Ich Bin!

  • Ersteller Ersteller Allegrah
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Hallo Inti!

Ich hab nichts anderes behauptet als du - Die Wahrnehmung liegt vor der Interpretation.

Die Wahrnehmung ist bereits die Interpretation.
Die Wahrheit liegt immer vor.
Ihre interpretierte Aufnahme ist die Wahrnehmung.
Ihre ungefilterte Aufnahme ist die Erkenntnis.
Soweit ich dich verstanden habe, bezeichnest du bereits die alleinige Aufnahme einer Information als Wahrnehmung. Ich nicht, weil die Information nie wahrheitsgetreu übernommen, sondern ständig durch die Filterung des Ichs verfälscht wird. Daher nenne ich diese gefilterte Aufnahme von Informationen Wahrnehmung. Da die meisten Menschen ständig alle sie erreichenden Informationen filtern, sind sie ständig in der Wahrnehmung und können schwer erkennen, dass sie ständig am Filtern sind, statt die Information unverfälscht zu erkennen.
Die Wahrnehmungen einer Person sind meist persönlicher Natur, also gefiltert.

Ein recht materielles Beispiel:
Du siehst einen Tisch an. Siehst du auch die Atome, aus denen ein Tisch besteht? Oder was ein Tisch überhaupt ist? Was siehst du? Du siehst das, was dir deine Vergangenheit über das Gebilde Tisch aus vergangenen Erfahrungen an Definition heranträgt. Das, was du siehst, ist also deine Vergangenheit. Nie die Wahrheit, woraus ein Tisch besteht. Deine Augen sehen und dein Gehirn filtert und definiert. Die Summe dessen ist also das, was deine Vergangenheit dir darüber berichtet. Damit siehst du ständig die Vergangenheit, nie das, was „jetzt“ ist.

Und meine Aufgabe sehe ich darin, mir dessen was unbewusst abläuft bewusst zu werden. Aber der Wunsch nach der wahren Wahrheit zu leben kann auch daneben sein.
Ja, weil Wünsche an Raum und Zeit gebunden sind.

Beispiel Sonne - wir wissen inzwischen, dass die Sonne um die Erde kreist, dies ist die grundlegende Wahrheit zum kosmichen Aspekt unseres Lebens in unserem Sonnensystem - aber diese Wahrheit hat keinen sonderlich relevanten Einfluss auf meinen täglichen Alltag. Im täglichen Alltag ist es relevant dass morgens die Sonne aufgeht und abends untergeht. Somit ist die Wahrheit, die ich wahrnehme (Sonnenlauf) die für mich relevante Wahrheit und nicht die wirkliche Wahrheit.
Ja, weil deine Aufmerksamkeit darauf ruht, was der Person Inti nützt.
Was du dann siehst, ist: Inti, die Sonne, der Kosmos, Sonnenlauf, Alltag…..alles Dinge (Bilder), die DU siehst.
In der Person Inti werden diese als Wahrnehmungen dann höchstpersönlich gefiltert und bewertet: „Gut, böse, angenehm, unangenehm, schön, hässlich, kann ruhig noch mehr sein, hau bloß ab damit, ……etc.“ Je nachdem, wie es DIR in Inti gerade gefällt.
Irgendwann ist Inti dann untergegangen, wie die Sonne es auch jeden Tag tut, dann stehst DU halb nackig da und siehst dir andere Bilder an und filterst und bewertest sie als wer sonst.

Das was ich wahrnehme ist die für mich relevante Wahrheit, was ich machen kann ist, meine Wahrnehmungsfähigkeiten erweitern, also nicht nur die physischen Sinne, sondern auch die seelischen und geistigen Wahrnehmungsfähigkeiten ausbauen.
Du kannst die Wahrnehmung als solche erkennen und zur Erkenntnis gelangen, in dem du sie als Bezugspunkt zur Erkenntnis heranziehst. Ob du jedoch überhaupt durch Ausbauen der Wahrnehmung zur Erkenntnis gelangst, halte ich für fragwürdig.

