Hartzler als Hundehaufenkontrolleure

Wobei ich aber nicht einsehe, dass ein Winterkorn bei VW das 100-fache des Durchschnittslohns der VW-Arbeiter bekommt. Das 20-fache wäre schon gut bezahlt und auch verdient.

Genau darum geht es doch. Ich gönne wirklich jedem den Lohn, den er verdient. Nur leider bekommen viele Menschen weniger Lohn, als sie eigentlich verdienen, während gleichzeitig andere Menschen so viel Geld bekommen, welches sie in ihrem Leben kaum ausgeben können - auf Kosten von anderen! Und genau dieses: auf Kosten von anderen (also, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich mit einem Vollzeit-Job nicht selbst ernähren können), bemängel ich. Denn das geht dann weiter auf Kosten der Gesellschaft.
Dem unterbezahlten Arbeitnehmer kann ich das nicht anlasten, eher der Finanz- und Personalpolitik des Unternehmens.
 
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Genau darum geht es doch. Ich gönne wirklich jedem den Lohn, den er verdient. Nur leider bekommen viele Menschen weniger Lohn, als sie eigentlich verdienen, während gleichzeitig andere Menschen so viel Geld bekommen, welches sie in ihrem Leben kaum ausgeben können - auf Kosten von anderen! Und genau dieses: auf Kosten von anderen (also, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich mit einem Vollzeit-Job nicht selbst ernähren können), bemängel ich. Denn das geht dann weiter auf Kosten der Gesellschaft.
Dem unterbezahlten Arbeitnehmer kann ich das nicht anlasten, eher der Finanz- und Personalpolitik des Unternehmens.


Deswegen bin ich ja auch für einen gesetzlichen Mindestlohn in einer Höhe, dass man von einem Vollzeitjob leben kann. Dürfte wohl so um die 9 € pro Stunde liegen.

Und wer mehr haben will, muss eben in sich investieren. In dem er sich qualifiziert. Und das ist und kann nicht Aufgabe des Staates sein. Sondern liegt in der Selbstverantwortung eines Jeden.

:)

crossfire

 

Deswegen bin ich ja auch für einen gesetzlichen Mindestlohn in einer Höhe, dass man von einem Vollzeitjob leben kann. Dürfte wohl so um die 9 € pro Stunde liegen.

Mindestlohn, da sind wir uns einig. Die Höhe? Keine Ahnung, natürlich muss man davon leben können - wenn jedoch noch Fahrtkosten oder ähnliches dazu kommt...ich glaub, ist schwierig zu sagen, was ein einzelner Mensch/eine Familie wirklich braucht.
Aber Löhne von 5 oder 6 Euro in der Stunde sind ein Hohn für jeden Arbeitnehmer, das sollte unterbunden werden.

Und wer mehr haben will, muss eben in sich investieren. In dem er sich qualifiziert. Und das ist und kann nicht Aufgabe des Staates sein. Sondern liegt in der Selbstverantwortung eines Jeden.
Wenn ein Mensch einen Knochenjob macht, dabei wenig Geld verdient, ist es sehr schwierig, sich zu qualifizieren, um da rauszukommen.
Das hatte ich mal - war zum Glück zeitlich befristet, so dass ich mich während meiner darauf folgenden Arbeitslosigkeit um meine Zukunft kümmern konnte. Auch Bewerbungen schreiben fällt schwer, weil einem in der sogenannten Freizeit einfach die Energie dafür fehlt.
Mein Job war übrigens auch staatlich subventioniert (also da flossen auch Steuergelder, um mich zu beschäftigen).....
 
Mindestlohn, da sind wir uns einig. Die Höhe? Keine Ahnung, natürlich muss man davon leben können - wenn jedoch noch Fahrtkosten oder ähnliches dazu kommt...ich glaub, ist schwierig zu sagen, was ein einzelner Mensch/eine Familie wirklich braucht.
Aber Löhne von 5 oder 6 Euro in der Stunde sind ein Hohn für jeden Arbeitnehmer, das sollte unterbunden werden.


Wenn ein Mensch einen Knochenjob macht, dabei wenig Geld verdient, ist es sehr schwierig, sich zu qualifizieren, um da rauszukommen.
Das hatte ich mal - war zum Glück zeitlich befristet, so dass ich mich während meiner darauf folgenden Arbeitslosigkeit um meine Zukunft kümmern konnte. Auch Bewerbungen schreiben fällt schwer, weil einem in der sogenannten Freizeit einfach die Energie dafür fehlt.
Mein Job war übrigens auch staatlich subventioniert (also da flossen auch Steuergelder, um mich zu beschäftigen).....


Eine Familie wird mit dem Mindestlohn nicht wirklich leben können. Da ist ein zweiter Job unvermeidbar, zumindest ein Teilzeitjob.
Die Alleinverdienersituation ist erst bei wesentlichen höheren Einkommen möglich. Und da wird sie dann auch notwendig. Weil, irgendjemand muss die Homebase managen.

