Ich suche die Liebe....

Das worum es geht, ist schon lange klar.

Ich fürchte, nein, wenn ich dann anschließend das hier lese, Monk:

Und jetzt halt ich mich raus hier. Das bringt nichts, da hast du recht.

Weißt du. Ja du weißt es, ich hab es dir einmal erzählt. Ich habe 9 Jahre lang mit einem Quartalsäufer zusammengelebt.

Der mir VOR jedem Absturz von seiner Vergangenheit als Alkoholiker erzählt hat, weil er jetzt ja anfangen wird, Veränderungen in die Wege zu leiten.

Und der mir NACH jedem Absturz erzählt hat, es sei ja eh nur ein kleiner Ausrutscher gewesen. Nicht der Rede wert, ist doch alles nicht so arg, was hast du denn, JETZT werd ich ja anfangen, was zu ändern.


Veränderung, Monk, ist dann passiert, wenn ich etwas VERÄNDERT habe. Nicht vorher. Das ist der Point of Knäck. Ich hab eine Weile gebraucht, um das sehen zu können. Angenehm war das nicht.

Aber wie du willst. Du DARFST selbstverständlich auch Worte von Menschen, die hinter sich gebracht haben, worin du festhängst, als Psychoterror erleben. Das Pech ist nur, das wird dich nirgends hinbringen.



Gruß
Kinny
 
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Eines frag ich mich grad, wenns noch schnell gestattet ist...

Wer von euch würde sich ohne Zähne zu einem derartigen Termin begeben, sich zwischen 25 hübsche Damen zwischen 20 und 40 setzen, weil ihm das worum es geht wichtig und der Termin nun mal nicht zu verschieben ist? Und bei wem würde die Eitelkeit gewinnen?

Nein, ich wills eh nicht wirklich wissen :rolleyes:
 
Wer von euch würde sich ohne Zähne zu einem derartigen Termin begeben, sich zwischen 25 hübsche Damen zwischen 20 und 40 setzen, weil ihm das worum es geht wichtig und der Termin nun mal nicht zu verschieben ist? Und bei wem würde die Eitelkeit gewinnen?

Dieses ist nicht die Kernfrage, Monk.

Die viel unbequemere Frage im Kern der Sache ist, wer von uns ist sich selbst so wenig wert, daß er über zwei Monate vergehen läßt, um sich um seine Gesundheit zu kümmern. Denn fehlende Zähne sind nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch eine der Gesundheit (und ganz nebenbei auch der Lebensqualität).

Und was das betrifft, da zeig ich durchaus auf. Ich bin auch immer die Letzte, um deren Gesundheit ich mich kümmere. Und geändert wird sich da erst was haben, bis ich es verändert habe. Nicht wenn ich beginne, es zu verändern.

Gruß
Kinny
 
Veränderung, Monk, ist dann passiert, wenn ich etwas VERÄNDERT habe. Nicht vorher.

Kruzifuzi nochmal... wie soll einer was verändern, wenn ein anderer vor ihm sitzt und ihm die Vergangenheit von vorne an den Kopf wirft, in dem Moment, wo er Veränderung herbeiführen will? Wechselwirkungen in Begegnungen, das hat nichts mit Selbstmitleid zu tun oder mit Schuldprojektion.... das is eben so, dass man sich gegenseitig beeinflusst.

Die ausbildungsleiterin war auch verwirrt, wie sie selber zugegeben hat. Weil sie zwei Bilder von mir hatte. Das Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf und das Bild, wie ich eben so zahnlos vor ihr saß. Das schaut nicht gut aus, das wissen wir. Noch dazu habe ich mich einigermaßen gepflegt ausgedrückt und das bekam sie nicht auf die Reihe, weil ein Mensch der so aussieht, von dem erwartet man sich wahrscheinlich, dass er nur rumlallt. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass für sie nichts von dem Termin abhing. Verunsichert haben wir uns gegenseitig. Begegnungen sind immer auch Berührungen.

Das Problem ist nicht, dass ich nichts verändern kann oder will, sondern das das Timing einfach nicht gepasst hat. Geh mal ohne Zähne zu einem Vorstellungstermin. Da is dann der Dreitagebart auch schon wurscht, das sag ich dir.
 
Die viel unbequemere Frage im Kern der Sache ist, wer von uns ist sich selbst so wenig wert, daß er über zwei Monate vergehen läßt, um sich um seine Gesundheit zu kümmern. Denn fehlende Zähne sind nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch eine der Gesundheit (und ganz nebenbei auch der Lebensqualität).

