Hatte ein "übernatürliches" Erlebniss - suche Antworten!

Esoprojekt du suchst Antworten auf Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Sicher du kannst haufenweise Antworten finden, aber keine entspricht der Wahrheit die du suchst, denn diese Wahrheit kannst du nur in dir selbst finden und das weißt du auch. Deine suche hier ist nur eine suche des "nicht wahrhaben wollens", wann gibst du endlich auf zu suchen was du schon längst gefunden hast?


Der Turm

Im traditionellen Tarot bedeutet der Turm Erneuerung durch Zerstörung der Form. Der Blitz, der in einschlägt, bezeichnet den Willen zur Überwindung erstarrter Strukturen und die Absicht, das Leben durch Niederreißen innerer und äußerer Mauern wieder zum Fließen zu bringen. Der Turm ist aber nicht nur der Verhinderer, sondern auch der Beschützer oder sogar beides zusammen. Denn auch die Verhinderung der Zerstörung ist letztendlich zerstörerisch genug, um uns Menschen zur Heilkrise und damit zur Weiterentwicklung zu verhelfen. Sie ist nämlich nicht nur eine der raffiniertesten Methoden der Verlogenheit - indem sie es uns ermöglicht, die Zerstörung vor unserem eigenen Augen unerkannt im anderen zu leben - , sondern sie ist auch der Motor des Lebens selbst. Gesetzt den Fall, die Menschheit wolle wirklich Frieden, dann ließe sich die Frage stellen, was für einen Krieg wir denn verhindern wollen, wenn schon die Verhinderung alle Voraussetzungen für einen Krieg erfüllt. Der Turm, der uns zu schützen scheint, solange wir glauben,dass die Bedrohung allein in der Außenwelt liegt, wäre überflüssig, würden wir erkennen, dass alle Probleme innerhalb des Turmes sind. Damit verlören wir aber die Stützmauern, de unser äußeres Weltbild zusammenhalten, nämlich die Feindbilder, und das wäre das unwiederrufliche Ende der patriarchalischen Welt.

Baphomet - Tarot der Unterwelt

LG,
Anakra
 
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Hi Anakra,
an dem Text habe ich nur etwas an diesem "Ende des Patriarchats" auszusetzen.
Ansonsten gilt aber: bei Psychosetendenz sind bildhafte Systeme (wie eben auch das Tarot, aber auch viele andere) strikt zu vermeiden, da sie Triggerwirkung haben können.
 
...
ich stellte und stelle noch immer seine Autorität in Frage! Dieses Ding wiederum erkennt nicht an, dass ich ein freies und selbstbestimmtes Wesen bin, das "ihm" in keinster Weise rechenschaft, dienstbarkeit oder sonstiges schuldig ist, egal was ich getan habe!
...
Find ich gut diese Selbstbehauptung, du tust m.E. gerade das Richtige! Das ist eine große Herausforderung.
Aber du hast den Zugang zu deinem Bewusstsein im Griff.

Die einzig wirkliche Autorität ist gerade dieses autonome, selbstbestimmte und freie Bewusstsein.
Liegt dir daran, diesen Aspekt zu stärken?
Kann sein dass es deshalb immer wieder zu Konflikten kommt oder kam, wichtig ist dabei, durchzuhalten.
Es lohnt sich. :)


Wieviel Gewicht hat für dich gefühlsmäßig die Sicht der "Gesellschaft"
bezüglich Psyche, Krankheit, Schwäche etc.?
Und wie interpretierst du selber diese Begriffe?
 
Wieviel Gewicht hat für dich gefühlsmäßig die Sicht der "Gesellschaft"
bezüglich Psyche, Krankheit, Schwäche etc.?
Und wie interpretierst du selber diese Begriffe?

