Amalthea22
Mitglied
- Registriert
- 11. April 2022
- Beiträge
- 42
Heute war ich wieder mal auf der Alm. Das ist in Südtirol bei Naturns. Ich war mit einem Freund unterwegs, der aus München kommt und hier bei uns lebt. Ich wollte wie immer zu dieser Bank an der Tränke. Denn die Kühe dort, es sind immer die 5 selben, geben mir Ruhe und Frieden. Mir ging es nicht so besonders gut und ich wollte nur bei diesen Kühen sein. Vereinzelt gibt es Bäume auf der Weide und man kann die Berge sehen. Wenn das Wetter klar ist, sieht man jede Wölbung auf den Gipfeln und sie erscheinen mächtig und unerreichbar. Das Wetter war heute nicht so gut und es hatte am Vormittag geregnet. Nicht desto Trotz fuhren wir zu dieser Alm und ich setzte mich auf die nasse Holzbank. Das Wasser im Brunnen plätscherte leise und von der Ferne hörte ich die Glocken der Kühe. Sie kamen näher und ich freute mich. Dann waren sie da. Ich stand auf und streichelte sie. Sie hoben anmutig die Köpfe und sahen mich an. Es erschien mir freundlich und liebevoll. Dann kamen die Schafe und ich trat zu ihnen. Sie sahen so süss aus mit ihren schwarz weissen Fellen und ihrer friedlichen Art. Ich dachte daran, dass diese Tiere vielleicht an Ostern sterben müssen und musste weinen. Dabei strich ich ihnen zärtlich über die Köpfe und bat sie leise um Verzeihung für die Menschen, die sie schlachten und essen. Es tat mir im Herzen weh, dass diese Tiere ermordet werden. Ich setzte mich zwischen ihnen ins Gras und umarmte sie innig. Als ich aufstand liefen sie hinter mir her. Dann die Kühe. Sie standen da und schauten interessiert. Leise trat ich zu ihnen und bat auch sie um Verzeihung für die Menschen, die sie nicht achten und respektieren. Kühe sind sehr edle und sensible Tiere. Ich setzte mich zu ihnen ins Gras und sie standen um mich herum und grasten friedlich. Es fing zum Regnen an und mein Bekannter wollte gehen. Ich sagte ich bleibe noch und setzte mich auf die Holzbank. Dort blieb ich noch 2 Stunden in stiller Abbitte und Tränen. Die Tiere blieben bei mir und besonders die Schafe waren sehr zutraulich und berührten mich immer wieder. Als es dunkel wurde stand ich auf und ging langsam zu meinem Auto zurück. Die Kühe blieben noch dort und die Schafe gingen mit mir bis zu ihrem Stall, der abseits und ohne Wohnhaus allein da stand. Wenigstens haben die es momentan gut, fuhr es mir durch den Kopf. Ich fuhr nach Meran zurück. In meiner Wohnung wartete meine Hündin auf mich. Sie wurde vor drei Jahren bei einem Freund von mir geboren und ich nahm sie nach drei Monaten zu mir. Meine Daisy ist ein Pitbull Mischling und sieht sehr schön aus. Sie ist weis mit einer süssen schwarzen Nase. Sie ist liebevoll und verspielt und ich freue mich über jeden Tag den ich mit ihr zusammen verbringen darf. Wir gehen viel spazieren und leider meist angeleint, denn Daisy würde sonst andere Tiere angreifen. Das kann ich ihr leider nicht abgewöhnen, da ihre Gene stärker sind. Wir waren zusammen letzten Winter in München und da ging ich nie ohne Maulkorb mit ihr aus dem Haus, da in Bayern andere Vorschriften wie bei uns gelten. Manchmal trafen wir auf andere Hunde und auf ihre Besitzer. Dann gingen wir oft mit ihnen zusammen spazieren. Sie sagten mir alle, dass ich einen lieben und gut erzogenen Hund hätte. Ich antwortete dass das schon stimmt, aber dass es mit den anderen Hunden nur geht, weil sie einen Maulkorb auf hat. Hier bei uns ist es anders. Da geht jeder für sich mit seinem Hund spazieren und man findet keinen spontanen Anschluss wie z.B in München, wo die Menschen doch viel aufgeschlossener sind wie bei uns. Da ich vegan lebe, habe ich hier wenig Mitstreiter. Die Freunde respektieren, dass sie bei mir kein Fleisch und keinen Fisch mitbringen dürfen. In vielen Restaurants gibt es vegane Gerichte und in manchen Cafes vegane Kuchen und Getränke. Ich sage zu jedem, den ich kennen lerne, dass ich mit ihm nur essen gehe, wenn er kein Fleisch neben mir isst. Die Menschen sind meist tolerant und verständnisvoll und halten sich daran. Bei mir zu Hause gibt es nur vegane Gerichte und ich habe oft gemerkt, dass Fleischessende Bekannte davon begeistert sind. Dennoch will sich keiner umstellen. Mit meinem Mann ist die Beziehung auch gescheitert, da er vom Vegetarier wieder zum Fleischesser wurde und ich diesen Geruch wenn er kochte nicht ausgehalten habe. Auch den Kühschrank konnte ich dann nicht mehr öffnen, geschweige den Mann dann noch ertragen. Ich trennte mich, denn ich mag mit keinem aktiven Fleischesser wohnen.
