Interessant fand ich am Wahlabend die Analyse, wer überhaupt die AFD gewählt hat. Festgestellt wurde, dass die 25 - 30jährigen der größte Anteil war, welche die AFD wählten, während die über 60zig-jährigen diese am wenigsten wählten. Ich hätte gedacht, es wäre umgekehrt.
Gerade die Generation, die mit "Multikulti" groß wurde, hat sich anscheinend abgewendet. Vielleicht ist es aber auch die Aussicht, sich die geringen Arbeitsplätze nicht nur mit den bisherigen Migranten, sondern nun auch mit einer sehr großen Heerschar von Flüchtlingen teilen zu müssen - und das über Jahrzehnte........
Außerdem fand ich eine zweite Umfrage, die unter AFD-Wählern stattfand, interessant, ob diese als Alternative - wenn dies möglich gewesen wäre - die konservative bayerische CSU gewählt hätten. Und siehe da 60 - 80 % hätten diese Alternative ergriffen.
Daraus geht ganz eindeutig hervor, dass uns eine bürgernahe, konservative Partei in Deutschland fehlt, die auch die Belange der sogenannten "bürgerlichen Mitte" vertritt. CDU/SPD/Grüne u.s.w. haben sich für viele Wähler offensichtlich so aneinander angeglichen, dass sie bei vielen Bürgern nicht mehr als wirkliche Oppositionsparteien empfunden werden.
Gestern Abend bei Maybrit Illner war u.a. auch der Zeit-Herausgeber und Journalist Giovanni di Lorenzo zu Gast und der sagte, sein einer Redakteur wäre ziemlich ratlos, weil er nicht wisse, welche Partei er noch wählen soll.
Ich denke, das geht ihm mit Sicherheit nicht alleine so.
Lg
Urajup