ist der kranke schuld an seiner krankheit?

der Esoteriker, der auch an Reinkarnation und Karma glaubt, sagt, natürlich ist der Kranke schuld. Denn wer soll sonst schuld sein? Gott?

Weiss nicht mehr, wer diesen Satz geschrieben hat, ist auch nicht wichtig. Es geht um die Aussage ansich.

Veto. Wer soll schuld sein? Ganz einfach - niemand. Warum muss immer in jedem Fitzelchen von irgendwas Karma, Schuld, Sühne gesucht werden? Lasst doch bitte mal diese ständigen Schuldzuweisungen weg, niemand kann den tatsächlichen (spirituellen/kosmischen) Hintergrund einer Krankheit oder Behinderung ermessen. Abgesehen davon, dass es meinem Empfinden nach verachtend ist, einem Kranken oder Behinderten sowie deren Angehörigen irgendwas von "Schuld" zu erzählen, die derjenige angeblich auf sich geladen hätte.

Und nein, "der Esoteriker, der an Karma usw. glaubt", muss nicht zwingend nach irgendeiner ominösen, nicht vorhandenen Schuld graben. Man kann dieses unsägliche Schuld-/Sühne-Prinzip wenigstens im spirituellen Bereich des Lebens loslassen.

LP
 
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Manche gehen für die eigene Wirklichkeit über fast alles hinweg (und "füttern" sehr kranke Menschen in ihrem Wahn).

Du hast die TE dort also bereits psychologisch ferndiagnostiziert? Macht man das heute so?

Übrigens ist das dahinterliegende Prinzip der Eigenverantwortlichkeit (Krankheit als Selbstverursachtes) nicht absolut zu verstehen. Aber da kann man sich hier die Finger wundtippen, das will doch gar nicht verstanden werden.

Du rauchst ja zum Beispiel, wenn ich richtig las, was wird dann eines Tages vielleicht sein, mit deiner Lunge, deinem Körper? Es dauert, es muss auch nicht linear zwingend in jedem Fall ein Lungenkrebs ausgelöst werden durch die Qualmerei, aber Du rauchst doch eigenverantwortlich und hast sicherlich auch ohne Zwang damit angefangen.

Nur wenn dieser Kelch - und ich wünsche dir, er trifft dich eines Tages nicht - nun doch über dir ausgeschüttet wird, wer trägt dafür die Verantwortung? Alles andere, alle anderen, aber bloß nicht Du selbst, die sich tagtäglich den giftigen und süchtigmachenden Qualm durch die Lungen ziehst?

Da brauche ich nicht einmal esoterische Erklärungskonzepte zu bemühen, um zu begreifen, dass viele Erkrankungen und Leiden durch das eigene Verhalten verursacht wurden. Das tangiert übrigens nicht die Menschenwürde, dann von Eigenverantwortung zu sprechen.

Der einleitende Satz mit der Schuld aber schon, wenn er absolut und immer in Bezug zu jedem Unfall oder Krankheit usw. gemeint ist, den ein Mensch heimsuchen kann. imho

LG
Any
 
Du hast die TE dort also bereits psychologisch ferndiagnostiziert? Macht man das heute so?

Übrigens ist das dahinterliegende Prinzip der Eigenverantwortlichkeit (Krankheit als Selbstverursachtes) nicht absolut zu verstehen. Aber da kann man sich hier die Finger wundtippen, das will doch gar nicht verstanden werden.

Du rauchst ja zum Beispiel, wenn ich richtig las, was wird dann eines Tages vielleicht sein, mit deiner Lunge, deinem Körper? Es dauert, es muss auch nicht linear zwingend in jedem Fall ein Lungenkrebs ausgelöst werden durch die Qualmerei, aber Du rauchst doch eigenverantwortlich und hast sicherlich auch ohne Zwang damit angefangen.

Nur wenn dieser Kelch - und ich wünsche dir, er trifft dich eines Tages nicht - nun doch über dir ausgeschüttet wird, wer trägt dafür die Verantwortung? Alles andere, alle anderen, aber bloß nicht Du selbst, die sich tagtäglich den giftigen und süchtigmachenden Qualm durch die Lungen ziehst?

Da brauche ich nicht einmal esoterische Erklärungskonzepte zu bemühen, um zu begreifen, dass viele Erkrankungen und Leiden durch das eigene Verhalten verursacht wurden. Das tangiert übrigens nicht die Menschenwürde, dann von Eigenverantwortung zu sprechen.

