Ist Geistheilung Heilung?

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Auf Grund der hitzigen Diskussion habe ich mir die Mühe gemacht, ein paar meiner Lehrbücher heraus zu kramen (geht auch viel schneller, wenn sie nicht im Keller sind, die kleinen Scheißerchen…)

Physiologie Taschenatlas „Silbernagl“ (4. Auflage,Thieme)
Physiologie Lehrbuch Hrgs.: Klinke, Papa, Kurtz, Silbernagl (3. Auflage 2001, Thieme)
Embryologie; Keith Moore (Elsevier, 3. Auflage)
Beim Überfliegen von Inhaltsverzeichnis, Index und Querlesen der kritischen Stellen ist mir bei keinem der Veröffentlichungen etwas aufgefallen, was die These einer „übernatürlichen Energie“ od. sonst irgendeiner Zusatzannahme stützte.

von Susanne Schulze kenne ich nur das Kurzlehrbuch Embryologie (Elsevier), da ich das Buch aber nicht mehr habe und meine Erinnerung mich täuschen mag, kann ich dazu nichts sagen.

Ein Anatom und Embryologe, der anthroposophisch-religiöse Inhalte in der Embryonalentwicklung „unterstützt“ ist m.E. Erich Blechschmidt (Evolutionskritiker und Kreationist, auch schon früh NSDAP Mitglied).
Die von ihm zusammengestellte humanembryologische Sammlung an der Uni Göttingen ist einzigartig und wirklich sehenswert! Er hat auch einige sehr interessante Werke zur Embryonalentwicklung geschrieben.

Seine kreationistischen Ansätze veröffentlichte er, soweit ich weiß, nicht in Fachpublikationen; er hat dabei den Pfad des Nachvollziehbaren vollständig verlassen und sich, um seine Glaubensinhalte zu stützen, in Vermutungen und obskuren „Zusatzannahmen“ verstiegen (seine „morphischen Felder“ ähneln denen von R. Sheldrake und sind genauso spekulativ); die zugänglichen Aufsätze und Rezensionen zu diesem Thema sind wilde Spekulationen im Konjunktiv!
z.B.: Anthroposophie.net
Er postuliert Gestaltungskräfte (Morphogenetische Felder) . Diese sollen chemisch und physikalisch nicht vollständig erklärbare, also übernatürliche Materialbewegungen in bestimmten Bereichen sein . Dabei wird behauptet, daß "die örtlich verschiedenen Differenzierungen unmittelbarer Ausdruck von Kräften in physikalischen Sinn und nicht von chemischen Eigenschaften besonderer Substanzen sind. Es gibt tatsächlich Gestaltungskräfte, aber keine Gestaltungsstoffe". Ihre Ursache ist angeblich eine von außen - anscheinend aus der außermateriellen Wirklichkeit - kommende Energie. Wiederum soll dies alles darauf schließen lassen, daß beim Menschen eine Geist-Seele angenommen werden muß. Deren Erhaltung während der Entwicklung ist nach Blechschmidts Definition die Erhaltung der Individualität


Marmara #1867
hast Du schon mal gehört, dass man zum Klonen Zellmaterial aus einem lebendigen Organismus entnehmen muss?

Na und?
Auch bei Menschen gehen Körperzellen ständig „verloren“ – bei der Ausscheidung, beim Zähneputzen, wenn Du Dich etwas robuster frisierst…

Beim Klonen von Tieren werden die Zellen meist mit einer kleinen Hohlnadel entnommen (was tatsächlich keine große Sache ist), aufwendiger ist das Entnehmen von Eizellen.

Das vegetative (ungeschlechtliche) Vermehren = idente Genweitergabe an Nachkommen (Klonen) ist bei Einzellern, vielen Knollen- u. Zwiebelpflanzen praktisch die Regel. Es hat auch in der Landwirtschaft eine sehr lange Tradition – jeder Steckling im Blumen u. Gemüsebau ist ein Klon, beliebt auch im Weinbau, bei der Veredelung von Obstsorten …

Das Klonen von Tieren ist (zumindest derzeit) kerntransfer-basiert. Dh. eine adulte Körperzelle des zu kopierenden Tieres (bei Dollys „Mutter“ war es eine Euterzelle) wird entnommen, der Zellkern wird in eine „entkernte“ Eizelle eingesetzt, in den Uterus eines Trägertiers eingespült und ausgetragen (ab dem Einsetzen des Kerns in die Eizelle ähnelt es der InVitroFertilisation). Als „Alternative“ gibt es auch das Embryosplitting (gleicher Vorgang wie bei Eineiigen Zwillingen, nur willentlich herbeigeführt).