Meinst du wie ich das sehe, wie meine Umgebung auf mein Problem reagiert? Ehrlich gesagt hatte ich nie viele Freunde, die paar die ich habe scheinen das Problem das ich habe zu akzeptieren genauso wie meine Mutter. Lebe derzeit ziemlich isoliert mit meiner "Krankheit" und das wird sich so schnell wohl auch nicht ändern! Was meinst du mit Schwäche? Ich glaube nicht, das ich ein schwacher Mensch bin. Wie gesagt konnte mein "Gast" mich nicht auf Dauer brechen oder bei mir "landen". Ich habe sogar den Eindruck, dass dieses "Ding" weitgehend aufgegeben hat.
 
Hi Esoprojekt!

Ich habe mich immer rein intellektuell damit auseinandergesetzt - selbst als ich besessen war. Intellektualität ist ein sehr grosser Teil meines Wesens!
Ja, dann nimm die Klarheit wahrere Intellektualität als die Qualität die Dir helfen kann. Und damit meine ich, einen Schritt zurückzumachen und zu versuchen aus der emotionalen Distanz diese Sache zu ergründen. Aber nicht unbedingt denkend. Schon auch... Aber das Denken beobachtend, die Persönlichkeit beobachtend. Du sagst z.B. :
"Das glaube ich nicht - es waren deutliche Aspekte dabei, die so nicht in mein Persönlichkeitsschemata passen! Ich bin so nicht und ich glaube nicht daran, dass ich mir das selber angetan habe!"

Was ich erstens meine ist: Sieh es nicht in Form von Schuld. Du hast Dir nicht bewusst und gewollt etwas "angetan". Das tut niemand, niemand will leiden... und wenn, dann weil sich etwas davon versprochen wird. (Sehr oft ist Leiden eine Form von "Geschäft". Das Leiden für Schönheit ist ein Beispiel.)
Aber wichtig ist, das Du da einen Irrtum erkennst... Gewisse Aspekte passen nicht in Deine Persönlichkeit. Ok... Aber alles was Dir Angst macht und eine Reaktion hervorruft, passt nun mal doch. Alles was für Dich in positiver wie negativer Weise eine Rolle spielt, passt.


