Hungerwahn

Und die Primaten entscheiden sich garantiert vollkommen bewusst, sich nicht zu vermehren..... :rolleyes:
Affen unterliegen immer noch der Regulation durch die Natur. Der Mensch hat sich darüber erhoben und ist völlig außer Kontrolle.

Alle tropischen Spezies haben keine bestimmte "Brunftzeit", da diese nur bei Tieren in gemässigten/kühleren Breiten nötig ist, damit die Jungen zur Welt kommen, wenn Nahrungsangebot und Wetter günstig sind.
Das stimmt nur bedingt. Weidetiere haben z.B. eine definierte Paarungszeit (Gnus z.B. ~April), schlicht, weil alle Kühe zur gleichen Zeit kalben, unabdingbar, um die Vermehrungschancen zu erhöhen: Das Überangebot an Kälbern erhöht die Überlebenschancen des einzelnen. Kämen die Kälber verstreut übers ganze Jahr, würde kaum eines überleben.
 
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Es gibt zahlreiche innere und äußere gesellschaftspolitische Faktoren für "unfreiwilligen" Kinderreichtum, aber kaum noch einen, den wir hier in unserer abgesicherten Wohlstandsgesellschaft nachvollziehen können.

Messner weiter: „Wir Europäer sollten uns erinnern, dass Migration keine afrikanische Erfindung ist.Im 19. Jahrhundert wuchs die europäische Bevölkerung rasch an. Millionen Europäer, auch viele Deutsche, wanderten in die Neue Welt aus, um der Armut zu entkommen. Asyl hätten sie nach heutigen Maßstäben nicht bekommen, sagt Messner. „Die meisten waren Menschen, die heute oft despektierlich ,Wirtschaftsflüchtlinge‘ genannt werden.“
https://www.welt.de/politik/deutschland/article144603847/Afrikas-Bevoelkerung-vervierfacht-sich.html
Was für ein Argument. Wie es den Einwohnern beider Amerikas ergangen ist, sollte ja wohl bekannt sein: Nahezu eliminiert und bis heute nicht erholt.
Egal. Tatsache ist, daß sich der Mensch in ökologisch untragbarer Weise vermehrt. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Aber das geht jetzt zu weit weg vom Thema. Vor den weltweiten Geschehnissen ist es eigentlich noch unverständlicher, daß sich junge Menschen bewußt regelrecht zu Tode fasten: M.M.n. ein reines Luxusproblem der "zivilisierten" Welt: Statt unfreiwilligem Hungern, einer Begleiterscheinung des Bevölkerungswachstums, Hungerwahn wegen falscher Ideale... Wie gesagt. Muß ich nicht verstehen.
 
Affen unterliegen immer noch der Regulation durch die Natur. Der Mensch hat sich darüber erhoben und ist völlig außer Kontrolle.


Wer sollte ihn deiner Meinung nach kontrollieren?
Außerdem glaube ich nicht, dass sich Mensch über die Natur erheben kann, früher oder später schlägt es auf ihn zurück, wenn er nicht beachtet, was für ihn wichtig ist..
 
Aber das geht jetzt zu weit weg vom Thema. Vor den weltweiten Geschehnissen ist es eigentlich noch unverständlicher, daß sich junge Menschen bewußt regelrecht zu Tode fasten: M.M.n. ein reines Luxusproblem der "zivilisierten" Welt: Statt unfreiwilligem Hungern, einer Begleiterscheinung des Bevölkerungswachstums, Hungerwahn wegen falscher Ideale... Wie gesagt. Muß ich nicht verstehen.


Musst du auch nicht, oberflächlich zu urteilen, ist ja schließlich leichter als sich um Verstehen zu bemühen. :(
 
Der Mensch gibt halt jegliche Eigenverantwortung bzgl. seiner Ernährung an die Lebensmittelindustrie ab. Wie Wolf weiter vorne geschrieben hat: Die Nachfrage regelt das Angebot!

Würden wir uns regional und frisch gekocht ernähren, müssten wir mit Erstaunen feststellen, dass es hier im Winter keine Erdbeeren oder Südfrüchte, keinen Spargel, Kopfsalat oder Tomaten gibt, sondern lediglich versch. Kohlsorten, Kartoffeln und lagerungsfähige Äpfel und Birnen. Da es aber genügend **** gibt, die meinen das ganze Jahr über TK-Futter und exotische, unreif geerntete Pestizid-Früchte/-Gemüse/-Salate zu sich nehmen zu müssen, ist das Zeug natürlich auf dem Markt.

