Eva, in irgendwelche Ecken wird man vielleicht geschoben, wenn man die Israelis exklusiv für alle Probleme der Levante verantwortlich macht. Und, stell dir vor, man kann sogar als Antisemit bezeichnet werden, wenn man Israel mit den Nazis gleichsetzt und dessen Staatsgründung einen terroristischen Akt nennt. Stell dir außerdem vor: ich gehöre auch zu den Kritikern der Siedlungspolitik. Nicht zu jenen Cholerikern, die jedesmal explodieren, wenn das Wort "Israel" fällt, sicher.
Ich bestreite entschieden die prinzipielle Völkerrechtswidrigkeit der Siedlungen. Ich bestreite, dass sie eine bedeutsame Ursache der aktuellen Probleme sind. Ich sehe aber ein, dass sie politisch und psychologisch in gewisser Hinsicht ein Schuss ins Knie waren.
So weit ich informiert bin, ist es laut Völkerrecht nicht erlaubt in besetzten Gebieten zu bauen. Die Israelis haben sich aber nicht darum geschert. Sie haben es getan und tun es noch immer, indem sie den Häuserbau in besagten palästinensischen Gebieten sogar ankurbeln. Nitanjahu regt diese Tätigkeiten weiterhin an.
Nun weiß jeder, der politisch ein wenig bewandert ist, dass dies ein politisch-strategischer, sprich raffinierter Schachzug ist, ein besetztes Land mit eigenen Leuten zu zersiedeln und so die Menschen rundherum in Schach zu halten. Man lässt die eigenen Leute wachsen und verdrängt damit die feindlichen Bewohner. Gut ausgedacht, nicht wahr?
Es schaut halt so aus, als würden sich dei Israelis über jedes Völkerrecht hinwegsetzen. Dadurch haben sie bereits auch einen schlechten Ruf in der Welt. Aber warum schießt man sich eigentlich ins eigene Knie? Bis jetzt haben sich die Israelis mit ihrer unmenschlich-egoistischen Politik nur Feinde gemacht. Man hält die Gesetze nicht ein, ist auch zu keinen Kompromissen bereit und ist dadurch von lauter Feinden umgeben. In so einem Land zu leben, würde ich gern verzichten und auswandern. Viele tun dies auch schon.
Die Israelis können doch die Urbevölkerung dieses Landes nicht ausrotten, oder doch? Wenn man behauptet, dass dies nicht der Fall ist, dann schaut es zumindest so aus, sogar für Leute, die von Politik nicht viel verstehen.
Dieses Land wurde von den Isaelis rechtmäßig zugesprochen, doch haben sie ihre Versprechen, die Palästinenser menschenwürdig zu behandeln, nicht eingehalten. Selbst wenn sie es nicht versprochen hätten, wäre es eine notwendige Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben gewesen. Aber auch die Welt kann einen Fehler machen, indem sie jemand Eingewanderten das Land zuspricht und sich der andere länger sesshafte Teil der Bevölkerung über den Tisch gezogen fühlen muss. Und man fragt sich schon als Außenstehender, wieso das passieren konnte.
So macht sich eben jeder seine Gedanken. Und das muss einem doch erlaubt sein, selbst wenn man sich irren sollte.
Wir wollen doch den Frieden.
Die Menschin

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