ist der kranke schuld an seiner krankheit?

hhhhmmmm, also die Zivilisation ist schuld. Grübel .......... also am besten so "zurück auf die Bäume ihr Affen, oder zurück ins Wasser ihr Amphibien".

Nu macht erst die New-Age-Eso Sinn, alles zurückdrehen, ach so. Schulmedizin wieder zurück auf Anfangszeiten. Sammler und Jäger wieder werden, o.k., das Jäger lassen wir dann zur Beruhigung der Veggies auch gleich sein. Das hat was :D, muss man erst mal drauf kommen. :rolleyes:


Also, ich glaube mal, wir sollten das mal mit der Schuld lassen. Denn z.B. ist jemand auch schuldig, wenn er keine Zivilisationskrankheiten bekommt und gesund bleibt. Ist der nun schuldig weil er den Vorgaben nicht nachkommt, also z.B. ungesund lebt und keine Zivilisationskrankheiten bekommt ???? Der spielt ja dann nicht mit, also müsste der ja auch in einem Sinne schuldig sein.

Dieser Schuldbegriff, hat für mich so etwas mit Unterwerfung zu tun, also so wie, du bist schuld und bekommst deine gerechte Strafe, am besten noch vorsorglich, am besten gleich für alle, denn man könnte sich ja schuldig machen. Wenn schon, denn schon.
hm, aber wenn mir etwas Gutes wiederfährt, dann bin ich das genauso schuld wie ich schuld bin, wenn mir etwas Schlechtes wiederfährt. Eben alles im Rahmen dessen, was durch Selbstverantwortung entsteht. Ich bin z.B. schuld, daß meine Rückenschmerzen besser werden, sobald ich Yoga mache. Schuld ist für mich also zunächst mal nichts, was an schlechtes Erleben gebunden ist.

Ja, und Du hast Recht: die Ursache für das "Zurück-Zum-Ursprung" ist die Erkenntnis, daß der Ursprung zu weit verlassen wurde. Ohne Frage. Genauso macht das "Zurück-Ins-Innen" nur Sinn, wenn und weil das Aussen zu sehr betont ist.

Daß wir das mit der Schuld lassen sollten, das glaube ich nicht. Sondern die eigene Schuld als eine in der Reflexion stattfindende Erkenntnis ermöglicht es ja, sich für die Zukunft eine Besserung vorzunehmen. Durch das Erkennen von Schuld gibt es für das Individuum wenigstens theoretisch, aber auch praktisch die Möglichkeit, sich anders, ja besser zu verhalten. Das gelingt aber leider zumeist nicht im Kollektiv, siehe die Umweltverschmutzung. Wir wissen, daß wir das schuld sind, haben aber keine gemeinsame Intelligenz. Wir können es daher auch nicht schaffen, die Umwelt nicht zu verschmutzen und die notwendigen Bedingungen dafür herzustellen. Im Individuum aber ist das ganz anders aufgestellt. Das Individuum kann in einem gewissen Umfange aus Schulderkennen heraus sein Verhalten verändern.

Von daher ist Schuld und das Schuldgefühl grundsätzlich ein genauso wertvolles Gefühl wie populärere oder einfachere Gefühle. Schuld ist aber schwierig: sie verlangt Demut, um sie zu erkennen und ruft nach Sühne. Schließlich verlangt sie nach Vergebung als die Basis für einen neutralen Neuanfang unter neuen Voraussetzungen. Das macht Schuld zu einem schwer handelbaren Gut und der einfacher gestrickte Mensch wird sie eher von sich weisen. Dieser ist aber dann auch nicht zur Veränderung fähig, sondern muß z.b. erst erkranken und bedroht sein, um seine Schuld zu erkennen und zu einer Veränderung gezwungen zu sein. Mit etwas Klugheit erkennt man aber die Schuldzusammenhänge ja auch ohne Not, einfach nur durch Verstehen.
 
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Wer ist denn eigentlich vollständig gesund? Kennst du da jemanden? Der Normalzustand des modernen Menschen ist jedenfalls so eine Art erträgliche Krankheit... :D

Eigentlich gibt es nur Kranke die Behandlung brauchen und solche die ohne auskommen.

In dem Vortrag hieß es ja auch, vollkommene Gesundheit im ayurvedischen Sinne bedeutet Vollkommenheit auf allen Ebenen.

Was man doch nicht alles irgendwo hineininterpretieren kann. :blue2:

Hier gibts ganz viele Quellenangaben zum Weiterlesen:
http://psiram.com/ge/index.php/Ayurveda
 
Gute und konsequente Frage: Antwort ja!