Wie ich bereits oben beschrieben habe, ist es natürlich mühsam, sich neben dem Job zu qualifizieren. Nur, ich habe es gemacht. Und damit gibt es mindestens ein Beispiel dafür.
Ich bin in einem Arbeiterhaushalt aufgewachsen. In der vierten Klasse war klar, dass Volksschule eben das ist, was von zu Hause aus machbar war.
Also habe ich für den Rest an Qualifikation selbst gesorgt. Was sich auch ausgezahlt hat.

:)

crossfire
 
Tja, die "Kleinen" kommen um 8 und lassen um 5 den Löffel fallen, die Mittleren kommen auch um 8, können aber um 5 noch nicht gehen, wenn noch irgend etwas anliegt und die Oberen kommen vielleicht auch um 8, für die ist aber abends um 8 im allgemeinen der Tag immer noch nicht zu Ende.

Frag mal die "armen unterbezahlten Menschen", ob sie zu einem 12 Stunden Tag (meist 6 Tage in der Woche) bereit sind, zu Weiterbildung, Verantwortung und als Freizeitgestaltung noch ständigem Lesen im Wirtschaftsteil (nicht einer Zeitung, sondern aller überregionaler) etc..

Da ist keine Zeit für Lulli-Seminare am Wochende, stundenlanges Chatten in irgendwelchen Foren oder Grillerchen am Badesee.

Genau die, die sich heute beklagen, dass sie so arm und unterbezahlt sind, waren auch die, die bereits in der Schule die Null-Bock-Nummer geschoben haben und möglichst schnell und unproblematisch "Geld verdienen" wollten. Wer nicht viel/lange lernt, kann schnell Geld verdienen - klar - aber dieses "Anfangseinkommen" wird sich halt auch nie sonderlich steigern, sprich: Karriere findet da dann nicht statt.

Ich kenne nicht einen einzigen gesunden Menschen pers., der eine qualitativ hochwertige Ausbildung hat (gleich ob Handwerk oder Studium) und sich von der Welt gestaft und ausgebeutet fühlt. Ist halt mit viel Arbeit und Disziplin verbunden wenn man was erreichen will, und das beginnt bereits in jungen Jahren .....

R.

Nicht alle Menschen haben das Potential Führungspositionen zu bekleiden und sie haben auch gar nicht den Anspruch. Sie möchten nur für ihren Nine-to-Five-Job die gebührende Anerkennung auch in Form einer angemessenen Bezahlung.

Ich kenne aus meinem Umfeld übrigens mehrere High-Potentials, die sich ausgebeutet fühlten, weil sie von einem Praktikum zum anderen gereicht wurden oder eben zuwenig Geld für zuviel Arbeit bekommen. Eine befreundete Veterinärmedizinärin orientierte sich gänzlich um, nachdem sie als Berufsteinsteigerin dazu verwendet wurde, den Stall auszumisten.
 
Wenn ein Mensch einen Knochenjob macht, dabei wenig Geld verdient, ist es sehr schwierig, sich zu qualifizieren, um da rauszukommen.

Genau diese Knochenjobs sollten eben sehr gut bezahlt werden. Ich sehe echt nicht ein, warum solche Knochenjobs, wo man sich die Knorpel innerhalb kürzerster Zeit abnutzt oft so schlecht bezahlt sind Und in den Augen der Gesellschaft ist man einfach der Handlanger - und warum andere Jobs, die man bekommen hat, weil man sich Diplome unter den Nagel gerissen hat, das Glück hatte sich in der Hochschule St. Gallen einen Lic.oec. zu angeln, rethorisch begabt ist, sich gut verkaufen kann - um schlussendlich ein knallharter und widerlich eiskalter Manager zu werden, so horrend überbezahlt werden.
 
Genau diese Knochenjobs sollten eben sehr gut bezahlt werden.

Dann solltest Du Dich auf politischer Ebene der FDP anschließen, die da offiziell propagiert: "Arbeit soll sich wieder lohnen!" Das ist aber kaum anders zu realisieren als durch Steuersenkungen, so dass mehr Netto-Gehalt vom Brutto-Lohn verbleibt. Steuerreduktionen wiederum bedürfen der Rationalisierung der Investitionsverhältnisse der Bundesregierung = Sparprogramme. Der Slogan "Arbeit soll sich wieder lohnen!" ist vollständig kongruent mit dem ökonomischen Prinzip unseres Wirtschaftssystem, das lautet: "Leistung soll belohnt werden!" Exakt dies scheinst auch Du aus einem gesunden Gerechtigkeitssinn zu fordern. Ich stimme dem ebenfalls zu. Vor allem am politischen und bürokratischen Apparat kann in Deutschland gespart werden, so dass die steuerlichen Abtragungen der Berufstätigen vermindert werden können.

