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Mahabharata

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von anadi, 27. September 2010.

  1. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Doch nach diesen Worten Yayatis meldete sich Vasumana zu Wort.

    Vasumana sprach:
    Ich bin Vasumana, der Sohn von Osadawsa. Ich möchte dich fragen, oh König, ob es für mich irgendwelche Welten zur Freude gibt, im Himmel oder am Firmament, als Früchte für meinen religiösen Verdienst? Denn du, oh Hochbeseelter, bist mit allen himmlischen Welten vertraut.

    Yayati antwortete:
    Für dich gibt es so viele Welten im Himmel, an denen du dich erfreuen kannst, wie es Orte am Firmament, auf der Erde und in den zehn Richtungen des Universums gibt, welche die Sonne bescheint.

    Da sprach Vasumana:
    Ich gebe sie dir alle. Laß diese Gefilde für mich dein sein, damit du nicht fällst. Wenn es für dich unangemessen ist, sie als Geschenk anzunehmen, oh Monarch, dann kaufe sie mir mit einem Grashalm ab.

    Yayati sprach:
    Ich kann mich nicht erinnern, daß ich jemals etwas auf unfaire Weise gekauft oder erstanden hätte. Und niemals haben andere König so etwas getan. Wie könnte ich so handeln?

    Vasumana erwiderte:
    Wenn es für dich unschicklich ist, sie zu kaufen, dann nimm sie von mir als Geschenk an. Ich sage dir, daß ich niemals zu den Welten gehen werde, die für mich sind. Also, laß sie dein sein.

    Dann wandte sich Shivi an den König:
    Ich bin Shivi, oh König, der Sohn von Usinara. Oh Vater, sind da irgendwelche Welten in Himmel oder Firmament für mich zur Freude? Du kennst jede Welt, an der man sich als Frucht seines religiösen Verdienstes erfreuen kann.

    Yayati meinte dazu:
    Du hast niemals in Wort oder Geist die Wahrhaften und Tugendhaften mißachtet, die dir begegnet sind. Für dich gibt es grenzenlose Welten zur Freude im Himmel, die alle leuchten wie ein Blitz.

    Da sagte Shivi:
    Wenn du ihren Kauf als unangemessen betrachtetst, dann schenke ich sie dir. Nimm sie alle, oh König. Ich werde sie nicht annehmen, diese Welten, in denen die Weisen niemals die geringste Unruhe spüren.

    Yayati entgegnete:
    Oh Shivi, mit der heldenhaften Kraft Indras ausgestattet hast du dir wahrlich grenzenlose Welten errungen. Doch ich wünsche nicht, mich an Welten zu erfreuen, welche andere mir gaben. Ich nehme dein Geschenk nicht an.
     
  2. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Ashtaka sprach:
    Oh König, jeder von uns hat seinen Wunsch ausgedrückt, dir die Welten zu überlassen, die jeder von uns durch religiösen Verdienst erhalten hat. Du akzeptierst sie nicht. Doch wir lassen sie für dich und werden in die Erd-hölle hinabsteigen.

    Yayati antwortete:
    Ihr seid alle wahrheitsliebend und weise. Gebt mir, was ich verdiene. Ich bin nicht in der Lage etwas zu tun, was ich nie zuvor tat.

    Da fragte Ashtaka:
    Wem sind diese fünf goldenen Wagen, die wir plötzlich erblicken? Fahren in ihnen die Menschen, welche zu den ewigwährenden Gefilden der Glückseligkeit reisen?

    Yayati:
    Ja, diese fünf goldenen Wagen können euch in aller Herrlichkeit und so strahlend wie Feuer in die glückseligen Welten tragen.

    Doch Ashtaka sagte:
    Oh König, besteige du diese Wagen und steige in den Himmel auf. Wir können warten und werden dir zur rechten Zeit folgen.

    Da sprach Yayati:
    Wir können alle zusammen gehen, denn wir alle haben den Himmel erobert. Schaut, der glorreiche Pfad in den Himmel wird sichtbar.

    Da bestiegen alle diese hervorragenden Monarchen die himmlischen Wagen, denn sie hatten sich den Zutritt gewonnen, und erleuchteten das ganze Firmament mit dem Glanz ihrer Tugend.

