Gestrandeter Wal in der Ostsee

Oh ...
Es gibt einen Demo-Aufruf für den 21. Juni 2026.
Die Demo soll in Stralsund vor dem Ozeaneum stattfinden:

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Spannende Demo, aber ein gutes Beispiel, warum ich selten auf Demos gehe: Den Grundton unterstütze ich, aber es werden dabei auch spezielle Detail-Forderungen angeschnitten, die ich nicht unterstützen will - zumindest nicht in der starken Form.

Ein unabhängiges internationales Expertengremium und Aufarbeitung aller Entscheidungen... ich denke, da kann niemand was dagegen haben. Auch, was transparente Kriterien bei Walstrandungen angeht: Gute Sache! Das kann aber nunmal (leider) auch bedeuten, dass das Kriterium dann sagt, dass das Tier nach einer Weile nicht mehr gerettet wird. Das ist keine schöne, aber möglicherweise eine richtige Entscheidung.

Aber nehmen wir beispielsweise alleine den Punkt, Diskussion über Fischerei, Geisternetze, Lärm und Umweltzerstörung. Die Diskussion ist dringend nötig, aber machen wir uns nichts vor: Unser aktueller Lebensstiel ist verantwortlich für diesen Lärm und Umweltzerstörung. Wir können und müssen natürlich versuchen, das zu minimieren... aber ich glaube kaum jemandem würde gefallen, wenn der Welthandel - der eben viel über Schiffsverkehr und damit verbundenem Lärm und Gefahren geschieht - eingestellt würde.

Und die "Gefangenschaft von Tieren" ist auch eine ambivalente Sache, die ich nicht a priori als böse abstempeln will. Wir haben Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Das kann und soll gerne artgerecht(er) geschehen mit möglichst wenig (bestenfalls gar keinem) Tierleid... aber ich halte eine Welt ohne das für illusorisch. Und Zoos - auch, wenn sie viel in berechtigter Kritik stehen - sind da denke ich auch nicht nur böse, sondern bemühen sich daneben dann doch auch manchmal um z.B. Arterhaltung und um die Bildung der Menschen über die Tierwelt.
 
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Spannende Demo, aber ein gutes Beispiel, warum ich selten auf Demos gehe: Den Grundton unterstütze ich, aber es werden dabei auch spezielle Detail-Forderungen angeschnitten, die ich nicht unterstützen will - zumindest nicht in der starken Form.

Ein unabhängiges internationales Expertengremium und Aufarbeitung aller Entscheidungen... ich denke, da kann niemand was dagegen haben. Auch, was transparente Kriterien bei Walstrandungen angeht: Gute Sache! Das kann aber nunmal (leider) auch bedeuten, dass das Kriterium dann sagt, dass das Tier nach einer Weile nicht mehr gerettet wird. Das ist keine schöne, aber möglicherweise eine richtige Entscheidung.

Aber nehmen wir beispielsweise alleine den Punkt, Diskussion über Fischerei, Geisternetze, Lärm und Umweltzerstörung. Die Diskussion ist dringend nötig, aber machen wir uns nichts vor: Unser aktueller Lebensstiel ist verantwortlich für diesen Lärm und Umweltzerstörung. Wir können und müssen natürlich versuchen, das zu minimieren... aber ich glaube kaum jemandem würde gefallen, wenn der Welthandel - der eben viel über Schiffsverkehr und damit verbundenem Lärm und Gefahren geschieht - eingestellt würde.

Und die "Gefangenschaft von Tieren" ist auch eine ambivalente Sache, die ich nicht a priori als böse abstempeln will. Wir haben Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Das kann und soll gerne artgerecht(er) geschehen mit möglichst wenig (bestenfalls gar keinem) Tierleid... aber ich halte eine Welt ohne das für illusorisch. Und Zoos - auch, wenn sie viel in berechtigter Kritik stehen - sind da denke ich auch nicht nur böse, sondern bemühen sich daneben dann doch auch manchmal um z.B. Arterhaltung und um die Bildung der Menschen über die Tierwelt.
Gegen die Geisternetze müsste man doch etwas tun können.
 
