Vielleicht ist es da sogar gut, dass ein Huhn lediglich 39 bis 42 Tage lebt. Arbeiter stecken die Vögel nun in Kisten, rund 100 in dreieinhalb Minuten. Die Tiere werden entsprechend unsanft angepackt. 30 Prozent der Tiere, die im Schlachthaus ankommen, haben frische Knochenbrüche. Die lange Fahrt im Laster ist also ohnehin schmerzhaft, Schutz vor Witterung sowie Futter oder Wasser gibt es nicht. Im Schlachthaus geht es kopfüber an den Haken, weitere Knochen brechen. Das Geschrei der Tiere ist so laut, dass sich die Arbeiter nicht verständigen können.
Im elektrisch geladenen Wasserbad werden die Tiere betäubt, dadurch aber nicht gefühllos. In Europa ist man zumindest per Gesetz an dieser Stelle strenger, hier müssen die Tiere tot oder bewusstlos sein. Eine sachgemäße Tötung kann aufgrund der Geschwindigkeit laut Studien aber nicht gewährleistet werden. Es folgt der Halsschnittautomat. Zumindest in den USA sind die langsam ausblutenden Hühner hier immer noch nicht tot. 180 Millionen Hühner werden in den USA pro Jahr unsachgemäß geschlachtet.