Ken Wilber behauptet, der Mensch müsse zuerst eine Reihe von Translationen durchmachen, bevor er zu einer weiteren Transformation fähig sei. In diesem Sinne würde ich Condemn's (in meinen Augen hervorragenden) Beitrag zum Blockadelösen mit deiner Sichtweise kombinieren.Wyrm schrieb:damit wirst du blockaden nicht wirklich lösen können.
damit lässt du blockaden entstehen, weil du auf der ebene der blockaden arbeitest.
es liegt in der natur der blockaden, dass sie nicht gelöst werden können.
sie müssen durchschaut werden.
und hinter all diesen blockaden steckt eine einzige sache
es gibt nur eine blockade.
In der Spiritus-Szene spricht man ja oft davon, dass man erst ein starkes und gesundes Ego braucht (Translation), bevor man sich davon verabschieden (Transformation) kann. Condemn's Methode rückt die Dinge in die richtige Reihenfolge, sie schafft Ordnung - aber was bei ihm fehlt und du propagierst ist der finale Sprung, nachdem die Dinge richtig gerückt wurden. Indem du aber ausschliesslich auf dem finalen Sprung beharrst, überforderst du die Menschen ziemlich. Sie können dir nicht dorthin folgend, wo du dich gerade befindest, weil viel zu viele Gegenstände die Sicht versperren. Erst müssen sie durch einige notwendige vorbereitenden Schritte langsam auf den finalen Sprung hingeführt werden. Irgendwann dann entsteht in ihnen automatisch die Ahnung, dass da doch noch mehr ist, und dann beginnt alles von selbst zu rollen. In dieser zweiten Phase ist es dann wichtig, dass die Person, welche jetzt von selbst in Bewegung ist und bleibt, nirgendwo "anstösst" und "sich verletzt" oder in die Irre geht (denn das kann alles passieren, in den meisten Fällen läuft die Sache aber glatt!).
Mach mal mit Condemn das "Liste das Ich auf!" Spiel, das ich im E G O-Thread beschrieben habe. Dies ist eine dieser vorbereitenden Übungen, und es hängt vom Einsatzwillen (aber auch von anderen psychologischen Faktoren) des einzelnen ab, ob er genug weit geht und nicht auf halber Strecke stehenbleibt.
Ich versteh das alles noch nicht wirklich gut genug, aber lerne ständig dazu.