Es gibt eigentlich gar keinen Unterschied zwischen der Angst die man wahrnimmt und dem vermeintlichen Ursprung dieser Angst. Das trifft auf alle Ursache-Wirkung-Kausalitäten zu... wir definieren sie selbst, erzeugen sie selbst. Interessanter ist eigentlich, dass wir genau das nicht lassen können.
Wir nehmen etwas wahr und spinnen es sofort weiter, schließen rein mental auf eine mögliche Ursache in der Vergangenheit, wie auch auf eine mögliche Wirkung in der Zukunft und knüpfen auf diese Art Moment an Moment.. erzeugen dadurch einen stabilen Ablauf, weil durch diesen "Mechanismus" die Vergangenheit dazu neigt sich fortzusetzen... Das Bekannte hat sozusagen immer ein gewisses Vorrecht dann auch real erfahren zu werden.
Und dieser gesamte Ablauf basiert selbst schon auf Angst. Ein "Erwachter", der das Leben als einen luziden Traum erfährt sieht in allem "sich" und alles ist gleich-gültig. Wir erkennen das nicht und müssen daher, um herauszufinden was etwas ist und welche Bedeutung es hat, mit vergangenem Wissen vergleichen und bewerten (gut für mich, schlecht für mich?), was bedeutet dass wir auf Ursache und Wirkung zu schließen versuchen. Die Benennung ist daher schon angstmotiviert und Interpretation, die Bewertung ist es sowieso.
Allerdings muss man es nicht so negativ sehen, da es ein notwendiger Aspekt ist, diese Realität überhaupt auf diese Art erfahren zu können. Gleichzeitig sollte es aber das Ziel sein, sich dem immer weniger zu unterwerfen.
VG,
C.