Und wie ich das sehe erwächst Erkenntnis immer aus der Wahrnehmung und seinen es auch geistige Wahrnehmungen. Erkenntnis heißt für mich, dass ich Zusammenhänge erkenne, dass ich Ursachen erkenne, Erkenntnis erfordert eine geistige Arbeit und hat mit verstehen zu tun mit Bewusstwerdung von Prozessen.
Zusammenhänge, geistige Arbeit, Ursache und Wirkung sind Raum-Zeit gebunden.
Alles räumlich-zeitliche erschwert jedoch die Erkenntnis des ewigen „Jetzt“.
Entweder bist du im „Jetzt“ oder in der Raum-Zeit mit deiner Aufmerksamkeit und Arbeit, auch geistige Arbeit, ist eine Aktion in Raum-Zeit. Daher halte ich es für höchst utopisch, dass man durch geistige Arbeit bzw. durch Prozesse in der Raum-Zeit zur Erkenntnis der Wahrheit gelangt.
Viel mehr sind raum-zeitliche Prozesse Reflexionen des Geistes im „Jetzt“.
Dein Spiegelbild kann nicht deiner bewusst werden. Das kannst du aber jenseits des Spiegels sehr wohl.

Das was du als die reine direkte Erkenntnis aus dem geistigen Raum bezeichnest würde ich die Intuition nennen, das ist doch aber auch eine Wahrnehmung. Und ich kann mir nie sicher sein, dass nicht irgendwo doch noch irgendwelche Filter dazwischenliegen, die mir noch nicht aufgefallen sind. Also kann auch eine Erkenntnis die ich hatte, durch neue Erkenntnisse erweitert oder widerlegt werden.

Intuition kann dir bewusst machen, dass du nicht ausschließlich daraus bestehst, was du siehst. Sie ist daher authentischer.
Wenn du dir bei der Wahrnehmung (intuitiv) unsicher bist, dann ist das ein Zeichen dafür, dass da gerade gefiltert wird.
Erkenntnis macht weniger unsicher und ist nicht die Intuition selbst, sondern kann durch sie erfasst werden. Erkenntnis, ist das Erkennen der ungefilterten Wahrheit, was sehr sicher macht.
Eine Erkenntnis, die widerlegbar ist, ist nie Erkenntnis, sondern Wahrnehmung.
 
