Hartzler als Hundehaufenkontrolleure

Ich hatte dich in diesem Fall nicht angesprochen, dich an anderer Stelle aber schon einmal gefragt, ab wann denn in deinen Augen ein Arbeitsloser faul sei. Deinen Beiträgen stellst du ja die Prämisse voran, dass jeder einen Job finden könne, wenn er denn wolle. Umkehrschluss: Wer keinen findet, will nicht?

Wer sich nicht bemüht, einen neuen Beruf zu finden, ist träge. Auch jemand, der Qualifikationsmaßnahmen ausschlägt, zeigt nicht gerade den Willen zur Aktivitäten. Darum sollen diese Menschen von pädagogischen Sanktionen getroffen werden.

Es gibt ja "Qualifizierungsmaßnahmen", die aber eben keinerlei Qualifikation beinhalten. Und in diese Maßnahmen werden wahllos Erwerbslose gesteckt, völlig egal welche Qualifikationen sie bereits mitbringen oder bräuchten.

Ja, ich sehe ein, dass auf diesem Gebiet Optimierungsbedarf besteht.
 
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Wer sich nicht bemüht, einen neuen Beruf zu finden, ist träge. Auch jemand, der Qualifikationsmaßnahmen ausschlägt, zeigt nicht gerade den Willen zur Aktivitäten. Darum sollen diese Menschen von pädagogischen Sanktionen getroffen werden.



Ja, ich sehe ein, dass auf diesem Gebiet Optimierungsbedarf besteht.


...liebe alice,

arbeistagenturen streichen qualifizierung, und bieten keine arbeit mehr an...noch fragen?

(ich will nicht behaupten das du weltfremd bist...nur dass du von dingen schreibst die dich anscheinend nicht "angehen"!)

shimon
 
Wer sich nicht bemüht, einen neuen Beruf zu finden, ist träge. Auch jemand, der Qualifikationsmaßnahmen ausschlägt, zeigt nicht gerade den Willen zur Aktivitäten. Darum sollen diese Menschen von pädagogischen Sanktionen getroffen werden.

Jeder Erwerbslose wird über eine sogenannte Eingliederungsvereinbarung (oder über einen Verwaltungsakt gleichen Inhalts) dazu verpflichtet, bestimmte Leistungen zu erbringen.
Das Schreiben einer bestimmten Anzahl von Bewerbungen gehört dazu, ebenso wird dort die Teilnahme an "Qualifizierungsmaßnahmen" geregelt.
Hält sich der Leistungsempfänger nicht daran, wird sanktioniert. Beim ersten Mal z.B. 30% des Regelsatzes.

Was du forderst, ist also gängige Praxis.

Was sollen padagögische Maßnahmen sein?


Ja, ich sehe ein, dass auf diesem Gebiet Optimierungsbedarf besteht.

Nein, eher Reformbedarf.
 
...liebe alice,

arbeistagenturen streichen qualifizierung, und bieten keine arbeit mehr an...noch fragen?

(ich will nicht behaupten das du weltfremd bist...nur dass du von dingen schreibst die dich anscheinend nicht "angehen"!)

shimon

Wenn es tatsächlich wahr ist, dass die Agenturen für Arbeit weder Qualifikationsmaßnahmen noch rationale Arbeitsoptionen anbieten, dann sollte der Fokus der Arbeitsagenturen auf der regulären Kontrolle von aufrichtigen Bewerbungsbemühungen der Arbeitslosen liegen. Man sollte demnach arbeitsfähige Erwerbslose dazu verpflichten, am besten mehrfach wöchentlich mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten, sich zu bewerben, sich vorzustellen. Authentisches couragiertes Verhalten, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, müssen der Arbeitsagentur nachgewiesen werden. Auch sinnvolle Vorschläge der Arbeitsagentur müssen angenommen werden, sofern es sich dabei eben um perspektivisch angezeigte Arbeits- resp. Qualifikationschancen handelt.
 
Wer sich nicht bemüht, einen neuen Beruf zu finden, ist träge. Auch jemand, der Qualifikationsmaßnahmen ausschlägt, zeigt nicht gerade den Willen zur Aktivitäten. Darum sollen diese Menschen von pädagogischen Sanktionen getroffen werden.

