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opti
Guest
Auf die Frage: "Welche Bedeutung haben für uns und für unsere Zeit die erleuchteten Weisen des Himalaya?" antwortete Swami Omkarananda u.a.:
"Es vergeht kein Tag, ohne dass ich nicht für die Gesundheit, das Glück, den Frieden und den Fortschritt aller Menschen gebetet hätte. Für mich gibt es keine Feinde, keine schlechten Menschen, nichts dergleichen hat in meiner Erfahrung Platz. Mit jedem Atemzug habe ich Gedanken des Wohlergehens, des Friedens, des Glücks für die ganze Menschheit hinausgeschickt."
Er geht also davon aus, dass alle Heiligen und Erleuchteten solche Gedanken in die Welt hinaus gesandt haben. Man bräuchte sich also gewissermaßen nur dieser Gedanken zu bemächtigen, um selber solche Gedanken zu entfalten.
Diese Theorie halte ich für falsch. Ich glaube nicht daran, dass es so etwas wie ein Bewusstseinsfeld gibt, in dem alle möglichen Gedanken, sowohl die guten als auch die schlechten, gespeichert werden. Aber es scheint so etwas wie ein universelles Gesetz zu geben, die solche positiven Gedanken allmählich entstehen lässt.
Betrachten wir zunächst einmal die Einstellung, von der Swami Omkarananda berichtet. Schicken wir nicht permanent nur negative Gedanken in die Welt hinaus? Bedenken wir nicht alle möglichen Menschen mit unserem Hass, mit unserer Wut? Wünschen wir ihnen nicht alles mögliche Unheil an den Hals? Gibt es nicht permanent irgendwelche persönlichen "Feinde", denen wir alle möglichen Übel wünschen?
Sind wir nicht in der Regel ganz große Egoisten, die nur an sich selber denken und sich nur selber alles mögliche Gute herbeisehnen? Und dann taucht da einer auf, der hat dieses Denken an sich selber vielleicht vollkommen aufgegeben. Aber selbst wenn er es (noch) nicht vollkommen aufgegeben hat, taucht da auf einmal eine ganz neue Komponente auf. Da ist jemand, der wünscht seinen Mitmenschen von ganzem Herzen alles Gute.
Es hat also ein Gesinnungwandel bzw. eine Veränderung in der inneren Wahrnehmung, Einstellung bzw. Wertung stattgefunden. Es hat eine Verschiebung von Ich zum Du oder Ihr stattgefunden. Wie kommt es zu solch einer Veränderung?
Swami Omkarananda, versucht das durch eine Orientierung auf Gott zu erklären. Wenn ich mir allerdings seinen Beitrag durchlese, so habe ich das Gefühl, dass er in einer Seligkeit schwebt, dass er die eigentliche Ursachen solcher Veränderung nicht mehr erkennt. Er lebt bereits auf einer anderen Ebene des Seins und hat ein wenig den Kontakt zu den leidenden Menschen verloren. Mir scheint, er kann sich zum Teil gar nicht mehr richtig in sie hineinversetzen. Vielleicht hat er in seiner Frömmigkeit aber auch gar nicht recht wahrgenommen, wie sich dieser Wandel vollzogen hat. Und darum versucht er solche Veränderungen natürlich ausschliesslich durch die Hinwendung an Gott zu erklären.
Aber die Erklärung für solche emotionalen Veränderungen sind zunächst auf der physiologischen Ebene zu suchen. Sie sind vor allen Dingen auf die Enthaltsamkeit und auf die Kontemplation zurückzuführen.
Durch Enthaltsamkeit und durch Kontemplation verändert sich ganz allmählich die Physiologie des Menschen. Dadurch lösen sich langsam alle Leiden auf, unter denen der Mensch bisher zu leiden hatte. Dieser Prozess kann sich über einige Jahre hinziehen, aber er kann auch relativ schnell ablaufen. Und sobald die Ängste und die Schmerzen, unter denen man vielleicht viele Jahre zuvor sehr gelitten hat, von einem abfallen, fällt auch allmählich der Egoismus von einem ab. Die Konzentration auf das eigene Ich, wächst einem universalem Mitgefühl, dass allen Menschen Glück, Freude und Wohlergehen wünscht.