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Allegrah
Die Wahrnehmung ist bereits die Interpretation.
sehe ich nicht so
Die Wahrheit liegt immer vor.
wieviel ich davon wahrnehme, mir bewusst wird ist Spekulation
Ihre ungefilterte Aufnahme ist die Erkenntnis.
das Wahrnehmungsorgan selber ist ein Filter, das sehe ich auch so, aber das was wahrgenommen wird ist Wahrheit, wenn auch nur ein Ausschnitt von der gesamten allumfassenden. Filter deshalb weil ein Seh-Sinn (nicht nur physisch-sinnlich) halt alles in Bildern dastellt, ein Hörsinn alles in Tönen, ein Fühlsinn wieder anders, alle Sinne bringen mir in ihrer Kombination mehr Wahrheit ans Licht und ins Bewusstsein.
Soweit ich dich verstanden habe, bezeichnest du bereits die alleinige Aufnahme einer Information als Wahrnehmung. Ich nicht, weil die Information nie wahrheitsgetreu übernommen, sondern ständig durch die Filterung des Ichs verfälscht wird.
Die Filterung verfälscht nicht, sondern sie schließt nur bestimmte Bereiche aus - die Interpretation vefälscht, wenn sie meint das Wahrgenommene sei nun die volle und allumfassende Wahrheit.
Da die meisten Menschen ständig alle sie erreichenden Informationen filtern, sind sie ständig in der Wahrnehmung und können schwer erkennen, dass sie ständig am Filtern sind, statt die Information unverfälscht zu erkennen.
es ist falsch, die beschränkten Fähigkeiten eines Wahrnehmungsorgans dafür verantwortlich zu machen dass dann die Interpretation nicht umfassend ist. Deshalb haben wir ja verschiedene Sinne um nicht nur vom Sehen abhängig zu sein, aber Geschmack und vor allem Geruch finde ich wird zu stark vernächlässigt, und das ist nur die physishe Seite.
Die Wahrnehmungen einer Person sind meist persönlicher Natur, also gefiltert.
der Wahrnehmungsumfang hängt natürlich an den Fähigkeiten der wahnehmenden Person.
Ein recht materielles Beispiel:
Du siehst einen Tisch an.
Schon die Bezeichnung "Tisch" ist eine Interpretation - was für Wahrnehmungen kann ich einsetzten? Sehen - ich sehe ein horizontale Fläche mit einer bestimmten Ausdehnung und dicke, sowie an den 4 Ecken vertikale verlängerungen. Wobei auch alle diese Bezeichnungen sind schon wieder Interpretationen aus sprachlichen Absprachen wie man dies oder jenes nennt. Es ist nicht das was ich wahrnehme.
Siehst du auch die Atome, aus denen ein Tisch besteht?
Dazu habe ich nicht die Wahrnehmungsfähigkeit, das muss ich anderen glauben, die Geräte dafür hergestellt haben.
Oder was ein Tisch überhaupt ist?
und schon sind wir in der Interpretation und nicht mehr bei der Wahrnehmung.
Was siehst du? Du siehst das, was dir deine Vergangenheit über das Gebilde Tisch aus vergangenen Erfahrungen an Definition heranträgt.
DAS ist Interpretation und nicht mehr Wahrnehmung!
Deine Augen sehen und dein Gehirn filtert und definiert.
Genau die Augen sind ein Wahnehmungsorgan, das Hirn interpretiert. Obwohl ich auch im Hirn in Form der Gedanken eine Wahrnehmungsqualität sehe.
Damit siehst du ständig die Vergangenheit, nie das, was „jetzt“ ist.
Ich nicht - du siehst das so - die Wahrnehmung ist "Hier und Jetzt" die Interpretation speist sich aus der Vergangenheit.
Ja, weil Wünsche an Raum und Zeit gebunden sind.
genau und du hast den Wunsch die absolute wahre Wahrheit erkennen zu wollen.
Ja, weil deine Aufmerksamkeit darauf ruht, was der Person Inti nützt.
das ist der hauptaspekt auf den ich hier in der Inkarnation bezogen bin - ich bin dauernd für mich da!
In der Person Inti werden diese als Wahrnehmungen dann höchstpersönlich gefiltert und bewertet:
genau alles Interpretationen aus meiner Wahrnehmung, die für mich in diesem Leben an diesm Platz relevant sind, mehr habe ich damit nicht gesagt - ich wollte nur auf den Punkt raus, was ist für mich hier relevant, die absolute Wahrheit oder der Teil der Wahrheit mit dem ich zu tun habe.
Du kannst die Wahrnehmung als solche erkennen und zur Erkenntnis gelangen, in dem du sie als Bezugspunkt zur Erkenntnis heranziehst
nichts anders sage ich - wenn klar wird wo die Filter sitzen und wie sie funktionieren umnd wo die Schnittstelle zwischen Wahrnehmung und Interpretation ist, dann ist Erkenntnis erst möglich.
Ob du jedoch überhaupt durch Ausbauen der Wahrnehmung zur Erkenntnis gelangst, halte ich für fragwürdig.
sehe ich im Moment als alleinige Möglichkeit. Ali meditiert wieder mehr, auch das ist eine Möglichkeit, die Wahnehmung einer anderen Ebene zu nutzen. Genauso das, was ich bezeichne als, hintern den Sinnen wahrnehmen, oder auch Inspiration und Intuition, oder auch die Träume zu nutzen.
Zusammenhänge, geistige Arbeit, Ursache und Wirkung sind Raum-Zeit gebunden.
Alles räumlich-zeitliche erschwert jedoch die Erkenntnis des ewigen „Jetzt“.
Einerseits erschwert es die Erkenntnis ja - aber auf der anderen Seite hat es die Bewusstwerdung erst ermöglicht.
Dein Spiegelbild kann nicht deiner bewusst werden. Das kannst du aber jenseits des Spiegels sehr wohl.
solange du in der Dualität lebst gibt es Spiegel und ich sehe es auch als wichtig an hinter den Spiegel zu schauen.
Intuition kann dir bewusst machen, dass du nicht ausschließlich daraus bestehst, was du siehst.
klar weil Intuition eine andere Art von Wahrnehmungsmöglichkeit ist.
Sie ist daher authentischer.
sie ist was sie ist - und weder besser oder schlechter als andere Wahrnehmungsorgane.
Wenn du dir bei der Wahrnehmung (intuitiv) unsicher bist, dann ist das ein Zeichen dafür, dass da gerade gefiltert wird.
Ja sehe ich auch so
Eine Erkenntnis, die widerlegbar ist, ist nie Erkenntnis, sondern Wahrnehmung.
Wahrnehmung ist nie widerlegbar, nur die Interpretation ist widerlegbar.

LGInti
 
Trixi gestritten ist doch ziemlich hart formuliert oder? Für dich ist nun vllt das Wort streiten etwas unangenehmes, für andere ist es das Salz in der Suppe, oder dann gibts auch die anderen, die dem Streiten neutral gegenüber stehen. :)
Ja, ich habe das Wort nochmal reflektiert und es ist so wie Du sagst. Ich weiß woran es liegt: an meinen beiden Schwestern. Die haben sich früher gestritten wie die Berserker, so daß ich mir die Ohren zuhalten mußte. Das ging vor allem morgens und abends immer um die Kleider. Wer darf welchen Pulli von der Anderen anziehen und was bekommt sie dafür und ist dies ein adäquater Gegenwert... das hat mir nicht sehr gut getan. :)

ja aus der Ferne ist nichts so heiß wie es gekocht wurde. Wenn du aber Glauben wie ein Senfkorn hast und den Willen auf ebener Erde zu wandeln, dann sagst du zu dem Berg einfach "hebe dich hinweg".
Wie ein Senfkorn? Kannst Du mir das näher bringen, wie ein solcher Glaube wie ein Senfkorn aussieht? Senf wandelt in der TCM das Element Metall durch Feuer/Hitze und der Berg ist der Inbegriff des Metalls, denn in ihm ist es ja über Jahrtausende entstanden. Muß dann gefördert werden... wie auch die Intelligenz.

Harmonie ist wunderschön und der vorherige Streit verschönert sie nochmal.
Hm, ja, wenn man Harmonie vergleichen könnte, dann wäre sie schöner, wenn man vorher gestritten hat. Bzw. besser wahrnehmbar, als Unterschied. Nur ist sie eben immerdar, die Harmonie. Wir nehmen nur aus mir nicht immer klaren Stücken nicht an ihr Teil, sondern spalten Teile unseres Selbst ab. Und mit diesen Teilen diskutieren wir dann mitunter herum. (Manch einer beobachtet es eben bei sich selbst, Andere beobachten es bei Anderen. Je nachdem, wie die Aufmerksamkeit gepolt ist.)

Ich wünsch dir für dieses Jahr eine gute Gesundheit physisch geistig und auch seelisch, auf dass dein Fuss nicht an einen Stein, oder gar Berg stoße.
:)

LGInti
Das ist ein sehr schöner Wunsch, für den ich mich vielmals bedanke. Ich wünsche Dir meinerseits ein gutes Gelingen im Geiste, im Körper und in der Seele und daß Du im Herzen Glück und Erfolg verspürst.

Liebe Grüße,
Trixi Maus
 
Die Wahrnehmung ist bereits die Interpretation.
will mich nicht einmischen...

... von göttlicher Ebene aus betrachtet hast Du Recht. Gottes Interpretation ist unsere Wahrnehmung. Er lernt aus ihr, könnte man sagen, wie ein Kind mit Abermilliarden Augenpaaren.