Ich bin nicht ärgerlich wenn du sagst, es ist quatsch! Ich glaube an das was ich erlebt habe und glaube mir - ich kein kein gläubiger Mensch!
Gut, wenn Du nicht ärgerlich bist: Du bist ein gläubiger Mensch. Du glaubst nur, das Du nicht glaubst. Und Glaube verteidigt sich selbst. Und oft kann "Glaube ärgerlich werden" wenn er angekratzt wird. ;) Aber... das ist unwichtig. Ich weiß ja, was Du mit dem Satz sagen willst, habe ihn selbst oft genug benutzt. Meiner Meinung nach sind die größten Qualitäten der "Unwissenheit": Intellektuelle Klarheit, Distanz (gehört sowieso zusammen), "Nicht-Glauben". Du wirst nicht verstehen was geschieht, in Form eines "So und so". Das Verstehen kommt dadurch, das Du erfahren wirst: "Das was ich glaubte ist es nicht. Das was ich als verantwortlich/"schuldig" ansah war/ist es nicht." Die Suche nach Ursachen geht immer tiefer und zwar durch den Ausschluß all dessen was man als falsch erkennt. Und man erkennt letztlich alles als falsch was man denkt, weil ALLES nicht-absolut ist. Es geht nicht um Wahrheit sondern um "Wahr-nehmung". Das ist wirklich wichtig. Der Unterschied ist v.a. zeitlicher Art. Du nimmst etwas wahr und interpretierst es. Das ist übrigens ein und derselbe Vorgang, auch wenn weitere Interpretationen danach stattfinden die wieder Wahrnehmung sind. In jedem Moment einer Wahrnehmung ist das sozusagen Wahrheit. Nur hat diese Wahrheit keinen zeitlichen Bestand. Ein und dieselbe Wirkung kann man vielen vielen Ursachen zuschreiben, die man in einem Moment glaubt...im nächsten eine andere usw. Das alles ist keine absolute Wahrheit, die man vielleicht gut mit dem Satz "So muss es nicht sein" beschreiben kann. Wenn Du nun etwas erfährst/wahrnimmst, das Leiden auslöst, so ist sowohl die Erfahrung wie auch das folgende Leiden Wahrnehmung. Die Ursache dafür liegt niemals in irgendeiner Form außen. Man kann es so wahr-nehmen und man hat dann effektiv keine Kontrolle. Das ist dann Wahrheit. Nur kratzt das die wirkliche und beständige Wahrheit nicht an, das man selbst es "ist". Sieh es wirklich wie einen Traum. Der Traum ist absolut Deine Sache. Das es ein Alptraum ist, ist nicht gewollt und es gibt keine Schuld zu suchen. Um das Leiden zu beenden muss vielmehr jede Art von Schuld als unwahr angesehen werden. In einem Traum ist nicht der Folterer der Schuldige. In einem Traum ist alles was aus Deinem Fokus schwindet nicht-existent und das ganz faktisch. Nimm die Schuld von demjenigen der Dich foltert und seine Bedeutung schwindet, was "ihn" verschwinden läßt. Und in Deinem wie in jedem leben gibt es viele Schuldige. Der letzte ist man selbst. Und da ist es paradox: "Er" (die Persönlichkeit) ist verantwortlich, aber nicht schuldig. Träumt und wird geträumt. Träumt als Ursache, wird geträumt als Reaktion auf die Wahrnehmung die die Persönlichkeit als "außen" und getrennt betrachtet, als "nicht-ich". Ich schreibe das jetzt so, weil Dein Problem definitiv ein inneres ist. Ich meine, Dir wird ja klar sein, das es kein anderer Mensch ist, Du kommst hier nicht wie manche und sagst, Du seist vielleicht verflucht oder sowas. Allerdings schreibst Du von Schuld abbüßen usw., von Reinkarnation und einer Form von Karma. Das alles ist ....sorry... "Müll". Damit will ich nicht herabsetzen was Du zum Teil glaubst. Damit will ich sagen, das es auf den Müll gehört. Diese Reinkarnations-Theorien sind Konzepte. Das ist nicht weiter schlimm, weil alles Konzept-Charakter hat, selbst wenn Du über das Mädchen nachdenkst, sind das Konzepte. Die Frage ist nicht ob real. Die Frage ist, ob es hilfreich ist. Und jedes Konzept das Dir die Verantwortung nimmt, Dich dafür aber leiden läßt weil es Dir die Macht/KOntrolle nimmt, ist NICHT hilfreich. Ich kenne ein gutes Buch. Es heißt "Nur die Angst stirbt" (wäre vielleicht ein Tipp für Dich, weiß nicht genau) in dem es ein Kapitel über die Wahrheit gibt die niemand hören will. Die ist: Man ist für alles, wirklich alles, immer selbst verantwortlich. Du wirst das nicht so einfach glauben können, weil Deine Wahrnehmung Dir bisher immer anderes sagte, bzw. Deine Interpretation (sagte ja schon das beides eins ist), aber das Leben "schleift" einen in jedem Fall an diesen Punkt der Erkenntnis. Man kann sie nur hinauszögern, man kann auch Hilfe bekommen. Nur: Die Probleme verschieben sich. Das Gefühl der Machtlosigkeit bleibt. Egal wieviele Probleme man lösen läßt wenn es überhaupt funktioniert. Sie kommen in anderer Form wieder. Das ist "Karma" und Wiederauferstehung ;)