So wie der gute Baumeister die Schuld, besser die "Verantwortung" für seinen guten Bau trägt, der dann viel Freude macht.


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Ohne jetzt alles gelesen zu haben, denn durch die 20 Seiten muss ich mich erstmal durcharbeiten, kann mir aber folgende Frage schon mal nicht verkneifen:

Es gibt Menschen, die so einen fiesen Charakter haben, dass sie theoretisch mit 3 Buckeln, 2 Hinkebeinen und noch dazu jeder Menge Geschwüre rumlaufen müssten.

Trotzdem sind sie nach medizinischen Richtlinien kerngesund. Wie erklärt sich das nach deiner Ansicht?
 
Schuld ist aber schwierig

missbrauchbar, da liegt das Problem

"Die Menschen verschmutzen und je mehr, um so schlimmer = weniger wären also besser
Die Menschen werden zu viel krank, wo sie dran selber schuld sind = na dann sollen sie mal selber sehen, wie sie daraus kommen.

Sie müssen ja endlich mal die Folgen spüren"


Genau das Problem sehe ich
 
Ohne jetzt alles gelesen zu haben, denn durch die 20 Seiten muss ich mich erstmal durcharbeiten, kann mir aber folgende Frage schon mal nicht verkneifen:

Es gibt Menschen, die so einen fiesen Charakter haben, dass sie theoretisch mit 3 Buckeln, 2 Hinkebeinen und noch dazu jeder Menge Geschwüre rumlaufen müssten.

Trotzdem sind sie nach medizinischen Richtlinien kerngesund. Wie erklärt sich das nach deiner Ansicht?

die Buckel bekommst du erst im nächsten Leben. (PS: also natürlich nicht du, sondern irgendein Fiesling wie Hitler und so.)

Karma- und Reinkarnationsexperte Musikuss hat es hier schon ausführlich erläutert.

Und Sternenatemzug,

der Esoteriker, der auch an Reinkarnation und Karma glaubt, sagt, natürlich ist der Kranke schuld. Denn wer soll sonst schuld sein? Gott?

Ich erzähle mal etwas aus dem Karma- und Reinkarnationsgedanken:

Ich gehe einmal ins Extrem: Auch ein Hitler, Göring oder Himmler werden wieder inkarnieren und wollen ihre begangene Schuld ausgleichen, deshalb suchen sie sich ein Leben, das mit sehr viel Mühsal verbunden ist. Womöglich kommen sie unter Qualen als stark Behinderte Menschen zur Welt.

Aber halt, bevor man jetzt meint, man könne verurteilen, der irrt, denn es kann sich hinter einem Behinderten auch das Gegenteil verbergen.

Jeder hat seine geliebte Seelen, oder besser gesagt, Iche die sich auch gegenseitig durch Liebe unterstützen. So kann eine fortgeschrittene Seele sagen, ich übernehme das schwere Karma eines mir geliebten Menschen, weil es sagt, ansonsten bleibt dieser Mensch so weit zurück, das will ich nicht. Das ist dann sozusagen eine Opfertat.

Aber zu sagen, man hätte keine Verantwortung für sein tun, das wäre so, als würde man sagen, ich bau heute ein Haus, aber am nächsten Tag ist es nicht mehr da und ich beginne jedesmal von Neuem.
Nein, das will in Wirklichkeit keiner, wir haben alle ein Ziel das wir erreichen wollen!

Wenn einer ein Haus baut, dann mit allen Kosequenzen. Baut er es schlecht, ist es baufällig und fällt irgendwann um und er beginnt wieder von Neuem, hat man sich Mühe gegeben und ist es solide und gut gebaut, wird man seine Freude daran haben.

Das ist übrigens bei dem Reinkarnationsgedanken egal, ob man ein Haus für den Anderen oder für sich baut, alles kommt auf einen zurück. Das Gute wie das Schlechte.

Genaugenommen ist es so: Tut man dem Anderen etwas gutes, tut man sich etwas gutes, tut man ihm etwas schlechtes, tut man sich etwas schlechtes.

Das ist im Kleinen so, wie im Großen!

Und Krankheit ist nur vordergründig etwas schlechtes, in Wirklichkeit ist es ein Entwicklungshelfer!
Deshalb bemerken manche Menschen nach der Krankheit, jetzt bin ich ein anderer und das ist gut so.