Aber von menschlicher wahrnehmungstechnischer Ebene aus betrachtet stimmt es nicht. Man kann es selbst überprüfen: wenn man einfach da nur sitzt, dann nimmt man wahr. Tut man das nicht und interpretiert beispielsweise, dann schläft man in irgendeiner Weise, ist nicht präsent und hellwach im Hier und Jetzt, was das Ziel der Meditation ja ist. Die Sinne sind dann nicht ganz geöffnet. Jeder Gedanke ist da ja zunächst mal nicht erwünscht, auch wenn dahin zu kommen sicherlich ein Stückchen Weges ist. Also kann auch in der Technik selber, im Rahmen derer unser Bewußtsein funktioniert, Interpretation nicht das wesentlich Moment sein. Vielleicht ist es der Moment der "Erfahrung", die mehr in's Gewicht schlägt.

lg,
Trixi Maus
 
... von göttlicher Ebene aus betrachtet hast Du Recht. Gottes Interpretation ist unsere Wahrnehmung.

Aber von menschlicher wahrnehmungstechnischer Ebene aus betrachtet stimmt es nicht. Man kann es selbst überprüfen: wenn man einfach da nur sitzt, dann nimmt man wahr. Tut man das nicht und interpretiert beispielsweise, dann schläft man in irgendeiner Weise, ist nicht präsent und hellwach im Hier und Jetzt, was das Ziel der Meditation ja ist. Die Sinne sind dann nicht ganz geöffnet. Jeder Gedanke ist da ja zunächst mal nicht erwünscht, auch wenn dahin zu kommen sicherlich ein Stückchen Weges ist. Also kann auch in der Technik selber, im Rahmen derer unser Bewußtsein funktioniert, Interpretation nicht das wesentlich Moment sein. Vielleicht ist es der Moment der "Erfahrung", die mehr in's Gewicht schlägt.

lg,
Trixi Maus

Wundervoll geschrieben. :danke: Diese 2 Perspektiven zu sehen, ist wundervoll.
Wobei Gott auch nicht interpretiert. Das passiert eine Etage tiefer, auf den Ebenen zwischen der Quelle und der Wahrnehmungs-Plattform (materielle Ebene).

Er lernt aus ihr, könnte man sagen, wie ein Kind mit Abermilliarden Augenpaaren.

Gott ist bereits vollkommen. Dass er lernt, ist wiederum eine Wahrnehmung.

:umarmen:
 
Wundervoll geschrieben. :danke: Diese 2 Perspektiven zu sehen, ist wundervoll.
Wobei Gott auch nicht interpretiert. Das passiert eine Etage tiefer, auf den Ebenen zwischen der Quelle und der Wahrnehmungs-Plattform (materielle Ebene).
Ja, auf einer Zwischenebene. Deshalb ja auch "Inter"-pretation.


Gott ist bereits vollkommen. Dass er lernt, ist wiederum eine Wahrnehmung.

:umarmen:
Das ist die Frage, Allegrah. Die Frage ist, ob ein Bewußtsein vollkommen sein kann, was nicht lernt. Ich stelle es mir so vor: ein lernendes Bewußtsein muß wach sein und fägig, sich zu konzentrieren. Es muß sich "sammeln" können, um die Aufmerksamkeit auf etwas zu halten und einen Lernprozeß zu erfahren. Dann kann es etwas erschaffen. Wir sehen das an uns selber.

:kiss4:
 
Ja, auf einer Zwischenebene. Deshalb ja auch "Inter"-pretation.



Das ist die Frage, Allegrah. Die Frage ist, ob ein Bewußtsein vollkommen sein kann, was nicht lernt. Ich stelle es mir so vor: ein lernendes Bewußtsein muß wach sein und fägig, sich zu konzentrieren. Es muß sich "sammeln" können, um die Aufmerksamkeit auf etwas zu halten und einen Lernprozeß zu erfahren. Dann kann es etwas erschaffen. Wir sehen das an uns selber.