Gegen die Geisternetze müsste man doch etwas tun können.
Da müsste man die Fischer, die ihre kaputten Netze ins Meer werfen, bei frischer Tat ertappen und für das Entsorgen der Netze im Meer hohe Strafen aussetzen. Manchmal reißen aber auch einfach Netzleinen und so fallen Netze ins Meer.
Blöd ist natürlich, dass sich die Fischer nicht um ihre verloren gegangenen Netze kümmern und sie dort liegen lassen.

Letztlich kann man diese Netze nur hinterher entfernen, wenn sie bereits im Meer herumliegen. Und die Bergung ist gefährlich.
Aber es gibt Leute, die sich immer mal wieder dieser Gefahr aussetzen ...
Robert Marc Lehmann und sein Team gehören auch dazu.

 
Zuletzt bearbeitet:
Und Zoos - auch, wenn sie viel in berechtigter Kritik stehen - sind da denke ich auch nicht nur böse, sondern bemühen sich daneben dann doch auch manchmal um z.B. Arterhaltung und um die Bildung der Menschen über die Tierwelt.

Zwar hier OT aber ich möchte dennoch auf deinen letzten Absatz eingehen. Ich persönlich mache mir überhaupt nichts aus Zoos. Brauche keine Elefanten in Wien oder gar Krokodile Nähe Innenstadt (HdM)... halt meine persönliche Meinung. Natürlich weiß ich, dass Zoos mit Artenschutz argumentieren aber darum geht es mir jetzt gar nicht. Sondern um Bildung der Menschen über die Tierwelt. Das als Pro Argument zu sehen.

Hab mir neulich ein Video von Lehmann angesehen (ich weiß, der Herr ist speziell und umstritten aber punkto Zoos vertritt er halt schon meine Meinung ;) ) Er war im Austausch mit Zoo-Befürworter und es wurde angemerkt, dass so Kinder durch Zoos Bezug zu Tieren aus fernen Ländern aufbauen könnten. Lehmann konterte.. mögen Kinder Dinosaurier? Die Antwort des Zoo-Mitarbeiters lautete ja. Lehmann darauf: und, hat eines der Kinder schon mal einen Dinosaurier gesehen?

In Zeiten des Internets greift dieser Bewegungsgrund nicht mehr. Habe auch noch nie einen Wal gesehen, dennoch hat mich die Geschichte um den Ostsee-Wal berührt.
 
Und Zoos - auch, wenn sie viel in berechtigter Kritik stehen - sind da denke ich auch nicht nur böse, sondern bemühen sich daneben dann doch auch manchmal um z.B. Arterhaltung und um die Bildung der Menschen über die Tierwelt.
Niemand der sachlich argumentiert, wirft Zoos reine Boshaftigkeit vor.Das Problem ist nicht Bosheit, sondern ein systemisches und kommerzielles Interesse, das ziemlich oft über dem Tierwohl steht. Außerdem werben Zoos massiv mit dem Argument der Arterhaltung... Zoos züchten vor allem Tiere, die Besucher anlocken (Löwen, Elefanten, Menschenaffen). Viele davon sind gar nicht akut vom Aussterben bedroht oder können schlicht nie wieder ausgewildert werden, weil ihr natürlicher Lebensraum zerstört ist oder sie in Gefangenschaft verlernt haben, zu überleben.Nur ein Bruchteil der in Zoos gehaltenen Arten ist Teil von echten Erhaltungszuchtprogrammen (EEP). Der Großteil der Tiere dient der reinen Zurschaustellung.
Außerdem werden regelmäßig gesunde Tiere getötet, weil kein Platz mehr da ist.

Kein Mensch lernt im Zoo wie sich ein Wildtier in seinem natürlichen Habitat verhält. Und ich kenne auch niemanden der deswegen einen Zoo besucht. Man WILL exotische Tiere sehen, die man ansonsten im Leben niemals zu sehen bekommt. Die Haltung ist dabei nie das Problem für Besucher. Dazu gibt es inzwischen sogar Studien, dass der Unterhaltungseffekt dem Bildungsfaktor übersteigt.
Ich war mit meinen Kindern nie im zoologischen Garten. Ich wollte nicht dass sie lernen, es sei völlig okay Tiere einzusperren solange man sie füttert...
 
