Mobbing Opfer/Täter

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Ich muß auch sagen, dieses neu erfinden der eigenen Biographie erscheint mir höchst zweifelhaft, um es mal freundlich auszudrücken.

Das ist nichts anderes als Gehirnwäsche in meinen Augen, und abgesehen davon, ist es ja nicht so, daß man sich nur mit dem Gehirn erinnert, auch der Körper merkt sich Dinge und speichert sie ab.
Es gibt Körpererinnerungen, die einem auch ziemlich Angst machen können, wenn man sie mit nichts in der Geschichte verbinden kann, grad bei Gewalterfahrungen.

Und wie sehr Menschen leiden können, die nichts mehr wissen, aber es noch fühlen und es sich nicht erklären können, hab ich schon oft gesehen. Die Gefühle verschwinden nämlich nicht einfach so, auch die werden gespeichert, bei traumatischen Erfahrungen meist geteilt von der Erinnerung. Werden die getriggert, dann sind sie da, egal was das Gedächtnis dazu sagt.
Da ist das Wissen um das, was passiert ist, so entsetzlich es auch war, eine Erlösung, dann kann man es einordnen.
Erst dann kann man auch dran arbeiten und es verarbeiten.

Einem Menschen die Erinnerung wegzunehmen und so die Möglichkeit, die Vergangenheit zu verarbeiten, halte ich für ethisch äußerst fragwürdig.
So erzeugt man verunsicherte Menschen, denen der Zugang zum Verständnis ihrer Geschichte und Persönlichkeitsentwicklung fehlt, und damit auch gebundene Kraft, die nicht durch Verarbeitung freiwerden kann.

Auf einer künstlichen Lebensgeschichte kann man nicht stehen und auch nicht wachsen.



Außerdem nimmt man sich damit Authenzität. Was soll das für ein Leben sein, das man auf Lügen aufbaut?
Man kann nicht sagen, "das bin ich, das ist meine Geschichte, ich bin daran gewachsen, ich habe gelernt".

Damit nimmt man sich so viel.

Und man weiß, daß es Lügen sind, daß man nicht ehrlich ist, was das mit dem Selbstvertrauen macht, sollte klar sein.
Wenn man nicht mit Hammermethoden rangeht, die wirklich das Gedächtnis auslöschen und die zum Glück hier verboten sind, dann wird man immer wissen, daß man sich was einredet, das schwächt.

Und "anerkannte Therapiemethode" heißt gar nichts, das war Aderlass auch, und Lobotomien und Quecksilber.
 
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Deine Argumentation lässt mich wissen, dass ich Dich getroffen habe.
Du selbst schreibst Du seist in einer Vorgesetzenfunktion, niemand anders?
Wenn Du wirklich im RL in so einer Position bist, dann musst Du auch die Verantwortung tragen können, wer als Fachgebietsleiter oder Teamleiter oder Vorgesetzer funktioniert, muss auch die Fähigkeit haben, sachlich und ohne persönliches befinden in so einer Position wirken zu können. Aber schlussendlich musst Du es selbst wissen, ... .
Wer sich als Vorgesetzer sieht oder in so einer Position ist, muss oder sollte auch die Fähigkeiten dazu haben, ... .
Ich würde mich nie gemobbt fühlen, wenn Teammitglieder Ihre persönlichen differerenzen auf Stufe Firma austragen wollten, ... .
Denn es gibt Privat und Geschäftlich, aber da Du ja getroffen scheinst, wird es wohl an Dir selbst liegen. Also suche bei Dir selbst, bevor Du andere verantwortlich machst für Dein (versagen). Weisst Du ich durchschaue sehr schnell Personen, scheint bei Dir auch der Fall zu sein. Aber sei wenigstens ehrlich zu Dir selbst und stehe zu Deinem Manko und komme nie mehr mit der Argumentation, ich habe eh keine Ahnung, ... !
Diese Ausflüchte und Reaktionen entarnen Dich selbst, also was willst Du?
lg
Cyrill

ähhhmmm.....lesen wir beide den gleichen text hier?

vielleicht habe ich die passage überlesen, in der isisi geschrieben hat, dass sie selber vorgesetzte ist?

ich habe rausgelesen, dass sie ihre theoretischen gedanken im zusammenhang mit dem mobbing thema erwähnt hat.....:confused:
 
Hy,
da möcht ich noch mal drauf eingehen:
Ich hatte mal ne Arbeit, da wurde ich gemobbt und beschimpft, aufs übelste.
Das war mein erster Versuch, das Anerkennungsjahr abzuarbeiten.
Aber, mal ehrlich, ich lass mich nicht beschimpfen von doofen Weibern. Und wenns Kolleginnen sind auch nicht. Ich murks in ihr Leben nicht rein und verbitte mir selbiges bei mir ebenfalls. Ganz einfach.
Da gabs dann auch ein Gespräch mit der Chefin. Naja, Ende war dann, ich hab gekündigt. Bevor ich mir noch selbst nicht mehr in die Augen sehen kann. Ich will und ich lasse mich nicht brechen, weder bei der Arbeit, noch Privat. Ich sehe es auch nicht so tragisch, mal keinen Job zu haben, darf eben nur kein Dauerzustand werden. Aber bevor ich krank werde und an der Arbeit / dem Mobbing zugrunde gehe, ja bin ich denn blöde? Können die anderen gerne machen, die dabei bleiben. Ich nicht, dafür ist mir das Leben zu kurz.

So denke ich, danach lebe ich und so handele ich. Entsprechend laufe ich nicht konform mit der Gesellschaft, zumindest meistens nicht. Was solls?

Ich schreib euch das, weil es vlt. dem ein oder anderen hi9lft, die Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Denn ehrlich: Das Leben ist zu kurz für solch einen Stress! Ich hab mich immer dagegen gewehrt, hab immer den Kollegen / Innen gesagt, was ich davon halte und auch von ihnen im Besonderen, hab mit den Chefs gesprochen, die ja niemals was mitgekriegt haben wollten, iund hab dann gesagt "Macht eure Scheisse alleine, ich bin mir für euch zu schade!"

Damit hab ich auch gezeigt, ich lass mich nicht beschmutzen mit solchen Machenschaften. Klar, wenn ich ne neue Arbeit suchen muss, ist das lästig, aber was solls? Ich möchte gerne irgendwann selbstständig sein. Mal sehen....

Jedenfalls: ich habe die Verantwortung für mein Leben, ich bestimme, wo es langgeht, niemand sonst.
Ich bin es mir wert.

LG

Wenn man eine Arbeit annimmt, bestimmt der Dienstvertrag, wo es langgeht...zumindest für die Zeit von-bis und auch was da getan werden muß.
Daß man da Anweisungen befolgen muß, ist logisch und sofern sie nicht dem Arbeitsvertrag widersprechen, kann der Angestellte nix dagegen machen oder muß eben kündigen...wenn einem die Arbeit nicht gefällt, wird schnell ein "die mobben mich" draus...


Sage
 
Wenn man eine Arbeit annimmt, bestimmt der Dienstvertrag, wo es langgeht...zumindest für die Zeit von-bis und auch was da getan werden muß.
Daß man da Anweisungen befolgen muß, ist logisch und sofern sie nicht dem Arbeitsvertrag widersprechen, kann der Angestellte nix dagegen machen oder muß eben kündigen...wenn einem die Arbeit nicht gefällt, wird schnell ein "die mobben mich" draus...


Sage

Dienstvertrag, Arbeitsrelevante Anweisungen, alles okay, hab ich nix gegen, ist sinnvoll. Weniger sinnvoll ist es, beschimpft zu werden von Kollegen, auf einer Art und weise, die a) nix mit der Arbeit zu tun hat, b) ich mir regulär verbete.
Versteh mich nicht falsch, aber ein "Du bist doch die allerletzte" und "für diesen Vorgang sollte man diesen oder jenen Weg wählen um zum bestmöglichen Ergebnis zu kommen" unterscheidet sich doch erheblich.
Auch wenn die lieben Kollegen einen schneiden, Kaffee versalzen, etc. ist das weniger was, was im Dienstvertrag enthalten ist, oder hat da jemand andere Erkenntnisse?