:kiss4:

Ja, weil Bewusstsein im Grunde nicht Raum und Zeit bedarf, das Lernen aber schon.
Alles entspringt der selben Quelle, in der alles bereits enthalten ist: Der Lernende, was gelehrt wird und das Lernen an sich.
In der Quelle, woraus alles entspringt, ist bereits alles enthalten. Neue Wahrheiten, die gelernt werden müssen, gibt es da nicht, weil da die Raum-Zeit nicht greift.

Lernen ist ein Prozess, der Raum und Zeit bedarf, weil er eine Aktion darin ist. Im ewigen "Jetzt" sind alle Lehren bereits enthalten.
Wird das ewige Jetzt jedoch auf die Raum-Zeit gespiegelt, wird sie individuell (In der Identifikation mit einem Ich) und damit partiell wahrgenommen. Das Individuum nimmt nur Bruchstücke davon wahr und verspürt daher das Bedürfnis sie komplett zu erfassen, also zu lernen.

:umarmen:
 
Trixi
Das ist die Frage, Allegrah. Die Frage ist, ob ein Bewußtsein vollkommen sein kann, was nicht lernt. Ich stelle es mir so vor: ein lernendes Bewußtsein muß wach sein und fägig, sich zu konzentrieren. Es muß sich "sammeln" können, um die Aufmerksamkeit auf etwas zu halten und einen Lernprozeß zu erfahren. Dann kann es etwas erschaffen. Wir sehen das an uns selber.
vielen Dank für diesen Gedanken, das halte ich für ein wichtiges Thema - ich denke beides zusammen ist möglich, da ich glaube, dasss das vollkommene Bewusstsein nicht in unserem Sinne vollkommen ist, sondern völlig anders strukturiert ist. Vollkomen heißt für uns, etwas ist fertig und muss nicht fertiger werden, d.h. lernen ist in dem Fall widersinnig, da ja alles schon vorhanden ist. Aber ich glaube halt es ist zwar alles vorhanden, aber in unserem Sinne ungeordnet. Jeder Bestandteil eines Gedanken ist vorhanden, jedes Bauteil eines physischen Seins ist vorhanden, aber in der Dualität der Physis bekommt es Gestalt das vollkommene Bewusstsein ist der unbehandelte Stein des Bildhauers und Teile des vollkommenen Bewusstseins werden zum Bildhauer und bahandeln den Stein und erschaffen etwas was schon da war - wie Michelangelo sagte, dass das was er aus dem Stein herausmeißelt war schon vorher dort drin. Es ist also alles schon da aber nicht so sichtbar, wie nach der Arbeit des Bildhauers.

Das ist jetzt vielleicht etwas verworren, aber an diesem Thema arbeite ich auch schon länger ohne große Erfolge.

LGInti
 
Guten Morgen Inti!

Trixi vielen Dank für diesen Gedanken, das halte ich für ein wichtiges Thema - ich denke beides zusammen ist möglich, da ich glaube, dasss das vollkommene Bewusstsein nicht in unserem Sinne vollkommen ist, sondern völlig anders strukturiert ist. Vollkomen heißt für uns, etwas ist fertig und muss nicht fertiger werden, d.h. lernen ist in dem Fall widersinnig, da ja alles schon vorhanden ist. Aber ich glaube halt es ist zwar alles vorhanden, aber in unserem Sinne ungeordnet. Jeder Bestandteil eines Gedanken ist vorhanden, jedes Bauteil eines physischen Seins ist vorhanden, aber in der Dualität der Physis bekommt es Gestalt das vollkommene Bewusstsein ist der unbehandelte Stein des Bildhauers und Teile des vollkommenen Bewusstseins werden zum Bildhauer und bahandeln den Stein und erschaffen etwas was schon da war - wie Michelangelo sagte, dass das was er aus dem Stein herausmeißelt war schon vorher dort drin. Es ist also alles schon da aber nicht so sichtbar, wie nach der Arbeit des Bildhauers.

Das ist jetzt vielleicht etwas verworren, aber an diesem Thema arbeite ich auch schon länger ohne große Erfolge.