...- das wäre meine Frau, der ich in meiner letzten Inkarnation weh getan hätte und dass wir uns treffen werden damit sie mir helfen und ich das wieder gut machen kann! Jedenfalls habe ich es mir mit ihr verdorben weil ich ihr gegenüber einige Dummheiten gemacht habe, als ich "Bessessen" war.
Das ist ein gutes Beispiel dessen, wovon Du Dich meiner Ansicht nach frei machen musst. Für Dein Problem hat weder dieses Karma-Konzept Bedeutung, noch das Mädchen. Du kannst nur hinauszögern das zu erkennen.
Selbst Deine Bindung an sie ist solange unecht, wie Du dafür Gründe zu sehen glaubst. Liebe ist niemals wirklich, solange sie es nötig hat idealisiert zu werden, genauso wie Hass nur innerhalb "Bedeutung"/Konzepten existieren kann. Beides... "unwahre-Liebe" wie auch Hass braucht den Verstand um ihn zu idealisieren und bedeutungsvoll zu machen. Leiden wird idealisiert, es wird ihm ein tiefer Grund gegeben, den es niemals hat. Und all die Gründe muss man wegschmeißen. Der Witz ist: Viele Menschen leiden, vielleicht so gut wie alle. Der Grund dafür ist ihnen mehr oder weniger klar. Und in einer gewissen Phase wird das Leiden idealisiert, zusammen mit der vermeintlichen Ursache. Das ist dann in gewisser Weise wie ein "gib mir mehr". Solange Du einen "guten Grund" siehst... etwa weil Du büßen musst und das als gerechtfertigt ansiehst, oder für eine "gute Sache" kämpfst unter der Du dann leidest... Solange eine Art dieses Denkens vorherrscht, bleibt Leiden bestehen.


Was die Dramatik und den Pomp angeht - ich habe damit nicht angefangen - diese "Macht" hat damit angefangen! Und ich glaube auch nicht, dass hier jemand einfach ein "du bist geheilt" für mich beten kann und dass ich dann einfach geheilt bin!

Damit bringst Du es auf den Punkt. Das ist nicht möglich. Es ist möglich Hilfe zu erfahren, "wahr-zu-nehmen" das man "gerettet" wird. Das ist aber genausowenig der Fall wie es eine fremde Macht ist, die einen in Bedrängnis brachte. Das eine wie das andere kommt in gewisser Weise von Dir selbst (das "gewisser Weise" schreibe ich nur, weil es unbewusst ist. Ansonsten meine ich es absolut).

Das brauchst du mir als Biologen nicht zu sagen, dass alles was wir erleben durch neuronale Prozesse erzeugt wird. Aber ist das, was wir sehen wirklich real - und ich meine auch die "normale" Sicht - eigentlich ist das ein philosophisches Problem - ist die Welt in der wir leben wirklich real oder ist es eine riesige, perfekte Simulation die wir aufgrund unseres jetzigen Standpunktes in dieser Simulation nicht als solche enttarnen können.
Die Ursache ist kein neuronaler Prozess. Das Gehirn und jeder chemisch-elektrische Prozess ist ja Teil der Reailtät. Wie sollte er sie hervorbringen?
Mach es mal einfacher. Es gibt etwas das wahrnimmt, es gibt etwas das wahrgenommen wird. Unterscheide erst einmal nicht dazwischen. Was nimmt "man" wahr? Außen eine Welt. Solange Du nicht interpretierst ist das nicht einmal getrennt voneinander. Ohne Interpretation siehst Du alle Objekte als ein Objekt. Aber: Die Welt die Du wahrnimmst verändert sich, hat einen zeitliche Entwicklung. Was ist wenn Du nach innen schaust? Du nimmst Gedanken wahr. Sie kommen und gehen. Manche nennen den vorherigen Gedanken wahr und manche falsch. Manche Gedanken sind mit Bedeutung aufgeladen, andere sind unwichtig. Der Punkt ist: Wer nimmt das wahr? Wenn "jemand" sagt "Ich", dann ist das ein Gedanke. Wenn da eine Persönlichkeit ist, so ist sie eine Ansammlung von Gedanken, die nacheinander ablaufen. Eine feste Persönlichkeit gibt es nicht, nur einen Gedankenstrom. Die Persönlichkeit ist nicht diejenige die wahrnimmt, noch weniger ist es der physische Körper. All das wird wahrgenommen. Der Punkt ist nicht, das man sagen muss das alles sei real oder irreal. Aber man muss sich klar machen das nichts davon absolute Realität im Sinne von ewig und bleibend hat.

Die Unterscheidung ist weder bei der Welt noch bei den Gedanken ob real oder irreal. Wahre Objektivität findest Du genau dann wenn Du es absolut persönlich machst und die wiederum aus der Distanz betrachtest. Was Du JETZT wahrnimmst ist real. Es ist ja da. Was Du gleich wahrnehmen wirst, kann vollkommen anders sein und die erste Wahrnehmung eine Lüge nennen. Macht das die Wahrheit der vorherigen zur Lüge? Nein, Wahrheit ist das es nicht um dies oder jenes geht. Es ist nicht das eine wahr und das andere falsch. Es kann beides sein. Nur kann man das erst erkennen wenn die Bedeutung von einem/beiden nimmt. Bedeutung vergibt man immer an das, wovon man sich etwas verspricht oder Leid befürchtet. Es ist eine Frage von Ursache und Wirkung. Und solange man Ursache in der Wahrnehmung sieht, solange leidet man.

Aber... ich glaube das ist jetzt etwas zu unverständlich, wenn Du Dich mit dem Thema noch nicht befasst hast. Halte die Dinge einfach. Es geht wirklich nicht darum, das Dir jemand hier Wahrheiten präsentieren kann. Mein Tipp wäre, das Du alles tust wovon Du glaubst das es Dir helfen kann, aber nichts davon als wahr ansiehst. ANgenommen Du gehst zu dem Heiler nach Peru. ...Ich persönlich würde sagen: Warum zum Teufel kann der das nur in Peru? Und damit wäre der Fall für mich erledigt, war er für Dich anscheinend auch. Aber angenommen Du würdest es tun und angenommen er könnte Dir helfen. Dann übernimm nicht seine Konzepte. Wenn Du hier etwas liest, unterteile nicht in wahr oder unwahr. Wenn Liberat Nos Dir etwas über Jungsche Psychotherapie schreibt, dann frag Dich einfach ob Du denkst das es Dir helfen kann. Ob Du Auto oder Motorrad oder Fahrrad fährst... das ist unerheblich. Das Ziel ist entscheidend. Und ob Du auf einem Fahrrad sitzt und glaubst es sei ein Motorrad ist auch unerheblich. Versuch zu verstehen das Dein Problem nicht eines ist, Wahrheit zu finden in Form einer klaren Ursache, sondern die vermeintlichen Ursachen auszuräumen. Je mehr Du verstehst, das alles was Du für Ursachen hältst... das geschieht zum Teil unbewusst, was nicht heißt das DU es nicht erkennen kannst... unbewusst ist so etwas wie identifiziertes Denken (für wahr halten), nicht wirklich die Ursache ist, kannst Du das ausräumen. Du schaust Dir an, was Du für die Ursache hältst, und verneinst das, setzt Dich sozusagen darüber, nimmst dem was Du für die Ursache hältst die Macht Einfluss auf Dich auzuüben.

Und lass mich Dir noch eins sagen: Jede Methode funktioniert wenn Du an sie glaubst. Insofern schau auf Dich selbst. Wenn Du ein wirklicher "Ungläubiger" bist, ist das nicht schlechter sondern besser. Dann kommst Du zu der Methode des "Verneinens", die ich zu beschreiben versuchte. Sie ist wirklich einfach in der Theorie. Schau Dir an was Du denkst und für wahr hältst und zweifle es bewusst an. Schau Dir die vermeintlichen Ursachen an, formuliere sie vielleicht. Wenn Du eine grobe Liste aufstellst, warum Du leidest und jeden Punkt dann weiter begründest, warum er Dich leiden läßt, gleichzeitig aufpasst, was Du denkst, wirst Du verstehen was ich meine. Du musst es nicht durchschauen um das zu tun, aber es zu verstehen hilft, damit man es tut. Einfach, weil auch sonst der Zweifel groß ist, das es Dir helfen kann. Schau Dir diesen Zweifel an... Du zweifelst mit Sicherheit fast alles an, was in diesem Thread geschrieben wurde. Und das ist nicht falsch. Aber falsch wird es, wenn unbewusste Prozesse stattfinden. Das ist dann irrational, einfach weil es automatisch abläuft.
 
