C
Condemn
Guest
Ich will nicht "glücklich" sein! Ich war mein ganzes bisheriges Leben nicht glücklich und ich bin es auch jetzt nicht. Ich wäre vielleicht sogar glücklich, wenn alles was mir 2006 passiert ist revidiert wird und ich wieder so sein könnte, wie ich davor gewesen bin! Davor war ich zwar nicht glücklich - aber ich habe mich dabei verdammt gut gefühlt! Jedenfalls kann ich auch leben ohne dabei glücklich zu sein! Aber womit ich nicht leben kann ist mein derzeitiger Zustand! Nicht Fisch und nicht Fleisch. Es ist zwar gut gemeint, aber für manche Menschen ist selbst das "Unglück" eine Form von Glück!
Es bringt nichts, sich an solchen Definitionen aufzuhängen. Hättest Du die Möglichkeit alles was Deinem Glück im Wege steht, mit einem Finger schnippen sich in Luft auflösen zu lassen, würdest Du das so lange tun, bis Du Deinem persönlichen Ideal vollkommenen Glücks entsprichst. Du sagst ja: "Womit ich nicht leben kann ist mein derzeitiger Zustand!"...
Das ist doch der Punkt. Das steht Deinem Glück im Weg. Aber Du interpretierst es noch falsch. Die "Erscheinung" ist nicht das Problem, die Reaktion darauf ist es. Immer ist die Reaktion auf Wahrnehmung (Wahrnehmung ist selbst schon eine Form von Reaktion) etwas, das in gewisser Weise "Richtung-gebend" ist. Die Reaktion ist eine Wahl. Die Reaktion ist entweder ein "mehr davon" oder "unbedeutend, weg damit". Jede Form von Angriff oder Abwehr (im Geist ist beides dasselbe...) ist ein "mehr davon". Heißt das, das man nicht kämpfen und gewinnen kann? Heißt es nicht. Man kann kämpfen und gewinnen, aber nur mit der richtigen Einstellung. Und die ist geistig gesehen wiederum friedlich, entsteht aus innerer Souveränität. Ich glaube, das Dein Problem zu einem großen Teil damit zusammenhängt, das Du kontrollieren willst. Das ist verständlich, geht vielleicht jedem so. Aber etwas das Du als "außer Kontrolle" wahrnimmst, hat genau diesen Zweck: Außer Kontrolle zu sein. Der Punkt dabei ist: Du kannst ihm Deine Aufmerksamkeit schenken oder es negieren und als unbedeutend beiseite lassen, aber Du kannst nicht dessen "Funktion" ändern. Etwas, das Du als verunsichernd wahrnimmst, hat die Funktion Dich zu verunsichern, etwas das Dir die Hoffnung nimmt, hat genau diese Funktion, etwas das Dir Angst macht, hat die Funktion Dich zu ängstigen. Du kannst dem Macht geben oder es lassen, aber nicht dagegen ankämpfen und es kontrollieren. Nur beseite lassen, was denselben Zweck erfüllt.
Im Grunde genommen geht es nicht darum etwas richtig zu machen. Dir kann niemand sagen was Du auf jeden Fall tun sollst. Es reicht einiges zu lassen. Und das ist alles, was dem wovon Du willst das es aufhört Dich leiden zu lassen, Macht zu geben. Das tust Du mit Deiner Aufmerksamkeit. Darüber nachzudenken was es ist, ist Aufmerksamkeit schenken und Kontrollversuch. Zu sagen: Scheiß drauf, unwichtig... ist das Gegenteil. Dazu bedarf es Bewusstheit, weil Du immer wieder assoziativ von Leiden angezogen wirst. Bzw.: Du wirst von "Bedeutung" angezogen, also allem wovon Du Dir Glück oder Leid versprichst. Und Bewusstheit ist das was man braucht um immer wieder zu sagen: "Unbedeutend, hat keine Macht über mich". Dann schwindet es. Anders nicht. Nimm all Deine Souveränität und "Arroganz" und verabschiede Dich von so vielem was Du glaubst. Denn es ist unbedeutend. Selbst das Mädchen ist unbedeutend, erst Recht die Karma-Theorien, selbst die Erfahrungen sind es. Bedeutung hat immer nur JETZT....JETZT...JETZT... Bedeutung hat, wenn Du der Karma-Theorie Bedeutung gibst (ist ein großer Unterschied), weil Du damit in genau diesem Moment einen Weg einschlägst. Du kannst ihn im nächsten Moment ändern, das ist nicht das Problem. Du kannst in jedem Moment einen vorherigen Fehler wieder richtigstellen. Nur muss man genau damit irgendwann anfangen.