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missbrauchbar, da liegt das Problem

"Die Menschen verschmutzen und je mehr, um so schlimmer = weniger wären also besser
Die Menschen werden zu viel krank, wo sie dran selber schuld sind = na dann sollen sie mal selber sehen, wie sie daraus kommen.

Sie müssen ja endlich mal die Folgen spüren"


Genau das Problem sehe ich
Ja, und dieses Problem existiert ja auch vor allem. Die Menschen weisen die Schuld, die sie haben, in der Regel von sich weg.

Wir tuen ja im Grunde vollkommen Idiotisches und Sinnloses rund um Gesundheit und Krankheit. Wir definieren auf der einen Seite Gesundheit als einen Zustand geistigen, körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens eines Individuums. Und wir suchen diesen Zustand in einer Welt zu erlangen, die uns geisteskrank, körperuntauglich, seelenlos und asozial erscheint.

Statt die Welt zu heilen, in der wir leben, doktern wir dann an den Symptomen der Individuen herum, die sie entwickeln, weil sie in diesen Bedingungen leben. Und auf dieser Herumdokterei von Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen und Priestern bauen wir unsere Gesundheitswirtschaft auf. Das Ganze ist so unintelligent wie es nur unintelligent sein kann.

Von daher kann man auch nicht sagen, daß das Individuum die ursächliche Schuld an seiner Erkrankung tragen würde. Daß der dickleibige Diabetiker obschon er bessere Gesundheitsinformation hat nicht nach diesen Informationen ausgerichtet verhalten kann, liegt ja nicht an ihm selber. Sondern es liegt an der Gesellschaft und Zivilisation, die ihm seine Macht raubt, Wissen zu erkennen und anzuwenden durch den Zustand der ungelenkten Diversität. Es kann in unserer Gesellschaft jeder behaupten: das Produkt oder die Dienstleistung, die ich anbiete, ist gesundheitsförderlich. Dabei stimmt das zumeist gar nicht, sondern es ist höchstens krankheitssymtom-mindernd. Zumeist noch nicht mal das. Und keiner in unserer Zivilisation kann bestimmen, daß förderliche Lebensweisen eingeführt werden, sondern wir sind mehr oder minder Opfer der Marktwirtschaft und damit unserer Zeit.

Wir sind also sozusagen alle eher Opfer, im Grunde Schuldopfer. Wir sind Opfer der Schuld, die unsere Zivilisation zu tragen hat und nicht wir als Individuen. Und das macht es so unerträglich, daß man ja im Grunde weiß, wie es sein müsste, aber daß man es nicht herstellen kann wie ein Produkt oder eine Dienstleistung. Aber anders kann diese Welt nicht mehr denken, wie es scheint.
 
Ja, und dieses Problem existiert ja auch vor allem. Die Menschen weisen die Schuld, die sie haben, in der Regel von sich weg.

Da hilft aber nun schon keine Esoterik, die auf Kommerz ausgelegt ist, wo sich zudem etwas passend hingezimmert wird, um es verkaufbar zu machen.

Die Schulmedizin, auf der anderen Seite, kann zwar auch nicht die Entwicklung abstellen, sie kann nur die Folgen lindern. Was auch funktioniert, wir werden immer älter.

Die Entwicklung aber Abstellen, kann keiner, wäre eine reine Idiotie, denn das wäre entwicklungstechnisch definitiv dann Rückschritt. Kann alles kommen, wenn die Rohstoffe ausgehen, knapp werden, was ja auch von einigen herbeigesehnt wird, aber, das Szenario wird nicht schön enden, sondern verdammt blutig und tödlich.
 
Da hilft aber nun schon keine Esoterik, die auf Kommerz ausgelegt ist, wo sich zudem etwas passend hingezimmert wird, um es verkaufbar zu machen.
Esoterik, die verkauft wird, ist Exoterik. Sie hat den esoterischen Bereich verlassen, was wohl natürlich ist.

Die Schulmedizin, auf der anderen Seite, kann zwar auch nicht die Entwicklung abstellen, sie kann nur die Folgen lindern. Was auch funktioniert, wir werden immer älter.
Also ich glaube daß wir älter werden ist nicht das Problem. Sondern wir werden immer kränker dadurch, daß wir die Symptome behandeln und nicht die Ursachen der Krankheit. Weil man wird ja nicht krank, weil man alt wird, sondern man wird krank unabhängig von Alter. Und daß man krank wird, liegt nicht am Alter, sondern es liegt an der Lebensweise, was die Zivilisationskrankheiten betrifft.