Es ist übrigens seltsam, dass sowas in einem Esoterikforum geschrieben wird, wo doch von den meisten Anhängern der Esoterik immer wieder gepredigt wird, das wir doch so viel mehr sind als der materielle Körper und dieser biologische Computer zwischen unseren Schultern.
In gewisser Weise ist sowohl das eine wie auch das andere unwahr. Alles ist Konzept. Es geht nicht um ein Wissen erwerben, sondern um ein geglaubtes-Wissen loswerden. Das macht einen nicht dümmer, da man weiterhin mit dem umgehen kann was man als absolut annahm. Es ist nur nicht mehr absolut.


Meinst du wie ich das sehe, wie meine Umgebung auf mein Problem reagiert? Ehrlich gesagt hatte ich nie viele Freunde, die paar die ich habe scheinen das Problem das ich habe zu akzeptieren genauso wie meine Mutter. Lebe derzeit ziemlich isoliert mit meiner "Krankheit" und das wird sich so schnell wohl auch nicht ändern! Was meinst du mit Schwäche? Ich glaube nicht, das ich ein schwacher Mensch bin. Wie gesagt konnte mein "Gast" mich nicht auf Dauer brechen oder bei mir "landen". Ich habe sogar den Eindruck, dass dieses "Ding" weitgehend aufgegeben hat.
Das ist ein wichtiger Punkt. Lass Dich "einfach" nicht beeindrucken. Dann wird "es" aufgeben. Egal, ob Du es als "fremde Macht" oder als einen unkontrollierten Aspekt Deiner Selbst wahrnimmst. Frag Dich aber, was Dir weiterhelfen kann. Frag Dich, wie Du es wahrnehmen müsstest, damit es keine Macht über Dich hat, und gestatte Dir da alle Freiheit. Du fragst Dich momentan was es ist, wie es objektiv wahr existiert. Ob es dies oder jenes ist. Diese Frage ist eine Reaktion. Aktion ist, "ihm" Deine Wahrnehmung aufzudrängen und die bedeutet: Unbedeutend und ungefährlich. Und: Deine Wahrnehmung ist objektiv, da es keine andere Objektivität gibt. Verändere Deine Wahrnehmung von etwas und Du veränderst dieses etwas, da es keinen Unterschied zwischen Wahrnehmung einer Existenz und der Existenz gibt, einfach weil nichts und nichts objektiv existiert ohne wahrgenommen zu werden. Das ist auch auf die Welt bezogen. Traum.... ;) Auch wenn es schwer zu glauben ist. Und noch mal: Es geht nicht um real oder irreal. Es geht um den persönlichen Bezug zu dem was Du wahrnimmst. Aber wenn Du etwas als objektiv existent wahrzunehmen glaubst, wirst Du eine objektive Bedeutung sehen wollen, anstatt die Bedeutung selbst "zuzuteilen" bzw. sie dem "Objekt" zu nehmen. Nimm allen vermeintlichen Ursachen die Bedeutung und sie werden Dir zeigen das sie keine haben.

VG,
C.
 