LGInti

Wie der Zufall will, bin ich heute bei meinem Ken Wilber - Buch auf dieser Seite angekommen. Trifft sich doch wunderbar. ;)

Gibt es überhaupt Zufälle? :eek:

:D
 
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Trixi vielen Dank für diesen Gedanken, das halte ich für ein wichtiges Thema - ich denke beides zusammen ist möglich, da ich glaube, dasss das vollkommene Bewusstsein nicht in unserem Sinne vollkommen ist, sondern völlig anders strukturiert ist. Vollkomen heißt für uns, etwas ist fertig und muss nicht fertiger werden, d.h. lernen ist in dem Fall widersinnig, da ja alles schon vorhanden ist. Aber ich glaube halt es ist zwar alles vorhanden, aber in unserem Sinne ungeordnet.
Ja, ich versuche ja, einen Zusammenhang darzustellen, den ich bei diesem Thema sehe: Vollkommenheit kann nicht Stillstand sein, sondern sie muß in Bewegung sein. Ich leite das aus der Beobachtung der Natur ab, wenn sie unbeeinflusst ist. Es gibt dann keinen Stillstand, ich sehe das auch bei mir selber, in meinem Leben.

Da ist laufend Bewegung, selbst wenn ich sie nicht mitbekomme oder ich innendrin in Ruhe bleibe. Sie ist um mich herum. Und auch in meinem Körper findet laufend Bewegung statt, Stoffwechsel und so weiter ist ja mit Bewegung verbunden. Bewegung ist ja ein Anzeichen von Vitalität. Deshalb ist es ja auch gestattet zu sagen, daß das Universum "lebt", daß der Kosmos vital ist.

Jetzt ist die Frage: lerne ich die Bewegung kennen, beobachte ich sie also bewußt? Dann stelle ich fest, daß Leben, Vitalität, Energie zyklisch verläuft. Es kommt alles wieder, wie die Jahreszeiten. Jedoch ist es in seinem Wiederkommen niemals gleich, es findet stets ein Wandel der Qualitäten statt, in denen Gleiches auftritt. Das beobachte ich dann und erfahre so selber Wandel, indem ich am Beobachteten teilnehme.

Oder aber: ich beobachte die Bewegung nicht, sondern ich mache sie mit. Dann kann ich
a) die Bewegung (des Lebens) bewußt mitmachen, oder
b) ich kann sie unbewußt mitmachen.

Im Falle a) habe ich die Chance, das Leben selber zu gestalten, indem ich mittels einer geistigen Absicht und einem sich daraus entwickelnden Willen (im Ich) meine Energien lenke und führe, bis Synergie mit der Umgebung entsteht. Dann bin ich "chronologisch" in meine Umgebung eingepaßt, bin und fühle mich als Kind dieser Zeit, mache mit. Ich leide nicht darunter, daß ich Eltern habe und krank bin, wenigstens nicht übermässig. Ich kann "chronisch" leben und bin damit unsterblich im spirituellen Sinne.


All dies muß Bewußtsein ja erst mal lernen. Dafür muß es teilnehmen und kann nicht einfach nur so sein. Gott kann also nicht weniger vital sein und nicht weniger vital fühlen als wir selber. Er muß "verstrickt" sein in etwas, denn sonst würde keinerlei Energie, keinerlei Problem und keine Lösung entstehen. Es würde keine Verbesserung stattfinden, keine Evolution, und unser Universum wäre so wie wir es kennen nicht denkbar. Auch Denken muß ja erst erlernt sein, und wie soll das gehen, wenn kein Erkennungsprozeß in Gott, also in der Gesamtheit selber stattfindet. Und der Motor für all dies ist etwas in Gott selber Gelegenes, das uns nicht zueigen ist, von dem wir aber Teil sind und beeinflußt.

Was treibt Gott also an, dieses Universum zu erschaffen? Was ist es? Liebe? So heißt es ja. Was muß Liebe für Qualitäten beinhalten, damit sie göttlich ist? Wir haben gesehen: wenn sie vollkommen sein will, dann darf sie nicht stillstehen. Sie muß wandelbar sein, muß alle Aspekte des Seins umfassen. Da sich das Sein, Allegrah, durch Raum und Zeit wandelt und sonst gar nicht existiert :), sondern nur ein theoretisches Konstrukt ist, das wie jedes Konstrukt erlebt werden kann (in diesem Falle zum Zwecke der Heilung: "Medi"-tation") muß Gott sich laufend erweitern und ändern. Und wir sehen an der Natur, daß er dies im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses lernt, die Evolution heißt.

