Was ich wirklich wichtig finde in einer Beziehung ist, daß jeder der Partner wahrhaftig bleibt und sich nicht für den anderen verbiegt. Gerade viele Frauen passen sich aber sehr oft den Sexwünschen der Männer an, mehr jedenfalls, als umgekehrt. Aber wenn eine Frau Pornografie nun einmal nicht gut findet, warum soll sie sich für etwas hergeben, was sie abturnt? Gut, man kann den Pornokonsum des Mannes akzeptieren, muß sich da aber m.E. nicht einbinden lassen, wenns´s einem nicht behagt. Ich esse ja auch keine Leber, nur weil mein Partner dies tut, ja, ich finde Leber eklig. Wenn nun jemand meint, ich müsse sie dennoch - im Hinblick einer innigen Lebensgemeinsachaft trotzdem essen - dann stimmt etwas nicht in dieser Partnerschaft, die nur dann eine gute Partnerschaft ist, wenn jeder über sich selber bestimmen kann. Und zwar in jeder Lebenslage.
Was mir immer wieder auffällt ist, daß viele Partner sich nicht genug vom anderen "abnabeln" und sein "eigenes Ding" durchzieht, sondern sich an den anderen ranhängt, als gebe es nur ihn auf der Welt. Mehr Abstand täte vielen Paaren gut. Damit meine ich aber keinesfalls den Freibrief zur Untreue.
Soll der andere doch "schwurbeln", was geht es mich an? Ich "schwurbel" ja auch. Wir sind ja schließlich zwei eigenständige Egos. Und zwischendurch ist es dann auch sehr schön, die Gemeinschaft zu leben und die Partnerschaft zu geniessen, die m.E. aber nur eine gute Partnerschaft sein kann, wenn dort die Freiheit und Autonomie jedes Einzelnen als erste Primisse gilt und seine Berücksichtigung findet.
LG
Urajup