Das ist ein gutes Beispiel dessen, wovon Du Dich meiner Ansicht nach frei machen musst. Für Dein Problem hat weder dieses Karma-Konzept Bedeutung, noch das Mädchen. Du kannst nur hinauszögern das zu erkennen.
Selbst Deine Bindung an sie ist solange unecht, wie Du dafür Gründe zu sehen glaubst. Liebe ist niemals wirklich, solange sie es nötig hat idealisiert zu werden

Hier muss ich wiedersprechen. Die Anziehungskraft zu diesem Mädchen war schon existent, als ich noch gar keine Esoterik und Karmakonzepte im Kopf hatte! Ich war damals ein Jugendlicher, ziemlich introvertiert. Habe als ich ihr das erste Mal richtig in die Augen gesehen habe schlagartig verliebt! Es war wie ein Blitz der in mich eingeschlagen ist. Ich habe sie zwar schon vorher wahrgenommen aber passiert ist es erst, als wir uns das erste Mal direkt angesehen haben. Die andere Seite schien das ähnlich zu sehen. Damals konnte ich das noch nicht deuten. Allerdings kam nichts ernsthaftes zu Stande, weil ich immer ein bisschen "komisch" und isoliert war.
 
Hier muss ich wiedersprechen. Die Anziehungskraft zu diesem Mädchen war schon existent, als ich noch gar keine Esoterik und Karmakonzepte im Kopf hatte! Ich war damals ein Jugendlicher, ziemlich introvertiert. Habe als ich ihr das erste Mal richtig in die Augen gesehen habe schlagartig verliebt! Es war wie ein Blitz der in mich eingeschlagen ist. Ich habe sie zwar schon vorher wahrgenommen aber passiert ist es erst, als wir uns das erste Mal direkt angesehen haben. Die andere Seite schien das ähnlich zu sehen. Damals konnte ich das noch nicht deuten. Allerdings kam nichts ernsthaftes zu Stande, weil ich immer ein bisschen "komisch" und isoliert war.

Ja, ich verstehe. Was ich sagen wollte ist etwas anderes. Wenn Du Dir dieses Erlebnis vor Augen führst. Nimm den Moment wo Ihr Euch angeschaut habt und es "gefunkt" hat. Was geschah, wenn Du es nicht interpretierst? Wenn Du es auf einen sehr einfachen, aber klaren Nenner bringst? "Anziehungskraft" ist Dein Wort das Du verwendet hast... Etwas in der Art. Der Moment ist, bzw. war, Wahrheit. Das Konzept darüber ist "unwahr". Wichtig ist, was Du jetzt denkst, immer nur jetzt, jeden Moment. Dein jetziges Konzept ist entscheidend. Hilft es Dir oder bindet es Dich. Und jedes Konzept bindet. Du kannst alles verwerfen was nicht jetzt ist, bzw. Du wirst es natürlich nicht so einfach können (kann ich auch nicht), aber alles was Du aus der Vergangenheit mitbringst und als absolut wahr ansiehst, wird Dich hemmen, binden und letztlich ist es eine Barriere zum Glück. Glück entsteht immer da, wo Gegensätze aufgelöst werden. Wo es ein "weder dieses noch jenes ist", wenn man etwas nicht benennt. Wenn Du Dir das anhand einer Liebesbeziehung klarmachst. Oder... nimm auch nur wieder diesen Moment mit dem Mädchen. Den hast Du damals nicht benannt, nur wahrgenommen. Glückliche Momente sind nur deshalb flüchtig, weil man sie in Ketten legt indem man darüber nachdenkt. Das sind Kontrollversuche wo es nichts zu kontrollieren gibt. Stell Dir einen schönen Moment vor, irgendeine "Wunsch-Vision". Du kannst sie jetzt beschreiben und durchdenken. Wenn sie kommt, dann wirst Du nur wahres Glück empfinden wenn Du genau das nicht tust. Wann tut man das nicht? Wenn man sich sicher fühlt, und wenn man das was man als schön und glücklichmachend empfindet nicht in irgendeiner Weise bedroht sieht. Nur: Das ist so gut wie immer der Fall. Die Zeit setzt jedem Moment sofort ein Ende, ihn halten zu wollen, ist genau der Kontrollversuch der die Schönheit beendet. Daher sind Kontrollfreaks nie glücklich. Ich weiß das, glaub mir... ;)