Niemand ist gezwungen Nahrungsmittel mit Geschmacksverstärkern/-abtötern, irgendwelchen haltbar- oder dickmachenden Zusatzstoffen, bzw. Unmengen von Zucker/Fett zu kaufen.
Wir sind alle erwachsene, aufgeklärte Menschen, die sowas ganz bewusst in den Einkaufswagen legen und verzehren und die eigentlich nicht der Industrie einen Vorwurf machen können, sondern lediglich uns selbst und unserem Phlegma.

Man muss sich nur mal die riesigen Maggi-/Knorr-Regale in den Lebensmittelmärkten anschauen, die offensichtlich in diesem Ausmaß von Kunden gefordert sind. Das ist aber auch nicht wirklich "selbstgekocht", wenn man eine Tüte mit Geschmacksverstärkern/Zucker/Gewürzen an's Essen kippt, damit aus dem was im Topf ist ein "Gericht" wird.

R.
 
Aber das geht jetzt zu weit weg vom Thema. Vor den weltweiten Geschehnissen ist es eigentlich noch unverständlicher, daß sich junge Menschen bewußt regelrecht zu Tode fasten: M.M.n. ein reines Luxusproblem der "zivilisierten" Welt: Statt unfreiwilligem Hungern, einer Begleiterscheinung des Bevölkerungswachstums, Hungerwahn wegen falscher Ideale... Wie gesagt. Muß ich nicht verstehen.

Diese jungen Menschen hungern sich nicht bewusst zum Tode. Magersucht ist eine Krankheit. Und Krankheiten sind kein Luxusproblem.
 
Außerdem glaube ich nicht, dass sich Mensch über die Natur erheben kann, früher oder später schlägt es auf ihn zurück, wenn er nicht beachtet, was für ihn wichtig ist..
Hoffentlich früher. Diese Spezies braucht die Erde nicht!

Wer sollte ihn deiner Meinung nach kontrollieren?
Gute Frage... Bakterien und Viren...? Der Mensch dringt bis in die letzten Reste der tropischen Regenwälder vor, um sie abzuholzen und "urbar" zu machen, sprich, Plantagen drauf zu setzen, Gegenden die lange als absolut tödlich galten und die man, bis auf ein paar angepaßte Natives lieber mied. Na ja, vielleicht weckt er was auf, das besser in diesen Wälder weitergeschlafen hätte. Etwas, wogegen Ebola ein kleiner Schnupfen ist...
Der Mensch ist die schlimmste Bestie, die diesen Planeten je heimgesucht hat, dagegen war Tyrannosaurus Rex ein Sonntagsschüler mit besten Manieren.

Ich hab's nicht mit den Tropen, sondern mit der nordischen Natur, die diesen Schutz durch tödliche Krankheiten nicht hat. Ich sehe die Bilder, wie der Mensch dort in abartiger Weise wütet und ich fühle die Schmerzen dieses Landes und seiner Geschöpfe. Sich alles unter den Nagel reißen, alles vernichten, alles ausbeuten, um noch mehr Milliarden zu füttern. Der Hunger des Menschen, seine Gier ist unstillbar und bezieht sich nicht nur auf Nahrungsmittel...


Man muss sich nur mal die riesigen Maggi-/Knorr-Regale in den Lebensmittelmärkten anschauen, die offensichtlich in diesem Ausmaß von Kunden gefordert sind. Das ist aber auch nicht wirklich "selbstgekocht", wenn man eine Tüte mit Geschmacksverstärkern/Zucker/Gewürzen an's Essen kippt, damit aus dem was im Topf ist ein "Gericht" wird.
Bäääh! Das kann ich auch das Regal im Chemielabor ausschlecken... :3puke:
 
Was für ein Argument. Wie es den Einwohnern beider Amerikas ergangen ist, sollte ja wohl bekannt sein: Nahezu eliminiert und bis heute nicht erholt.
Egal. Tatsache ist, daß sich der Mensch in ökologisch untragbarer Weise vermehrt. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Die Ureinwohner der verschiedenen Kontinente sind nicht nur selber bedroht, sie haben schon recht früh ihrerseits ein veritables Artensterben verursacht - die "edlen Wilden", die harmonisch im Einklang mit der Natur leben ohne nachhaltige Veränderungen derselben, ist lagerfeuer-romantischer Unsinn in schlimmster Rousseau´scher Manier.
Die Menge an Menschen beschleunigt es drastisch (wir stecken mitten im 6. Massensterben), aber im Grunde sind wir Homo Sapiens an sich ein "ökologisches Problem" - auch in kleiner Anzahl.

