Geistige Dimensionen - Sophia

https://ia802306.us.archive.org/12/items/PistisSophiaDeutsch1925/Pistis Sophia Deutsch 1925.pdf

Was ich in dieser Übersetzung gerade interessant finde, dass die Sünden nicht durch die Taufe vergeben werden, sondern wenn ich das richtig verstehe, von Anfang an bereits vergeben SIND.

Dann ist die Beichte ja im Grunde unnötig?

"Alle Mysterien der drei Räume des Unaussprechlichen vergeben alle Sünden die die Seele von Anfang an begonnen hat und die Sünden die sie danach begehen. Und sie rechnen ihr keine Sünde bis in alle Ewigkeit an. "

Da hab ich jetzt 2 Fragen

Was ist die Taufe?
Was ist die Beichte?
 
Werbung:
Was ich in dieser Übersetzung gerade interessant finde, dass die Sünden nicht durch die Taufe vergeben werden, sondern wenn ich das richtig verstehe, von Anfang an bereits vergeben SIND.
Dann ist die Beichte ja im Grunde unnötig?
"Alle Mysterien der drei Räume des Unaussprechlichen vergeben alle Sünden die die Seele von Anfang an begonnen hat und die Sünden die sie danach begehen. Und sie rechnen ihr keine Sünde bis in alle Ewigkeit an. "

Da hab ich jetzt 2 Fragen
Was ist die Taufe?
Was ist die Beichte?
Die Pistis Sophia beschreibt den Weg jener Seelen, die nicht als Sophia im Licht Gottes, sondern in ihrem eigenen Sophia-Seelenlicht leben wollen und dabei unweigerlich einen Widersacher-Geist in ihrer eigenen Seele hervorbringen.

Solange die Seelen als Sophia in Einheit mit Christus, dem Licht Gottes leben, sind sie Gott zugewandt. In der Pistis Sophia werden die Seelen als von Gott abgespalten und ihrem eigenen Licht in der Materie zugewandt betrachtet. Durch das Bereuen ihrer Verfehlungen und den sehnlichen Wunsch, wieder vereint zu sein mit dem Christuslicht Gottes, verlieren sie allmählich die Anhaftung an die materielle Welt und werden schliesslich wieder mit dem Licht Gottes vereint.

Die Beichte ist in der Gnosis das Bereuen der eigenen Verfehlungen durch die eigenen Reuegesänge der Seele, um sich würdig zu erweisen für das Mysterium des Lichtes und der Liebe Gottes. Die Taufe ist in der Gnosis das reinigende Feuer des Geistes, das nach den Reuegesängen der Seele sie von allen Verfehlungen reinigt und wieder zur Erleuchtung führt

ELi

.
 
https://ia802306.us.archive.org/12/items/PistisSophiaDeutsch1925/Pistis Sophia Deutsch 1925.pdf

Was ich in dieser Übersetzung gerade interessant finde, dass die Sünden nicht durch die Taufe vergeben werden, sondern wenn ich das richtig verstehe, von Anfang an bereits vergeben SIND.

Dann ist die Beichte ja im Grunde unnötig?

"Alle Mysterien der drei Räume des Unaussprechlichen vergeben alle Sünden die die Seele von Anfang an begonnen hat und die Sünden die sie danach begehen. Und sie rechnen ihr keine Sünde bis in alle Ewigkeit an. "

Da hab ich jetzt 2 Fragen

Was ist die Taufe?
Was ist die Beichte?

Wenn Du weiter im Kapitel 118 liest, merkst Du - vereinfacht gesagt, dass die Sünden kraft der Mysterien zwar vergeben werden, aber wenn man nach der Vergebung weiter sündigt, muß man Buße tun (sprich: sich innerlich neu ausrichten), sonst gibt es keine Vergebung. Und das muß man tun, solange man noch am Leben ist, denn dann wird's schwierig.
Wenn Du unter Taufe und Beichte die Sakramente der katholischen Kirche meinst, wurden diese von Jesus nie eingeführt. Die wurden von der kath. Kirche erfunden, siehe hier:

 
"O Licht der Lichter, auf Dich habe ich vertraut; lass mich nicht bis zu der Vollendung meiner Zeit in der Finsternis" [Sophia]
tumblr_p32h6mpmIA1rlis9co1_1280.jpg
 
Stark - das Interview mit Dr. Hubertus Mynarek über die sieben Sakramente der katholischen Kirche.
Ungeheuerlich, was da so getrieben wurde und wird, und wer diesen Dogmen nicht folgt wird verdammt...
Die Ausführungen Dr. Mynarek's , die sich auf die Taufe beziehen, gehen davon aus, dass Jesus selbst dieses Sakrament nicht propagiert hätte.