    Nach einer Weile brach Ashtaka erneut das Schweigen:
    Ich habe immer gedacht, daß Indra mein besonderer Freund ist, und daß ich vor allen anderen den Eingang in den Himmel erlangen würde. Doch nun ist es Usinaras Sohn Shivi, der uns alle hinter sich gelassen hat.

    Yayati erwiderte:
    Der Sohn Usinaras hat allen Besitz weggegeben, um die Region Brahmans zu erreichen. Daher ist er der Erste unter euch. Außerdem waren Shivis Großzügigkeit, Askese, Wahrhaftigkeit, Tugend, Ehrlichkeit, Geschick, Glück, Vergebung, Liebenswürdigkeit und sein Wunsch, gute Taten zu tun, so herausragend, daß niemand sie messen kann.

    Danach wurde Ashtaka recht neugierig und er fragte seinen Indra gleichenden Großvater noch einmal:
    Oh König, ich möchte dich fragen, sag mir aufrichtig, woher du kommst, wer du bist und wessen Sohn? Gibt es irgendeinen anderen Kshatriya oder Brahmanen, der tat, was du auf Erden tatest?

    Yayati sprach:
    Ich sage dir ehrlich, ich bin Yayati, Sohn des Nahusha und Vater von Puru. Ich war Herr über die ganze Erde. Ihr seid meine Verwandten. Ja, ich sage die Wahrheit, ich bin euer Großvater mütterlicherseits. Ich habe die ganze Welt besiegt, gab den Brahmanen Kleidung und hundert schöne Pferde als Opfergaben. Mit solchen tugendhaften Taten werden die Götter einem geneigt.

    Ich übergab den Brahmanen die ganze Erde mit ihren Pferden, Elefanten, Vieh, Gold und allem Reichtum nebst hundert Arbudas vorzüglicher Milchkühe. Sowohl Erde, Firmament als auch alle Feuer, die in der Welt der Menschen brennen, existieren dank meiner Wahrhaftigkeit und Tugend. Niemals war ein von mir gesprochenes Wort unwahr. Aus diesem Grund verehren die Weisen die Wahrheit.

    Oh Ashtaka, alles, was ich dir, Pratardana und Vasumana erzählt habe, ist die Wahrheit. Ich weiß genau, daß die Götter, Rishis und alle Gefilde der Gesegneten nur verehrenswert sind, weil Wahrheit sie alle kennzeichnet. Wer ohne Groll die Geschichte über unseren Aufstieg in den Himmel den guten Brahmanen vorliest, soll mit uns in dieselben Welten eingehen.

    Vaisampayana schloß:
    So wurde der ruhmreiche König Yayati mit den hohen Errungenschaften von seinen Nachfahren gerettet und begleitet, als er wieder in den Himmel aufstieg, die Erde zurückließ und alle drei Welten mit dem Ruhm seiner Taten einhüllte.
     
  3. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

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    was ist das hier für ein dummes gerede?
     
  4. Asaliah40

    Asaliah40 Sehr aktives Mitglied

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    Die Weisheit des Königs Yayati....

    ...ist eine (alte ) Fabel , und es ist einiges darin enthalten, das ich schön finde , ich denke da kann sich jeder ja was rausholen wenn er /sie möchte ....oder ?

    LG Asaliah:)
     
  5. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    So eine Schrift ist nicht für dich.
    Bitte lies nicht in diesem thread.

    PS
    1. Auch allgemein, hast du in so einem Forum nichts verloren.

    2. Die Vedischen Schriften durften gelesen werden nur von denen, die qualifiziert waren so ein Studium zu starten. Nicht wie heute interpretiert wird, dass der unteren sozialen Klassen so was nicht gestattet wäre, sondern dass, solche Leute einfach nicht qualifiziert waren solches Wissen zu verstehen.