Dass die Initiation eines bundesweit definierten Mindestlohns utopisch und surreal ist, braucht, glaube ich, nicht ernsthaft diskutiert zu werden. Für unserer deutsche Wirtschaft wäre die Einführung eines Mindestlohns - bspw. in Höhe von 10€ pro Stunde - in jeder Hinsicht kontraproduktiv. Er zöge zahlreiche Entlassungen und Preiserhöhungen = Inflationen nach sich. Ist dies ein anzustrebendes Ziel? Hierdurch käme es überdies zu erneuten Steuererhöhungen und die Wirtschaft bräche alsbald zusammen. Mindestlöhne tönen christlich und sozial. Aber sie sind genauso unrealistisch wie eine friedliche globalisierte Welt.

Zudem möchte ich gerne einmal Folgendes erläutern: Wenn Arbeitslose einen 1-€-Job mit 100 Stunden pro Monat erfüllen, können sie sich auf diesem Wege sowohl anrechnungs- als auch steuerfrei 100€ monatlich dazuverdienen und so ihr Arbeitslosengeld maximieren. Wie ich schon formulierte, beträgt der Regelsatz von Hartz-IV-Empfängern im Monat 359€, zu welchem noch die Miet- und Betriebskosten kommen mit durchschnittlichen 300€ monatlich (schätze ich). Das wären dann 659€ + 100€ durch die 1-€-Jobs = 759€ pro Monat. Wenn ein solcher Arbeitslose nun seine 100 Arbeitsstunden monatlich absolviert, so erhält er für seine stündliche Arbeitstätigkeit 7,59€. Ist das zu beanstanden? Ich finde das vollkommen legitim, denn viele regulär Berufstätige bekommen nicht sehr viel mehr oder sogar weniger in der Stunde. Dazu muss noch erwähnt werden, dass die Arbeitsanforderungen von 1-€-Jobs sicherlich nicht denen eines konventionellen Berufes entsprechen. Straßenreinigungen und ähnliche Tätigkeiten sind mit 7,59€ die Stunde bestens entlohnt. Es gibt also keinen rationalen Grund des Klagens. Sogar die Linken haben einen Mindestlohnt von 7,50€ verlangt, so dass folglich der finanzielle Verdienst von 1-€-Jobbern in der Regel sogar noch höher liegt als die linksparteiische Forderung. Daher bin ich weiterhin der Ansicht, dass eine Berufstätigkeit - im eigenen Interesse und im Interesse der steuerzahlenden Bevölkerung und der Wirtschaft - wesentlich vorzüglicher als die Arbeitslosigkeit ist. Da die Gehälter der 1-€-Jobber adäquat ausfallen, MÜSSEN derartige Arbeitsmaßnahmen verpflichtend sein für Arbeitslose. Zumal sie auf diese Weise noch Positives verrichten, Tagesstruktur erfahren und dem Arbeitsleben nicht psychisch entfremden.
 
warum auf hartzler hinpecken?
es werden doch ganz legal milliarden gescheffelt ohne zu arbeiten.
wie? noch nie was von zinsen gehört?
genau deshalb sprach ich davon alice soll sich mal schlau machen (ich gebs zu auf der uni hört man nichts davon.:( aber es gibt ja leute wie silvio gesell oder margrit kennedy. :thumbup:)
 
Dass die Initiation eines bundesweit definierten Mindestlohns utopisch und surreal ist, braucht, glaube ich, nicht ernsthaft diskutiert zu werden. Für unserer deutsche Wirtschaft wäre die Einführung eines Mindestlohns - bspw. in Höhe von 10€ pro Stunde - in jeder Hinsicht kontraproduktiv. Er zöge zahlreiche Entlassungen und Preiserhöhungen = Inflationen nach sich. Ist dies ein anzustrebendes Ziel? Hierdurch käme es überdies zu erneuten Steuererhöhungen und die Wirtschaft bräche alsbald zusammen.
Andersrum: mit einem Mindestlohn hätten die Bürger mehr Geld in der Tasche, um die Wirtschaft anzukurbeln. Es flössen automatisch mehr Steuergelder, so dass langfristig über Steuersenkungen nachgedacht werden kann. Die Sozialkassen hätten wieder mehr Einnahmen und könnten besser wirtschaften.
Durch die vermehrten Steuereinnahmen könnte z.B. in KiTas investiert werden, so dass auch Eltern, die arbeiten möchten, arbeiten gehen können, was wiederum die Wirtschaft ankurbelt.
 
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warum auf hartzler hinpecken?
es werden doch ganz legal milliarden gescheffelt ohne zu arbeiten.
wie? noch nie was von zinsen gehört?
genau deshalb sprach ich davon alice soll sich mal schlau machen (ich gebs zu auf der uni hört man nichts davon.:( aber es gibt ja leute wie silvio gesell oder margrit kennedy. :thumbup:)

Die deutschen Arbeitslosen werden jährlich mit ca. 30 000 000 000€ finanziert. Das ist eine enorm hohe Steuerausgabe. Ich finde daher schon, dass an dieser Stelle über humane Rationalisierungen nachgedacht werden sollte...

Zinserträge können vor allem der im Verschwinden begriffenen Mittelschicht helfen, sich wieder vermehrt zu etablieren! Allerdings fällt dies schwer, wenn ab einem Zinsbetrag von 801€ 25% davon wieder abgeltungssteuerlich entrichtet werden müssen!
 
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