Dem gegenüber steht in der gnostischen Schrift 'Pistis Sophia', von ColoraDonna eingefügt eine ellenlange Passage über das Taufmysterium, hier nur ein kurzer Ausschnitt:

Jesus spricht nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern und Maria M.:
"Aber voralledem will ich euch die drei Taufen geben: die Wassertaufe und die Feuertaufe und die Taufe des heiligen Geistes. Und ich werde euch das Mysterium geben, die Bosheit der Archonten in euch zu beseitigen, und darnach werde ich euch das Mysterium der geistigen Salbung geben." (S.305, 17f)
 
Dieser Bitte der Pistis Sophia wurde entsprochen, so habe ich es aus ihren Reuegesängen entnommen (?)

Das kann ich nur bestätigen. Mir geht’s aber hier nicht nur um die "technischen" Details des Sophia-Mythos, wie der wievielte Himmel oder der sephirotische Lebensbaum etc., sondern auch und vor allem um die Gefühle, die m.E. als einen wichtigen Aspekt der Route, die der Mensch auch gehen sollte, betrachtet werden sollten, um über Reue und Erkenntnis zu seiner Bestimmung zu finden.
So könnte es sich zum Beispiel – mit umgekehrten Zeichen und viel Fantasie – abgespielt haben, als Sophia dem unsichtbaren Urvater gegenüber unablässig Reue bekundete:

„Guten Abend Sophia. Schön, dich zu sehen“, sagte er und tat etwas unbeholfen bei der Begrüßung. Sie gab ihm die Hand und erwiderte seinen Gruß.
„Guten Abend Alessandro. Es wundert mich sehr, dich hier zu sehen. Wie komme ich zu der Ehre?“, fragte sie sehr förmlich.
„Ich habe es zu Hause einfach nicht mehr ausgehalten. Ich wollte unbedingt mit dir reden. Es ist sehr wichtig für mich“, fing er an.
„Aha, es ist wichtig für DICH. Was willst du dann von mir?“
„lch kann verstehen, dass du sauer und verärgert auf mich bist, aber mal im Ernst. lch muss wirklich mit dir reden. Ich mache mir schwere Vorwürfe“, sagte er reuevoll.
Sophia hörte zu und sagte kein Wort.
Stattdessen spielte sie auf ihrem Schoß mit ihren Händen an den Ecken der Tischdecke herum. Das tat sie immer, wenn sie sehr nervös und aufgeregt war.
„Es tut mir unglaublich leid, wie die Dinge sich entwickelt haben. Ich habe einen großen Fehler gemacht. Wir waren so glücklich“, sagte er und wartete auf die Reaktion, doch Sophia sagte nichts. Sie sah ihn nur an und spielte weiter an der Tischdecke herum.
„lch dachte, ich würde Maria lieben. Aber ich habe erst gemerkt, als ich dich verloren habe, dass es nicht so ist. lch habe immer nur dich geliebt. Ich bereue zutiefst, was ich getan habe, dass ich dir wehgetan habe und dass ich nicht viel früher mit dir darüber geredet habe. lch bin so ein Idiot“, unterbrach er sich und wartete auf eine Reaktion.
Doch diesmal kam nur ein „Ja, das bist du“ van Sophia und mehr nicht.
„lch weiß, ich habe dir mehr als wehgetan. Und wenn ich es rückgängig machen könnte, dann wurde ich es sofort tun. lch will dich nicht verlieren Sophia. lch kann ohne dich nicht leben. Darum bin ich hier. lch will, dass wir es noch einmal miteinander versuchen. Ich musste dir folgen um die halbe Welt, weil ich fast zerbrochen wäre an dem Schmerz, der mein Herz quält, als ich erkannt habe, was ich dir angetan habe“, sagte er.


Aus „Macht der tiefen Gefühle - Auf der Suche nach dir". Gesamtausgabe, Bände 1-3, von Manuela Dehnert
 
Das kann ich nur bestätigen. Mir geht’s aber hier nicht nur um die "technischen" Details des Sophia-Mythos, wie der wievielte Himmel oder der sephirotische Lebensbaum etc., sondern auch und vor allem um die Gefühle, die m.E. als einen wichtigen Aspekt der Route, die der Mensch auch gehen sollte, betrachtet werden sollten, um über Reue und Erkenntnis zu seiner Bestimmung zu finden.
So könnte es sich zum Beispiel – mit umgekehrten Zeichen und viel Fantasie – abgespielt haben, als Sophia dem unsichtbaren Urvater gegenüber unablässig Reue bekundete:

„Guten Abend Sophia. Schön, dich zu sehen“, sagte er und tat etwas unbeholfen bei der Begrüßung. Sie gab ihm die Hand und erwiderte seinen Gruß.
„Guten Abend Alessandro. Es wundert mich sehr, dich hier zu sehen. Wie komme ich zu der Ehre?“, fragte sie sehr förmlich.
„Ich habe es zu Hause einfach nicht mehr ausgehalten. Ich wollte unbedingt mit dir reden. Es ist sehr wichtig für mich“, fing er an.
„Aha, es ist wichtig für DICH. Was willst du dann von mir?“
„lch kann verstehen, dass du sauer und verärgert auf mich bist, aber mal im Ernst. lch muss wirklich mit dir reden. Ich mache mir schwere Vorwürfe“, sagte er reuevoll.
Sophia hörte zu und sagte kein Wort.
Stattdessen spielte sie auf ihrem Schoß mit ihren Händen an den Ecken der Tischdecke herum. Das tat sie immer, wenn sie sehr nervös und aufgeregt war.
„Es tut mir unglaublich leid, wie die Dinge sich entwickelt haben. Ich habe einen großen Fehler gemacht. Wir waren so glücklich“, sagte er und wartete auf die Reaktion, doch Sophia sagte nichts. Sie sah ihn nur an und spielte weiter an der Tischdecke herum.
„lch dachte, ich würde Maria lieben. Aber ich habe erst gemerkt, als ich dich verloren habe, dass es nicht so ist. lch habe immer nur dich geliebt. Ich bereue zutiefst, was ich getan habe, dass ich dir wehgetan habe und dass ich nicht viel früher mit dir darüber geredet habe. lch bin so ein Idiot“, unterbrach er sich und wartete auf eine Reaktion.
Doch diesmal kam nur ein „Ja, das bist du“ van Sophia und mehr nicht.
„lch weiß, ich habe dir mehr als wehgetan. Und wenn ich es rückgängig machen könnte, dann wurde ich es sofort tun. lch will dich nicht verlieren Sophia. lch kann ohne dich nicht leben. Darum bin ich hier. lch will, dass wir es noch einmal miteinander versuchen. Ich musste dir folgen um die halbe Welt, weil ich fast zerbrochen wäre an dem Schmerz, der mein Herz quält, als ich erkannt habe, was ich dir angetan habe“, sagte er.


Aus „Macht der tiefen Gefühle - Auf der Suche nach dir". Gesamtausgabe, Bände 1-3, von Manuela Dehnert

:ROFLMAO:
 
Dieser Bitte der Pistis Sophia wurde entsprochen, so habe ich es aus ihren Reuegesängen entnommen (?)
In der Gnosis hat die Taufe eine ganz andere Bedeutung als bei den Katholiken. Bei diesen hat die Taufe z.B. auch die Funktion einer Teufelsaustreibung, wie Prof. Mynarek im Video erkärt. In der Gnosis ist das vollkommen ausgeschlossen. Da die Gnosis eine sehr eklektische und synkretistische Bewegung war und heute noch ist, lassen sich bei den Gnostikern hauptsächlich vier verschiedenen Einstellungen gegenüber dem Ritual aufzählen: 1) polemische Ablehnung; 2) nur spirituelles Ritual metaphorischer Natur; 3) empirischer Ritus, der nur spirituell zu interpretieren ist; 4) Ritual als symbolhafte Handlung, bei dem das konkrete Element als Vermittler des wahren geistlichen Sakraments wirkt.
Die Gnostiker neigten dazu, christliche Riten wiederaufzunehmen, sie zu verändern und zu vervielfachen, wodurch sie einen langen Initiationspfad mit dem Zustand der Vollkommenheit als Ziel errichteten, der nicht bis zum Tod endet. Die jenseitige Phase des gnostischen Weges wird von weiteren Durchgangsriten begleitet, in denen es oft notwendig ist, mit Geistern und Engeln in Kontakt zu kommen. Da die Wassertaufe allein nicht ausreichend ist, wurden neue Taufrituale geschaffen, die die gnostischen Eingeweihten auf eine höhere Stufe als die „normalen“ katholischen Gläubigen stellen.
 
Werbung:
Ich weiß nicht, ich schreibe sehr oft Teufel mit Äu, nicht mit Absicht. Aber irgendwie verbinde ich Taufe immer mit Teufel. Hm...
Und ganz ehrlich, wenn Teufel so geschrieben wird, sieht es irgendwie falsch aus.
 
Zurück
Oben