Na dann bleibt mir wohl nur noch der Strick. Ganz ohne Selbstmitleid, aber die fehlenden Zähne sind nun mal meine Realität. Ob mit oder ohne Zahnattrappe. Weil die Zähne fehlen mir schon seit über 20 Jahren. Mit 30 ungefähr hab ich mir oben alle rausreissen lassen, weil sie einfach kaputt waren und ich schon von Kindheit an, von der Schule her immer mit den Zähnen Probleme hatte.

Dann bin ich mit 30 und ohne Zähne eineinhalb Jahre aufs BFI gegangen und hab eine Ausbildung gemacht. Getrunken hab ich zu dieser Zeit nichts. 10 Jahre lang, zwischen 1986 und 1996 hab ich nichts getrunken, hatte keine Zähne im Maul, hab kein Fleisch gefressen, nur Gemüse und Getreidelaibchen und hab doch was auf die Reihe gebracht.

Ja, fehlende Zähne mögen ein Zeichen für was auch immer sein. Aber mein Leben will trotzdem weitergehen. Ob mit oder ohne.
 
HI CRAZY M.

Frage, wie wäre es gewesen, wenn sich diese Dame dazu entschlossen hätte, dich am nächsten Tag nochmal sehen zu wollen?
Weil sie ihre Entscheidung überdacht hatte, oder warum auch immer.

Wäre wohl nicht gut gekommen, wenn Du dort völlig verkatert, oder aufgrund dessen gar nicht aufgetaucht wärst. Oder?

Und der Alk ist erst dann Vergangenheit, wenn er es nicht mehr wert ist darüber zu schreiben und das ist ja augenscheinlich nicht der Fall.

Glg W.
 
Den Klienten von Heimhelferinnen fehlen auch manchmal die Zähne. Ich bin eben in dem Bereich schneller gealtert. Soll ich wegen dem sagen, es geht nicht mehr weiter?
 
Die fehlenden Zähne sind eine Realität, unabhäng davon, ob eine Attrappe in meinem Maul hängt oder nicht. Die Attrappe dient vor allem mal dem Schein. Ja, ein wenig auch der Gesundheit, weil man damit ein bisserl besser beissen kann, aber vor allem dient sie dem Schein. Man hinterlässt zumindest den Eindruck, als wäre man komplett. Außer sie sind so schlecht gemacht, dass man es auf 100 Meter Entfernung sieht, dass die Dinger nicht echt sind. Auch das gibt es.
 
Und geändert wird sich da erst was haben, bis ich es verändert habe. Nicht wenn ich beginne, es zu verändern.

Gruß
Kinny

Wenn ich nicht beginne, werd ich nie was verändert haben. Einen Weg muss man betreten um ihn zu gehen.

Das andere ist das Schlaraffenland und das gibt es nicht.

Schwamm drüber. Schnee von vorgestern.
 
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Wenn ich nicht beginne, werd ich nie was verändert haben. Einen Weg muss man betreten um ihn zu gehen.

Das stimmt. Und das ist nicht das Problem, von dem ich zu sprechen versuche, zu dir. Die Falle, in die ich zum Beispiel so lange getappt bin, heißt: ich verwechsle das "Weg betreten" damit, "den Weg gegangen zu sein". Und solange ich das verwechsle, solange betrete ich den Weg. Immer wieder. Und geh ihn nie.

Mein persönliches AHA-Erleben diesbezüglich war mein Schreibtisch in der Arbeit. Ein Jahrzehnt lang war das Ding das Chaos in Person :D - und ein Jahrzehnt lang hab ich damit BEGONNEN, da Ordnung zu machen - und auf die Art hab ich damit immer nur begonnen und in Wirklichkeit NIE Ordnung gemacht. Mein Schreibtisch blieb - wie überraschend - das Chaos in Person.

Ein Jahr, Monk, ein ganzes Betriebsjahr lang, hab ich letztes Jahr Ordnung GEMACHT, Schritt für Schritt. Heute hab ich einen aufgeräumten Schreibtisch. :) Und HEUTE kann ich sagen: ich habe etwas verändert.

Soviel zum Weg, zum Betreten und zum Gehen. Vielleicht wirds so klarer, was ich meine. Parallel zu deinen Angelegenheiten gesehen.

Gruß
Kinny
 
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