Der einleitende Satz mit der Schuld aber schon, wenn er absolut und immer in Bezug zu jedem Unfall oder Krankheit usw. gemeint ist, den ein Mensch heimsuchen kann. imho

LG
Any

Es kann auch so Erklärt werden. Da hat jemand Bauchschmerzen. Wie kommt es dazu? Derjenige steht mitten im Leben, hat einen Beruf macht viele Überstunden und Ärgert sich immer wieder, das er Überstunden machen muß. Ich betone muß. Denn er meint Überstunden machen zu müssen, da Angst um den Arbeitsplatz hat und er nicht nein sagen kann. Kann keine Grenzen setzen. durch die Überstunden läuft die Beziehung nicht mehr gut. Die Frau will mehr von ihm, doch die Angst um den Arbeitsplatz ist größer, und Ärgert sich trotzdem immer wieder. Diese Zusammenspiel führt zu den Bauchschmerzen. So wer hat zugelassen die Angst? Wer hat nicht nein gesagt? Wer hat keine Grenzen gesetzt? Es ist immer jeder der es zuläßt das es soweit kommt. Daher sagte Jesus auch: Suche nicht die Unzulänglichkeiten bei deinen Nächsten, sondern suche sie bei Dir und behebe diese.
 
Die allermeisten Menschen sterben an irgend einer Krankheit. Das gilt für ganz junge und aber auch für alte Menschen. Willst du denen die Menschenwürde absprechen, indem du sagst: selber Schuld?
Es kann und darf bei diesem Thema nicht nur um den Mittdreissiger / Vierziger gehen, der eine Lebenssinnkrise erfährt, aus der er zu lernen gedenkt- es MUSS umfassend um alle Menschen gleichermassen gehen... schau dir nämlich nur mal an, was man sonst mit den Angehörigen der Sterbenden macht.
Dieser ignorante Satz *selbst Schuld* ist doch im Grunde nichts weiter als eine Verdrängung der Tatsache, dass das eigene Leben endlich ist und rechtfertigt aber in keinster Weise einen derart asozialen Umgang mit Artgenossen.

Ist mir schon klar, dass die man mit der Sicht, das Leben sei endlich, dann nichts mit Schuld anfangen kann.

Was aber, wenn es nicht endlich ist, wenn es ewig ist?
Wenn Tod nicht das Schreckgespenst, das schlimme Ereignis ist, als das wir ihn sehen? (Wenn man einmal vom Trennunsgschmerz der Angehörigen absieht).
 
Weiss nicht mehr, wer diesen Satz geschrieben hat, ist auch nicht wichtig. Es geht um die Aussage ansich.

Veto. Wer soll schuld sein? Ganz einfach - niemand. Warum muss immer in jedem Fitzelchen von irgendwas Karma, Schuld, Sühne gesucht werden? Lasst doch bitte mal diese ständigen Schuldzuweisungen weg, niemand kann den tatsächlichen (spirituellen/kosmischen) Hintergrund einer Krankheit oder Behinderung ermessen. Abgesehen davon, dass es meinem Empfinden nach verachtend ist, einem Kranken oder Behinderten sowie deren Angehörigen irgendwas von "Schuld" zu erzählen, die derjenige angeblich auf sich geladen hätte.

Und nein, "der Esoteriker, der an Karma usw. glaubt", muss nicht zwingend nach irgendeiner ominösen, nicht vorhandenen Schuld graben. Man kann dieses unsägliche Schuld-/Sühne-Prinzip wenigstens im spirituellen Bereich des Lebens loslassen.

LP

Schon mal weiter gedacht?
Wenn niemand Schuld hat, dann ist das Leben ja mit jenen ungerecht, die krank sind oder nicht? Einen Gerechtigkeitsgedanken gibt es dann ja nicht.

Oder mit jenen, die es sehr schwer im Leben haben, im Gegensatz zu jenen, denen alles in den Schoß fällt.

Diese Sicht des Zufalls, "wir können ja alle nichts dafür", ist doch einseitig und im Endeffekt viel grausamer, als die gelöste Schuldfrage, die auch eine Er-Lösung sieht.

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Wenn man den Bogen weit spannt, dann kann man erst den Sinn sehen und verstehen. Frau Zeller hat ja im größeren Zusammenhang nicht verloren.

Wir haben nur immer das Problem, weil wir am Tod etwas schreckliches sehen, anstatt einen Durchgang, eine Geburt in der geistigen Welt.

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Naja, es sieht oder sah nach außen hin schon so aus, als hätte sie den Kampf verloren - und das ist traurig, das so mit anzusehen. Sie wollte weitermachen, war äußerst positiv eingestellt - war gerade mal 11 Tage im Ruhestand, als sie die Diagnose bekam, wäre gerne noch mit ihrem Mann verreist. Und es ist schon auch schlimm, dann zu sehen, wie sehr sie doch will und gutem Glauben ist, es körperlich aber zunehmends schwieriger wird und letztendlich auch der Körper streikt oder besser gesagt versagt.