Obwohl das Thema an sich sehr spannend ist, bin ich persönlich froh, dass aus ethischen Gründen und der völlig unklaren rechtlichen Lage das Klonen von Menschen in Ö und D untersagt ist.
 
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Ich benutze das Wort normalerweise ehr nicht. Ich verstehe aber unter Geist die Summe nicht körperlicher Fähigkeiten (was nicht bedeutet, dass diese Fähigkeiten nicht auf der Funktionalität des Körpers beruhen).

:)

Benutzt Du Fähigkeit als Synonym für Fertigkeit?

Ist für Dich Körper das, was sich in manifester Form, welche durch unsere Wahrnehmungsorgane interpretiert wird?

Also - der Baum, den ich u.U. sehen, riechen, fühlen, schmecken kann,..,...?

Das, was wir gelernt haben - worauf wir uns im Miteinander geeinigt haben (zur Verständigung) das ist ein Baum, weil....
 
Benutzt Du Fähigkeit als Synonym für Fertigkeit?

Ja.

Ist für Dich Körper das, was sich in manifester Form, welche durch unsere Wahrnehmungsorgane interpretiert wird?

Also - der Baum, den ich u.U. sehen, riechen, fühlen, schmecken kann,..,...?

Hmhm.

Das, was wir gelernt haben - worauf wir uns im Miteinander geeinigt haben (zur Verständigung) das ist ein Baum, weil....

Baum ist das, was wir uns geeinigt haben als BAum zu bezeichnen. Also Ja.
 
Auf Grund der hitzigen Diskussion habe ich mir die Mühe gemacht, ein paar meiner Lehrbücher heraus zu kramen (geht auch viel schneller, wenn sie nicht im Keller sind, die kleinen Scheißerchen…)

Physiologie Taschenatlas „Silbernagl“ (4. Auflage,Thieme)
Physiologie Lehrbuch Hrgs.: Klinke, Papa, Kurtz, Silbernagl (3. Auflage 2001, Thieme)
Embryologie; Keith Moore (Elsevier, 3. Auflage)
Beim Überfliegen von Inhaltsverzeichnis, Index und Querlesen der kritischen Stellen ist mir bei keinem der Veröffentlichungen etwas aufgefallen, was die These einer „übernatürlichen Energie“ od. sonst irgendeiner Zusatzannahme stützte.

Danke, Kallisto :thumbup: Das ist genau das, was ich erwartet und vermutet habe.
 
Auf Grund der hitzigen Diskussion habe ich mir die Mühe gemacht, ein paar meiner Lehrbücher heraus zu kramen (geht auch viel schneller, wenn sie nicht im Keller sind, die kleinen Scheißerchen…)

Physiologie Taschenatlas „Silbernagl“ (4. Auflage,Thieme)
Physiologie Lehrbuch Hrgs.: Klinke, Papa, Kurtz, Silbernagl (3. Auflage 2001, Thieme)
Embryologie; Keith Moore (Elsevier, 3. Auflage)
Beim Überfliegen von Inhaltsverzeichnis, Index und Querlesen der kritischen Stellen ist mir bei keinem der Veröffentlichungen etwas aufgefallen, was die These einer „übernatürlichen Energie“ od. sonst irgendeiner Zusatzannahme stützte.

von Susanne Schulze kenne ich nur das Kurzlehrbuch Embryologie (Elsevier), da ich das Buch aber nicht mehr habe und meine Erinnerung mich täuschen mag, kann ich dazu nichts sagen.

