Er kämpfte nicht für sich allein. Den Faust*schlag, einen klas*si*schen Kinn*ha*ken, setzte Buzz Aldrin vor zehn Jahren im Namen seines ganzen Be*rufs*stan*des, der Mond*fah*rer. Auch für Neil Armstrong schlug er zu, für jenen Astro*nau*ten, der am 25. August im Alter von 82 starb, den ersten Menschen, der seinen Fuß auf den Mond setzte der wiederum auch nicht nur für sich, sondern für die ganze Mensch*heit, wie er ja in seinem berühmten Satz vom großen Sprung sagte. Hinter Aldrins rechter Geraden, die er im Alter von immerhin 72 Jahren aus*teil*te, lag also die geballte Wucht fast des ganzen Uni*ver*sums.
Aldrin und Arm*strong, die beiden ersten Mond*fah*rer von "Apollo 11", waren und sind die Haupt*leid*tra*gen*den der wohl hart*nä*ckigs*ten und weltweit ver*brei*te*ten Ver*schwö*rungs*theo*rie aller Zeiten. Ihre Ver*fech*ter mit scheinbar zwin*gen*den Beweisen aus*ge*stat*tet be*haup*ten, niemals habe ein Mensch den Mondboden betreten. Weder 1969, bei "Apollo 11", noch bei den folgenden Missionen bis "Apollo 17" im Jahr 1972. Alle Bilder, Filme und Fern*seh*über*tra*gun*gen stammten aus einem geheimen Fern*seh*stu*dio im streng ab*ge*schirm*ten Mi*li*tär*ge*lände "Area 51" in der Wüste Nevadas.
Viele Millionen Anhänger können die Vertreter dieser These hinter sich scharen. Bis heute gibt es keine Debatte über die bemannte Mondfahrt im Internet, die nicht am ersten Tag schon von ihnen dominiert wird. Eher als von einer Ver*schwö*rungs*theo*rie müsste man also von einer Ver*schwö*rungs*kul*tur sprechen, die immer dann zu Hö*hen*flü*gen ansetzt, wenn es um besonders Großes geht, etwa am 11. Sep*tem*ber, als angeblich US-Prä*si*dent George W. Bush das Attentat auf das World Trade Center befohlen haben soll.