Geistige Dimensionen - Sophia

Die Pistis Sophia verstehen
Um die Pistis Sophia zu verstehen, muss zuerst der ätherische Leib, der Lebenskräfteleib, bewusst gemacht werden. Denn Sophia ist das Leben, das gemeinsam mit Logos, das Wort, im Licht wohnt, in dem Licht, das auch im Menschen im ätherischen Leib wohnen will und wohnen kann.

Nur wer mit seinem Bewusstsein den physischen Leib verlassen und sich in seinem ätherischen Leibe bewusst werden kann, wird die Pistis Sophia begreifen können.
Den Zusammenhang zwischen Sophia, dem Atmen und dem Ätherleib beschreibt Rudolf Steiner in GA211, S.65.

Der ätherische Leib ist durch die Umgestaltung des Atems so bewusst zu machen, wie es in den indischen Yoga-Sutras gezeigt ist. In meinem Blog `Pranasophie - heilendes Atmen` ist der Zugang zur Bewusstmachung des ätherischen Leibes eingehend beschrieben.

ELi

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Ich weiß nicht, ich schreibe sehr oft Teufel mit Äu, nicht mit Absicht. Aber irgendwie verbinde ich Taufe immer mit Teufel. Hm...
Und ganz ehrlich, wenn Teufel so geschrieben wird, sieht es irgendwie falsch aus.
Das Problem gibt es aber nur auf Deutsch.
Englisch: Devil <> Baptism; Russisch: Дьявол <> Kрещение; Italienisch: Diavolo <> Battesimo; Chinesisch: 魔鬼 <> 洗礼
 
PISTIS SOPHIA --- Das Mysterium der Taufe
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"O Licht der Lichter, auf Dich habe ich vertraut; lass mich nicht bis zu der Vollendung meiner Zeit in der Finsternis"
Es gibt in diesem Zusammenhang noch 12 weitere Bitten der Seele um Erlösung durch Jesus Christus.

Was mit denjenigen Seelen passiert, die sich nicht um die Erlösung aus ihrer Schuld bemühen? Das war die Frage von Maria Magdalena an Christus. Dieser erwidert:
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Wohlan, wenn die Zeit dieses Menschen vollendet ist, so kommt zuerst das Schicksal heraus und führt den Menschen zum Tod durch die Archonten und ihre Bande, an die sie durch die Schicksalskräfte gebunden sind. Und danach kommen die Überführer der ausgleichenden Gerechtigkeit und führen diese Seele aus dem Körper. Danach verbringen die Überführer der ausgleichenden Gerechtigkeit drei Tage damit, mit dieser Seele in allen Gebieten herumzukreisen und sie zu allen Äonen der Welt herumzuschicken. Der Widersacher-Geist und das Schicksal folgen dieser Seele, und die Kraft kehrt zurück zur Magd des Lichtes.
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Und der Widersacher-Geist wird der Überführer der Seele, weil er an sie geheftet ist, und überführt sie, der Vergeltung der Sünden entsprechend, die er sie hat begehen lassen, und er ist in grosser Feindschaft gegen die Seele.
Und wenn die Seele die Strafe im Chaos gemäss den begangenen Sünden hinter sich hat, so führt sie der Widersacher-Geist aus dem Chaos heraus, während er an sie geheftet ist, und führt sie an jeden Ort, wo sie Sünden begangen hat, und er führt sie heraus auf den mittleren Weg der Archonten. Und wenn sie zu ihnen gelangt, so fragen die Archonten sie nach den Mysterien des Schicksals. Und wenn sie diese nicht gefunden hat, so befragen sie ihr Schicksal. Und die Archonten bestrafen die Seele gemäss den Sünden, die sie verschuldet hat.
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Die Seele bekommt es also bei der Nicht-Erlösung mit einer Bestrafung von Sünden zu tun, wobei der Schicksalsausgleich durch die Schicksalsmächte nach meinem Dafürhalten in jedem Falle im nächsten Leben erfolgt.

ELi

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Ich mag diese alten Schriften gerne, denn sie zeigen auf, wie die Menschen von damals das eigentliche Leben verstanden. Sie geben uns ein Bild von ihrer geistigen Entwicklung. Wir sind jetzt im 21 Jahrhundert und ich denke, es liegt jetzt an uns, diese alten Geheimnisse zu leben und weiterzuentwickeln. Sonst bleiben sie nur auf dem Papier und werden verblassen, weil der Mensch sich immer weiter entfernt von diesen Zusammenhängen. Da fällt mir glad der Roman von Ray Bradbury, Fahrenheit 451 ein.
 
Die Seele bekommt es also bei der Nicht-Erlösung mit einer Bestrafung von Sünden zu tun, wobei der Schicksalsausgleich durch die Schicksalsmächte nach meinem Dafürhalten in jedem Falle im nächsten Leben erfolgt.
Ich kann das mit den 13 Reuegesängen bestätigen. Auch im Buddhismus gibt es 13 Scheiben bzw. Schirme rund um den mittleren Schaft.
Es könnte aber bei Deinem letzten Absatz der Eindruck entstehen, dass Gott die Seele bestraft. Wie Immanuel Swedenborg ausführt, bestraft Gott niemanden, weil er reine Liebe ist. Es ist aber so, wenn eine böse Seele in der Geisterwelt landet, kommt sie mit genauso bösen, wenn nicht noch böseren Seelen in Kontakt. Dieser "höllische" Mob liebt nichts mehr, als Böses zu tun, vor allem Strafen zu verhängen und zu quälen, besonders bei denjenigen Seelen, die nicht von Gott beschützt werden.
Sobald daher irgendwelche Gefühle aus bösem Herzen entstehen, die den Schutz Gottes aufheben, stürzen sich die bösen Geister auf den Missetäter und bestrafen ihn.
Dies läßt sich auch einigermaßen am Bösen in der Welt veranschaulichen. Der einzige Unterschied besteht darin, daß sich das Böse in der Welt verheimlichen läßt, nicht aber im anderen Leben. Damit steht fest, daß Gott niemandem etwas Böses zufügt.
 
Es könnte aber bei Deinem letzten Absatz der Eindruck entstehen, dass Gott die Seele bestraft.
Ein solcher Eindruck, wenn er denn entstünde, wäre m.E. nicht richtig. Denn jeder Mensch, der Böses begeht, verursacht sein Schicksal ja selbst und erleidet dessen Folgen. Von Bestrafung ist nur im Zusammenhang mit Zuwiderhandlungen bei den 10 Geboten der Bibel die Rede. Jesus Christus aber hat gesagt, `Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf daß auch ihr einander liebhabet`

In der Pistis Sophia kommt das Böse durch die Archonten in die Welt. Wer sind die Archonten und wer ist ihr Anführer?
Im Apokryphon des Johannes, eine der Nag Hammadi Schriften, wird die Geburt von Christus als das göttliche Wort beschrieben, das den Prolog im Johannes-Evangelium bestimmt.

Im Àpokryphon des Johannes` wird von der ungeoffenbarten Mutter/Vater-Gottheit der erstgeborene Sohn Christus als das reine Licht gezeugt (Christus der Gesegnete, dies ist mein geliebter Sohn). In Christus tritt die Vernunft (der Logos) in die Offenbarung.

Aus dem Logos ist das All erschaffen. Und Sophia, die Weisheit, ist als die Paargenossin des Logos erschaffen. Und damit ist ihr, neben dem Logos, die Macht gegeben. Sophia erschafft aus sich selbst ein Bild, einen Sohn, den sie Jaldabaoth nennt, den Löwengesichtigen.

Sophia bereut es, dass sie diesen herrschsüchtigen Geist erschaffen hat und sondert ihn von sich ab. Jaldabaoth erschafft sich 12 Archonten (Herrschergeister), deren oberster Archon er selbst ist. Er nennt sich selbst „Gott“ – einen neidischen Gott, neben dem es keinen anderen Gott gibt. Und dieser Gott erschafft die Menschen.

Soweit aus dem `Apokryphon des Johannes`, eine der Nag Hammadi Schriften


ELi
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Zuletzt bearbeitet:
Was mir persönlich an der Pistis Sophia sehr gut gefällt ist ab S. 187, wo Maria Magdalena und Maria das Wort ergreifen und ihr Begreifen der Worte, Jesus mitteilen.

"Die Gnade und die Wahrheit begegneten einander, die Gerechtigkeit und der Frieden küssten einander.
Die Wahrheit spr0ßte aus der Erde hervor, und die Gerechtigkeit blickte aus dem Himmel herab."


Ich habe beim Lesen das Gefühl, dass es sich um das Christusbewusstsein handelt, welches vor Jesus in David, Johannes d. Täufer und Salomo wirkte, da diese Namen in Verbindung der Lichtkraft genannt werden.
Habe ich das richtig verstanden?

Was ist die Ode Salomo?
Da steht etwas von einer Syrischen Sammlung.
 
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Ein solcher Eindruck, wenn er denn entstünde, wäre m.E. nicht richtig. Denn jeder Mensch, der Böses begeht, verursacht sein Schicksal ja selbst und erleidet dessen Folgen. Von Bestrafung ist nur im Zusammenhang mit Zuwiderhandlungen bei den 10 Geboten der Bibel die Rede. Jesus Christus aber hat gesagt, `Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf daß auch ihr einander liebhabet`

In der Pistis Sophia kommt das Böse durch die Archonten in die Welt. Wer sind die Archonten und wer ist ihr Anführer?
Im Apokryphon des Johannes, eine der Nag Hammadi Schriften, wird die Geburt von Christus als das göttliche Wort beschrieben, das den Prolog im Johannes-Evangelium bestimmt.

Im Àpokryphon des Johannes` wird von der ungeoffenbarten Mutter/Vater-Gottheit der erstgeborene Sohn Christus als das reine Licht gezeugt (Christus der Gesegnete, dies ist mein geliebter Sohn). In Christus tritt die Vernunft (der Logos) in die Offenbarung.

Aus dem Logos ist das All erschaffen. Und Sophia, die Weisheit, ist als die Paargenossin des Logos erschaffen. Und damit ist ihr, neben dem Logos, die Macht gegeben. Sophia erschafft aus sich selbst ein Bild, einen Sohn, den sie Jaldabaoth nennt, den Löwengesichtigen.

Sophia bereut es, dass sie diesen herrschsüchtigen Geist erschaffen hat und sondert ihn von sich ab. Jaldabaoth erschafft sich 12 Archonten (Herrschergeister), deren oberster Archon er selbst ist. Er nennt sich selbst „Gott“ – einen neidischen Gott, neben dem es keinen anderen Gott gibt. Und dieser Gott erschafft die Menschen.

Soweit aus dem `Apokryphon des Johannes`, eine der Nag Hammadi Schriften


ELi
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Sorry Eli, es sind einige Ungenauigkeiten in dem von Dir erwähnten Auszug aus dem Apokryphon des Johannes (AJ), wie z.B.:
1) "ungeoffenbarten Mutter/Vater-Gottheit" - Diese Diktion ist dem AJ fremd. Der Eine (Gottheit) bringt Barbelo hervor. Man könnte annehmen, das der Eine männlich und Barbelo weiblich ist und beide daher eine Vater-Mutter-Einheit sind, aber Barbelo wird anderswo als männlich beschrieben. Es ist überhaupt problematisch, unsere Vorstellung von Vater und Mutter auf die Gottheit zu projizieren (Anthropomorphismus)
2) Sophia, die Weisheit, ist nicht die Paargenossin des Logos und daher nicht die Paargenossin des Christus. Ihr Paargenosse heißt Theletos, siehe dazu das Diagramm.
3) Jaldabaoth ist im AJ kein "Sohn", sondern eine Mißgeburt (etwas "wässriges"). Deswegen wollte Sophia ihn schnell loswerden, indem sie ihn in eine Wolke versteckte.

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