Ein Anatom und Embryologe, der anthroposophisch-religiöse Inhalte in der Embryonalentwicklung „unterstützt“ ist m.E. Erich Blechschmidt (Evolutionskritiker und Kreationist, auch schon früh NSDAP Mitglied).
Die von ihm zusammengestellte humanembryologische Sammlung an der Uni Göttingen ist einzigartig und wirklich sehenswert! Er hat auch einige sehr interessante Werke zur Embryonalentwicklung geschrieben.

Seine kreationistischen Ansätze veröffentlichte er, soweit ich weiß, nicht in Fachpublikationen; er hat dabei den Pfad des Nachvollziehbaren vollständig verlassen und sich, um seine Glaubensinhalte zu stützen, in Vermutungen und obskuren „Zusatzannahmen“ verstiegen (seine „morphischen Felder“ ähneln denen von R. Sheldrake und sind genauso spekulativ); die zugänglichen Aufsätze und Rezensionen zu diesem Thema sind wilde Spekulationen im Konjunktiv!
z.B.: Anthroposophie.net
Er postuliert Gestaltungskräfte (Morphogenetische Felder) . Diese sollen chemisch und physikalisch nicht vollständig erklärbare, also übernatürliche Materialbewegungen in bestimmten Bereichen sein . Dabei wird behauptet, daß "die örtlich verschiedenen Differenzierungen unmittelbarer Ausdruck von Kräften in physikalischen Sinn und nicht von chemischen Eigenschaften besonderer Substanzen sind. Es gibt tatsächlich Gestaltungskräfte, aber keine Gestaltungsstoffe". Ihre Ursache ist angeblich eine von außen - anscheinend aus der außermateriellen Wirklichkeit - kommende Energie. Wiederum soll dies alles darauf schließen lassen, daß beim Menschen eine Geist-Seele angenommen werden muß. Deren Erhaltung während der Entwicklung ist nach Blechschmidts Definition die Erhaltung der Individualität




Na und?
Auch bei Menschen gehen Körperzellen ständig „verloren“ – bei der Ausscheidung, beim Zähneputzen, wenn Du Dich etwas robuster frisierst…

Beim Klonen von Tieren werden die Zellen meist mit einer kleinen Hohlnadel entnommen (was tatsächlich keine große Sache ist), aufwendiger ist das Entnehmen von Eizellen.

Das vegetative (ungeschlechtliche) Vermehren = idente Genweitergabe an Nachkommen (Klonen) ist bei Einzellern, vielen Knollen- u. Zwiebelpflanzen praktisch die Regel. Es hat auch in der Landwirtschaft eine sehr lange Tradition – jeder Steckling im Blumen u. Gemüsebau ist ein Klon, beliebt auch im Weinbau, bei der Veredelung von Obstsorten …

Das Klonen von Tieren ist (zumindest derzeit) kerntransfer-basiert. Dh. eine adulte Körperzelle des zu kopierenden Tieres (bei Dollys „Mutter“ war es eine Euterzelle) wird entnommen, der Zellkern wird in eine „entkernte“ Eizelle eingesetzt, in den Uterus eines Trägertiers eingespült und ausgetragen (ab dem Einsetzen des Kerns in die Eizelle ähnelt es der InVitroFertilisation). Als „Alternative“ gibt es auch das Embryosplitting (gleicher Vorgang wie bei Eineiigen Zwillingen, nur willentlich herbeigeführt).

Obwohl das Thema an sich sehr spannend ist, bin ich persönlich froh, dass aus ethischen Gründen und der völlig unklaren rechtlichen Lage das Klonen von Menschen in Ö und D untersagt ist.

Danke für die Klarheit und die Mühe, die Du Dir gemacht hast.
 
Das schwierige Problem des Bewusstseins[Bearbeiten]

David Chalmers hat 1995 den Ausdruck vom „schwierigen Problem des Bewusstseins“ (the hard problem of consciousness) geprägt. Darunter versteht er die Frage, warum es überhaupt Erlebnisgehalte – oder Qualia – gibt. Warum tut es etwa weh, wenn ich mir mit einer Nadel in den Finger steche? Wir verstehen einiges von den internen Prozessen, die in einer solchen Situation ablaufen: Von unserem Finger werden Signale ins Gehirn geleitet, dort finden komplexe Verarbeitungsprozesse statt. Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren können wir sogar herausfinden, welche Prozesse im Gehirn ablaufen, wenn wir Schmerzen im Finger erleben. Nur, so Chalmers, wir haben dennoch nicht die geringste Ahnung, warum es dabei weh tut! Warum passieren all diese Prozesse nicht, ohne dass dabei auch nur ein Funken Bewusstsein entsteht? Dies ist das harte Problem des Bewusstseins und auch das klassische Qualiaproblem, wie es von Thomas Nagel, Frank Cameron Jackson und Joseph Levine formuliert wurde.
Dem schwierigen Problem stellt Chalmers ein „einfaches“ (the easy problem of consciousness) Problem gegenüber. Dieses einfache Problem umfasst all die psychischen Phänomene, die nicht direkt von der Frage nach dem Erlebnisinhalt bzw. den Qualia abhängen. Also etwa Lernen, Gedächtnis, Denken oder Problemlösen. Es sind solche Themen, bei denen die neuro- und kognitionswissenschaftliche Forschung viele Fortschritte macht. Nun will Chalmers mit seiner etwas provokanten Rede vom „einfachen Problem“ keineswegs sagen, dass die Ergebnisse dieser Wissenschaften trivial sind. Nur im Vergleich mit der Frage nach dem Erlebnisgehalt handelt es sich um einfache Probleme, da sie sich mittels funktionalistischer Methoden lösen lassen. Die Naturwissenschaften (und mit ihnen die Neurowissenschaften) bedienen sich solcher Erklärungsmodelle, die mit Strukturen, Funktionen und Vergleichen arbeiten. Diese Methoden scheitern (bislang), wenn es um eine „objektive“ bzw. allgemeingültig-wissenschaftliche Erklärung der Qualia geht. Demzufolge wissen wir sehr grob, wie z. B. eine Erklärung des Lernens aussehen könnte, wir haben aber nicht den Hauch einer Ahnung, wie eine Erklärung unserer Erlebnisse aussehen könnte.
Die Annahme des „hard problems“ wird von einigen Materialisten abgelehnt. Einer der vehementesten Widersacher Chalmers ist hierbei Daniel Dennett, dem zufolge sich Qualia mittels einer „Heterophänomenologie“ objektiv erklären lassen, wohingegen Dennett laut Chalmers das Problem damit nur „weg definieren“ aber nicht in der Realität lösen würde.
http://de.wikipedia.org/wiki/David_Chalmers

Chalmers ist jemand der sich der Thematik angenommen hat, ein lesenwerter Artikel in Wiki darüber, ... .
 
Auf Grund der hitzigen Diskussion habe ich mir die Mühe gemacht, ein paar meiner Lehrbücher heraus zu kramen (geht auch viel schneller, wenn sie nicht im Keller sind, die kleinen Scheißerchen…)

Beim Überfliegen von Inhaltsverzeichnis, Index und Querlesen der kritischen Stellen ist mir bei keinem der Veröffentlichungen etwas aufgefallen, was die These einer „übernatürlichen Energie“ od. sonst irgendeiner Zusatzannahme stützte.

War doch klar.:) Das wäre, wie wenn im Herold etwas über Geistheilung stehen würde.

P.S.: Physio nicht von Huppelsberg und Walter? Tztz
 
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Du mit deinen Esoterischen Abneigungen merkst noch nicht mal das die größten Köpfe wo heute noch die Wissenschaft ihre Theorien beziehen auch sich mit der Esoterik Auseinander gesetzt haben. Und diese nie als Verwerflich gesehen. Einstein, Goethe und viele andere herausragende Menschen haben die Esoterik für sich genutzt. Doch wenn du weiter nur die Oberfläche sehen willst, bitte.


Esoterik-------------------------------------------------Geheimwissen des Eingeweihten

Newton hat sich in seinen alten Tagen mit Astrologie und Alchemie beschäftigt, und keinerlei sinnvollen Resultate daraus schließen können.

Wie hat Einstein die Esoterik für sich genutzt?
 
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