Ich habe diverse Arbeiten gemacht, teils als Ehrenamt, Praktikum, Honorarjob, regulär mit Versicherungen, etc.
Ich hab in verschiedenen Bereichen gearbeitet, auch aus Neugierde, um zu sehen, was wo wie läuft.
Aber die schlimmste Arbeit war die, in der tatsächlich gemobbt wurde. Ich war neu da, musste mich im Gefüge zurecht finden, hatte dann aber keinen Bock auf Intrigen und Getue, da es wenig sinnvoll für die Arbeit mit Klienten ist - zack, in die Nesseln gesetzt und schwups- kam das Mobben.
So, das war das, nur damit kein falscher Eindruck entsteht. Empfindlich bin ich nicht, aber ich lass mir nix in der Hinsicht mehr gefallen. Punkt.
Da such ich mir lieber was anderes, und lass den Rest zurück und sich weiter fertig machen.
Die Arbeit, in der das stattfand, war eine kirchliche Einrichtung. Als ich kündigte, wurde mir gesagt, ich solle doch auch an die Nächstenliebe denken und an die Klienten, bla. Ich sagte, wenn es sowas wie Nächstenlieb hier gäbe, dann würde es kein Mobbing geben, nicht wahr? Dann stand ich auf und ging.

LG
 
Sorry...ne gehobene Position bedeutet nicht automatisch Vorgesetztenfunktion...nur mal so am Rande...und ein "team im Griff" haben...na, das klingt sehr nach alter Gutsherrenart...
Außerdem hat Isisi nicht geschrieben, daß sie gemobbed wird, sondern, daß ihr der Gedanke kam, daß wenn man sie loswerden wolltze(Konjunktiv!!!), man sicher Mittel und Wege finden würde(wieder Konjunktiv!!!)
Du machst jetzt ne "unfähige Angestellte jammert, weil sie sich überfordert fühlt daraus"...ist nirgendwo zu lesen...


Sage

Genau so isses:) Ich habe eine gehobene Position in Form einer Stabsstelle des Vizepräsidenten, jedoch keine Vorgesetztenfunktion. Ich habe kein Team dass ich im Griff haben muß und dass deshalb auch nicht mit mir aneinandergeraten kann, so dass es niemanden gibt der für mich arbeitet und mich mobben könnte.

Vor acht Jahren gab es bei uns eine Kollegin (ich war nicht deren Vorgesetzte und sie war gar nicht in meiner Abteilung) die gegen alles und jeden mobbte und intrigierte. Und zu dieser Zeit sagte mal eine andere Mitarbeiterin dass die Mobberin es wenigstens nicht schaffen würde dass sie ihre Stelle verliert, da sie ja im öffentlichen Dienst arbeitet und da dachte ich damals den berühmten Satz "wenn die dich weg haben wollen dann kriegen die dich weg"

Thats it. Und daraus wurde die Märchenstunde von Märchenonkel Cyril:D Wer Lesen und verstehen kann ist klar im Vorteil;)
 
Achso, noch was:
Chefs und Chefinnen haben nicht nur die Aufgabe, ein Unternehmen zu leiten und zu präsentieren.
Sie haben auch die Aufgabe, das Team zu leiten.
Chefs sind an und für sich, zumindest in kleineren Unternehmen in der Lage, Schwingungen unter den Teammitgliedern wahrzunehmen. Kann mir keiner sagen, dem sei nicht so. Auch Abteilungsleiter können solches mitbekommen.

Dafür gibt es auch Teamsitzungen. Aber ein Mobbingopfer wird da wohl kaum reden.

Ich denke da auch an die GorchFock....

LG
 
Dienstvertrag, Arbeitsrelevante Anweisungen, alles okay, hab ich nix gegen, ist sinnvoll. Weniger sinnvoll ist es, beschimpft zu werden von Kollegen, auf einer Art und weise, die a) nix mit der Arbeit zu tun hat, b) ich mir regulär verbete.
Versteh mich nicht falsch, aber ein "Du bist doch die allerletzte" und "für diesen Vorgang sollte man diesen oder jenen Weg wählen um zum bestmöglichen Ergebnis zu kommen" unterscheidet sich doch erheblich.
Auch wenn die lieben Kollegen einen schneiden, Kaffee versalzen, etc. ist das weniger was, was im Dienstvertrag enthalten ist, oder hat da jemand andere Erkenntnisse?

