche begleitende umstände sind vielfältig, etwa eine diabetis, ein herzklappenfehler oder "nur" die veränderung des kreislaufes der blutbahn, in einem hohen oder niederen blutdruck.
    in den genannten fällen ist sogar eine periodische wiederkehr an der tagesordnung.

    wir haben also:

    NTE ---> ASW ---> WVB (wiederholende verstärkende bedingungen)

    nun ist es aber nicht so, dass man diese erfahrung jedem zumuten kann.
    auswege und praktische übungen wurden gesucht und gefunden,
    um diese oder ähnliche situationen der allgemeinheit nachvollziehbar bieten zu können.
    neben den meditationen, den entspannenden übungen, ist man auf die formen des fastens gekommen.

    mit anderen worten, eine WVB kann auch auf künstlichem oder willkürlichem wege herbeigeführt werden.
    ebenso ist eine solche praktik in der lage, sogar eine nahtoderfahrung annähernd gleich zu ersetzen.
    das ist meiner meinung nach der wirkliche sinn des fastens,
    in den verschiedensten ausschmückungen in den jeweiligen religionen oder sogar in praktischen esoterischen übungen, im einzelnen.
    die unmittelbare folge einer ASW ist dabei nicht ausgeschlossen.

    in der durchführung des willkürlichen fastens ist sogar noch eine zusätzliche funktion enthalten, ohne direkt an den rand des lebens zu kommen, kann man die veränderung selbst übend vorbereiten, die auf jeden einmal zukommen wird. da muss nicht unbedingt die kommunikation mit dem zustand des jenseits verbunden sein. auch diese wandlung der funktionen, das aufgeben einer gewohnten handlungsweise ist ein wesentliches element das in den fastenübungen gewollt zur anwendung kommt.

    so gesehen wäre das vernachlässigen von fastenpraktiken oder das ablehnen von enthaltsamkeitsübungen ein wesentlicher rückschlag in der entwicklung aller menschen in der menschlichen gemeinschaft, im sektor mensch der gesamtheit.

    warum im ramadan am tag gefastet wird und nicht in der nacht,
    das hat wohl direkt mit dem proheten mohammed zu tun.
    ein persönlicher bezug zur person selbst, ohne den man nicht auskommen kann.
    wie man auch in den beschreibungen lesen kann, wo von einem zustand des jenseits gesprochen wird, in dem es wiesen, bach und bäume in der darstellung gibt, um die eigenen gläubigen nicht zu überfordern.
    auch hier wäre eine fastenperiode nicht unangebracht, und das tatsächliche empfinden würde sich nicht bilden sondern formen.

    wenn ich mich recht entsinne ... wird dann der schräg gesetzte pfad zum geraden weg.

    und ein :bwaah:
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden