Gaddafi abschaffen

Ok. Du willst also sagen: Das Geschehen in diesem Land wurde als Anlass genommen, einzuschreiten, um einem Hintergrund, die Türe zu öffnen, was ohne die vorherrschenden Greueltaten, nicht stattgefunden hätte?

In anderer Aussage: Solche Kriegseinsätze finden nur statt, wenn ihr Einschreiten ins öffentliche Bild passt, was je zu Kriegsbeginn Fakt ist?

Sie würden also nicht einschreiten ohne diesen für uns unwissenden Hintergrund, da sie in anderen Ländern auch nicht einschreiten?

Das heißt allerdings: JEDER Kriegseinsatz dient dem Abstauben.


(Sicher, die Art und Weise einer Verhinderung sähe für mich anders aus, wie unten schonmal anders erwähnt, die Verantwortlichen still eliminieren ohne Aufsehen)

Jeder Krieg hat Macht-Gründe. Der Kosovo-Krieg wurde damals mit einer massiven Propaganda-Aktion gerechtfertigt und es gibt ganz klare Belege, dass das was das Verteidigungsministerium damals wusste (da ist ein Bürgerkrieg im Gange) nicht mit dem übereinstimmte, was nach außen kommuniziert wurde (Massenvernichtung der Zivilbevölkerung).

OSCE-Beobachter, die vor dem Nato-Einsatz dort waren, widersprachen dem, was etwa Scharping in Pressekonferenzen von sich gab.. und er berief sich ja gerade auf diese Beobachter. Es gab belegte Bild-Manipulationen, die Massaker an der Zivilbevölkerung nahe legen sollten... Damals war ein "normaler" Bügerkrieg im Gange, mit allen Greueltaten die dazugehören. Aber hier wurden Holocaust-Vergleiche bemüht, von KZs gesprochen. Das alles stellte sich danach als Lüge heraus. Etwa der Hufeisenplan.

Und die "Retter der Zivilbevölkerung" (NATO) sendet nicht etwa Einsatztruppen... die schicken Bomber und ballern mit Uranmunition herum. Sie bombardieren nicht nur serbische Zivilbevölkerung... sie bombardierten (aus Versehen) sogar einen ganzen Zug albanischer Flüchtlinge.

Und seitdem dieser völkerrechtswidrige Krieg geführt wurde, der erste Angriffskrieg der NATO, wurden viele Kriege so geführt. Davor wurden sie auch schon so geführt, aber seitdem machen die Europäer mit..

Meine Ansicht zu dem Thema ist:

- Kriege haben immer Machtstrategische Eigeninteressen.
- wenn von humanitären Gründen geredet wird, war das bisher immer eine Lüge und hat die humanitäre Lage noch immer verschlechtert
- wenn Kriege aus humanitären Gründen geführt würden... geschähe das nicht mit Bomben
 
Werbung:
- wenn Kriege aus humanitären Gründen geführt würden... geschähe das nicht mit Bomben

- Soweit OK
- Nimm für einen kurzen Augenblick an: Du bist Chef der Nato
- Kriegsthema Nr 1: Israel Palästina
- Für dich selbst als Chef: Der Krieg soll endlich aus globalen Gründen beendet werden
- Keine Bomben oder ähnliche Geschütze
- Wie beendest du diesen Krieg, den fast jeder kennt?
- Alle involvierten Staaten sind aus Machtgründen beteiligt
- Doch du bist anderen Sinnes
- Mit welcher Strategie rückst du vor, wenn du dich nicht raushältst?

(Ich gehe nämlich davon aus, dass sämtlichen Staaten keine Alternativen bewusst sind)
 

Du willst also mit genau der Propaganda (das ist ja ein Bericht der damals lief) ein Gegenargument liefern...

Hier ein paar Hintergründe zu Deinem Video:

""Der Leiter der KVM [der OSZE-Mission im Kosovo], Walker, räumte am 22.01.1999 in Pristina ein, dass ihm bei seinen Beobachtungen in Racak möglicherweise nicht alle Umstände der Ereignisse bekannt gewesen seien." Auch in den USA machte Racak Schlagzeilen, und der Ruf nach der NATO wurde lauter. Das war für William Walker entscheidend.

(...)

Heinz Loquai, General a. D., OSZE: "Walker hat etwa 30 Journalisten um sich versammelt, ist mit denen dahin gefahren, und hat nach kurzer Zeit verkündet, dass es sich um ein Massaker der Serben handele. Zu dieser Zeit konnte er überhaupt noch kein Urteil fällen, aber dieses Urteil wurde von der OSZE übernommen, wurde von den Vereinten Nationen übernommen, wurde kritiklos von allen nationalen Regierungen übernommen. Die NATO kam am Tag darauf zu einer Sondersitzung zusammen, ein völlig ungewöhnliches Ereignis. Man kann schon sagen, mit diesem Verhalten hat Walker die Lunte zum Krieg gezündet."

http://www.ag-friedensforschung.de/themen/NATO-Krieg/racak.html

"Gab es die ethnischen Säuberungen wirklich schon vor dem Krieg? Heute sagt Norma Brown, enge Mitarbeiterin von OSZE-Chef William Walker: „Die humanitäre Katastrophe im Kosovo gab es erst durch die NATO-Luftangriffe. Dass diese die Katastrophe auslösen würde, wussten alle bei der NATO, der OSZE und bei unserer Beobachter-Gruppe.“ Der Krieg im Kosovo – geführt im Namen der Menschlichkeit – begann mit einer Lüge."

(...)

„Im Kampf um die öffentliche Meinung spielte Scharping eine entscheidende Rolle“ bescheinigt NATO-Sprecher Shea dem deutschen Minister. Und in der Tat: Zahlreiche neue Zeugenaussagen und bislang unveröffentlichte geheime Lageberichte aus Scharpings Behörde machen wichtige „Beweisstücke“ zur Farce. Das gilt für das angebliche Konzentrationslager in Pristina, das „Massaker“ von Rugovo und den sogenannten Operationsplan Hufeisen, der kein serbisches Dokument, sondern in Wahrheit ein Produkt des Führungsstabes im deutschen Verteidigungsministerium ist. Es begann mit einer Lüge – so das Fazit der WDR-Dokumentation über den ersten Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach 1945.

http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2010/1116/2_luege.jsp
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Condemn,
was hätten sie den tun sollen, die Grenzen überall abriegeln und die sich das unter sich austragen lassen?
Hast Du es nicht kapiert, das waren keine Kämpfer das waren Zivilisten, dh. die wurden grundlos niedergemetzelt.
lg
Cyrill
 
- Soweit OK
- Nimm für einen kurzen Augenblick an: Du bist Chef der Nato
- Kriegsthema Nr 1: Israel Palästina
- Für dich selbst als Chef: Der Krieg soll endlich aus globalen Gründen beendet werden
- Keine Bomben oder ähnliche Geschütze
- Wie beendest du diesen Krieg, den fast jeder kennt?
- Alle involvierten Staaten sind aus Machtgründen beteiligt
- Doch du bist anderen Sinnes
- Mit welcher Strategie rückst du vor, wenn du dich nicht raushältst?

(Ich gehe nämlich davon aus, dass sämtlichen Staaten keine Alternativen bewusst sind)

Meine Schritte wären immer, zuerst die Bedürfnisse beider/aller Seiten klar sehen zu wollen. Also die Extreme... Was wollen die Palästinenser im Extrem? Die Fanatiker wollen das Israel am besten von der Bildfläche verschwindet. Gemäßigtere Kräfte innerhalb der palästinensischen Widerstandsbewegung und v.a. die normale Bevölkerung will Frieden.

Was wollen die Israelis? Die Bevölkerung will Frieden und keine Angst haben müssen, dass sie auf dem Weg zum einkaufen von Terroristen in die Luft gejagt werden.

Damit will ich sagen: Wenn man die Interessen kennt, dann weiß man auch sehr schnell, wo der Konfliktherd liegt: Bei den Fanatikern auf beiden Seiten.

Und dieser Fanatismus hat auf beiden Seiten auch religiöse Gründe, was es noch mal viel schwerer macht, denn Gläubige sind nicht käuflich. Damit meine ich: Die Fanatiker auf palästinensischer Seite lassen sich nicht unbedingt durch eine Entspannungspolitik der Israelis vollkommen besänftigen. Für sie ist es ihr Land, heiliges Land. Die israelischen Fundamentalisten wiederum streben den Frieden ebenfalls nicht an, sondern sind eher bestrebt ihre Prophezeiungen zu erfüllen... und die sehen düster aus. Und die treiben ja auch ständig quer, wenn gemäßigte israelische Kräfte Entspannungspolitik betreiben... Sie heizen alles immer noch mehr an, mit ihrer seltsamen Siedlungspolitik.

Um Deine Frage (nicht-) zu beantworten: Ich glaube, dass dort unten noch ganz lange kein Friede möglich ist. Es wäre aber durchaus möglich, dass daraus ein dritter Weltkrieg wird. Oder anders: Verbesserung der Situation kaum vorstellbar, aber Verschlechterungen jede Menge...

Übrigens geht es momentan immer auch um Israel. Wenn die islamischen Staaten, die bisher zwar oft Diktaturen waren, aber zumindest eine gewisse Ordnung aufwiesen, ohne westlichen Einfluss an fundamental-muslimische Kräfte gehen, wird es für Israel auch immer gefährlicher. Daher ist westliche Einflussnahme ja auch nicht unverständlich, aber die Situation droht ja schon zu kippen und durch Kriege laufen den Fundamentalisten ja regelmäßig viel mehr zu, als wenn versucht würde auf Entspannung zu setzen. Der Iran ist ja auch ein Beispiel... vor Ahmadinedschad war der Iran auf einem Weg zur Demokratie... zu Frauenrechten... die Jugend wollte etwas ganz anderes. Und dann wurden Ahmadinedschad die Wähler ausgerechnet durch die USA und Israel regelrecht in die Arme getrieben.
 
@Condemn,
was hätten sie den tun sollen, die Grenzen überall abriegeln und die sich das unter sich austragen lassen?
Hast Du es nicht kapiert, das waren keine Kämpfer das waren Zivilisten, dh. die wurden grundlos niedergemetzelt.
lg
Cyrill

Das ist ja eine der Lügen... Da wurden tote UCK-Kämpfer als abgeschlachtete Zivilisten präsentiert. Und das ist nicht das einzige mittlerweile gut belegte Beispiel. Und ist Dir aufgefallen, das die gleichen Sender die damals diese Propaganda sendeten, heute diese Fälle aufklären? Damals haben sie sich auch für dumm verkaufen.... oder kaufen lassen.

Und was man hätte tun sollen? Stell Dir mal vor, man würde all das Geld, das man in Form von Bomben auf den Kosovo regnen ließ, in so ein Land pumpem um gemäßigte Kräfte zu unterstützen... Aufklärung zu betreiben... Wohlstand zu schaffen... wegen mir auch um Politiker zu bestechen, oder Profikiller anzuheuern, die die extremistischen Köpfe töten.
 
Das Verbrechen von Racak
Eine Dokumentation der Gesellschaft für bedrohte Völker
Die finnische Pathologin Helena Ranta hat am 17.3.1999 in Pristina ihren
Abschlussbericht zu den Ereignissen am 15.1.1999 im albanischen Kosovo-Dörfchen
Racak vorgelegt. Nun ist klar: die 45 Menschen, die von serbischen Polizei-Spezialeinheiten
mit Unterstützung der Jugoslawischen Armee umgebracht wurden, waren unbewaffnete
Zivilisten.
Die von der serbischen Propaganda verbreitete Theorie, die Toten seien
albanische „Terroristen“, die im Kampf gefallen waren,
kann damit als widerlegt gelten.
Wahrscheinlich werden wir die ganze Wahrheit nie erfahren. Die Aussagen von Augenzeugen,
Journalisten, OSZE-Mitarbeitern und nicht zuletzt der finnischen Pathologen, die
die Toten obduzierten, zeigen jedoch eines ganz klar: es gibt keine antiserbische Verschw
örung. Die Toten von Racak wurden Opfer eines grausamen Verbrechens.
http://www.gfbv.ch/pdf/02-99-012.pdf
@Condemn,
hier ist auch Deine komische Propaganda beschrieben, dass ist abgeklärt geworden.
lg
Cyrill
 