Ich weiß, was du meinst, aber wir sind trotz allem auch Menschen - und denken halt auch menschlich? Manchmal. Oft. - vllt. nicht immer.

Ich habe auch solche und solche Phasen, was das Denken angeht.
Blicke manchmal auf meinen Körper und finde das alles höchst "ungewöhnlich", dass ich da drinstecke usw. Komische Gedanken.
 
(...)
Veto. Wer soll schuld sein? Ganz einfach - niemand. Warum muss immer in jedem Fitzelchen von irgendwas Karma, Schuld, Sühne gesucht werden? Lasst doch bitte mal diese ständigen Schuldzuweisungen weg, niemand kann den tatsächlichen (spirituellen/kosmischen) Hintergrund einer Krankheit oder Behinderung ermessen. Abgesehen davon, dass es meinem Empfinden nach verachtend ist, einem Kranken oder Behinderten sowie deren Angehörigen irgendwas von "Schuld" zu erzählen, die derjenige angeblich auf sich geladen hätte.
(...)
LP

Na, so einfach würde ich es mir nicht machen.

Du kannst anstelle des Begriffes "Karma" auch "Gesetz von Ursache & Wirkung" setzen...

Davon auszugehen, daß Krankheiten keine Ursachen haben - und sie einfach so, völlig willkürlich kommen, mag vielleicht dem helfen, der sich weiter so durchs Leben "mogeln" möchte... Nur, jemand, der versucht ein bißchen "dahinter" zu schauen und vielleicht doch eine Erklärung für eine Krankheit zu finden, die einem persönlich scheinbar aus heiterem Himmel getroffen hat, kommt vielleicht irgendwann an einen Punkt, wo ihm ein Licht aufgeht und er versteht, warum er krank geworden ist.

Disharmonien in jeder Form erzeugen Krankheiten. Unverarbeitete Konflikte im persönlichen Umfeld, die generelle Lebenseinstellung, der Umgang mit dem eigenen Körper usw. können sich irgendwann in Krankheiten äußern, die aber dann auch nur den Zweck haben, uns selbst zu sagen, hier bist du schon sehr lange nicht mehr in Harmonie mit dem "Leben".

Krankheiten sind daher nicht sinnfrei - sie sind eine Aufforderung, unser bisheriges Leben zu überdenken und uns zu verändern und bewußter zu werden. Es ist daher etwas natürliches auch mal krank zu werden, da hier niemand als "Heiliger" geboren wurde, sondern wir alle tagtäglich lernen (dürfen), das Leben (inkl. den Mitmenschen ;) ) und uns selbst besser zu verstehen.
 
Der einleitende Satz mit der Schuld aber schon, wenn er absolut und immer in Bezug zu jedem Unfall oder Krankheit usw. gemeint ist, den ein Mensch heimsuchen kann. imho

LG
Any

Von Schuld kann garnicht die Sprache sein.

ist der einzelne Mensch auch schuld an seinem Charakter, seinen Anlagen?
Nein natürlich nicht, und doch hat er sie .

Unfälle und Krankheiten sind ein Ausdruck von bestimmten Energien die gerade herrschen.
Diese werden über den Körper ausgedrückt wenn zb ich persönlich sie auf anderer Ebene , aus welchen Gründen auch immer, nicht lebe nicht leben kann.

ich denke dir ist schon bewusst das unendlich viel unbewusst abläuft.
Wie zB die Thematik der Angst die sich in vielen Krankheitsverläufen ausdrücken kann.
Thematisiert jeweils durch den Ort des Geschehens.

Also wenn man krank wird hat das oft garkeine bewusste Sache im Gebäck, wo man sagen könnte du bist krank geworden weil.
So wie zB es beim Raucher der eine Raucherlunge bekommt , ist.

Die Eigenverantwortung kommt erst ins Spiel wenn die Disharmonien ins Bewusstsein geholt wurden.
Bzw das Zulassen der Möglichkeit, das ein Unfall oder ähnliches durchaus etwas mit meinem momentanen Lebensweg und deren Energien zu tun hat.

So wie ein Bruch des öfteren ein Bruch in der materiellen /zwischenmenschlichen Welt darstellt und anzeigt das man eine Veränderung hinauszieht die eigentlich fällig ist.
Diese Disharmonien zeigen sich auf körperlicher Ebene.

Meine Gedanken.....

flimm
 
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