Hungerwahn

Natürlich ist das ein Luxusproblem. Eine Luxus- resp. Zivilisationskrankheit, wenn man so will. Ich hab noch nie gehört oder gelesen, daß es bei den wenigen, noch traditionell lebenden Völkern Magersüchtige gibt, die irgend einem GNT-Model nacheifern wollen und dafür die eigene Gesundheit ruinieren... :rolleyes:

Psyche
Frau

nix wissa, gö?:rolleyes:
 
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Hoffentlich früher. Diese Spezies braucht die Erde nicht!


Gute Frage... Bakterien und Viren...? Der Mensch dringt bis in die letzten Reste der tropischen Regenwälder vor, um sie abzuholzen und "urbar" zu machen, sprich, Plantagen drauf zu setzen, Gegenden die lange als absolut tödlich galten und die man, bis auf ein paar angepaßte Natives lieber mied. Na ja, vielleicht weckt er was auf, das besser in diesen Wälder weitergeschlafen hätte. Etwas, wogegen Ebola ein kleiner Schnupfen ist...
Der Mensch ist die schlimmste Bestie, die diesen Planeten je heimgesucht hat, dagegen war Tyrannosaurus Rex ein Sonntagsschüler mit besten Manieren.

Ich hab's nicht mit den Tropen, sondern mit der nordischen Natur, die diesen Schutz durch tödliche Krankheiten nicht hat. Ich sehe die Bilder, wie der Mensch dort in abartiger Weise wütet und ich fühle die Schmerzen dieses Landes und seiner Geschöpfe. Sich alles unter den Nagel reißen, alles vernichten, alles ausbeuten, um noch mehr Milliarden zu füttern. Der Hunger des Menschen, seine Gier ist unstillbar und bezieht sich nicht nur auf Nahrungsmittel...


Trauriges Menschenbild hast du.
Sind dir denn nie wohlwollende Menschen begegnet?
Außerdem, es gibt ca 7, 4 Mrd Menschen und wenn die tatsächlich alle Bestien wären, gäbe es die garnicht, denn sie hätten sich schon fast alle gegenseitig umgebracht.
Klar gibt 's gierige Menschen und wenn sie Macht haben, dann ist das ätzend.
Aber es gibt sehr, sehr viele Menschen, die sich dem entgegenstellen...
Sowas scheinst du garnicht sehen zu wollen. :(
 
Natürlich ist das ein Luxusproblem. Eine Luxus- resp. Zivilisationskrankheit, wenn man so will. Ich hab noch nie gehört oder gelesen, daß es bei den wenigen, noch traditionell lebenden Völkern Magersüchtige gibt, die irgend einem GNT-Model nacheifern wollen und dafür die eigene Gesundheit ruinieren... :rolleyes:


Die tun sich dafür andere Dinge an, Giraffenhälse, Tellerlippen, Beschneidungen und was weiß ich noch.

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Die Ureinwohner der verschiedenen Kontinente sind nicht nur selber bedroht, sie haben schon recht früh ihrerseits ein veritables Artensterben verursacht - die "edlen Wilden", die harmonisch im Einklang mit der Natur leben ohne nachhaltige Veränderungen derselben, ist lagerfeuer-romantischer Unsinn in schlimmster Rousseau´scher Manier.
Von edlen Wilden habe ich nie geredet und das Zitierte ist mir bekannt.
Damals verschwanden "nur" einige leicht zu erbeutende Arten, wobei die klimatologischen Effekte und Veränderungen der Habitate offensichtlich noch nicht wirklich erfaßt sind (das Verschwinden der Mammuts geht z.B. auch mit höheren Temperaturen und höherer Feuchtigkeit einher, etwas , das diese kälteangepaßten Tiere nicht vertrugen). Da spielte wohl einiges zusammen.

Aber damals gab es weltweit vielleicht einige Millionen Menschen mit vergleichsweise "harmlosen" Waffen. Heute sind es 7,4 Milliarden, die nicht nur abertausende von Arten auslöschen (das Artensterben hat sich in manchen Bereichen um das tausendfache gegenüber dem natürlichen Durchschnitt beschleunigt), sondern ganze Habitate, ganze Landschaften, Millionen von Quadratkilometern...
Und wie viele sind es 2050, 2100, 2200... Manche rechnen mit weit über 20 Milliarden: Das definite Ende jeglicher Natur, jeglichen Wildlifes.

Und komme mir nicht mit dem Argument, der Mensch wäre Teil der Natur. Das ist er schon lange nicht mehr!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sowas scheinst du garnicht sehen zu wollen. :(
Ich sehe die Menschheit als Spezies und ich vermag sie mit den Augen eines Tieres zu sehen: Mörderische Monster! Gerade auch wieder in Norwegen:
http://orf.at/stories/2358414/

Die tun sich dafür andere Dinge an, Giraffenhälse, Tellerlippen, Beschneidungen und was weiß ich noch.
*lach* Wo ist denn der Unterschied zu Piercings o.ä.
Körperschmuck ist Geschmacksache (o.k., mein Fall wär's nicht; Was Beschneidungen angeht, so scheint bis auf wenige Ausnahmen der Ursprung im antiken Ägypten zu liegen. In Wiki gibt's dazu 'nen Beitrag). Aber keiner von denen hungert sich zu Tode, weil irgend ein TV-Sternchen mit den Rippen klappert...
 
Hoffentlich früher. Diese Spezies braucht die Erde nicht!

Die Erde braucht auch keine Waldelefanten, Flussdelphine oder Orchideen oder überhaupt Leben, z.B. (höhere) Mehrzeller. Sie kam ganz gut ohne Lebewesen klar und seeehr lange Zeit auch nur mit ganz pinschigen Pro- u. Eukaryoten. Sie hat einige ziemlich große Einschläge, die Besiedlung mit Leben und 5 große, nicht menschenverursachte Massensterben weggesteckt....
So what...

Die Evolution hat uns Menschen hervorgebracht und wir haben die Kulturevolution hervorgebracht, mit allen Vorteilen (für unsere Art) und Nachteilen (für unsere Umwelt).
Die Anstrengungen zur Artenrettung sind, v.a. ausgehend von wohlhabenden Regionen so enorm wie selektiv. Wir retten halt lieber "hübsche" Wirbeltiere (und hier vor allem Säugetiere und Vögel). Wenn der sibirische Tiger ausstirbt wäre es extrem schade, aber ökologisch ziemlich wurscht. Gleiches gilt für den Pandabären (mir persönlich würden eher das Erdferkel oder das Madagaskar Fingertier fehlen, die sind echt cool...). Dabei gibt es so viele bodenaufbereitende Pilze und Mikroorganismen oder Kleinstlebewesen die für viele höhere Organismen Nahrungsgrundlage sind, wenn die ausstürben wäre echt Feuer am Dach...
Ich begrüße und unterstütze Artenschutz, die Priorisierung der Mittel ist in meinen Augen aber manchmal nicht nachvollziehbar.
 
Natürlich ist das ein Luxusproblem. Eine Luxus- resp. Zivilisationskrankheit, wenn man so will. Ich hab noch nie gehört oder gelesen, daß es bei den wenigen, noch traditionell lebenden Völkern Magersüchtige gibt, die irgend einem GNT-Model nacheifern wollen und dafür die eigene Gesundheit ruinieren... :rolleyes:
Die betroffenen Menschen sind in Not. Und das ist kein Luxus....
 
Damals verschwanden "nur" einige leicht zu erbeutende Arten, wobei die klimatologischen Effekte und Veränderungen der Habitate offensichtlich noch nicht wirklich erfaßt sind (das Verschwinden der Mammuts geht z.B. auch mit höheren Temperaturen und höherer Feuchtigkeit einher, etwas , das diese kälteangepaßten Tiere nicht vertrugen). Da spielte wohl einiges zusammen.

"Verschwanden" ist wohl eher ein Euphemismus - die sind ja nicht einfach weggezogen, weil es mit der Nachbarschaft nicht mehr geklappt hat.
Klimaänderung und Bejagung haben dem Wollmammut den Gar aus gemacht...

http://journals.plos.org/plosbiology/article?id=10.1371/journal.pbio.0060079
Climate Change, Humans, and the Extinction of the Woolly Mammoth
 
Wenn der sibirische Tiger ausstirbt wäre es extrem schade, aber ökologisch ziemlich wurscht.
Dir ist schon klar, daß Beutegreifer ein unverzichtbares Regulativ in der Natur sind? Die Vernetzung von Beutegreifer geht weit über ihre Beutetiere hinaus und beeinflußt viele andere Arten in Fauna, Flora und sogar Topographie! Alleine ihre Anwesenheit hält Pflanzenfresser von überproportionaler Vermehrung und Schädigung der Habitate ab.

Und noch eines: Ist eine Spezies alt geworden und kommt mit der Anpassung nicht mehr mit, dann stirbt sie. Der Mensch rottet aus, im riesigen, globalen Maßstab, er hat sich vom angepassten Teil der Natur zu einem Parasiten entwickelt, der seinen Wirt langsam, aber sicher abtötet.

"Verschwanden" ist wohl eher ein Euphemismus - die sind ja nicht einfach weggezogen, weil es mit der Nachbarschaft nicht mehr geklappt hat.
Klimaänderung und Bejagung haben dem Wollmammut den Gar aus gemacht...
Also sind sie verschwunden. Was soll die Wortklauberei?

und wir haben die Kulturevolution hervorgebracht, mit allen Vorteilen (für unsere Art) und Nachteilen (für unsere Umwelt).
Der allseits vorhandene Anthropozentrismus geht mir manchmal gewaltig auf den Senkel.


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PS.: Auch auf den Senkel gehen mir Editoren, die beim Tippen nicht nachkommen und Buchstaben fressen... (n)
 
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