Und es gibt etwas in einem dass das nicht zu wollen scheint. Das nennt man Ego. Das Ego ist lediglich eine Ansammlung von Gedanken, die Dir sagen was Du "bist"... Dich glauben machen was Du zu sein scheinst, eine gedankliche Maske. Und diese Gedanken sind das was begrenzt. Sie haben eine Art Willen der in Leid führt. Nicht wirklich einen Willen, aber diese Gedanken schließen das Gegenteil aus, weil sie begrenzend sind. Sie sagen: "Das ist so, ich bin so, ich kann nicht, ich weiß nicht" und jede Menge anderer Beschreibungen wie auch Bedingungen für Glück ("Ich muss so und so sein, um einen Wert zu haben"). Viele haben Angst davor das "Ego" zu killen... oder anzunehmen, loszulassen, wie auch immer man es nennt, weil sie...das Ego... dann denkt das käme einer Art Selbstauflösung gleich. Wahr ist, das man sich einfach nur die Freiheit erlaubt die Maske aufzusetzen oder nicht, sie zu verändern oder nicht, wie auch immer. Der Unterschied ist einfach das Bewusstsein darüber das es eine Maske ist. Und Bewusstheit, zu merken wann man wie denkt und glaubt und reagiert und agiert, ist das Wichtigste. Es gibt nicht mal einen anderen Weg. Wenn man sich dafür entscheiden würde unbewusst zu sein, wird einem diese Maske in jeder erdenklichen Form gespiegelt. Sie ist das Dia das zwischen Dir und dem ist was Du wahrnimmst, und das kann dann eine Horrorschau werden. Solange bis man hinsieht und das Dia entdeckt und nicht mehr die Bilder "angreift" ...irgendwie reagiert.... Man wird dazu gezwungen. Daher gibt es tatsächlich eine Art Schicksal. Leiden...Leiden...Leiden.... bis man hinsieht. Und das kennt jeder und... nur falls es sich anhört als sei ich schon darüber hinaus... Ist nicht so. Alle sind "nur" auf dem Weg.
Individuell sehen die Wege verschieden aus. Kann man in diesem Forum sehr gut sehen. Einige beten Jesus an, oder zu Engeln oder Channel-Wesen. Manche beschäftigen sich mit Methoden und Psycho-Techniken... Das ist nicht wichtig. Der eingeschlagene Weg ist da nicht falsch. Letztlich führt er aber immer zu Bewusstheit. Es geht nicht anders. Daher kann man auch gleich damit anfangen. Meiner Meinung nach gibt es nur eine Methode die wirklich funktioniert. Und das ist bewusstmachen und "darüber stellen"... Bedeutung nehmen... Macht nehmen... Die meisten Methoden haben sogar diesen Zweck. Wenn Du im Forum liest, wirst Du von Vergebung lesen, von Annehmen, von Loslassen, von "Ego killen", von Glaubenssätzen und vielem anderen. Das ist alles dasselbe. "Ego killen" entspricht "Ego annehmen", "Ego vergeben", sich selbst vergeben, sich selbst annehmen.... im Grunde ist alles "blablabla", aber nicht unwichtig. Einfach weil man es verstehen muss um es zu "tun". Und ich glaube, dass Du das erst musst. Verstehen musst, was hin zum Leid führt, damit Du es umgekehrt machen kannst. Und da musst Du Dich selbst beobachten, wie Du reagierst und welche Mittel Du einsetzt. Und wie gesagt.... Abwehr und Angriff.... das ist immer der Fehler. Das ist "psychisch" gemeint. Um zu erkennen ob Du abwehrst/angreifst (ist psychologisch wie gesagt gleich) kannst Du auf Dein Gefühl achten. Immer wenn Du es tust, fühlst Du Dich mies. Wenn Du es läßt, fühlst Du Dich gut. Theoretisch simpel...
VG,
C.
