woher entstammet diese Weisheit, oh Opti?
Die nackten Zahlen verdeutlichen, dass der Rückstand nicht zuletzt auf mangelnden Investitionen beruht. Nach Erhebungen der Weltbank gaben die muslimischen Staaten zwischen 1996 und 2003 nur 0,4 Prozent ihres Bruttosozialprodukts für die Forschung aus, der weltweite Durchschnitt lag dagegen bei 2,36 Prozent.
In den letzten Jahren wurden viele Anläufe gemacht, um neue Programme zur Förderung der Wissenschaft in den islamischen Staaten auf den Weg zu bringen nicht zuletzt durch das Comstech (Committee on Science and Technological Cooperation). Aber bislang ist leider keine der vollmundigen Ankündigungen konkret umgesetzt worden.
Tatsächlich erleben die islamischen Staaten einen kontinuierlichen intellektuellen Aderlass, denn die klugen Köpfe verlassen ihre Heimatländer, um im Westen erfolgreich zu forschen. Nach einer Studie des Gulf Center for Strategic Studies in Kairo wandern jährlich die Hälfte der Studienabgänger in Medizin aus, ebenso 23 Prozent der Ingenieure.
Die meisten gehen nach Großbritannien, in die USA oder nach Kanada. Dazu kommt, dass 45 Prozent der arabischen Studenten, die für ihre Ausbildung ins Ausland gehen, nach ihrem Abschluss nicht in ihre Heimatländer zurückkehren. Ein beachtlicher Brain Drain, wie diese Abwanderung der Intelligenz genannt wird (Kampf um die Gehirne).
Herwig Schopper betont, dass der Politik eine zentrale Rolle zukommt, wenn die bestehenden Missstände beseitigt werden sollen. So wie einst die Abbasiden-Kalifen sollten führende Politiker persönlich die Schirmherrschaft übernehmen.
Politik und Religion sind aber im Islam nicht voneinander zu trennen.
Herausforderung für Muslime