Inner-türkische Konflikte in Deutschland

Entweder gibt es freie Meinungsäußerung, wozu auch Wahlkampfveranstaltungen zählen, oder es gibt sie nicht. Wenn Obama hier Wahlkampf machen durfte, gibt es keinen Grund Erdogan dies zu verbieten.

So gesehen, finde ich es gut, wenn es den einzelnen Veranstaltungsverantwortlichen überlassen bleibt, das zu verbieten und wenn auch nur mit fadenscheinigen Gründen, wie fehlendem Brandschutz, wie in Hamburg.

Wer sich den türkischen Wahlkampf angucken will, kann das ja auch im Fernsehen machen.
 
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Alle Parteien verteidigen diese zwei Pässe Entscheidung.

Wahrscheinlich fühlen sie sich mal wieder so dummstolz-angeberisch als "Weltbürger". :D

Im übertragenen Sinne von "weltoffen" ist das ja eine gute Idee. :)
In diesen Sinne bin ich auch Weltbürger. :)

Aber dass man auch rechtlich-juristisch alle möglichen Staatsbürgerschaften ansammeln kann, so wie andere Leute Briefmarken, das sehe ich nicht als sinnvoll an.
 
Insbesondere bei in Deutschland geborenen Türkischstämmigen oder mit einem türkischen Elternteil und einem Deutschen Elternteil macht die doppelte Staatsbürgerschaft für mich Sinn, denn vorher mussten sich die Menschen entscheiden und das stell ich mir nicht so einfach vor. Aber auch bei Türken nicht, die jahrelang in Deutschland leben.
Das müsste für jedes Land gelten dann. Tut es aber nicht.

Ich finde, wenn, müsste es so geregelt werden, dass diese Möglichkeit vollumfänglich in beiden Ländern besteht. Sprich dazu bedarf es länderinterne Abkommen. Das wäre fair und gerecht dann. Das bedeutet aber auch eine Ähnlichkeit in Politik und Freiheit beider Länder, ganz automatisch. Mit diktatorischen Staaten kann man das nicht vereinbaren, die unseres hiesigen Gesetzen entgegenstehen. Sprich Partnerländer sollten wirtschaftlich und sozial und politisch auf einem ähnlichen Stand sein.

Klar, meist wollen Menschen ja eher in die Länder einreisen und die Staatsbürgerschaft haben, die ihnen Vorteile verspricht. Das sollte man nicht ganz aus den Augen lassen. Und Länder verlassen, in denen sie weit eniger Freiheiten usw. haben. Und manchmal wollen Menschen beide Staatsangehörigkeiten, weil sie die jeweiligen Vorteile beider Länder genießen wollen.

Also letztendlich geht es nicht darum, dass die armen Menschen eine Entscheidung treffen müssen, was ich btw. überhaupt nicht bedenklich finde, sondern die Vorteilnahme, die unfair all jenen Personen gegenüber ist, die nicht wählen können, welchem Land sie sich zugehörig fühlen.
 
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Daß E. ein größenwahnsinniger Potentat ist (ich sehe keine übermäßigen Unterschied zu einem Mugabe), der sein Land faktisch in ein Sultanat umwandeln will, wofür er hier Werbung machen will. Obama war der Präsident eines demokratischen Staates.
Das ist der Unterschied.

Ja! Aber ist es in einer Demokratie mit freier Meinungsäußerung rechtens, Meinungen zu verbieten, die nicht dem allgemeinen Verständnis von Meinungsfreiheit entsprechen?
 
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