NS Zeit. Gewusst oder nicht?

ich habe mich mit meiner oma mal ausführlich darüber unterhalten. sie hat gesagt, sie haben das nicht mitbekommen. ihr ist zwar der hitler selber zutiefst zuwider gewesen und die ganzen schreier, aber dass sowas grausliches vorgeht hat sie nicht bemerkt. sie war traumatisiert vom 2. krieg, den sie hautnah erleben mußte (sie war ein 09er jahrgang) und nur am betteln und suchen nach essen für ihre kinder.
ich kann jetzt im nachhinein nicht mehr urteilen, ob sie was geahnt hat.
sie hatte ein beschissenes leben und mein opa dazu. er kam mit 17 an die front im ersten weltkrieg und im 2. dann noch mal zu handkuss.
selber schuld? vielleicht ja, weil sie teil der gesellschaft damals waren.
vielleicht will man als angehöriger seine lieben reinwaschen. ich wage es trotzdem nicht sie zu verurteilen.

ich hab meiner oma mal ein buch geliehen, das hieß "schonzeit", von o.p. zier (ist jedenfalls sehr empfeheenswert auch für andere interessierte) und während des lesens hat sie geweint und gemeint, genau so war es damals, genau so.

mein andere opa war in stalingrad. er hat immer gesagt, die russen waren genauso arme hunde wie sie selber. mehr hat er dazu nie gesagt.

diese zeit soll uns eine mahnung sein, im ewigen kollektiven gedächtnis.
und ehrlich gesagt, ich glaube, wir sind heutezutage einen sche**dreck besser als sie damals...
 
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Wißt Ihr wann ich am meisten wütend werden kann? Wenn alte Menschen nach all dem Erlebten des 3. Reiches, der Flucht, des Krieges, dem Wissen auf jeden Fall im nachhinein, in unserer Zeit noch sagen:"So einen kleinen Hitler könnten wir gut wieder haben!" Da geht mir echt die Hutschnur hoch ....

Dann stellt man die Frage nach dem Warum und erfährt wo die Sehnsüchte liegen. Aus der Sehnsucht heraus kommt Ordnung und Sicherheit und ein festhalten an alten Dingen die für die Älteren halt wichtig waren. Wenn ich was wissen will muss ich eben zu hören und das Gespräch in der heutigen Zeit bringen, das das heute nicht mehr der Punkt sein kann. Halt Überzeugungsarbeit das man auf dieses und Jenes durchaus verzichten kann (wie Krieg und Menschenverfolgung) und das man in einer Zeit lebt wo Völker heute in Frieden miteinander Leben wollen und können. Die Globalisierung ist der richtige Weg ist.
 
Dann stellt man die Frage nach dem Warum und erfährt wo die Sehnsüchte liegen. Aus der Sehnsucht heraus kommt Ordnung und Sicherheit und ein festhalten an alten Dingen die für die Älteren halt wichtig waren. Wenn ich was wissen will muss ich eben zu hören und das Gespräch in der heutigen Zeit bringen, das das heute nicht mehr der Punkt sein kann. Halt Überzeugungsarbeit das man auf dieses und Jenes durchaus verzichten kann (wie Krieg und Menschenverfolgung) und das man in einer Zeit lebt wo Völker heute in Frieden miteinander Leben wollen und können. Die Globalisierung ist der richtige Weg ist.

Mhm ... auch das. Aber die Menschen sind früher nicht aufgeklärt worden. Vieles, was die Generation meint, dass es damals nicht gegeben hätte, gabs genauso wie heute. Nur man hat darüber nicht geredet, es unter Verschluß gehalten. Es war eine scheinbare Sicherheit.
 
Mhm ... auch das. Aber die Menschen sind früher nicht aufgeklärt worden. Vieles, was die Generation meint, dass es damals nicht gegeben hätte, gabs genauso wie heute. Nur man hat darüber nicht geredet, es unter Verschluß gehalten. Es war eine scheinbare Sicherheit.

Darum redet man ja miteinander. Ich sage immer man hat kein Recht einer anderen Generation Vorwürfe zu machen sondern man tastet sich an dem geschehenen ran, man versucht auf einen Nenner zu kommen. Nur dazu muss man sich auch gegenseitig zu hören und offen über seine Gefühle sprechen.
Bei diesen Thema hier geht es um Flucht nicht nur in dieser Zeit, es geht um Verfolgung nicht nur um dieser Zeit, denn die Verbrechensliste der Menschen überhaupt ist so lang das man sich vor der Vergangenheit überhaupt nicht verschließen sollte.
 
Darum redet man ja miteinander. Ich sage immer man hat kein Recht einer anderen Generation Vorwürfe zu machen sondern man tastet sich an dem geschehenen ran, man versucht auf einen Nenner zu kommen. Nur dazu muss man sich auch gegenseitig zu hören und offen über seine Gefühle sprechen.
Bei diesen Thema hier geht es um Flucht nicht nur in dieser Zeit, es geht um Verfolgung nicht nur um dieser Zeit, denn die Verbrechensliste der Menschen überhaupt ist so lang das man sich vor der Vergangenheit überhaupt nicht verschließen sollte.