In der Gegenwart des Höchsten
"Es vergeht kein Tag, ohne dass ich nicht für die Gesundheit, das Glück, den Frieden und den Fortschritt aller Menschen gebetet hätte. Für mich gibt es keine Feinde, keine schlechten Menschen, nichts dergleichen hat in meiner Erfahrung Platz. Mit jedem Atemzug habe ich Gedanken des Wohlergehens, des Friedens, des Glücks für die ganze Menschheit hinausgeschickt."
Er geht also davon aus, dass alle Heiligen und Erleuchteten solche Gedanken in die Welt hinaus gesandt haben. Man bräuchte sich also gewissermaßen nur dieser Gedanken zu bemächtigen, um selber solche Gedanken zu entfalten.
Diese Theorie halte ich für falsch. Ich glaube nicht daran, dass es so etwas wie ein Bewusstseinsfeld gibt, in dem alle möglichen Gedanken, sowohl die guten als auch die schlechten, gespeichert werden. Aber es scheint so etwas wie ein universelles Gesetz zu geben, die solche positiven Gedanken allmählich entstehen lässt.
Betrachten wir zunächst einmal die Einstellung, von der Swami Omkarananda berichtet. Schicken wir nicht permanent nur negative Gedanken in die Welt hinaus? Bedenken wir nicht alle möglichen Menschen mit unserem Hass, mit unserer Wut? Wünschen wir ihnen nicht alles mögliche Unheil an den Hals? Gibt es nicht permanent irgendwelche persönlichen "Feinde", denen wir alle möglichen Übel wünschen?
Sind wir nicht in der Regel ganz große Egoisten, die nur an sich selber denken und sich nur selber alles mögliche Gute herbeisehnen? Und dann taucht da einer auf, der hat dieses Denken an sich selber vielleicht vollkommen aufgegeben. Aber selbst wenn er es (noch) nicht vollkommen aufgegeben hat, taucht da auf einmal eine ganz neue Komponente auf. Da ist jemand, der wünscht seinen Mitmenschen von ganzem Herzen alles Gute.
Es hat also ein Gesinnungwandel bzw. eine Veränderung in der inneren Wahrnehmung, Einstellung bzw. Wertung stattgefunden. Es hat eine Verschiebung von Ich zum Du oder Ihr stattgefunden. Wie kommt es zu solch einer Veränderung?
Swami Omkarananda, versucht das durch eine Orientierung auf Gott zu erklären. Wenn ich mir allerdings seinen Beitrag durchlese, so habe ich das Gefühl, dass er in einer Seligkeit schwebt, dass er die eigentliche Ursachen solcher Veränderung nicht mehr erkennt. Er lebt bereits auf einer anderen Ebene des Seins und hat ein wenig den Kontakt zu den leidenden Menschen verloren. Mir scheint, er kann sich zum Teil gar nicht mehr richtig in sie hineinversetzen. Vielleicht hat er in seiner Frömmigkeit aber auch gar nicht recht wahrgenommen, wie sich dieser Wandel vollzogen hat. Und darum versucht er solche Veränderungen natürlich ausschliesslich durch die Hinwendung an Gott zu erklären.
Aber die Erklärung für solche emotionalen Veränderungen sind zunächst auf der physiologischen Ebene zu suchen. Sie sind vor allen Dingen auf die Enthaltsamkeit und auf die Kontemplation zurückzuführen.
Durch Enthaltsamkeit und durch Kontemplation verändert sich ganz allmählich die Physiologie des Menschen. Dadurch lösen sich langsam alle Leiden auf, unter denen der Mensch bisher zu leiden hatte. Dieser Prozess kann sich über einige Jahre hinziehen, aber er kann auch relativ schnell ablaufen. Und sobald die Ängste und die Schmerzen, unter denen man vielleicht viele Jahre zuvor sehr gelitten hat, von einem abfallen, fällt auch allmählich der Egoismus von einem ab. Die Konzentration auf das eigene Ich, wächst einem universalem Mitgefühl, dass allen Menschen Glück, Freude und Wohlergehen wünscht.
In der Gegenwart des Höchsten