Angefangen hat meine Trauer um Tiere als ich 11 Jahre alt war. Damals hielt meine Mutter 3 Hühner, die wegen der Zierde bei uns waren. Ich bekam sie als kleine Küken geschenkt und habe sie dann mit gross gezogen. Als sie grösser waren legte die Henne jeden Tag ein Ei und der nettere Hahn sass oft bei mir auf dem Schoss und ich sprach mit ihm. Dann verschenkte meine Mutter diesen und ich war sehr traurig. Der andere Hahn war etwas agressiv und hackte manchmal auf mich ein. Ich mochte ihn trotzdem. Als ich einmal ein paar Wochen bei der Oma war, hatte meine Mutter die Hühner von einem Nachbarn schlachten lassen und ich sah sie tot und ohne Kopf und Federn auf dem Küchentisch liegen. Ich erinnere mich, dass ich sofort geweint habe. Dann kam das Schlimmste von allem: Ich sah zu, wie die Freunde meiner Eltern und jener Nachbar, die Hühner verzehrten. Auf mich wurde keine Rücksicht genommen. Ab dieser Zeit war ich immer traurig wenn ich ein Tier leiden sah. Meine Grossmutter war eine Wein- und Apfelbäuern als ich Kind war. Vor ich geboren war, hatte sie Tiere und zum Glück danach nicht mehr. Denn die Bauern sahen die Tiere als reines Nutzvieh. Ich weiss noch, dass bei ihr vorwiegend Fleisch gekocht wurde und mir das nie schmeckte. Dann wurde ich mit 20 Vegetarierin und war froh, dass ich in München leben konnte, wo auch andere Menschen aus Respekt zu den Tieren, so lebten. Seit ich 30 bin, lebe ich vegan und bin glücklich damit. Auch weil ich ein reines Gewissen gegenüber den Tieren habe. Ich könnte mich, wäre es anderes nicht im Spiegel ansehen. Meine beste Freundin ist auch vegan und sie kann verstehen, dass man weinen muss, wenn es um Tiere geht, die sinnlos umgebracht werden. Denn jeder Mensch könnte problemlos auf Fleisch verzichten, wenn er nur annähernd ein Herz für die Kreatur hätte.
Angefangen hat meine Trauer um Tiere als ich 11 Jahre alt war. Damals hielt meine Mutter 3 Hühner, die wegen der Zierde bei uns waren. Ich bekam sie als kleine Küken geschenkt und habe sie dann mit gross gezogen. Als sie grösser waren legte die Henne jeden Tag ein Ei und der nettere Hahn sass oft bei mir auf dem Schoss und ich sprach mit ihm. Dann verschenkte meine Mutter diesen und ich war sehr traurig. Der andere Hahn war etwas agressiv und hackte manchmal auf mich ein. Ich mochte ihn trotzdem. Als ich einmal ein paar Wochen bei der Oma war, hatte meine Mutter die Hühner von einem Nachbarn schlachten lassen und ich sah sie tot und ohne Kopf und Federn auf dem Küchentisch liegen. Ich erinnere mich, dass ich sofort geweint habe. Dann kam das Schlimmste von allem: Ich sah zu, wie die Freunde meiner Eltern und jener Nachbar, die Hühner verzehrten. Auf mich wurde keine Rücksicht genommen. Ab dieser Zeit war ich immer traurig wenn ich ein Tier leiden sah. Meine Grossmutter war eine Wein- und Apfelbäuern als ich Kind war. Vor ich geboren war, hatte sie Tiere und zum Glück danach nicht mehr. Denn die Bauern sahen die Tiere als reines Nutzvieh. Ich weiss noch, dass bei ihr vorwiegend Fleisch gekocht wurde und mir das nie schmeckte. Dann wurde ich mit 20 Vegetarierin und war froh, dass ich in München leben konnte, wo auch andere Menschen aus Respekt zu den Tieren, so lebten. Seit ich 30 bin, lebe ich vegan und bin glücklich damit. Auch weil ich ein reines Gewissen gegenüber den Tieren habe. Ich könnte mich, wäre es anderes nicht im Spiegel ansehen. Meine beste Freundin ist auch vegan und sie kann verstehen, dass man weinen muss, wenn es um Tiere geht, die sinnlos umgebracht werden. Denn jeder Mensch könnte problemlos auf Fleisch verzichten, wenn er nur annähernd ein Herz für die Kreatur hätte.
Zuletzt bearbeitet: