Geistige Dimensionen - Sophia

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Ich werde darüber nachdenken, oder besser gesagt ... schlafen. Gute Nacht :winken5:

Hm, das Nachdenken ist wohl das erste was du Ad acta legen kannst wenn du deinen Weg mit ihm gehen willst.
Zwischendurch wenn du dann deswegen in der Mega Scheiße sitzt fragt er dich; Warum hast du nicht nachgedacht?
Aber, das sind andere Geschichten. Geh deines Weges, geh deinen Weg nicht mit ihm. Geh seinen Weg.
Wir lesen uns. Schlaf gut, :winken5:

Noch besser wäre es alle Esoterik zu vergessen, viel Sport zu betreiben und ein ganz normales Leben ohne nach der Frage nach dem Sinn, zu leben.

 
»Ich wünsche, dass du verstehst, dass der Erste Mensch als ›Erzeuger, als Geist der in sich vollkommen ist‹ bezeichnet wird … Sein männlicher Name lautet ›Erster Erzeuger, Sohn Gottes‹, sein weiblicher Name ›Erste Erzeugerin Sophia, Mutter des Kosmos‹. Manche nennen sie Liebe. Nun, das erste Erzeugte wird Christus genannt.«

Liebe Seal - vielen Dank für diesen Hinweis.
 
and her invisible who is paired with her

...weit entfernt davon mir eine eigene Meinung zu bilden, interessieren mich doch sehr diese verschiedenen Zitate und Auffassungen über den Paargenossen von Sophia.

'and her invisible who is paired with her' - ' und ihr unsichtbarer der gepaart ist mit ihr', weiss nicht ob meine Übersetzung so stimmt, mein englisch ist nicht perfekt(?) es könnte auch heissen: ' und ihr unsichtbarer Paargenosse'.
Was bedeutet hier 'ihr unsichtbarer? Wieso unsichtbar?
Und wenn unsichtbar, dann weiss man doch nicht WER das ist.
Wenn dieser Paargenosse nicht zu sehen ist, dann ist er nicht da.
Also WO ist er?
Es ist also nicht ausgeschlossen, dass es Christus selbst ist, dies aber nicht zu erkennen gibt.
Das kam mir nur so in den Sinn...hat sonst kein Fundament...doch bleibt die Frage offen: wieso 'unsichtbar?'
 
Es lebe die Poesie!

Ja genau Plissken
es lebe Jakob Böhme, der Mystiker und Freigeist
Jakob Böhme und Arnold Richter galten damals als Ketzer bei der katholischen Kirche.... sie waren einmal wieder ihrer Zeit weit voraus!

Die Idee der Freiheit, welche für die klassische deutsche Philosophie maßgebend wurde, findet bei Böhme erstmals ihre Begründung. Da der Mensch als leibliches, seelisches und geistiges Wesen selbst Teil des Ewigen, Göttlichen oder Ungrundes ist, kann er auch in sich selbst einen Bezug dazu herstellen. Da der Ungrund oder das Göttliche unbedingter, ewig freier Wille und Ursprung aller Dinge ist, wird auch der Mensch umso freier, je mehr er dies in sich entdeckt. So kann er nur persönlich oder gesellschaftlich Bedingtes in und um sich relativieren und lieber den Sinn des Ganzen, und so auch sich selbst als ganzes und freies Wesen begehren.
Böhme beeinflusste auch die fruehromantischen Dichter und Philosophen, besonders Novalis und darum ist mir gerade Böhme besonders ans Herz gewachsen.

Dieser thread trug Anfangs den weiblichen Geist Sophias
es herrschte hier wahrer Frieden und tiefe Ruhe
Sophia wird auch die Göttin der Weisheit genannt.

 
Zuletzt bearbeitet:
...weit entfernt davon mir eine eigene Meinung zu bilden, interessieren mich doch sehr diese verschiedenen Zitate und Auffassungen über den Paargenossen von Sophia.

'and her invisible who is paired with her' - ' und ihr unsichtbarer der gepaart ist mit ihr', weiss nicht ob meine Übersetzung so stimmt, mein englisch ist nicht perfekt(?) es könnte auch heissen: ' und ihr unsichtbarer Paargenosse'.
Was bedeutet hier 'ihr unsichtbarer? Wieso unsichtbar?
Und wenn unsichtbar, dann weiss man doch nicht WER das ist.
Wenn dieser Paargenosse nicht zu sehen ist, dann ist er nicht da.
Also WO ist er?
Es ist also nicht ausgeschlossen, dass es Christus selbst ist, dies aber nicht zu erkennen gibt.
Das kam mir nur so in den Sinn...hat sonst kein Fundament...doch bleibt die Frage offen: wieso 'unsichtbar?'

Hallo Mahuna,
es ist nicht nur der Paargenosse von Sophia, der unsichtbar ist. Alle anderen Äonen sind es auch ("and her invisible who is paired with her, and the other two-and-twenty invisible emanations". Wenn die Unsichtbarkeit eine Voraussetzung darauf sein soll, dass ein Unsichtbarer Christ sein könnte, dann erfüllen die anderen Äonen auch diese Voraussetzung. Aber warum sind sie unsichtbar? Sie sind unsichtbar, weil sie von dem unsichtbaren, unfassbaren, unnennbaren Uranfang Bythos (βυθός = Tiefe, Abgrund) stammen, mit dem sie das Unsichtbare Pleroma bilden.

Zwischen Christus und Sophia kann es keine Paarbeziehung geben, weil der Christus/Gesalbte/Gute zu den allerersten Äonen zählt, während Sophia zum untersten Äonenpaar gehört und ausserdem bereits einen Paargenossen hat. Jesus hat sie gerettet und dann aber in den 13. Himmel - ausserhalb des Pleromas - gebracht, weil sie nach ihrem Fehler schwer "beschädigt" ist und daher einen Weg des Wachstums gehen muß, bevor sie wieder ins Pleroma aufgenommen wird. Es steht alles in der Pistis Sophia, man muß nur das Buch lesen. Alles Andere sind Phantastereien und dichterische Ergüsse, die Sophia zur Weltmutter auserkoren haben, ohne eine Ahnung zu haben.
Wir tun Sophia keinen Gefallen, wenn wir ihr eine Rolle zuteilen, die sie nicht hat. Ich halte viel von ihr, aber als Modell der Reue, wie sie sich aus einer Lage der Verzweiflung und der Entfernung von Gott mit Mut und Ausdauer angestrengt hat, um ihre verlorene Position wiederherzustellen = Metanoia.
 
Der Sinn von Erfahrung


„Es besteht der Grundirrtum im Publikum, dass es bestimmte Antworten, Lösungen oder Anschauungen gebe, die einer nur sagen müsse, um das nötige Licht zu verbreiten. Die schönste Wahrheit nützt aber nichts - wie die Geschichte tausendfältig zeigt -, wenn sie nicht zur ureigenen inneren Erfahrung des einzelnen geworden ist. Jede eindeutige, sogenannte klare Antwort bleibt aber stets im Kopfe stecken und dringt nur in den allerseltensten Fällen bis zum Herzen vor. Nicht die Wahrheit zu wissen tut uns Not, sondern sie zu erfahren. Nicht eine intellektuelle Anschauung zu haben, sondern den Weg zur inneren, vielleicht wortlosen, irrationalen Erfahrung zu finden, das ist das große Problem. Nichts ist fruchtloser, als davon zu reden, wie es sein müsste oder sollte, und nichts ist wichtiger, als den Weg zu finden, der zu diesen fernen Zielen führt. Wohl die meisten wissen, wie es sein sollte, aber wer zeigt den Weg, auf dem man dahin gelangen könnte?“
C. G. JUNG
 
Im Grunde kann ich mit der Pistis Sophia so gar nicht mit - schwingen.
Warum?
Es fühlt sich voller Schuld an.
So Schuldbeladen.
Und es liest sie als ob ein Mann, mit dem Namen Jesu wieder mal eine Frau retten muss, die halt schuldig ist und tief gefallen.

Das mag vielleicht eine oberflächliche Betrachtung sein, und ich werde mich da auch nicht tiefer reinlesen.
Meine Intuition sagt: Nein.

Mal sehen, wie es mir mit Rudolf Steiner diesbezüglich geht.
Habe ihn zu lesen begonnen.
 
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