Ich will nach dem Tod kein Weiterleben haben!

Hallo Syrius,

was du schreibst, erinnert mich an einen Sufi-Text, den ich einmal las:

Ich suchte nach einem Geliebten, der mit mir die Grabesschwelle überschreitet und mich gerade dort über die Einsamkeit und Verlassenheit hinwegtröstet, wohin mich keiner mehr begleiten will. Da fand ich nichts anderes als die guten Taten. Ich nahm sie als mein Geliebtes in der Hoffnung, sie mögen mir im Grabe leuchten und mir in der Einsamkeit Gesellschaft leisten und mich nie verlassen.

Herzliche Grüße
Marjul

Hallo Marjul,

das ist ein wunderschöner Text. Ergänzend könnte man hier höchstens noch sagen, dass der Schutzengel als seine letzte Aufgabe noch den vom materiellen Körper getrennten Geistkörper über die Grabesschwelle begleitet, also die Einsamkeit wird so arg gar nicht sein.

Leider jedoch sind nicht nur die guten Taten, sonder auch die anderen als Begleiter zu bezeichnen. Die Einsamkeit jedoch wird gerade dem, der gute Taten und ein der geistigen Welt offenes Herz mitbringt, nicht 'gegönnt'. Er geht in eine wunderbare Welt voller Ueberraschungen ein.

lg
Syrius
 
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Jeder Mensch hat einen individuellen Glauben an das Leben nach dem Tod (oder auch nicht) - und das ist auch gut so.

Schlimm find ich es nur, wenn jemand wegen diesem Glauben Angst vor dem Tod hat, denn der Tod und das Sterben ist das Einzige, was uns gewiss ist. Da kann man nicht ausweichen. Wenn man Angst hat, macht man es sich nur unnötig schwer.
 
ich weiß nur eines mit absoluter sicherheit -

ich habe null erinnerung an ein leben vor meiner geburt...

wieso sollte es danach anders sein?

wovor sollte ich mich also fürchten?

nicht mehr zu sein?
na - vorher war ich ja auch nicht -
und es hat definitiv nicht weh getan.

jetzt bin ich - und das kann schon oft grausam weh tun -
dann wenn mensch all die vorstellungen sieht -
die sich menschen machen -

weil sie die realitäten des begrenzten seins nicht akzeptieren können....

dabei ist ja kein einziges sein begrenzt -
es wirkt.....

al
magdalena
 
...Ergänzend könnte man hier höchstens noch sagen, dass der Schutzengel als seine letzte Aufgabe noch den vom materiellen Körper getrennten Geistkörper über die Grabesschwelle begleitet, also die Einsamkeit wird so arg gar nicht sein.

Leider jedoch sind nicht nur die guten Taten, sonder auch die anderen als Begleiter zu bezeichnen. Die Einsamkeit jedoch wird gerade dem, der gute Taten und ein der geistigen Welt offenes Herz mitbringt, nicht 'gegönnt'. Er geht in eine wunderbare Welt voller Ueberraschungen ein.

Hallo Syrius

zum Glück haben wir die Möglichkeit uns zu Lebzeiten unsere "Begleiter" ins Jenseits auszusuchen durch die Art, wie wir denken, reden und handeln. Auch ist es uns möglich, uns auf den Übergang vorzubereiten, indem wir erkennen, dass die sinnlich wahrnehmbare Welt Symbol ist für die alles umfassende Wirklichkeit (Gott), die weder entsteht noch vergeht.
Ich finde die Aussage im "Tibetanischen Totenbuch" sehr bedeutsam, dass die kurze Zeit des Übergangs vom Diesseits ins Jenseits uns die große Chance bietet, das "Klare Licht" zu erkennen und zu erfahren, dass wir mit ihm Eins sind.

Herzliche Grüße
Marjul
 
Hallo Syrius

zum Glück haben wir die Möglichkeit uns zu Lebzeiten unsere "Begleiter" ins Jenseits auszusuchen durch die Art, wie wir denken, reden und handeln. Auch ist es uns möglich, uns auf den Übergang vorzubereiten, indem wir erkennen, dass die sinnlich wahrnehmbare Welt Symbol ist für die alles umfassende Wirklichkeit (Gott), die weder entsteht noch vergeht.
Ich finde die Aussage im "Tibetanischen Totenbuch" sehr bedeutsam, dass die kurze Zeit des Übergangs vom Diesseits ins Jenseits uns die große Chance bietet, das "Klare Licht" zu erkennen und zu erfahren, dass wir mit ihm Eins sind.

