Gewalt

Wer Gewalt aus der Welt haben will, muss gezwungener Maßen zuerst bei sich schauen.

Meist machen sich dann die Leute, die gegen Gewalt kämpfen, selbst der Gewalt "schuldig", merken es aber nicht einmal, weil "ihre Sache die Mittel heiligt". Diese innere Heuchelei, solange sie existiert, so kann es keinen Frieden geben.

Drum sind mir Figuren wie zum Beispiel Mutter Theresa sehr suspekt. Das Ziel mag noch so hehr und edel sein, die Mittel der Umsetzung sind es oft genug nicht.

Und in der Esoszene, der immer brave friedliebende Guru, wie oft passiert es da, dass hinter der reinen Fassade dir pure Gewalt ausagiert wird, Menschen physisch oder auch psychisch mit Gewalt konfrontiert werden? Alles im Namen der "guten Sache, der WIR zu dienen haben."

Drum sind mir Menschen, die auch mal offen aggressiv sein können (moderat natürlich) auch tausendmal lieber, als Leute, die einen Friedenskampfzug angehen, um alles Böse aus der Welt schaffen zu wollen.

LG
Any
 
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Wer Gewalt aus der Welt haben will, muss gezwungener Maßen zuerst bei sich schauen.

Meist machen sich dann die Leute, die gegen Gewalt kämpfen, selbst der Gewalt "schuldig", merken es aber nicht einmal, weil "ihre Sache die Mittel heiligt". Diese innere Heuchelei, solange sie existiert, so kann es keinen Frieden geben.

Drum sind mir Figuren wie zum Beispiel Mutter Theresa sehr suspekt. Das Ziel mag noch so hehr und edel sein, die Mittel der Umsetzung sind es oft genug nicht.

Und in der Esoszene, der immer brave friedliebende Guru, wie oft passiert es da, dass hinter der reinen Fassade dir pure Gewalt ausagiert wird, Menschen physisch oder auch psychisch mit Gewalt konfrontiert werden? Alles im Namen der "guten Sache, der WIR zu dienen haben."

Drum sind mir Menschen, die auch mal offen aggressiv sein können (moderat natürlich) auch tausendmal lieber, als Leute, die einen Friedenskampfzug angehen, um alles Böse aus der Welt schaffen zu wollen.

LG
Any

Stimmt, da sollte man schon ganz genau hinsehen---wie oft werden die Verfolgten dann selber zu Verfolgern.
Das scheint sehr oft zu passieren.
 
GEGEN etwas zu kämpfen, ist genau die gleiche Energie wie das, was man eigentlich nicht haben will - aber aufgrund der Resonanz trotzdem anzieht.

Völlig kontraproduktiv, aber viele Menschen (die meisten?) sind sich dessen gar nicht bewusst, weil es ein eingeimpftes Muster ist, GEGEN etwas zu kämpfen, anstatt FÜR.
 
Ich halte von dem Titelthema gar nichts. Denn das Gegenteil von Gewalt kann einen ganz schön auch in Drangsal führen, aus dem Oftmals nur Gewalt wieder Befreiung schafft. Daher halte ich eine differenzierte Titelfokussierung für angebrachter. Gerade im Bereich Psyche und Persönlichkeit.
 
Völlig kontraproduktiv, aber viele Menschen (die meisten?) sind sich dessen gar nicht bewusst, weil es ein eingeimpftes Muster ist, GEGEN etwas zu kämpfen, anstatt FÜR.

Da hast du eines meiner Lieblingsthemen, solange es noch nicht greift, angeschnitten.

A: Wir müssen uns "gegen"seitig unterstützen (Und beide heben den Baumstamm auf der gleichen Seite an oder schieben von beiden Seiten zur Mitte, behindern sich dauernd, unbewusst und liebgemeint, versteht sich)

B: Wir müssen uns "für"seitig unterstützen (Und beide tragen den Baumstamm an seinen bestimmten Platz)

Nur dass anders gehandelt als gesprochen und gedacht wird:

C: Wir müssen uns "gegen"seitig unterstützen (Und beide tragen den Baumstamm an seinen bestimmten Platz)
 
JaquesDeMolay schrieb:
Da hast du eines meiner Lieblingsthemen, solange es noch nicht greift, angeschnitten.

A: Wir müssen uns "gegen"seitig unterstützen (Und beide heben den Baumstamm auf der gleichen Seite an oder schieben von beiden Seiten zur Mitte, behindern sich dauernd, unbewusst und liebgemeint, versteht sich)

B: Wir müssen uns "für"seitig unterstützen (Und beide tragen den Baumstamm an seinen bestimmten Platz)

Nur dass anders gehandelt als gesprochen und gedacht wird:

C: Wir müssen uns "gegen"seitig unterstützen (Und beide tragen den Baumstamm an seinen bestimmten Platz)
 
Stimmt, da sollte man schon ganz genau hinsehen---wie oft werden die Verfolgten dann selber zu Verfolgern.
Sie merken es nur beinahe nie.
Sie sagen dann Sätze wie: Aggression ist gesünder, was natürlich nur die Aggression gegen andere meint.
Eigentlich geht es um Verdrängung dessen, was man selber erleiden musste.
Wenn man in dem Moment, wo man gewalttätig ist die eigenen Schmerzen der Vergangenheit fühlen könnte oder die Schmerzen des Opfers zeitgleich erleiden müsste, dann hätte sich die Thematik schnell erledigt.
 
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Ich halte von dem Titelthema gar nichts. Denn das Gegenteil von Gewalt kann einen ganz schön auch in Drangsal führen, aus dem Oftmals nur Gewalt wieder Befreiung schafft. Daher halte ich eine differenzierte Titelfokussierung für angebrachter. Gerade im Bereich Psyche und Persönlichkeit.

Stellen wir uns mal das Thema Frieden vor...wäre das inhaltlich weniger gewalttätig ? Glaub ich nicht !
Dann kommt auch wieder: Frieden ist eine Illusion. Frieden entsteht nur durch Unterdrückung oder Selbstverleugnung.
Die tierische Natur des Menschen kann nur zeitweise friedlich sein denn eine natürlich Aggression ist Teil des Überlebenstriebes.

Welcher Titel hätte dir denn vorgeschwebt ?
Es ist eigentlich absichtlich so offen gehalten damit jeder rein- und rauslesen kann was er darin finden möchte.
 
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