Weißt Du... das was ich sagen will, ist schwer zu formulieren. Es ist theoretisch wiederum nicht kompliziert. Es ist ein bisschen paradox, da der Verstand am Komplizierten hängt. Man muss es einfach machen. Klarheit im Bewusstsein bringt Einfachheit wie auch umgekehrt. Fang ganz vorne an. Worum geht es? Glücklich sein... Was ist der Weg um glücklich zu sein? "Abschaffen" was Dich leiden läßt. Wie schafft man das? Indem man es durchschaut und Verantwortung übernimmt.

Ich versuche gerade, es so einfach wie möglich zu formulieren und nicht einen Riesen Text zu verfassen. Ein Tipp: Am meisten lernst Du von Dir, indem Du die Reaktionen bemerkst die automatisch geschehen. Wenn Du etwas liest, wie das hier oder einen anderen Beitrag, reagierst Du fortwährend. Manches passt in Dein bisheriges "Weltbild" und manches nicht. Manches davon ist für Dich positiv und manches nicht. Was geschieht, wenn Du etwas liest das erstens in Dein "Konzept" passt und zweitens für Dich positiv ist? Du nimmst eine Öffnung wahr, Hoffnung, Freude, Qualitäten die letztlich alle nur eine sind, sozusagen das "Schöne, Wahre, Gute"... Liebe, Freiheit, Macht... ist alles dasselbe. Wenn Du etwas liest das Du ablehnst verschließt Du Dich. Der Punkt ist: Du reagierst automatisch und auf der Basis von Überzeugungen die Du aus der Vergangenheit mitbringst. Ob ich oder jemand anderes tolle Texte schreibt oder nur Müll ist dabei nicht mal relevant. Du kannst beides nutzen oder an beidem scheitern. An Deiner Stelle würde ich lesen lesen lesen. Es gibt jede Menge guter Bücher, die sowohl diese Dinge von Realität bis Psychologie gut beschreiben und auch für eher wissenschaftlich denkende Menschen lesbar sind. Nur: Glaub nichts vollkommen. Es geht auch beim Lesen nicht darum Wissen zu "speichern", sondern das was man zu wissen glaubte relativieren zu können.

VG,
C.
 
Hi Anakra,
an dem Text habe ich nur etwas an diesem "Ende des Patriarchats" auszusetzen.
Ansonsten gilt aber: bei Psychosetendenz sind bildhafte Systeme (wie eben auch das Tarot, aber auch viele andere) strikt zu vermeiden, da sie Triggerwirkung haben können.

Sag mal, wie würde sowas aussehen? Was geschieht mit einem solchen menschen oder in einem solchen Menschen??? Paßt vielleicht nicht so ganz hier her, aber mich würde es sehr interessieren. Kannst Du vielleicht ein kurzes Beispiel geben?

Kaji
 
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Du wirst es natürlich nicht so einfach können (kann ich auch nicht), aber alles was Du aus der Vergangenheit mitbringst und als absolut wahr ansiehst, wird Dich hemmen, binden und letztlich ist es eine Barriere zum Glück.

Ich will nicht "glücklich" sein! Ich war mein ganzes bisheriges Leben nicht glücklich und ich bin es auch jetzt nicht. Ich wäre vielleicht sogar glücklich, wenn alles was mir 2006 passiert ist revidiert wird und ich wieder so sein könnte, wie ich davor gewesen bin! Davor war ich zwar nicht glücklich - aber ich habe mich dabei verdammt gut gefühlt! Jedenfalls kann ich auch leben ohne dabei glücklich zu sein! Aber womit ich nicht leben kann ist mein derzeitiger Zustand! Nicht Fisch und nicht Fleisch. Es ist zwar gut gemeint, aber für manche Menschen ist selbst das "Unglück" eine Form von Glück!
 
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