Die Entwicklung aber Abstellen, kann keiner, wäre eine reine Idiotie, denn das wäre entwicklungstechnisch definitiv dann Rückschritt. Kann alles kommen, wenn die Rohstoffe ausgehen, knapp werden, was ja auch von einigen herbeigesehnt wird, aber, das Szenario wird nicht schön enden, sondern verdammt blutig und tödlich.
Naja wo behobelt wird, fallen Späne.

Ich denke auch nicht, daß man etwas zurückdrehen könnte oder müsste, sondern daß man aus dem geistigen Erkennen des Richtigen in dessen Anwendung fortschreiten könnte. Und das in manchen Gebieten, vor allem mal in der Pädagogik. Denn wenn Du Wissen vermittelst, gibst du Macht. Wenn Du Menschen zum Lernen befähigst, machst Du sie handlungsfähig und veränderungsfähig. Und das würde unsere Zivilisation dringend brauchen, statt bekannte und vorhersehbare Fehler immer wieder zu wiederholen oder fortzuführen.

Aber ich bin da leider ein Schlechtreder: die Menschen sind zu dumm, zu unintelligent. Diese Spezies würde sich selbst ausrotten, wenn nicht der Planet das durch Eiszeiten erledigen würde oder durch einen auf ihn fallenden Kometen.
 
Mist, mein Computer hängt sich heute immer wieder auf, deshalb jetzt die späte Antwort...

die Buckel bekommst du erst im nächsten Leben. (PS: also natürlich nicht du, sondern irgendein Fiesling wie Hitler und so.)

Acha. Ich verstehe. Oder auch nicht. :D

Der Karmagedanke ist mir natürlich nicht fremd und ich lehne ihn auch keineswegs ab. Allerdings glaube ich nicht, dass es so einfach funktioniert, wie sich das einige hier vorstellen. Genauso wie Psychosomatik nicht so einfach funktioniert wie manch einer das meint. Will sagen, ich teile da deine Ansicht, soweit ich sie zu diesem Thema von dir kenne. Aber egal.

Oke. kommen wir also zurück zu unserem Buckeligen in spe. Wenn er sich eigentlich einige Krankheiten verdient hätte und sie nur deshalb mit Verspätung in die nächste Inkarnation bekommt, weil das Schicksal sich eben so lange Zeit lassen mag, dann kann man doch aber trotzdem nicht sagen, er ist gesund aus eigenem Verdienst heraus?

Deswegen meine Frage an Musikuss.
 
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Ohne jetzt alles gelesen zu haben, denn durch die 20 Seiten muss ich mich erstmal durcharbeiten, kann mir aber folgende Frage schon mal nicht verkneifen:

Es gibt Menschen, die so einen fiesen Charakter haben, dass sie theoretisch mit 3 Buckeln, 2 Hinkebeinen und noch dazu jeder Menge Geschwüre rumlaufen müssten.

Trotzdem sind sie nach medizinischen Richtlinien kerngesund. Wie erklärt sich das nach deiner Ansicht?


Woher will man jetzt sehen, wie er in 3 Leben aussieht? Was er in den nächsten Leben durchmacht, was ihm begegnet?

Was das Wort "Schuld" angeht, sollte man bei einem Karma eher von der Chance sprechen etwas auszugleichen.

Man muss dies in einem größeren Zusammenhang sehen, dann erst wird es schlüssig.


....."Wir wissen, daß Karma zunächst bedeutet die geistige Verursachung eines späteren Ereignisses, einer späteren Eigenschaft oder Fähigkeit des Menschen durch ein Vorhergehendes. Gleichgültig, ob diese geistige Verursachung auftritt in einem Leben zwischen Geburt und Tod, oder ob sie sich als das große Schicksalsgesetz der Menschheit durch die verschiedenen Erdenleben hindurchzieht, so daß die Ursachen für etwas in einem Leben Geschehendes in einem vorhergehenden oder einem weit zurückliegenden Leben liegen - dieses Gesetz, dieses umfassende Schicksalsgesetz ist das, was wir Karma nennen..." GA 108, S 95ff Rudolf Steiner


Denn der Mensch erarbeitet sich ja selbst sein kommendes Schicksal zwischen Tod und neuer Geburt in der geistigen Welt. Es ist ja sein eigenes Verlangen, wieder reinkarniert zu werden. - Das geschieht aus eigenem freien Willen. (So die Karmalehre)

Keiner stösst ihn auf die Erde!

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