Ich habe diverse Arbeiten gemacht, teils als Ehrenamt, Praktikum, Honorarjob, regulär mit Versicherungen, etc.
Ich hab in verschiedenen Bereichen gearbeitet, auch aus Neugierde, um zu sehen, was wo wie läuft.
Aber die schlimmste Arbeit war die, in der tatsächlich gemobbt wurde. Ich war neu da, musste mich im Gefüge zurecht finden, hatte dann aber keinen Bock auf Intrigen und Getue, da es wenig sinnvoll für die Arbeit mit Klienten ist - zack, in die Nesseln gesetzt und schwups- kam das Mobben.
So, das war das, nur damit kein falscher Eindruck entsteht. Empfindlich bin ich nicht, aber ich lass mir nix in der Hinsicht mehr gefallen. Punkt.
Da such ich mir lieber was anderes, und lass den Rest zurück und sich weiter fertig machen.
Die Arbeit, in der das stattfand, war eine kirchliche Einrichtung. Als ich kündigte, wurde mir gesagt, ich solle doch auch an die Nächstenliebe denken und an die Klienten, bla. Ich sagte, wenn es sowas wie Nächstenlieb hier gäbe, dann würde es kein Mobbing geben, nicht wahr? Dann stand ich auf und ging.

LG

Das mit dem schneiden...ok...man muß über das dienstliche hinaus keinen Kontakt pflegen...ist nun mal so...Kaffee versalzen...das könnte dann schon unter Tätlichkeit gehen...kann zwar auch ein Spaß sein...aber nur, wenn ansonsten die Zusammenarbeit funktioniert und jeder jeden mal hochnimmt...hast Du den Betriebsrat eingeschaltet? Gewerkschaften helfen auch...


Sage
 
ähhhmmm.....lesen wir beide den gleichen text hier?

vielleicht habe ich die passage überlesen, in der isisi geschrieben hat, dass sie selber vorgesetzte ist?

ich habe rausgelesen, dass sie ihre theoretischen gedanken im zusammenhang mit dem mobbing thema erwähnt hat.....:confused:

:thumbup: So ist es. Ich muß jetzt mal hier meine Mittagspause beenden. Vielleicht arbeite ich ein bisserl, vielleicht such ich auch mal mein Team, welches sich scheinbar voller Angst seit Jahren vor mir versteckt.;)
 
Genau so isses:) Ich habe eine gehobene Position in Form einer Stabsstelle des Vizepräsidenten, jedoch keine Vorgesetztenfunktion. Ich habe kein Team dass ich im Griff haben muß und dass deshalb auch nicht mit mir aneinandergeraten kann, so dass es niemanden gibt der für mich arbeitet und mich mobben könnte.

Vor acht Jahren gab es bei uns eine Kollegin (ich war nicht deren Vorgesetzte und sie war gar nicht in meiner Abteilung) die gegen alles und jeden mobbte und intrigierte. Und zu dieser Zeit sagte mal eine andere Mitarbeiterin dass die Mobberin es wenigstens nicht schaffen würde dass sie ihre Stelle verliert, da sie ja im öffentlichen Dienst arbeitet und da dachte ich damals den berühmten Satz "wenn die dich weg haben wollen dann kriegen die dich weg"

Thats it. Und daraus wurde die Märchenstunde von Märchenonkel Cyril:D Wer Lesen und verstehen kann ist klar im Vorteil;)

Kündigen könnten Sie Dich auch nicht...sie könnten Dich höchstens innerhalb des Bereichs versetzen...bei Beamten sieht´s da schon anders aus...die kann mann mal eben nach Pusemuckel versetzen.


Sage
 
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Das mit dem schneiden...ok...man muß über das dienstliche hinaus keinen Kontakt pflegen...ist nun mal so...Kaffee versalzen...das könnte dann schon unter Tätlichkeit gehen...kann zwar auch ein Spaß sein...aber nur, wenn ansonsten die Zusammenarbeit funktioniert und jeder jeden mal hochnimmt...hast Du den Betriebsrat eingeschaltet? Gewerkschaften helfen auch...


Sage

In der stelle in der mir das passierte, war ich im Anerkennungsjahr, geringfügig Beschäftigt und nicht in der gwerkschaft und einen Betriebsrat gabs nicht. Im Endeffekt hab ich mich alleine gefühlt. Dann hab ich gemerkt, ich bin stärker, denn ich habe die Wahl, ob ich bleibe oder nicht.
Das gab mir Sicherheit. Was hatte ich denn auch zu verlieren? Das Anerkennungsjahr konnte ich wiederholen, woanders. Und so bin ich weggegangen....
 
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