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Leo_Girwidz
Guest
Ja klar. Geht ja sicher (fast) allen so. Vielleicht hört es sich deshalb so komisch an, weil man "Warten" mit Stillstand und Fixierung auf das wartende Objekt verbindet....ja, und genau da hakt es bei mir, weil woher sollte man denn wissen, ob es sich lohnt, weil wenn ich mir sage, das Warten lohnt sich, gehe ich ja automatisch davon aus, dass sich mal "etwas" erfüllt und es zur Realität wird, was jetzt nur in meinen Vorstellungen, Wünschen etc. existiert. Und wenn es sich dann doch nicht erfüllt, hat sich das Warten wohl nicht gelohnt und viel Zeit ist dabei draufgegangen, die unwiederbringlich ist.
Deshalb halte ich nichts von "warten"... ich kann mir was "wünschen", ich kann auch davon träumen, dass etwas irgendwann mal sein wird, aber ich sollte nicht darauf warten...
Warten heisst ja auch, dass man darauf wartet, dass sich die Situation klärt...
Und wartet man nicht immer auf irgendwas und lebt trotzdem? Man wartet zb. auf den Richtigen, auf die Volljährigkeit, auf Perspektiven... auf einen bestimmten Tag, auf Urlaub... usw...
Wenn man wartet und nebenbei lebt, dann kann man bei Nichterfüllung halt sagen "Ok, war wohl nichts..." und während des Wartens soll man ja nicht nur auf die eine Sache fixiert sein.. dass ist der springende Punkt. Man muss es abwiegen, ob man wirklich warten will.
Nur ein Tipp, aus Erfahrungswerten: wenn eine Frau darauf wartet, dass sich der Mann endlich von seiner Frau trennt, sich scheiden lässt, dann wartet man meist vergebens...