Das Verbrechen von Racak
Eine Dokumentation der Gesellschaft für bedrohte Völker
Die finnische Pathologin Helena Ranta hat am 17.3.1999 in Pristina ihren
Abschlussbericht zu den Ereignissen am 15.1.1999 im albanischen Kosovo-Dörfchen
Racak vorgelegt. Nun ist klar: die 45 Menschen, die von serbischen Polizei-Spezialeinheiten
mit Unterstützung der Jugoslawischen Armee umgebracht wurden, waren unbewaffnete
Zivilisten.
Die von der serbischen Propaganda verbreitete Theorie, die Toten seien
albanische „Terroristen“, die im Kampf gefallen waren,
kann damit als widerlegt gelten.
Wahrscheinlich werden wir die ganze Wahrheit nie erfahren. Die Aussagen von Augenzeugen,
Journalisten, OSZE-Mitarbeitern und nicht zuletzt der finnischen Pathologen, die
die Toten obduzierten, zeigen jedoch eines ganz klar: es gibt keine antiserbische Verschw
örung. Die Toten von Racak wurden Opfer eines grausamen Verbrechens.
http://www.gfbv.ch/pdf/02-99-012.pdf
@Condemn,
hier ist auch Deine komische Propaganda beschrieben, dass ist abgeklärt geworden.
lg
Cyrill

Manney... bitte poste nicht einfach immer sofort, sondern recherchier erst wenigstens 2 Minuten nach. Eins hätte Dir sofort auffallen können:

"Die finnische Pathologin Helena Ranta hat am 17.3.1999 in Pristina ihren Abschlussbericht zu den Ereignissen am 15.1.1999 im albanischen Kosovo-Dörfchen Racak vorgelegt."

Das war also nur wenige Tage bevor die NATO Bomber losschickte.

Und hier - Was DANACH GESCHAH... u.a. der Prozess gegen Milosevic, bei dem sie eine Zeugin war, da sie einen Kriegsgrund geliefert hat:

"Die finnische Gerichtsmedizinerin Helena Ranta spielte eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung des Jugoslawienkrieges im Frühjahr 1999. Sie war es, die im Auftrag der Europäischen Union die Autopsie der Leichen des so genannten Racak-Massakers vornahm. In dem gleichnamigen Kosovo-Dorf waren am Morgen des 16. Januar 1999 über vierzig albanische Leichen gefunden worden."

(...)

"Ranta kritisierte, dass die Anklageschrift des Hager Tribunals gegen den jugoslawischen Ex-Präsidenten Milosevic im Fall Racak weitgehend der von US-Botschafter Walker überlieferten Tatversion folgt.

Ranta: "Wenn Botschafter Walker sagt, dass es sich in Racak um ein Massaker gehandelt habe, hat diese Aussage keinerlei rechtliche Wirkung. Ich habe schon damals erklärt, dass die OSZE-Beobachter sämtliche Schritte, die man bei der Sicherung eines Tatorts normalerweise erwartet, vergessen haben: die Isolierung des Geländes etwa, den Ausschluss unautorisierter Personen sowie das Einsammeln aller Beweisstücke."

Ranta forderte, zusätzlich zu den OSZE-Fotos vom Tatort auch die Bilder von zwei weiteren Fotografen zu veröffentlichen, die einige Stunden vor Ankunft der OSZE-Beobachter gemacht wurden. Deren Fotos zeigten, "dass mindestens einer der Körper nachträglich bewegt wurde - dieser Leichnam ist auf den OSZE-Bildern nicht zu sehen".
Für sie sei klar gewesen, dass in den Tagen vor Kriegsbeginn "eine ganze Reihe von Regierungen Interesse an einer Version der Ereignisse von Racak hatten, die allein die serbische Seite verantwortlich machten".

(...)

Ranta:
"Ich bin mir bewusst, dass man sagen könnte, die ganze Szene in diesem kleinen Tal sei gestellt gewesen. Ich bin mir dessen bewusst. Denn dies ist tatsächlich eine Möglichkeit. Diesen Schluss legen unsere ersten Untersuchungsergebnisse genauso nah, wie auch unsere späteren forensischen Untersuchungen, die wir im November 1999 direkt vor Ort vorgenommen haben. Und diese Schlussfolgerungen haben wir auch direkt an den Gerichtshof nach Den Haag weitergegeben. "


Vor allem aber: Bei ihrer Aussage im Haager Prozess gegen Slobodan Milosevic verzichtete sie vollkommen auf die erfreulichen Klarstellungen. Im Kreuzverhör am 12. März 2003 befragte der Angeklagte die Finnin, wie sie sich vor dem Krieg so sicher gewesen sein konnte, dass alle Opfer unschuldige Zivilisten gewesen seien. Dann präsentierte er der Zeugin ein Foto.

