Gestrandeter Wal in der Ostsee

Das Problem: Bei solchen Demos wird nicht nur sachlich argumentiert, sondern sehr viel auch mit vetkürzten, vereinfachten Slogans, die ich in der dargebrachten Form dann doch nicht unterstützen will.
Ich schätze, so denken Politiker letztlich auch und so wird es zukünftig wohl auch keine Verbesserung bei der Tierhaltung und überhaupt beim Umgang mit Tieren geben.
 
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Ich schätze, so denken Politiker letztlich auch und so wird es zukünftig wohl auch keine Verbesserung bei der Tierhaltung und überhaupt beim Umgang mit Tieren geben.

Naja, man kann die Demos auch so gestalten, dass die Politiker darüber nicht so denken können.

Ist halt ein wenig der ewige Widerstreit zwischen Fundis und Realos.
 
Zurück zum Wal..

Er soll noch heute (sofern es stimmt) aufs Festland gezogen werden, um ihn dort morgen zu obduzieren.

 
Nur kurz noch zum Thema "Politiker" ...

Naja, man kann die Demos auch so gestalten, dass die Politiker darüber nicht so denken können.
Egal, was man macht, im Normalfall erst unter Druck der Öffentlichkeit ändern Politiker ihre Meinung.
Erst wenn man ihnen Untätigkeit vorwirft und sie befürchten müssen, dass sie reihenweise Wählerstimmen verlieren, reagieren sie.
Leider.
 
Zurück zum Wal..

Er soll noch heute (sofern es stimmt) aufs Festland gezogen werden, um ihn dort morgen zu obduzieren.

Aber offenbar nicht an den Strand.
Achso ja ... sie wollen versuchen, ihn erst mal in den Hafen von Grenaa (Jütland) zu ziehen ...
Nur wenn es nicht gelingt, bleibt er dort am Strand.
Das ist natürlich eine ordentliche Strecke. Ob das gut geht?

Siehe:
Die Aktion werde wahrscheinlich den ganzen Tag dauern. Am Freitag könnte der Wal dann obduziert werden. Im Hafen sei es leichter, den Kadaver zu bearbeiten: "In Grenaa werden Wissenschafter und Tierärzte die Untersuchungen und Probenentnahmen durchführen, wie sie bereits bei früheren Strandungen größerer Wale vorgenommen wurden." Sollte es nicht gelingen, den Wal in den Hafen zu bewegen, wollen die Dänen ihn auf Anholt untersuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber nehmen wir beispielsweise alleine den Punkt, Diskussion über Fischerei, Geisternetze, Lärm und Umweltzerstörung. Die Diskussion ist dringend nötig, aber machen wir uns nichts vor: Unser aktueller Lebensstiel ist verantwortlich für diesen Lärm und Umweltzerstörung. Wir können und müssen natürlich versuchen, das zu minimieren... aber ich glaube kaum jemandem würde gefallen, wenn der Welthandel - der eben viel über Schiffsverkehr und damit verbundenem Lärm und Gefahren geschieht - eingestellt würde.
Hej Joey,

ich bin doch sehr verwundert, wenn du hier scheinbar ausblendest, dass die Zerstörung der Meere und Ozeane weitreichende Folgen hat und am Ende die Lebensgrundlagen aller Lebewesen vernichtet.
Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass mein Lebensstil Ressourcen frisst und bemühe mich Tag für Tag um eine nachhaltige Lebensweise.
Du erinnerst sicher die Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" 2010 im Golf von Mexiko.
Innerhalb von Monaten flossen dort aus dem Bohrloch in 1.500 m Tiefe rund 800 Millionen Liter Rohöl und Gas ins Meer. Es war der größte Ölunfall aller Zeiten und die Umweltauswirkungen sind bis heute spür- und messbar.
Unzählige Tiere und Menschen starben, die Vegetation wurde massiv zerstört, viele Küstenbewohner verloren ihre Lebensgrundlage und erlitten schwere gesundheitliche Schäden.

Lt. Angaben der US-Wetter- und Ozeanographiebehörde NOAA starben u.a. zwischen 51.000 und 84.000 Vögel, zwischen 56.000 und 166.000 junge Meeresschildkröten sowie geschätzte 2 bis 5 Billionen frisch geschlüpfte Fische. Zudem ging die Delphinpopulation in der Barataria Bay in den Jahren nach der Katastrophe um bis zu 51% zurück.

Schwerwiegende Umweltfolgen wie Krebs, neurologische Langzeitschäden, erhöhte Sterblichkeit, Atemwegserkrankungen und Gedächtnisverlust löste auch die von der Betreiberfirma BP zur Bekämpfung der Ölpest eingesetzte Chemikalie Corexit aus - mehr als 15 Jahre nach der Katastrophe leidet die Natur und tausende Arbeiter an Corexit-Spätfolgen.