Was braucht Gott, um die Evolution zu betreiben und das Universum/ das Bewußtsein laufend zu verbessern? Intelligenz. Einen Chip, der laufend berechnet, Schlüsse zieht, kalkuliert und dann entscheidet, umsetzt, evaluiert. Daraus entsteht dann das Fortschreiten in der Evolution: was entwickelt sich weiter und materialisiert sich weiterhin auch in der Zukunft, was stirbt aus und materialisiert sich nicht.

Jetzt sehen wir am Computer: Intelligenz alleine ist doof. Der Computer hat ja ohne Zweifel Intelligenz, man nennt sie künstliche Intelligenz.

Meine These, und das ist wirklich nur aus der Beobachtung der Natur heraus, taoistisch sozusagen, ist, daß Lernen derjenige Aspekt ist, der Intelligenz und damit auch Bewußtsein vollkommen macht. Denn Lernen ist allen Naturen innegelegen. Selbst ein Planet lernt im Fluge, wie schnell er sich drehen muß, um in der Bahn um seine Sonne zu bleiben. Er tut dies nur unbewußt, so ist es wohl anzunehmen, realistischerweise. Das Bewußtsein, daß er auf eine regelmäßige Weise in's Kreisen um eine Sonne gerät, muß ja aber schon vorhanden sein, bevor das Universum entsteht. Gott muß es also schon gelernt haben, Universen zu schaffen, denn sonst könnte er dies nicht tun.

Daher ist er ja eben auch ein unsterblicher Baumeister. Geht nicht anders, schließlich leben wir in seiner Kathedrale.

Jeder Bestandteil eines Gedanken ist vorhanden, jedes Bauteil eines physischen Seins ist vorhanden, aber in der Dualität der Physis bekommt es Gestalt das vollkommene Bewusstsein ist der unbehandelte Stein des Bildhauers und Teile des vollkommenen Bewusstseins werden zum Bildhauer und bahandeln den Stein und erschaffen etwas was schon da war - wie Michelangelo sagte, dass das was er aus dem Stein herausmeißelt war schon vorher dort drin. Es ist also alles schon da aber nicht so sichtbar, wie nach der Arbeit des Bildhauers.

Das ist jetzt vielleicht etwas verworren, aber an diesem Thema arbeite ich auch schon länger ohne große Erfolge.

LGInti
Ich sehe es so: das vollkommene Bewußtsein kann nicht unbehandelt sein, sondern es muß geschult sein. Gebildet. Erst das Bildnis des Bildhauers ist vollkommen, zum Beispiel wenn es wie die Werke von Michelangelo Vollkommenheit und Natürlichkeit abbildet.

Was nützt mir mein plumpes, dummes, naives Bewußtsein, wenn ich es nicht differenziere und erkenne: oh, da ist eine Nase. Huch, ich muß den Fuß ja auch bewegen, wenn er mir nicht laufend einschlafen soll. All solche Dinge. Man muß das ja erst mal alles lernen, sich aneignen, damit Bewußtsein sich dann auch in seiner ganzen Schönheit zeigt, natürlich sozusagen. Das ist dann auch gesund.

puuuh...
Also um dies zu schreiben oder so (man kennt ja die Ursache und die Wirkung in seiner Unterscheidung nie genau) muß ich ertragen, daß
a) mir ein Wasserhahn draussen einfriert und platzt, und
b) mir gerade der Baum auf dem Grundstück von der Gärtner-Meute gekappt wird und sie mir mein Dach hoffentlich nicht kaputt machen. Der Baum steht nämlich viel zu nah am Haus und er ist viel zu groß gewachsen. Hm. Nun ja, so einen Schaden bezahlt die Versicherung ja.
 
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