Es zeigt das Grab eines UCK-Kämpfers, der in Racak getötet worden war und das die UCK sichtbar mit ihrem Abzeichen ... und seinem Namen und dem Todestag, dem 15. Januar, versehen hat. Das ist also einer jener angeblichen Zivilisten

Daraufhin antwortete Ranta: "Ich habe das nicht gesehen ..."

(...)

Im gesamten mehrstündigen Kreuzverhör verteidigte sie ihre These von den zivilen Opfern in Racak, obwohl sie gleichzeitig einräumte, sie habe einen wichtigen Test nicht vorgenommen: Die Untersuchung auf Schmauchspuren an den Händen der Toten, mit dem sich hätte nachweisen lassen, ob sie vor ihrem Ableben selbst geschossen hatten.

Mehr noch: Bei der entscheidenden Pressekonferenz eine Woche vor dem Krieg hatte sie den serbischen und weißrussischen Gerichtsmedizinern vorgeworfen, sie hätten aufgrund eines veralteten Schmauchspurentests fälschlich Schießpulver an den Händen der meisten Leichen diagnostiziert. Mit dem hochmodernen finnischen Test hätten sich diese Partikel nicht nachweisen lassen. Mittlerweile hat sie aber klargestellt, dass dieser hochmoderne Test ausgerechnet nicht dort angewendet worden ist, wo er zur Identifikation der Opfer als Zivilisten hätte beitragen können: an den Händen der Toten.


(...)

Es gab natürlich Druck von verschiedenen Seiten ... Grundsätzlich habe ich in der Racak-Zeit meine Instruktionen vom deutschen Außenministerium bekommen. Botschafter Christian Pauls hat mich kurz vor der Pressekonferenz (vom 17.3.1999, Anm. J.E.) instruiert ...
Interview in Jungle World, 18.8.1999)

So Rantas Worte kurz nach Kriegsende 1999. Ihre jüngsten spektakulären Äußerungen gegenüber der "Berliner Zeitung" ignorieren dagegen die entscheidende Rolle der deutschen Außenpolitik bei der Nicht-Aufklärung des Racak-Massakers und blenden weiterhin ihre eigene blamable Rolle damals aus. Statt dessen wird der Schwarze Peter vor allem den USA und deren Balkan-Emissär Walker weitergereicht.

(...)

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16601/1.html

Das ist übrigens nicht die einzige Quelle zu dem Thema. Aber die umfassendste. Am besten ganzen Link lesen.. ;)
 
Werbung:
Kein Interesse an gefallenen Serben


(...)

In den Tagen vor Beginn der Nato-Angriffe auf Jugoslawien sei klar gewesen, "dass eine ganze Reihe von Regierungen Interesse an einer Version der Ereignisse von Racak hatten, die allein die serbische Seite verantwortlich machten", so Ranta. "Diese Version konnte ich ihnen aber nicht liefern. " Ihre Instruktionen habe sie von dem deutschen Diplomaten Botschafter Pauls erhalten. Der Vertreter der damaligen deutschen EU-Präsidentschaft habe gebeten, eine schriftliche Stellungnahme vorzubereiten. "Danach musste ich diese persönlichen Äußerungen William Walker zeigen, der offensichtlich alles andere als begeistert war, als er sie las. " Dennoch habe sie der Teilnahme an der wichtigen Pressekonferenz vom 17. März 1999 zugestimmt. "Bei dieser saß ich gemeinsam mit dem deutschen Botschafter in Belgrad, Gruber, und einem finnischen Diplomaten auf dem Podium. Ich hoffte, die beiden Herren würden mich unterstützen. " Das sei leider nicht der Fall gewesen. "Ich hatte eher das Gefühl, im Stich gelassen worden zu sein", sagte Ranta.

Im Ergebnis der von Walker dominierten Pressekonferenz sahen die meisten Medien die Version von einem serbischen Massaker an albanischen Zivilisten bestätigt. Wenige Tage später begannen die Nato-Luftangriffe auf Jugoslawien.

https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0117/politik/0039/index.html
 
Zurück
Oben