Ich könnte noch unzählige weitere traurige und aufrüttelnde Beispiele anführen, aber nein, die Menschheit blendet aus, macht weiter und vergisst.

Selbst, wenn wir, deren Lebenszeit in einem überschaubaren Rahmen abläuft, uns noch irgendwie "durchmogeln", haben wir nachfolgenden Generationen jegliche Perspektive geraubt.

In diesem Sinne

*reuse & reduce*
 
Zuletzt bearbeitet:
ich bin doch sehr verwundert, wenn du hier scheinbar ausblendest, dass die Zerstörung der Meere und Ozeane weitreichende Folgen hat und am Ende die Lebensgrundlagen aller Lebewesen vernichtet.

Nein, das blende ich nicht aus.

Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass mein Lebensstil Ressourcen frisst und bemühe mich Tag für Tag um eine nachhaltige Lebensweise.

Das ist gut!

Und doch sähe auch Dein Leben noch ganz anders und noch deutlich schwieriger aus, wenn Du das ganz konsequent durchziehen würdest. Auch Du wirst dabei nicht um Kompromisse o.ä. herum kommen. Die totale Konsequenz würde zwar vielleicht Klima und Umwelt etc. einigermaßen mehr schützen, aber dafür dann andere nicht unbedingt kleinere Probleme schaffen. Es ist ein ständiges Abwägen.
 
Nein, das blende ich nicht aus.



Das ist gut!

Und doch sähe auch Dein Leben noch ganz anders und noch deutlich schwieriger aus, wenn Du das ganz konsequent durchziehen würdest. Auch Du wirst dabei nicht um Kompromisse o.ä. herum kommen. Die totale Konsequenz würde zwar vielleicht Klima und Umwelt etc. einigermaßen mehr schützen, aber dafür dann andere nicht unbedingt kleinere Probleme schaffen. Es ist ein ständiges Abwägen.
Der Wirklichkeit ist ein Abwägen herzlich egal. Es wird einen Ausgleich geben, ob der uns Menschen gefällt oder nicht und je länger dieser Ausgleich herausgezögert wird, beziehungsweise je stärker der Ist- vom Sollzustand abweicht, desto drastischer die Veränderungen.
 
Der Wirklichkeit ist ein Abwägen herzlich egal. Es wird einen Ausgleich geben, ob der uns Menschen gefällt oder nicht und je länger dieser Ausgleich herausgezögert wird, beziehungsweise je stärker der Ist- vom Sollzustand abweicht, desto drastischer die Veränderungen.

So oder so werden wir die Folgen zu tragen haben. Das ist richtig.

Das müssten wir aber auch, wenn wir jetzt unser schädliches Handeln sofort einstellen würden.

Angenommen wir würdrn jetzt sofort jeglichen Schiffsverkehr, jeglichen Flugverkehr, jegliche Verbrennung fossiler Brenndtoffe etc. sofort stoppen. DAS wäre konsequent. DAS würde Klimawandel etwas entschärfen und einige weiter Probleme schnell lösen. Und gleichzeitig würde DAS daneben andwre Probleme schaffen, die mitunter nicht kleiner wären.

Darum bleibt uns nichts anderes übrig als eben abzuwägen. Immer und immer wieder. Nur gut und nur böse gibt es da nicht.

Ob wir richtig abwägen, ist dann auch wieder eine andere Frage.
 
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ich bin doch sehr verwundert, wenn du hier scheinbar ausblendest, dass die Zerstörung der Meere und Ozeane weitreichende Folgen hat und am Ende die Lebensgrundlagen aller Lebewesen vernichtet.
Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass mein Lebensstil Ressourcen frisst und bemühe mich Tag für Tag um eine nachhaltige Lebensweise.

Ich glaube, dass die meisten wissen, dass es ihr Lebensstil ist, der Ressourcen aufbraucht Und trotzdem wird dies im Alltag oft ausgeblendet - ich würde sagen, von fast allen. Zwar verzichten viele vielleicht auf ein Auto, auf Flugreisen oder Imbissketten - aber trotzdem tragen vermutlich die meisten Menschen dazu bei, dass sich die Lage verschlechtert.

Und ich sehe es kritisch, wenn Menschen quasi angeklagt werden, weil sie gern Fisch essen, während das Drama um "Timmy" seinen Lauf nahm. Dafür reisten Leute aus München an, um ein "Rettet Timmy" Plakat emporzuhalten... Ein Pizzalieferant brachte Pizza an das Absperrgitter zu den Schaulustigen - aber auch wenn man auf Thunfischpizza verzichtete, ist das nicht nachhaltig.

Ich meine: Vermutlich tun die meisten etwas in Sachen Umweltschutz. Und wahrscheinlich meist zu wenig. Aber symbolische Proteste sind eher nicht nachhaltig.
 
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