Diese Sichtweise ist zwar verständlich, aber sie ist nicht effektiv. Von Trägheit oder Faulheit zu sprechen ist zwar nicht falsch, aber es ist oberflächlich. Wenn Du das Thema mal nüchtern durchdenkst und Dich fragst, was Menschen träge werden lässt... immer tiefer hinterfragst... Wirst Du sehen, dass es ein psychologisches Problem ist.

Trägheit ist nicht böser Wille. Selbst wenn das teilweise so erscheint. Trägheit hat immer mit Überforderung zu tun. Überforderung hat immer auch mit gemachten Erfahrungen zu tun... mit Demütigungen der Vergangenheit.

Und wenn es darum geht, effektive Lösungen zu finden, dann muss man das gesamte Thema tiefer durchdenken. Letztlich wird man zu dem Schluss kommen, dass ein Hauptproblem ein Mangel an Verantwortung an allen Stellen ist. Alle versuchen den simpelsten Weg zu gehen und Verantwortung von sich zu weisen... Daraus werden dann Schuldzuweisungen an .......... (je nach Perspektive). Aber wie man sehen kann ist das aus keiner Perspektive effektiv.
 
Wenn es tatsächlich wahr ist, dass die Agenturen für Arbeit weder Qualifikationsmaßnahmen noch rationale Arbeitsoptionen anbieten, dann sollte der Fokus der Arbeitsagenturen auf der regulären Kontrolle von aufrichtigen Bewerbungsbemühungen der Arbeitslosen liegen. Man sollte demnach arbeitsfähige Erwerbslose dazu verpflichten, am besten mehrfach wöchentlich mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten, sich zu bewerben, sich vorzustellen. Authentisches couragiertes Verhalten, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, müssen der Arbeitsagentur nachgewiesen werden. Auch sinnvolle Vorschläge der Arbeitsagentur müssen angenommen werden, sofern es sich dabei eben um perspektivisch angezeigte Arbeits- resp. Qualifikationschancen handelt.

Es ist wahr, bei Hartz4 ist es nicht die Aufgabe der Argen, Arbeitsplätze zu vermitteln. So bitterböse wie es klingt. Die Gegenleistung der Argen zur Eingliederungsvereinbarung ist mit der Zahlung der Leistung gegeben. Daher sind auch Widersprüche gegen solche EGVs mittlerweile zwecklos.
Der Arbeitssuchende hat hingegen alle Auflagen aus der EGV zu erfüllen, lückenlos mit Nachweis. Und hier kommt es auf die Verträge an, da kann schon mal locker 30 Bewerbungen im Monat gefordert sein.

Ergo Alice, es ist alles da und vorhanden und wird auch so gehandhabt. Nur wenn keine Arbeit da ist, gewollt nicht da ist. Ist das alles quasi überflüssig. Da ein sinnloses Bemühen. So hart wie es klingt, es ist dann quasi eine Ver**sche. Diesen Umstand wirst du aber erst begreifen, wenn du in diesem Sog steckst und sinnlose Bewerbungen schreibst, um nur das Soll zu erfüllen. So ist aber die Realität. Arbeitgeber beantworten heutzutage nicht einmal mehr diese Initiativbewerbungen. Warum auch, wenn keine Arbeit da ist.

Mit dem Zettel rumlaufen und Stempel abholen, ist momentan auch nicht mehr so. Hier zieht man auch schon die Zügel fester und erwartet mittlerweile schon geschrieben Bewerbungen mit schriftlichen Antworten. Was wiederum zu einem Absurdum führt, wenn die Arbeitgeber nicht einmal mehr antworten. Eine Veräppelung in sich.
 
Wenn es tatsächlich wahr ist, dass die Agenturen für Arbeit weder Qualifikationsmaßnahmen noch rationale Arbeitsoptionen anbieten, dann sollte der Fokus der Arbeitsagenturen auf der regulären Kontrolle von aufrichtigen Bewerbungsbemühungen der Arbeitslosen liegen. Man sollte demnach arbeitsfähige Erwerbslose dazu verpflichten, am besten mehrfach wöchentlich mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten, sich zu bewerben, sich vorzustellen. Authentisches couragiertes Verhalten, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, müssen der Arbeitsagentur nachgewiesen werden. Auch sinnvolle Vorschläge der Arbeitsagentur müssen angenommen werden, sofern es sich dabei eben um perspektivisch angezeigte Arbeits- resp. Qualifikationschancen handelt.

Wird doch seit drei Legislaturperioden gemacht!

SGB II

§ 15 Eingliederungsvereinbarung


(1) Die Agentur für Arbeit soll im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jedem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen die für seine Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren (Eingliederungsvereinbarung). Die Eingliederungsvereinbarung soll insbesondere bestimmen,

1.
welche Leistungen der Erwerbsfähige zur Eingliederung in Arbeit erhält,
2.
welche Bemühungen der erwerbsfähige Hilfebedürftige in welcher Häufigkeit zur Eingliederung in Arbeit mindestens unternehmen muss und in welcher Form er die Bemühungen nachzuweisen hat,
3.
welche Leistungen Dritter, insbesondere Träger anderer Sozialleistungen, der erwerbsfähige Hilfebedürftige zu beantragen hat.

Die Eingliederungsvereinbarung soll für sechs Monate geschlossen werden. Danach soll eine neue Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen werden.

...





Davon gibt es aber nicht mehr Arbeitsplätze und nicht mehr qualifizierte Arbeitskräfte.

Deine Lösungsansätze machen nur Sinn, wenn man, wie das Gros der geBILDeten Bevölkerung davon ausgeht, dass Arbeitslosigkeit daher rührt, dass Arbeitslose faul und träge sind. Dem ist nicht so.

Und genau diese Debatte, die immer wieder angeheizt wird, lenkt eben von den eigentlichen Problemen ab.
 
Das versuche ich ihr seit Wochen klar zu machen ... dass es eben keine Arbeitsplätze gibt. Bekomme statt dessen wieder die Laier an Kopp, von wegen Qualifizierungen machen. Ja, für wen denn? Und wieder drehen wir uns im Kreis ... immer wieder die selbe Laier.

Gut, Alice sagte ... sie besorgt Arbeit ... gut, dann bringe mir bitte produzierendes Gewerbe nach Stralsund. Ich warte .....

Medchen.gif
 
Vier Millionen Arbeitslose in Deutschland kosten jährlich ca. 30 000 000 000€:

620(Regelsatz + Mietzahlung)*12*4 000 000 = 29 760 000 000€.

Diese staatliche Finanzierung gehört in ihrer Quantität nach meiner Auffassung zu den größeren Staatsausgaben. Vergleichbar mit ihnen ist die monetäre Unterhaltung von 16 Bundesländern (ca. 40 000 000 000€ insgesamt), dem Militär (etwa 50 000 000 000€) und den Pensions- und Unkündbarkeitsprivilegien bürokratischer Beamter (ungefähr 20 000 000 000€).
 
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Das versuche ich ihr seit Wochen klar zu machen ... dass es eben keine Arbeitsplätze gibt. Bekomme statt dessen wieder die Laier an Kopp, von wegen Qualifizierungen machen. Ja, für wen denn?

Logischerweise für Unqualifizierte und Perpsektivlose. Es gibt auch ausgestorbene Jobs. Menschen, welche diese Berufe erlernten, bedürfen z. B. einer intakten Kompetenzflexibilität. Je mehr Aus- bzw. Fortbildungen ein Arbeitsloser vorzuweisen hat, desto vielfältiger kann er sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben. Das kannst Du doch nicht ernsthaft anzweifeln, dass sich die Berufschancen durch absolvierte Ausbildungen optimieren? Wer hat größere Gelegenheiten, ein Stellenangebot zu erhalten? Ein Hauptschulabhgänger ohne Berufsausbildung oder ein Abiturient mit zwei unterschiedlichen Ausbildungen? Denk mal einfach vernünftig darüber nach. Auch für die berufliche Qualität ist eine Ausbildung entscheidend. Ohne Bildung und Wissen kannst Du vielleicht allenfalls auf Baustellen tätig werden und Dich dann beklagen, dass ja gerade Du bis 67 auf dem Bau Deine Gesundheit ruinieren musst.

Gut, Alice sagte ... sie besorgt Arbeit ... gut, dann bringe mir bitte produzierendes Gewerbe nach Stralsund. Ich warte .....

Ich werde Dir etwas suchen.
 
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