Nein, Vorwürfe wären wohl verkehrt ... Meine Oma hat immer sehr viel von dieser Zeit erzählt ...vor - während u. nach dem Krieg, Flucht, Angst, Hunger, unglaublichen Schnee und Kälte, Aufbau, Hunger, Sorgen ... ... und viel mehr ... Ich denke viele von Euch kennen ähnliches von Eltern o. Großeltern.
 
Verschließen sollte man sich nicht. Ich finde, die meisten Menschen heut zu Tage tun dies auch gar nicht. Vielleicht, weil es schon so lange her ist? Es uns hier und heute nicht mehr so persönlich betrifft? Es ist einfacher die Augen zu öffnen, wenn man nicht selber betroffen ist. Es ist "nur" noch die Erbschuld, die auf uns lastet. Liegt es daran?
 
Nein, Vorwürfe wären wohl verkehrt ... Meine Oma hat immer sehr viel von dieser Zeit erzählt ...vor - während u. nach dem Krieg, Flucht, Angst, Hunger, unglaublichen Schnee und Kälte, Aufbau, Hunger, Sorgen ... ... und viel mehr ... Ich denke viele von Euch kennen ähnliches von Eltern o. Großeltern.

Bei mir waren es meine Mutter , meine Patentante und -onkel, viele ehemalige KPDler und SPDler, die sich als SED damals zusammen schlossen, teilweise sogar welche die damals in der USPD waren (die sang und klanglos verschwand) unsere Geschichts und Klassenlehrerin, die auch damals aktiv war und Menschen die als Kinder die Zeit erlebten. Um das Menschen sich aktiv im politischen geschehen einklingen können, muss man in erster Linie erst einmal wählen können. Denn die Warner vor Hitler und den Krieg gab es. Man kann nicht eins höher bewerten wie das Andere, denn gerade die KPD-, USPD- und die SPD Leute wurden alle verfolgt und in den KZs gesperrt. Das Volk die Schuld zu geben, wer das macht übertreibt ganz gewaltig, denn es gibt keine Gesamtschuld des Volkes auch nicht für den Völkermord der Juden, aber es gab Hilfe vom Volk für Juden Menschen die kaum erwähnt werden konnten. Das Tagebuch der Anne Frank ist auch nur dadurch entstanden und für die Nachwelt erhalten geblieben, da es Menschen gab die Juden versteckten. Die Sache flog auf und der der die Familie jahrelang versteckte, wurde auch nur erschossen bzw in den KZ's gebracht. Gewusst oder nicht gewusst? Was spielt das für eine Rolle , wenn ich was weiß und dafür bestraft werde Weil ich helfe? Man spricht heute so leicht vom Märtyrer Tod, das war damals auch einer, denn die Menschen sind für ihre Überzeugung gestorben. Verbrechen in der Geschichte gab es schon immer. Sinti Roma Jenische und die anderen Volksstämme wurden bei Kriegseinsätze jeder Art gebraucht, war der Krieg vorbei wurden sie verfolgt, es konnte sich Jeder an ihr Leben vergreifen ohne Prozess. Unser aller Vermächtnis ist und nicht nur die Deutschen ihr Vermächtnis, wir sollten aus der Geschichte der Geschichten lernen, denn gerade die anderen Völker die den Deutschen die Nazizeit vorwerfen haben selber genug Leid in der Welt gebracht, denn gerade die Völkerstämme waren immer gut für die Kriege, ansonsten waren sie die Sklaven für die Herrschaften wurden gedemütigt und erschlagen.
 
Bei mir war es vor allem die Oma ... ihr Vater was bis zum Schluß bei der SPD ... Sie war 19 bei Kriegsbeginn.

wir sollten aus der Geschichte der Geschichten lernen

... und dennoch waren sie wieder im Jugoslawien, deutsche Soldaten ...

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und so vieles, was die Menschen niemals lernen werden. Traurig aber wahr.
 
Bei mir war es vor allem die Oma ... ihr Vater was bis zum Schluß bei der SPD ... Sie war 19 bei Kriegsbeginn.

Meine Mutti auch 1920 geboren und hat mich als spätgebärende bekommen mein Vater war so alt wie ich heute noch uns trennen 50 Jahre

... und dennoch waren sie wieder im Jugoslawien, deutsche Soldaten ...

Ich war damals gegen dien Krieg und bin es heute noch, denn man hatte im Vorfeld genug Zeit gehabt, andere Lösungswege suchen.

und so vieles, was die Menschen niemals lernen werden. Traurig aber wahr.

Leider, denn es gibt genug Leid auf der Welt da braucht man keine Kriege. Die Naturkatrastrophen werden auch in den nächsten Jahren zu nehmen.
 
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