http://www.spektrum.de/news/das-sechste-massenaussterben-laeuft-kann-aber-beendet-werden/1352310
Denn die Ausbreitungsgeschichte der Menschheit ist auch eine des Aussterbens – immer wenn Homo sapiens einen neuen Erdteil besiedelte, schwanden kurz darauf die Arten: Nach dem Ende der letzten Eiszeit breiteten sich Menschen über Nord- und kurze Zeit später auch über Südamerika aus, gleichzeitig verschwanden auf beiden Kontinenten mindestens 70 Gattungen der so genannten Megafauna – darunter mehrere Mammutarten, das Mastodon, riesige Faultiere, autogroße Gürteltiere, Riesenbiber, der amerikanische Löwe, Säbelzahnkatzen, verschiedene Antilopen, Büffel, Pferde, Kamele und Tapire.
Da sich dieser Verlust zeitgleich mit dem Aufkommen der Clovis-Kultur ereignete, vermuten viele Forscher diese Menschen als eine der Hauptursachen des Artensterbens. Allerdings traten gleichzeitig starke Klimaveränderungen auf, die ebenfalls ursächlich sein könnten – ebenso wie eine Kombination aus beiden Faktoren.

Eindeutiger scheint dagegen das Beispiel Australien: Hier tauchten die ersten Menschen früher als in Nordamerika auf, vor rund 45 000 Jahren. Kurz danach ging der größte Teil der heimischen Megafauna verloren, manche Arten wurden direkt bejagt, manche fanden keine Beute mehr, oder sie kamen mit dem veränderten Feuerregime der Aborigines nicht mehr zurecht. Heute ist das Rote Riesenkänguru mit 85 Kilogramm das größte überlebende Beuteltier, zuvor existierten dagegen auch zwei Tonnen schwere Wombats, drei Meter hohe Kängurus und leopardenartige Beutellöwen.

Vor den weltweiten Geschehnissen ist es eigentlich noch unverständlicher, daß sich junge Menschen bewußt regelrecht zu Tode fasten: M.M.n. ein reines Luxusproblem der "zivilisierten" Welt

Anorexie u. Bulimie sind schwerwiegende Erkrankungen die in einer Wohlstandsgesellschaft mit bestimmten "Idealbildern" entstehen konnte, aber sie ist kein Luxusproblem - die Menschen sterben tatsächlich daran.
 
Sicher tun sie das unbewusst einem Instinkt folgend bzw. den natürlichen Gegegenheiten unterworfen. Begehe jedoch nicht den Fehler, der sich vielerorts etabliert hart, die Erkenntnisfähigkeit sowie andere Fähigkeiten von Tieren zu unterschätzen oder herunter zu spielen, und dies als Mensch und dem Fall Dornenkrone der Schöpfung.


Es liegt mir fern, Tiere zu unterschätzen, ganz im Gegenteil, ich bin immer wieder von der Intelligenz verschiedener Tiere beeindruckt und begeistert.
Ich stelle den Menschen nicht über die Tiere oder die Natur.
Es gefällt mir aber nicht, wenn Leute alles Andere ÜBER den Menschen stellen und die eigene Art niedermachen und verurteilen, anstatt sich mit ihr zu befassen und sie verstehen zu wollen.


Und wo bleibt da die so hoch gelobte Erkenntnisfähigkeit des Menschen als solches, auf der Strecke?


In Entwicklungsstand, Bildungsmöglichkeiten und sonstigen Lebensumständen.


Wenn dieser Glaube noch vorherrscht, kann es mit Schlussfolgerungen aus der praktischen Beobachtung heraus nicht gar so weit her sein. Oder hast Du wirklich den Eindruck, in dieser Gesellschaft viele Kinder zu haben, würde Dich in irgendeiner Form absichern?


Wie kommst du auf die Idee, dass ICH das glaube?
Ich habe nur mitbekommen, dass das in diversen Gesellschaften der Fall ist oder war.
Lesen bildet.
 
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Magersucht ist eine Krankheit. Und Krankheiten sind kein Luxusproblem.
Natürlich ist das ein Luxusproblem. Eine Luxus- resp. Zivilisationskrankheit, wenn man so will. Ich hab noch nie gehört oder gelesen, daß es bei den wenigen, noch traditionell lebenden Völkern Magersüchtige gibt, die irgend einem GNT-Model nacheifern wollen und dafür die eigene Gesundheit ruinieren... :rolleyes:
 
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