fantastfisch schrieb:
Bezüglich Medikamente: ja, es werden oftmals zu viele Medis verschrieben und/oder konsumiert. Aber per se sind Medikamente oft ein Segen. Das erkennt man meist aber nur, wenn man wirklich mal darauf angewiesen ist.
Jep. Das habe ich aber von vornherein klargestellt. Es liegt mir fern, hier einen Feldzug gegen Medikamente veranstalten zu wollen.
Joey schrieb:
Die Methodik, mit der geforscht werden sollte, ist klar. Wenn wegen gewinnstreben die Pharmaindustrie da Schlupflöcher sucht und findet, ist das nicht der Wissenschaft anzulasten.
Und die positive Wirkung von Medikamenten wird erforscht - oft mit hervorragender Methodik.
Und ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich bin ungern krank. Wenn ich den Zustand signifikant verkürzen kann, mache ich das auch.
Ich will sicher nicht jemandem etwas Falsches unterstellen, aber ich bin skeptisch. Wissenschaft und Wissenschaft sind für mich zwei Paar Schuhe. Das eine Paar ist eine neutrale ohne ein finanzielles Interesse, das andere Paar wäre hier die Forschung (wissenschaftliche Arbeit) der Pharmazie. Und wer garantiert, dass hier keinerlei Gewinnstreben berüchsichtigt werden muss?
Ich bin auch ungern krank, besser noch - ich bin es nur äusserst selten. Und wenn's mal passiert, dann ist das i.d.R. binnen einiger Tage auch wieder weg - ohne Arzt, ohne Medikament. Das letzte war mal eine Verletzung am Bein, die hat 14 Tage gedauert - auch ohne Arzt und Medikamente, mit Topfen und Zwiebel-Brot-Gemisch.

Aber natürlich ist mir bewusst, das ist mein persönliches "Vergnügen", jeder handhabt es so, wie er möchte.
Joey schrieb:
Zum einen: ALLES ist Chemie. Du kannst nicht nicht Chemie einnehmen. Auch der Zwiebelsaft ist Chemie. Auch die Naturheilmittel, von denen alle so schwärmen, sind Chemie.
Im Grunde hast du sicher recht. Der Unterschied für mich ist der, dass ich die Zwiebel ständig in Verwendung habe und sie mir daher vertraut ist. Wirkungsweisen kann ich im I-Net nachlesen bzw. sind sie als alte Hausmittelchen bekannt. Im Gegensatz zu Medikamenten, die künstlich erzeugt werden, von denen niemand, der nicht vom Fach ist, eine Ahnung hat, was da drinnen ist und was es im Körper tatsächlich bewirkt - auf lange Sicht gesehen. Nebenwirkungen, Abhängigkeiten etc. Beim Lesen mancher Beipackzetteln kann einem schlecht werden - inklusive Angst.
Joey schrieb:
Desweiteren: Stell Dir folgendes Bild vor. Es stehen sich zwei Armeen gegenüber: Die Armee der Krankheitserreger und die Armee des Immunsystems. Du willst, dass die Armee des Immunsystems den Kampf gewinnt, und das bitte auch relativ schnell. Du kannst dem Immunsystem - den Selbstheilöungskräften - dabei helfen, indem Du - z.B. durch die gabe von Medikamenten - die Armee der Krankheitserreger mit-reduzierst. Für Bakterien klappt das oft wunderbar - mit Viren ist das schwieriger. Wieso glaubst Du, werden dadurch die Selbstheilungskräfte "zurückgedrängt"? Und was machen die Aufgezählten Naturheilmettel - Zwiebelsaft etc. - mehr/besser als "Symptome lindern", was man oft der "Schulmedizin" vorwirft?
Ich denke, dass ein intaktes Immunsystem generell verd. viel gute Arbeit leistet, um Krankheiten weitgehend zu verhindern. Und auch Fieber, wenn es nicht in schwindelerregende und damit gefährliche Höhen steigt, ist ein Zeichen der Selbstheilungsarbeit. Auf vielen "Grippe"-Medikamenten steht: Fiebersenkend. Damit wird die körpereigene Arbeit zurückgedrängt. Meiner Meinung nach.
Um mal klarzustellen, Joey... ich werfe gar nichts vor. Jeder soll das handhaben wie er möchte. Ich bin für mich selbst der Meinung, dass vieles, was heute durch künstliche Chemie "geheilt" wird, auch ohne Tabletten & Co. wieder verschwindet, nur dauert es halt mitunter etwas länger. Der Körper braucht Zeit, und die wird ihm verwehrt.
Joey schrieb:
Warum sollte das nicht von Vorteil sein?
Wechselwirkungen, Nebenwirkungen, Spätfolgen etc.pp. Wer weiss das schon? Je schwerer die Krankheit umso heftiger die "Keule". Und je schwächer/überlasteter ein Körper, umso schwerer wird er damit fertig. Eigentlich logisch. Bissel Hausverstand tut auch einem Wissenschaftler gut.

(nicht böse gemeint)
Joey schrieb:
Meine Gründe, Medikamente wegzulassen, sind meist einfach Faulheit. In den meisten Fällen bin ich nicht lange krank. Da führt dann eine Behandlung auch nicht zu einer so starken Beschleunigung der genesung, dass ich denke, dass es sich lohnt.
Kommt mir bekannt vor. Wenn's wirklich mal eine Erkältung gibt, dann leide ich 1-2 Tage, und dann gehts auch wieder. Vergeht eh von selber, wozu zum Onkel Doc oder sonstwohin rennen.....
Übrigens, gerade im TV gesehen...
Offenbar hat man mit Migräneprobanden und Placebos probiert. Placebos "heilen" nicht nur, wenn der Patient nichts davon weiss, dass er ein Placebo schluckt, sondern auch, wenn der Patient es weiss. Allein das Ritual des "Pillenschluckens" hilft schon.
LP