In Zeiten des Internets greift dieser Bewegungsgrund nicht mehr.
Sehe ich auch so.

Bei grooooßen Wildparks, die oft weitläufig sind und man die Tiere daher oft nur erahnen kann, weil sie gerade am anderen Ende ihres Geheges sind, kann ich die Haltung von Wildtieren noch verstehen.
 
Niemand der sachlich argumentiert, wirft Zoos reine Boshaftigkeit vor.Das Problem ist nicht Bosheit, sondern ein systemisches und kommerzielles Interesse, das ziemlich oft über dem Tierwohl steht. Außerdem werben Zoos massiv mit dem Argument der Arterhaltung... Zoos züchten vor allem Tiere, die Besucher anlocken (Löwen, Elefanten, Menschenaffen). Viele davon sind gar nicht akut vom Aussterben bedroht oder können schlicht nie wieder ausgewildert werden, weil ihr natürlicher Lebensraum zerstört ist oder sie in Gefangenschaft verlernt haben, zu überleben.Nur ein Bruchteil der in Zoos gehaltenen Arten ist Teil von echten Erhaltungszuchtprogrammen (EEP). Der Großteil der Tiere dient der reinen Zurschaustellung.
Außerdem werden regelmäßig gesunde Tiere getötet, weil kein Platz mehr da ist.

Kein Mensch lernt im Zoo wie sich ein Wildtier in seinem natürlichen Habitat verhält. Und ich kenne auch niemanden der deswegen einen Zoo besucht. Man WILL exotische Tiere sehen, die man ansonsten im Leben niemals zu sehen bekommt. Die Haltung ist dabei nie das Problem für Besucher. Dazu gibt es inzwischen sogar Studien, dass der Unterhaltungseffekt dem Bildungsfaktor übersteigt.
Ich war mit meinen Kindern nie im zoologischen Garten. Ich wollte nicht dass sie lernen, es sei völlig okay Tiere einzusperren solange man sie füttert...
Kinder gehen in den Zoo, weil Erwachsene sie dort hinschleppen. Gelsenkirchen hat einen verhältnismäßig großen und modernen Zoo. Mein Sohn ist nie weitergekommen als bis zum Spielplatz am Eingang. Streichelzoo war noch halbwegs interessant, aber für Schafe und Ziegen bracuht keinen Zoo. Die kann man auch beim Bauern streicheln. Was auch viel mehr bringen würde, weil dort sind schlussendlich die Tiere die gegessen werden. Und das halte ich für viel wichtiger: dass Kinder lernen, wo ihr Essen herkommt, wie es produziert wird und was es für die Tiere bedeutet.Das bringt am Ende mehr für den Tierschutz als ein verhaltensgestörter Tiger..

Es mag ja sein, dass Zoos Tiere retten. Aber das wird halt damit finanziert, dass weniger interessante und wichtige Tiere eingesperrt und "ausgenutzt" werden.
 
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Uh, ich wollte da jetzt nicht eine allgemeine Diskussion über Zoos losbrechen (hab da zwar Meinung, die ich hier jetzt aber nicht einwerfen will).

Wichtig ist mir dieser Punkt:

Niemand der sachlich argumentiert, wirft Zoos reine Boshaftigkeit vor.

Das ist gut und in diesem Kontext meiner Meinung nach wichtig.

Das Problem: Bei solchen Demos wird nicht nur sachlich argumentiert, sondern sehr viel auch mit vetkürzten, vereinfachten Slogans, die ich in der dargebrachten Form dann doch nicht unterstützen will.

Wenn z.B. bei einer Demo für Klimaschutz Stimmen laut werden, jeglichen Flugverkehr einzustellen... da gehe ich nicht mit. Das ist naiv und stark vereinfacht. Wenn dann auch noch Plakate oder Slogans gegen Chemtrails auftauchen (und auch das passierte ychon leider bei FfF-Demos), ist eine sachlich-differenzierte Auseinandersetzung und Argumentation zusätzlich deutlich erschwert.

Und auch zur Aufarbeitung der Ereignisse und Handlungen um Timmy hilft uns vor allem eine nüchterne, differenzierte und sachliche Denke und keine simplifizierten Slogans.
 
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