    Für dein Verständnis wäre ungefähr folgendes Beispiel angebracht,
    manche Leute, wollen ein Diplomingenieur Status haben, besitzen aber keine Qualifikation um Ingenieurwesen zu studieren, nach dem Motto:
    "was ist das hier für ein dummes gerede?"
    Ein Fräser von 52 mm Durchmesser ist für eine Schnittgeschwindigkeit von 120m/min ausgelegt. Berechnen Sie:
    a) Die zulässige Drehfrequenz
    b) Die Radialbeschleunigung
    "was ist das hier für ein dummes gerede?"
     
  6. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Asaliah,
    in meiner Augen bist du auch nicht so viel besser qualifiziert als der Sovietzky Kommunist von vorhin.
    Zumindest willst du was verstanden haben.
    Für ein etwa besseres Verständnis lies mal bitte wer und zu wem diese Erzählung gedichtet wurde:

    "Sautis Ankunft im Naimisha Wald

    Eines Tages, als die großen Heiligen und Asketen beim zwölfjährigen Opfer des Kulapati Shaunaka sich im Wald von Naimisha bequem niedergelassen hatten, trat der Sohn des Rishi Lomaharshana, der in den Veden wohl belesene Ugrashrava, auch Sauti genannt, sich demütig verbeugend zu ihnen. Sogleich begrüßten die Asketen den Ankömmling in ihrer Einsiedelei und wünschten, seine wunderbaren Geschichten zu hören.

    Nachdem er von den heiligen Rishis mit angemessenem Respekt empfangen worden war, erkundigte sich Sauti bei ihnen allen mit gefalteten Händen nach dem Fortschritt ihrer Buße. Erneut nahmen die Asketen Platz und auch Lomaharshanas Sohn ließ sich demütig auf dem Sitz nieder, der ihm zugewiesen wurde. Als sie sahen, daß er bequem saß und sich nach den Strapazen der Reise etwas erholt hatte, begann einer der Rishis das Gespräch und fragte: „Woher kommst du, oh lotusäugiger Sauti? Wo bist du gewesen? Erzähle es mir, ich bitte dich, in allen Einzelheiten.“

    So gebeten gab der redegewandte Sauti inmitten der großen Versammlung von kontemplativen Munis seine vollständige und schickliche Antwort mit Worten, welche mit ihrer Art zu leben im Einklang waren.

    Sauti sprach:
    Nachdem ich den vielen geheiligten und wunderbaren Geschichten des Mahabharata gelauscht hatte, welche von Krishna Dwaipayana gedichtet und von Vaisampayana beim Schlangenopfer des hochbeseelten königlichen Weisen, diesem Prinzen der Prinzen, dem edlen Janamejaya, Sohn des Parikshit, in voller Länge rezitiert wurden, wanderte ich umher.

    Ich besichtigte viele heilige Schreine und geheiligte Wasser und reiste dann nach Samantapanchaka, dem von den Zweifachgeborenen geehrten Land, wo in alter Zeit die Söhne von Kuru und Pandu ihre tödliche Schlacht ausfochten, und an der sich alle Anführer des Landes auf dieser oder jener Seite beteiligten. Doch dann war ich begierig, euch alle zu sehen, und trat daher vor euer Angesicht. Oh verehrte Weise, die ihr für mich alle wie Brahma seid. Ihr seid tief gelehrt und höchst gesegnet, ihr erstrahlt mit dem Glanz der Sonne an diesem heiligen Opferplatz.

    Ihr seid rein durch geheiligte Waschungen, habt tiefe Meditation ausgeführt und vervollkommnet und bewahrt das heilige Opferfeuer. Ihr, die ihr jenseits von Sorgen seid, worüber soll ich zu euch Zweifachgeborenen sprechen? Soll ich euch die heiligen Geschichten der Puranas erzählen, welche von den Regeln der religiösen Pflichten und des weltlichen Gewinns handeln? Oder soll ich euch die wunderbaren Taten der großen Weisen, Heiligen und Herrscher der Menschheit vortragen?

    Die Rishis wünschen, das Mahabharata zu hören

    Die Rishis antworteten:
    Das Purana, welches zuerst vom berühmten Weisen Dwaipayana erzählt wurde, und dann, nachdem sie es gehört hatten, sowohl von den Himmlischen als auch den Brahmarshis höchst geschätzt wurde, ist wahrlich eine heilige Dichtung. Es ist zweifellos die bedeutendste Erzählung von allen, abwechslungsreich mit all den verschiedenen Themen und Ausdrucksweisen, enthält es subtile, logisch kombinierte Inhalte und ist mit der Essenz der Veden angereichert.