Herzliche Grüße
Marjul

Hallo Marjul,
Das schreibst Du sehr schön. Dieses "Klare Licht" erkennt jedoch nur, wer sein Auge darauf vorbereitet hat - wie Du sagst, 'durch die Art, wie wir denken, handeln und reden.

liebe Grüsse
Syrius
 
Hallo Syrius

zum Glück haben wir die Möglichkeit uns zu Lebzeiten unsere "Begleiter" ins Jenseits auszusuchen durch die Art, wie wir denken, reden und handeln. Auch ist es uns möglich, uns auf den Übergang vorzubereiten, indem wir erkennen, dass die sinnlich wahrnehmbare Welt Symbol ist für die alles umfassende Wirklichkeit (Gott), die weder entsteht noch vergeht.
Ich finde die Aussage im "Tibetanischen Totenbuch" sehr bedeutsam, dass die kurze Zeit des Übergangs vom Diesseits ins Jenseits uns die große Chance bietet, das "Klare Licht" zu erkennen und zu erfahren, dass wir mit ihm Eins sind.

Herzliche Grüße
Marjul



Hallo Marjul,
mir gefallen Deine Beiträge zum Sterben und Tod sehr. Ich bereite mich gedanklich schon seit meiner Jugend auf Sterben und Tod vor und ich freue mich sehr darauf und bin gespannt, wie es sich anfühlt. Ich habe keine Angst davor und ich weiß, dass es weiter geht.

lg Siriuskind
 
Ich würde es mit buddhistischer Meditation versuchen, die ist dazu da, nach dem Tod kein Weiterleben zu haben ....

Wer tot ist ist tot, also nicht mehr da, und wer nicht da ist, kann weder selbst verwirrt sei, noch anderen erscheinen. Alle diese Erscheinungen bilden sich im Geist derjenigen, die sie sehen.

Es gibt Techniken, welche angeblich die Richtung einer eventuellen Wiedergeburt beeinflußen können, aber ob die wirklich funktionieren, hat noch nie jemand schlüssig beweisen können.

Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr (Tao Te King)
 
Es gibt Techniken, welche angeblich die Richtung einer eventuellen Wiedergeburt beeinflußen können, aber ob die wirklich funktionieren, hat noch nie jemand schlüssig beweisen können.
ich selbst belasse das beim angeblich, ist halt schwierig oder unsinnig über Dinge zu sinnieren die man einfach nur vermuten kann weil der Mensch gewisse Bereiche einfach nicht einsehen kann, wohl auch nicht soll.
Aber genauso wie wir überhaupt da sind, egal ob wir es jemals wollten, sieht es wohl auch beim weiterleben oder der Wiedergeburt aus. Wir entstanden und bleiben wohl so oft und solange wie wir es weder wissen noch steuern können....zumindest heute noch nicht, aber bekanntlich erweitern sich dem Menschen im Zuge seiner Entwicklung die Möglichkeiten...wie er reif genug dafür ist, auch gut so, den momentan können wir noch nicht mal unsere eigene Erfindungen kontrollieren noch uns in Summe selbst im Zaune halten, lernen meist nur daraus...also werden weitere Befugnisse noch viele Jährchen auf sich warten lassen.
 
Vor Kurzem ging mir durch den Kopf: die Frage, ob ich nach dem Tode weiterlebe, und die Frage, ob meine Erinnerungen an frühere Leben wirklich sind, laufen darauf hinaus, ob ich mich dann weiterhin als "Ich" fühlen werde und ob ich mich damals schon als "Ich" gefühlte habe.
Nun bringt es mir aber schon im Hier und Jetzt eine unübersehbare Menge an Sorgen, Ängsten und Nöten, mich als ein abgegrenztes "Ich" zu fühlen. Warum will ich dann überhaupt Bestand für mein "Ich"-Bewusstsein? Ist es nicht eine Illusion, die zu meinem Glücklichsein sofort loszulassen ist?

Herzliche Grüße
Marjul
 
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Hallo Marjul

Der individuelle Charakter ist ohnehin immer in Bewegung. Wenn man daran denkt, wie man als kleines Kind war ist das schon ein gewaltiger Unterschied,
und ich würde sogar sagen, dass man wahrscheinlich sogar eher versucht Gemeinsamkeiten herzustellen, die vielleicht gar nicht vorhanden sind.
Nach dem Tod wird man sich sofern man weiterexistiert über kurz oder lang auch verändern, sofern überhaupt etwas individuelles übrigbleibt. Warum sollte es anders sein?

LG PsiSnake
 
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