Liebe und Respekt

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Natürlich ist Hass ein Wegweiser. Es ist das stärkste Gefühl der Abwehr, neben Ekel/Abscheu, zu dem Mensch fähig ist und zeigt grob gesagt Gefahr an. Außerdem hilft es dabei, zu etwas, was einem nicht gut tut, Distanz herzustellen.
Nächste Frage ist natürlich, wie man das Gefühl in Tat umsetzt und m.E. ist das genau die Stelle wo Probleme im Zusammenhang mit Hass auftauchen können, nämlich, wenn dann Mittel gewählt werden, die problematisch sind. Hass für sich allein ist völlig unschädlich.

LG Nightingale
 
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Oh Gott du glaubst doch hoffentlich nicht deine Worte. Hass ist nie ein Weg oder ein Wegweiser!

Doch. Zumindest seine Wegweiser-Funktion kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Er zeigt mitten dorthin, wo es wichtig ist, hinzuschauen. Zunächst einmal richtet er sich gegen den, der einem Schlimmes angetan hat, und lenkt die Aufmerksamkeit dorthin. Und sobald dort alles erkannt ist, was zu erkennen ist, geht der Strahl der Aufmerksamkeit zurück zu mir und zu den Zusammenhängen, die in mir den Boden bereitet haben dafür, daß mir angetan wurde.

Es ist deshalb sehr wichtig, diesen Gefühlen wirklich zu folgen. Nur in der Bandschleife hängenbleiben, das wäre ungesund. Der Weg führt aus dem Haß wieder heraus. Soweit ich ihn bis jetzt kenne.

Gruß
Kinny
 
Natürlich ist Hass ein Wegweiser. Es ist das stärkste Gefühl der Abwehr, neben Ekel/Abscheu, zu dem Mensch fähig ist und zeigt grob gesagt Gefahr an. Außerdem hilft es dabei, zu etwas, was einem nicht gut tut, Distanz herzustellen.
Nächste Frage ist natürlich, wie man das Gefühl in Tat umsetzt und m.E. ist das genau die Stelle wo Probleme im Zusammenhang mit Hass auftauchen können, nämlich, wenn dann Mittel gewählt werden, die problematisch sind. Hass für sich allein ist völlig unschädlich.

LG Nightingale

Hass hat nichts Distanz zu tun, sondern mit Nähe. Mit enttäuschter Nähe. Und dazu gehören immer mindestens zwei!

Hass ist Ausdruck enttäuschter, unerwiderter Liebe, Zuneigung,...
Somit auch Ausdruck von: Liebe!

Wollen nur leider wenige sehen, hinsehen. Dämonisierung ist ja viel einfacher. Dass da jemand ist, der leidet, übersieht man gerne.
 
Moin Faydit,

ich nehm das wie hm wie beschreib ich das ...invertierte Liebe wahr. Kommt auch aus der selben Gegend wie Liebe.

Warum betonst du, daß zwei beteiligt sind?

LG Nightingale
 
Hass ist ein Handlungsimpuls.

Unbewusst verstrickt er den Menschen in Handlungen der Abwehr oder gar der Vergeltung

Etwas mehr bewusst führt er den Mensch zur Besinnung und zur Suche nach den jeweiligen optimalen Lösungsansätzen

Völlig bewusst wird er wahrgenommen um sogleich transformiert die negative Emotion im Meer der Stille, der Kopf bleibt kalt, der Puls unverändert.

Rein rational entscheidet der Mensch danach über mögliche Handlungsansätze, oder zieht sich zurück. Aber wie immer, bei dem Versuch, die Ursachen zu erfassen und der Auswahl der Lösungsmöglichkeiten, können Fehlentscheidungen auftreten.

Und meist wird ein Mensch, der in der Lage ist, den Hass zu transformieren in seinen Handlungen nicht verstanden.
 
Warum betonst du, daß zwei beteiligt sind?

Weil auch jemand den Hass erst auslösen muss. Mitunter ist sowas ein Schattenboxen. Wenn der Hass getriggert wurde, der andere also nicht wirklich "was dafür kann". manchmal aber ist's auch sowas wie Absicht, jemanden bewusst zu verletzen, abzuschießen. Udn das ist dann doch (auch) die Verantwortung des Gegenübers, nicht nur sowas wie der eigene, unaufgelöste Film. Wird manchmal gerne verwechselt oder gleichgesetzt. Und das erzeugt dann neue Irrtümer, neuen Hass. Nicht so einfach.
 
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Ignorieren wär verstrickungsungefährlicher. Dann wird aber auch nicht mehr kommuniziert. Ab und zu ist das auch besser, je nach dem.

LG Nightingale
 
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