    Es wurde in wunderbarer Sprache gedichtet und vereint die Themen aller anderen Bücher. Es wird von anderen Shastren erklärt und enthält den Sinn der vier Veden. Sauti, wir wünschen das (Maha) Bharata zu hören, diese geheiligte Geschichte vom wundersamen Vyasa Dwaipayana, welche alle Furcht vertreibt, wie sie beim großen Schlangenopfer des Raja Janamejaya freudig von Rishi Vaisampayana unter Anleitung von Krishna Dwaipayana höchstselbst erzählt wurde."
     
  7. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Liebe Asaliah,
    der Vorträger der Verse sagt nicht dass Mahabharata eine Fabel sei, sondern eine großartige Quelle von Wissen in den drei Welten (demonischen, irdischen und himmlischen) (dieses Wissen ist nur für die 3 materiellen Welten nötig; in dem Absoluten, Spirituellen Bereich hat man dieses Wissen schon hinter sich).

    Die Anrufung von Ishana

    Da sprach Sauti:
    Ich beuge mein Haupt vor dem ersten und ursprünglichsten aller Wesen, Ishana, welcher von allen verehrt wird und dem alle opfern.
    Er ist der wahre Unveränderliche, der offenbare und nichtoffenbare Brahma, ewig und immerwährend.

    Er ist beides: nicht-existent und existierend-nicht-existent.
    Er ist das Universum und doch verschieden vom existierenden und nichtexistierenden Universum.
    Er ist der Ursprung von allem Großen und Kleinen.
    Er ist uralt, groß, unveränderlich.
    Er ist Vishnu, wohltätig und die Wohltätigkeit selbst, aller Verehrung würdig, rein und sündenlos.

    Er ist Hari, der Beherrscher aller Fähigkeiten und der Führer aller belebten und unbelebten Dinge. Oh Rishis, ich werde euch die heiligen Gedanken des berühmten Weisen Vyasa erzählen, welcher wegen seinen fabelhaften Taten von euch allen hier gerühmt wird. Viele Sänger haben die Geschichte schon besungen, andere lehren sie gerade, und wieder andere werden sie zweifellos auch künftig auf Erden verbreiten. Die Geschichte ist eine großartige Quelle von Wissen in den drei Welten.

    Sie wird von den Zweifachgeborenen (durch spirituelle Einweihung) sowohl in ausführlichen als auch in kurzgefaßten Formen bewahrt. Sie ist eine Freude für die Gelehrten, denn sie ist ausgestattet mit eleganten Redewendungen, Gesprächen unter Göttern und Menschen und einer Vielzahl von poetischen Versmaßen (dieses Wissen ist uns nicht zugänglich).
     
  8. FIST

    FIST Neues Mitglied

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    aha... super... schön dass du anderen Menschen befehlen willst, was sie lesen dürfen und was nicht... wer hat dir das Recht dazu verliehen? Gott oder Walter?

    Ich mag Sabbah nicht, aber mit diesen beiden Sätzen von dir, hast dus geschaft gerade die unbeliebteste Person für mich in diesem Forum zu sein.

    Was machst du denn hier?

    und warum schwirrst du nicht ab?
     
  9. FIST

    FIST Neues Mitglied

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    Zarathustra, Vorrede, vom guten alten Fritz

    Zarathustra stieg allein das Gebirge abwärts und niemand begegnete ihm. Als er aber in die Wälder kam, stand auf einmal ein Greis vor ihm, der seine heilige Hütte verlassen hatte, um Wurzeln im Walde zu suchen. Und also sprach der Greis zu Zarathustra:

    »Nicht fremd ist mir dieser Wanderer: vor manchem Jahre ging er hier vorbei. Zarathustra hieß er; aber er hat sich verwandelt.

    Damals trugst du deine Asche zu Berge: willst du heute dein Feuer in die Täler tragen? Fürchtest du nicht des Brandstifters Strafen?

    Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer?

    Verwandelt ist Zarathustra, zum Kind ward Zarathustra, ein Erwachter ist Zarathustra: was willst du nun bei den Schlafenden?

    Wie im Meere lebtest du in der Einsamkeit, und das Meer trug dich. Wehe, du willst ans Land steigen? Wehe, du willst deinen Leib wieder selber schleppen?«

    Zarathustra antwortete: »Ich liebe die Menschen.«

    »Warum«, sagte der Heilige, »ging ich doch in den Wald und in die Einöde? War es nicht, weil ich die Menschen allzusehr liebte?

    Jetzt liebe ich Gott: die Menschen liebe ich nicht. Der Mensch ist mir eine zu unvollkommene Sache. Liebe zum Menschen würde mich umbringen.«

    Zarathustra antwortete: »Was sprach ich von Liebe! Ich bringe den Menschen ein Geschenk!«

    »Gib ihnen nichts«, sagte der Heilige. »Nimm ihnen lieber etwas ab und trage es mit ihnen – das wird ihnen am wohlsten tun: wenn es dir nur wohltut!

    Und willst du ihnen geben, so gib nicht mehr als ein Almosen, und laß sie noch darum betteln!«

    »Nein«, antwortete Zarathustra, »ich gebe kein Almosen. Dazu bin ich nicht arm genug.«

    Der Heilige lachte über Zarathustra und sprach also: »So sieh zu, daß sie deine Schätze annehmen! Sie sind mißtrauisch gegen die Einsiedler und glauben nicht, daß wir kommen, um zu schenken.

    Unsre Schritte klingen ihnen zu einsam durch die Gassen. Und wie [279] wenn sie nachts in ihren Betten einen Mann gehen hören, lange bevor die Sonne aufsteht, so fragen sie sich wohl: wohin will der Dieb?

    Gehe nicht zu den Menschen und bleibe im Walde! Gehe lieber noch zu den Tieren! Warum willst du nicht sein wie ich – ein Bär unter Bären, ein Vogel unter Vögeln?«

    »Und was macht der Heilige im Walde?« fragte Zarathustra.

    Der Heilige antwortete: »Ich mache Lieder und singe sie, und wenn ich Lieder mache, lache, weine und brumme ich: also lobe ich Gott.

    Mit Singen, Weinen, Lachen und Brummen lobe ich den Gott, der mein Gott ist. Doch was bringst du uns zum Geschenke?«

    Als Zarathustra diese Worte gehört hatte, grüßte er den Heiligen und sprach: »Was hätte ich euch zu geben! Aber laßt mich schnell davon, daß ich euch nichts nehme!« – Und so trennten sie sich voneinander, der Greis und der Mann, lachend, gleichwie zwei Knaben lachen.

    Als Zarathustra aber allein war, sprach er also zu seinem Herzen: »Sollte es denn möglich sein! Dieser alte Heilige hat in seinem Walde noch nichts davon gehört, daß Gott tot ist!« –
     
  10. Asaliah40

    Asaliah40 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Hm...auch eine interessante Geschichte , Fist !:):umarmen:

    @Anadi,

    ich wollte dein Schreiben hier gewiss nicht stören und mE. darf sich jeder so spirituell fühlen , wie er möchte und kann , vielleicht verstehe ich etwas anders darunter ?:)
    Ich kann mit solchen "Geschichten " persönlich viel anfangen und kenne so einige "Fabeln" oder wenn du magst auch Überlieferungen....Lehren . Für dich mag das deine Lehre sein und es ist für mich kein Problem das zu akzeptieren. Aber , verstehe , du schreibst in einem öffentlichen esoterischen Forum, und teilst diese Geschichten mit ( dafür danke ) und dann passiert das ,was in einem Forum normal ist , es wird darauf reagiert .:)

    Du willst Akzeptanz ,hm... dann gib auch du Akzeptanz:)

    Das was Sabbah schrieb , war halt die Meinung von Sabbah, ist aber eben nicht meine , aber mit unterschiedlichen Meinungen sollte man , besonders im spirituellen Bereich umgehen können, meiner Meinung nach oder es "gelassener " sehen.



    LG Asaliah:)
     
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